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	<description>10 Ideen und ein Geheimtipp für deine nächste Reise</description>
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		<title>Dubai &#8211; Die Stadt der Superlative</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marco]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Jun 2025 20:06:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Städte]]></category>
		<category><![CDATA[dubai]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dubai – eine Stadt der Superlative, in der Tradition und Moderne auf faszinierende Weise verschmelzen. Kaum ein anderes Reiseziel beeindruckt mit einer derart imposanten Skyline, luxuriösen Einkaufszentren und spektakulären Wüstenlandschaften. Vom glitzernden Burj Khalifa bis zu den goldenen Stränden des Arabischen Golfs bietet die Metropole unzählige Erlebnisse für jeden Geschmack.&#160;Neben den weltbekannten Sehenswürdigkeiten begeistert Dubai mit traditionellen Souks, erstklassiger Gastronomie und aufregenden Freizeitangeboten. Ob eine Fahrt durch die Wüste, ein Spaziergang entlang der Dubai Marina oder ein Abend in einer...</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.11places.de/dubai">Dubai &#8211; Die Stadt der Superlative</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.11places.de">11places</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Dubai – eine Stadt der Superlative, in der Tradition und Moderne auf faszinierende Weise verschmelzen. Kaum ein anderes Reiseziel beeindruckt mit einer derart imposanten Skyline, luxuriösen Einkaufszentren und spektakulären Wüstenlandschaften. Vom glitzernden Burj Khalifa bis zu den goldenen Stränden des Arabischen Golfs bietet die Metropole unzählige Erlebnisse für jeden Geschmack.&nbsp;Neben den weltbekannten Sehenswürdigkeiten begeistert Dubai mit traditionellen Souks, erstklassiger Gastronomie und aufregenden Freizeitangeboten. Ob eine Fahrt durch die Wüste, ein Spaziergang entlang der Dubai Marina oder ein Abend in einer exklusiven Sky Lounge – die Stadt bietet unvergessliche Momente.&nbsp;In diesem Reisebericht nehme ich Dich mit auf eine Entdeckungstour durch Dubai. Ich teile meine Erlebnisse, gebe Tipps zu schönen Orten und zeige, warum diese Stadt weit mehr als nur ein Luxus-Reiseziel ist. Taucht mit mir ein in die faszinierende Welt von Dubai!</p>
<h3><strong>#1 The Frame – Ein Architekturwunder und Aussichtspunkt</strong></h3>
<p>Der <strong>Dubai Frame</strong>, eines der beeindruckendsten Wahrzeichen Dubais, verbindet moderne Architektur mit kultureller Symbolik. Gelegen im Zabeel Park, ist dieses architektonische Meisterwerk ein riesiger, rechteckiger Bilderrahmen, der als Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft Dubais konzipiert wurde.  [<a href="https://www.11places.de/dubai">See image gallery at 11places.de</a>]  Mit einer Höhe von 150 Metern und einer Breite von 93 Metern bietet der Dubai Frame Besuchern ein unvergleichliches Erlebnis und spektakuläre Aussichten.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Architektur und Konzept</strong></span></h5>
<p>Der Dubai Frame wurde von dem preisgekrönten Architekten Fernando Donis entworfen und 2018 eröffnet. Die Struktur besteht aus zwei vertikalen Türmen, die durch eine Glasbrücke verbunden sind. Auf dieser Brücke befindet sich ein 93 Meter langer gläserner Boden, der den Besuchern einen Nervenkitzel bietet, während sie buchstäblich über den Stadtteil Zabeel &#8222;schweben&#8220;.<br />
Das Design ist mit goldfarbenen Mustern verziert, die an das Expo-2020-Logo angelehnt sind und die innovative Architektur Dubais unterstreichen. Die Idee hinter dem Frame ist es, Alt und Neu zu verbinden: Von einer Seite bietet der Frame einen Blick auf das historische Dubai, während die andere Seite den modernen Stadtteil mit seinen Wolkenkratzern zeigt.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Umgebung und Highlights</strong></span></h5>
<p>Der Dubai Frame befindet sich inmitten des grünen Zabeel Parks, einem beliebten Ort für Familien und Erholungssuchende. Nach einem Besuch des Frames können Besucher die üppigen Gärten, Spielplätze und Picknickbereiche des Parks genießen.<br />
Im Inneren des Dubai Frames gibt es eine interaktive Ausstellung, die die Geschichte Dubais von einem kleinen Fischerdorf zu einer der modernsten Metropolen der Welt zeigt. Besucher können auch einen Blick in die Zukunft werfen, durch Virtual-Reality-Technologien, die Dubais Vision für das Jahr 2050 darstellen.</p>
<h5><strong><span style="font-size: 12pt;">Beste Zeit für deinen Besuch</span></strong></h5>
<p>Die beste Zeit, den Dubai Frame zu besuchen, ist <strong>am frühen Morgen oder kurz vor Sonnenuntergang</strong>, um die atemberaubenden Aussichten bei angenehmen Temperaturen zu genießen. Besonders der Sonnenuntergang bietet eine magische Atmosphäre, da die Stadt sowohl im Tageslicht als auch im Abendlicht erstrahlt. In den kühleren Monaten von November bis März ist der Besuch zudem besonders angenehm.</p>
<h5><strong><span style="font-size: 12pt;">Anreise und Eintrittspreise</span></strong></h5>
<p>Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene etwa <strong>50 AED</strong> (4 AED entsprechend ca. 1 Euro) und für Kinder zwischen 3 und 12 Jahren <strong>20 AED</strong>. Kinder unter 3 Jahren sowie Senioren und Menschen mit Behinderungen erhalten freien Eintritt. The Frame hat zwei Eingänge; einen auf jeder Seite des Rahmens.</p>
<p>Für die Anreise kannst Du auf die Metro Al Jafiliya Station „Grüne Linie“ zurückgreifen. Nach ca. 10 Minuten Fußweg stehst du an dem Bauwerk. Alternativ kannst du den Bus nehmen. Der öffentliche Bist Linie 27 fährt dich von der Metrostation bis zur Sehenswürdigkeit. Taxi und Uber/Careem sind ebenfalls möglich. Die Kosten belaufen sich beispielsweise für eine Fahrt vom Burj Khalifa auf ca. 20 bis 30 AED. Die Dauer hierfür liegt bei etwa 10 Minuten.</p>
<h5><strong><span style="font-size: 12pt;">Öffnungszeiten</span></strong></h5>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Sonntag</td>
<td>09:00 Uhr bis 21:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<pre><span style="font-size: 12pt; font-family: georgia, palatino, serif;"><em>Adresse: Zabeel Park, Za'abeel, Al Kifaf, Dubai</em></span></pre>
<hr>
<h3><strong>#2 Zentralmoschee Jumeirah – Das Religiöses Wahrzeichen</strong></h3>
<p>Die Jumeirah-Moschee in Dubai ist ein herausragendes Beispiel islamischer Architektur und ein bedeutendes kulturelles Wahrzeichen der Stadt. Erbaut im traditionellen fatimidischen Stil, der seinen Ursprung im 8. Jahrhundert hat, beeindruckt die Moschee durch ihre kunstvollen Details und ihre majestätische Präsenz. Besonders auffällig sind die beiden Minarette und die große zentrale Kuppel, die aus weißem Stein gefertigt sind und bei Nacht durch eine geschickte Beleuchtung in besonderem Glanz erstrahlen.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Erlebe die Emiratische Kultur</strong></span></h5>
<p>Ein einzigartiges Merkmal der Jumeirah-Moschee ist ihre Offenheit gegenüber Nicht-Muslimen. Im Rahmen des Programms &#8222;Open Doors, Open Minds&#8220; des Sheikh Mohammed Centre for Cultural Understanding werden geführte Touren angeboten, die es Besuchern ermöglichen, mehr über den Islam und die emiratische Kultur zu erfahren. Diese Touren bieten einen tiefen Einblick in religiöse Praktiken und fördern das Verständnis zwischen den Kulturen.</p>
 [<a href="https://www.11places.de/dubai">See image gallery at 11places.de</a>] 
<p>Obwohl die Moschee selbst kein angeschlossenes Museum besitzt, fungiert sie durch die angebotenen Führungen als lebendiges Kulturzentrum. Besucher haben die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mehr über die islamische Architektur, Kunst und Traditionen zu lernen. Die detaillierten Ornamente, die kunstvollen Mosaike und die harmonische Gestaltung des Innenraums spiegeln die Schönheit und Komplexität der islamischen Baukunst wider.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Lage und Empfehlungen</strong></span></h5>
<p>Die Jumeirah-Moschee befindet sich an der Jumeirah Beach Road und ist sowohl für Touristen als auch für Einheimische leicht erreichbar. Die Umgebung ist geprägt von einer Mischung aus traditioneller und moderner Architektur, was den Besuch zusätzlich bereichert. In der Nähe befinden sich zahlreiche Cafés und Geschäfte, die zum Verweilen einladen.</p>
<p>Die Führungen finden in der Regel von Samstag bis Donnerstag um 10:00 Uhr statt. Es wird empfohlen, etwa 15 Minuten vor Beginn vor Ort zu sein. Der Eintrittspreis beträgt 25 AED pro Person. Kinder unter 12 Jahren können kostenlos teilnehmen. Es ist keine vorherige Reservierung erforderlich, jedoch ist es ratsam, die aktuellen Zeiten und Preise auf der offiziellen Website des Sheikh Mohammed Centre for Cultural Understanding zu überprüfen, da Änderungen möglich sind.</p>
<p>Die beste Zeit für einen Besuch der Jumeirah-Moschee ist während der kühleren Monate von November bis März, wenn die Temperaturen angenehmer sind. Ein Besuch am Morgen ermöglicht es, die Führung in Ruhe zu genießen und anschließend die Umgebung zu erkunden. Es ist wichtig, respektvolle Kleidung zu tragen; Frauen sollten ihre Haare bedecken, und sowohl Männer als auch Frauen sollten Kleidung tragen, die Schultern und Knie bedeckt. Schals und geeignete Kleidung können bei Bedarf vor Ort ausgeliehen werden.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Öffnungszeiten</strong></span></h5>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Samstag bis Donnerstag</td>
<td>10:00 Uhr bis 11:15 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<pre><span style="font-size: 12pt;"><em><span style="font-family: georgia, palatino, serif;">Adressen: Jumeirah Beach Road, Jumeirah 1, Dubai</span></em></span></pre>
<hr>
<h3><strong>#3 Dubai Green Planet – Ein Tropisches Erlebnisparadies</strong></h3>
<p>Dubai Green Planet ist ein beeindruckendes ökologisches Projekt und ein einzigartiger Indoor-Regenwald mitten in der Wüstenstadt Dubai. Dieses faszinierende Bauwerk wurde konzipiert, um Besuchern eine realistische Erfahrung des tropischen Regenwaldes zu bieten und sie über die Wichtigkeit von Nachhaltigkeit und Umweltschutz aufzuklären. Das Zentrum ist ein Muss für Natur- und Tierliebhaber sowie für Familien, die einen Hauch von Wildnis in einer hochmodernen Umgebung erleben möchten.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Architektur und Konzept</strong></span></h5>
<p>Die Architektur von Dubai Green Planet ist ein Meisterwerk der Ingenieurskunst. Die Struktur ist als riesige Glaswürfelkonstruktion gestaltet, die von einem 25 Meter hohen künstlichen Baum dominiert wird – dem Herzstück des Regenwalds. Dieser Baum ist das größte künstliche Exemplar seiner Art und dient als Lebensraum für viele der Tiere und Pflanzen, die das Gebäude bewohnen. Der Indoor-Regenwald erstreckt sich über mehrere Stockwerke, die jeweils verschiedene klimatische Zonen und Lebensräume darstellen, von der Bodenvegetation bis hin zur Baumkrone.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Tierwelt und Flora</strong></span></h5>
<p>Dubai Green Planet beheimatet über 3000 Pflanzen- und Tierarten. Zu den tierischen Bewohnern gehören farbenfrohe Papageien, Tukane, Faultiere und Gürteltierarten. Auch kleinere Säugetiere wie Agutis und exotische Insekten wie Riesenschmetterlinge können beobachtet werden. Beeindruckend sind auch die Reptilien und Amphibien, darunter Baumpythons und giftige Pfeilgiftfrösche. Besonders spannend für Kinder und Erwachsene gleichermaßen ist die Begegnung mit den freifliegenden Vögeln und den in den Baumkronen lebenden Primaten.</p>
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<p>Die Flora ist ebenso vielfältig: Besucher können riesige Farnarten, Lianen und Orchideen bewundern, die authentisch das tropische Umfeld nachbilden. Ein interaktives Erlebnis bietet der Bereich „Regenwald am Abend“, in dem man die nächtlichen Aktivitäten vieler Tiere beobachten kann.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Besonderheiten, Beste Besuchszeit, Eintritt</strong></span></h5>
<p>Ein Highlight ist die Möglichkeit, an geführten Touren teilzunehmen, bei denen Experten interessante Einblicke in die Biologie der Tiere und Pflanzen sowie deren Bedeutung für das Ökosystem geben. Die interaktiven Exponate und Shows machen den Besuch sowohl lehrreich als auch unterhaltsam. Für ganz Mutige unter Euch bietet Dubai Green Planet auch das Baden bzw. Schwimmen mit Piranhas an. Die beste Zeit für einen Besuch ist in den frühen Morgenstunden oder an Wochentagen, da es dann weniger voll ist und man mehr Ruhe genießen kann. Der Eintritt kostet etwa 120 AED für Erwachsene, während Kinder unter 3 Jahren kostenlos Zutritt haben. Es empfiehlt sich, Tickets im Voraus online zu buchen, um Wartezeiten zu vermeiden.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Öffnungszeiten</strong></span></h5>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Sonntag</td>
<td>10:00 Uhr bis 18:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<pre><span style="font-size: 12pt;"><em><span style="font-family: georgia, palatino, serif;">Adresse: City Walk, Al Wasl, Dubai</span></em></span></pre>
<hr>
<h3><strong>#4 Ain Dubai – Das höchste Riesenrad der Welt</strong></h3>
<p>Ain Dubai, auch bekannt als das &#8222;Dubai Eye&#8220;, ist das größte Riesenrad der Welt und befindet sich auf der künstlichen Insel Bluewaters Island in Dubai. Mit einer Höhe von beeindruckenden 250 Metern übertrifft es alle bestehenden Riesenräder, darunter das berühmte London Eye und das High Roller in Las Vegas. Ain Dubai wurde offiziell am 21. Oktober 2021 eröffnet und ist eine architektonische Meisterleistung, die von der Meraas Holding entwickelt wurde. Das Riesenrad besteht aus 48 High-Tech-Kabinen, die Platz für bis zu 1.750 Besucher gleichzeitig bieten. Einige Kabinen sind speziell für luxuriöse Erlebnisse ausgestattet und bieten VIP-Service oder exklusive Veranstaltungen.</p>
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<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Standort und Besonderheiten</strong></span></h5>
<p>Das Riesenrad steht auf Bluewaters Island, einer der neuesten Lifestyle-Destinationen Dubais. Die Insel bietet eine Vielzahl von Restaurants, Cafés, Geschäften und Unterhaltungsmöglichkeiten. Ain Dubai ist so positioniert, dass es einen spektakulären Blick auf die Skyline von Dubai, einschließlich des Burj Khalifa, der Palm Jumeirah und des Jumeirah Beach bietet.</p>
<p>Ein herausragendes Merkmal ist das Erlebnis an Bord: Während der 38-minütigen Fahrt in einer der vollverglasten Kabinen haben die Besucher eine unvergleichliche 360-Grad-Panorama-Aussicht. Ain Dubai wird auch für besondere Events genutzt, darunter Hochzeiten, Firmenveranstaltungen und Feiern. Dank innovativer Licht- und Soundeffekte bietet das Riesenrad ein visuelles Spektakel, das besonders bei Nacht beeindruckend ist.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Beste Zeit für einen Besuch</strong></span></h5>
<p>Die beste Zeit für einen Besuch ist entweder am frühen Abend, um den Sonnenuntergang über Dubai zu erleben, oder nach Einbruch der Dunkelheit, wenn die Stadt in Lichtern erstrahlt. Da Ain Dubai eine klimatisierte Attraktion ist, eignet es sich auch ideal für heiße Sommertage. Besucher sollten Tickets im Voraus buchen, insbesondere während der Hauptsaison, um Wartezeiten zu vermeiden.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Öffnungszeiten und Eintrittspreise</strong></span></h5>
<p>Die regulären Öffnungszeiten von Ain Dubai variieren je nach Saison, jedoch ist es in der Regel von 12:00 bis 22:00 Uhr geöffnet. Während der Hochsaison, insbesondere an Feiertagen, sind verlängerte Öffnungszeiten üblich. Die Eintrittspreise beginnen liegen bei 145 AED (195 AED zur Prime Time) für Erwachsene und 115 AED (155 AED zur Prime Time) für Kinder. Für Kleinkinder bis 3 Jahre ist der Besuch kostenlos.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Öffnungszeiten</strong></span></h5>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag</td>
<td>geschlossen</td>
</tr>
<tr>
<td>Dienstag bis Freitag</td>
<td>12:00 Uhr bis 21:00 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>Samstag bis Sonntag</td>
<td>11:00 Uhr bis 21:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<pre><em><span style="font-family: georgia, palatino, serif; font-size: 12pt;">Adresse: Ain Dubai, Bluewaters Island, Dubai</span></em></pre>
<hr>
<h3><strong>#5 Dubai Mall &#8211; Eine Welt der Superlative</strong></h3>
<p>Die Dubai Mall ist eines der größten Einkaufszentren der Welt und ein zentraler Anziehungspunkt in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate. Sie liegt im prestigeträchtigen Downtown Dubai, direkt neben dem weltberühmten Burj Khalifa. Mit einer Fläche von über 1,1 Millionen Quadratmetern beherbergt sie mehr als 1.200 Geschäfte, zahlreiche Restaurants, Attraktionen und Unterhaltungsangebote.</p>
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<h5><strong><span style="font-size: 12pt;">Architektur und Design</span></strong></h5>
<p>Die Architektur der Dubai Mall ist modern und elegant, mit großzügigen Glasfassaden und luxuriösen Innenräumen. Verschiedene Bereiche wie die &#8222;Fashion Avenue&#8220; oder das &#8222;Grand Atrium&#8220; bieten unterschiedliche Stimmungen und Designs. Die beeindruckenden Wasserspiele und ein riesiges Aquarium mit einem Unterwassertunnel ergänzen die spektakuläre Architektur.</p>
<h5><strong><span style="font-size: 12pt;">Standort und Anreise</span></strong></h5>
<p>Die Dubai Mall befindet sich in der Nähe der Sheikh Zayed Road, dem Hauptverkehrsweg von Dubai. Die Anreise mit der Metro ist besonders bequem: Nehmen Sie die <strong>Rote Linie</strong> bis zur Haltestelle <strong>Burj Khalifa/Dubai Mall</strong>. Von dort aus verbindet ein klimatisierter Fußgängerweg die Mall mit der Metrostation. Für Autofahrer stehen mehr als 14.000 Parkplätze zur Verfügung.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Freizeitmöglichkeiten</strong></span></h5>
<p>Neben dem Shoppen bietet die Dubai Mall zahlreiche Attraktionen. Das <strong>Dubai Aquarium and Underwater Zoo</strong> gehört zu den Highlights, ebenso wie die <strong>Dubai Ice Rink</strong>, eine Schlittschuhbahn mitten im Einkaufszentrum. Der <strong>VR Park</strong> ermöglicht Virtual-Reality-Erlebnisse, und das <strong>Kidzania</strong> ist ein interaktiver Spielbereich für Kinder. Auch der Zugang zur Aussichtsplattform des Burj Khalifa, <strong>At the Top</strong>, erfolgt über die Dubai Mall.</p>
<h5><strong><span style="font-size: 12pt;">Besonderheiten</span></strong></h5>
<p>Die Dubai Mall ist auch für ihre Wasserspiele bekannt, die im <strong>Dubai Fountain</strong> direkt vor der Mall stattfinden. Die abendlichen Shows sind eine faszinierende Kombination aus Licht, Musik und Wasser. Außerdem gibt es das größte Süßwarengeschäft der Welt, Candylicious. Einzelne Attraktionen wie das Aquarium oder die Ice Rink haben abweichende Öffnungszeiten. Der Eintritt zur Mall ist kostenlos, während Attraktionen wie das Aquarium (ab ca. 100 AED) und Burj Khalifa (ab ca. 150 AED) kostenpflichtig sind.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Beste Besuchszeit</strong></span></h5>
<p>Die beste Zeit für einen Besuch ist <strong>werktags am Vormittag</strong>, um Menschenmassen zu vermeiden. Abends und an Wochenenden ist es deutlich voller, besonders während der Dubai Shopping Festival-Zeit von Dezember bis Februar.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Öffnungszeiten</strong></span></h5>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Sonntag</td>
<td>10:00 Uhr bis 24:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<pre><span style="font-size: 12pt;"><em><span style="font-family: georgia, palatino, serif;">Adresse: Financial Center Rd, Dubai Downtown, Dubai</span></em></span></pre>
<hr>
<h3><strong>#6 Burj Khalifa &#8211; Ein Meisterwerk der Moderne</strong></h3>
<p>Der <strong>Burj Khalifa</strong>, mit einer Höhe von 828 Metern, ist das höchste Gebäude der Welt und wie ich finde: das Highlight schlechthin.  [<a href="https://www.11places.de/dubai">See image gallery at 11places.de</a>]  Er befindet sich im Herzen von <strong>Downtown Dubai</strong>, einem der modernsten Stadtteile der Vereinigten Arabischen Emirate. Das Bauwerk wurde am 4. Januar 2010 eröffnet und beeindruckt durch seine innovative Architektur und technische Meisterleistung. Entworfen vom Architekturbüro <strong>Skidmore, Owings &amp; Merrill</strong>, basiert das Design auf der Form einer Wüstenblume. Das dreistrahlige Grundlayout bietet maximale Stabilität und ist ideal für extreme Höhen.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Architektur und Fakten</strong></span></h5>
<p>Der Burj Khalifa verfügt über 163 nutzbare Stockwerke und umfasst Büros, Luxuswohnungen, ein Armani-Hotel sowie Restaurants und Aussichtsplattformen. Ein Highlight ist die Aussichtsplattform „<strong>At The Top</strong>“, die sich auf den Etagen 124, 125 und der exklusiveren Etage 148 (Sky Lounge) befindet. Mit hochmodernen Aufzügen, die eine Geschwindigkeit von 10 m/s erreichen, ist der Zugang schnell und komfortabel.</p>
<h5><strong><span style="font-size: 12pt;">Anreise mit der Metro und dem Taxi</span></strong></h5>
<p>Die Anreise zum Burj Khalifa ist mit der <strong>Dubai Metro</strong> besonders bequem. Die nächstgelegene Haltestelle ist „<strong>Burj Khalifa/Dubai Mall Station</strong>“. Von dort führt ein klimatisierter Skywalk direkt zur Dubai Mall, die mit dem Burj Khalifa verbunden ist. Alternativ stehen Taxis zur Verfügung, die in Dubai zahlreich und relativ günstig sind. Für Besucher mit eigenem Auto bietet die <strong>Dubai Mall</strong> großzügige Parkmöglichkeiten. Beachten Sie jedoch, dass es an Wochenenden und Feiertagen zu hohem Andrang kommen kann.</p>
<h5><strong><span style="font-size: 12pt;">Besonderheiten des Besuchs</span></strong></h5>
<p>Ein Besuch zum <strong>Sonnenaufgang</strong> oder Sonnenuntergang ist besonders magisch. Die Plattform „At The Top“ bietet in den frühen Morgenstunden oder zum Abend einen atemberaubenden Blick auf die erwachende Stadt und die umliegende Wüste. Die Lichtstimmung ist einzigartig. Die Besuchermenge unterscheidet sich erheblich. Zum Sonnenaufgang tummeln sich wesentlich weniger Leute auf der Aussichtsplattform als zum Sonnenuntergang.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Eintrittspreise</strong></span></h5>
<p>Die Preise variieren je nach Besuchszeit und Etage. Für die Etagen 124/125 starten die Tickets bei ca. <strong>159 AED</strong> (Tag) und steigen zu Spitzenzeiten oder für Etage 148 auf bis zu <strong>399 AED</strong>. Kleinkinder bis 3 Jahr erhalten freien Eintritt. Ich empfehle eine frühzeitige Online-Buchung, um Verfügbarkeit und günstige Preise zu sichern.</p>
 [<a href="https://www.11places.de/dubai">See image gallery at 11places.de</a>] 
<h5><strong><span style="font-size: 12pt;">Zusätzliche Tipps, Frühstück, Zugang</span></strong></h5>
<p>Eingang: Der Zugang zum Burj Khalifa erfolgt über die Unterhaltungsebene / Untergeschoss (LG Level) der Dubai Mall. Dort ist der Schalter für „At the Top“, wo Du dein Ticket vorzeigen oder abholen kannst.</p>
<p>Timing: Plane mindestens 30 Minuten ein, um vom Eingang der Dubai Mall bis zum Burj Khalifa zu gelangen, insbesondere wenn Du den Sonnenaufgang nicht verpassen möchten.</p>
<p>Für den Besuch zum Sonnenaufgang steht dir nur der Samstag und Sonntag zur Verfügung. Die Zeit für den Einlass startet um 05:00 Uhr und die Preise beginnen bei 159 AED (ca. 41,50 Euro). Du kaufst mit dem Ticket ein 2 Stunden Zeitfenster (es wird aber nicht kontrolliert, wenn du mal ein wenig die Zeit überziehst). In dem Preis ist ein kleines Frühstück, welches du am Ende deines Besuchs im Café des Erdgeschosses genießen kannst, inbegriffen. Der Zutritt zum Burj Khalifa erfolgt nur über die Dubai Mall. In den Morgenstunden für den Sonnenaufgang kannst Du dabei nur über den Eingang <strong>Grand Parking Entrance</strong> oder <strong>Fashion Avenue Entrance</strong> der Dubai Mall betreten. Eine Anreise mit der Metro und dem dortigen Zugang kann problematisch sein (erste Fahrt mit der Metro am Samstag ab 05:00 Uhr; sonntags erst ab 08:00 Uhr möglich). Ich bin selbst mit dem Taxi angereist. Die Taxifahrer kennen den passenden Eingang und fahren dich direkt dorthin. Alternativ kannst du die Ride-Hailing-Dienste nutzen; Apps wie <strong>Uber</strong> oder <strong>Careem</strong> sind ebenfalls 24/7 verfügbar. Diese Dienste sind etwas teurer als reguläre Taxis, bieten aber oft komfortablere Fahrzeuge und festgelegte Preise.</p>
<p>Die beste Zeit für einen Besuch ist entweder früh morgens oder abends, um den Sonnenaufgang oder -untergang zu erleben. Beide Zeiten bieten spektakuläre Ausblicke und angenehme Temperaturen, besonders während der Wintermonate von November bis März.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Öffnungszeiten</strong></span></h5>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Sonntag</td>
<td>09:00 Uhr bis 23:00 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>Samstag, Sonntag</td>
<td>05:00 Uhr bis 08:30 Uhr (Sunrise Ticket)</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<pre><em><span style="font-family: georgia, palatino, serif; font-size: 12pt;">Adresse: 1 Sheikh Mohammed bin Rashid Blvd, Downtown Dubai, Dubai</span></em></pre>
<hr>
<h3><strong>#7 Dubai Miracle Garden – Ein Paradies für Blumenliebhaber</strong></h3>
<p>Der <strong>Dubai Miracle Garden</strong>, eröffnet im Jahr 2013, ist der größte natürliche Blumengarten der Welt. Auf einer Fläche von über <strong>72.000 Quadratmetern</strong> wachsen mehr als <strong>50 Millionen Blumen</strong> und <strong>250 Millionen Pflanzen</strong>. Diese beeindruckende Attraktion liegt in <strong>Al Barsha South</strong>, in der Nähe des Dubai Autodrome und bietet Besuchern eine einzigartige Gelegenheit, sich an aufwendigen Blumenarrangements zu erfreuen, die jedes Jahr neu gestaltet werden.</p>
 [<a href="https://www.11places.de/dubai">See image gallery at 11places.de</a>] 
<h5><strong><span style="font-size: 12pt;">Architektur und Design</span></strong></h5>
<p>Die Gartenarchitektur ist eine Symbiose aus Kunst und Natur. Besondere Highlights sind die floralen Skulpturen, darunter ein <strong>lebensgroßes Flugzeug der Emirates A380</strong>, das mit Tausenden von Blumen bedeckt ist. Auch eine gigantische Mickey-Mouse-Figur und romantische Herzbögen zählen zu den beliebtesten Fotomotiven. Die aufwendigen Installationen werden regelmäßig überarbeitet, um sicherzustellen, dass der Garten jedes Jahr frisch und aufregend bleibt.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Standort und Anreise</strong></span></h5>
<p>Der Dubai Miracle Garden befindet sich etwa 25 Kilometer südwestlich des Stadtzentrums. Die bequemste Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgt über die <strong>Metro</strong>. Nehmen Sie die rote Linie der Metro bis zur <strong>Mall of the Emirates</strong> Station. Von dort aus können Sie einen <strong>Bus (Linie F30)</strong> oder ein Taxi nehmen. Alternativ stehen Dir zahlreiche Taxis und Ride-Hailing-Apps wie Uber oder Careem zur Verfügung.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Eintrittspreise und Besonderheiten</strong></span></h5>
<p>Neben den floralen Skulpturen gibt es einen <strong>Schmetterlingsgarten</strong> (Dubai Butterfly Garden) mit über <strong>15.000 Schmetterlingen</strong> aus rund 50 Arten. Weiterhin bieten zahlreiche Cafés, Restaurants und Souvenirläden Erfrischungen und Andenken. Der Dubai Miracle Garden ist eine <strong>saisonale Attraktion</strong>, die von Mitte November bis Mitte Mai geöffnet ist. Die Eintrittspreise belaufen sich für Erwachse (12 Jahre und älter) auf 55 AED; Kinder im Alter von 3 bis 12 Jahre zahlen 40 AED. Kinder unter 3 Jahre haben freien Eintritt.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Beste Besuchszeit</strong></span></h5>
<p>Die ideale Zeit für einen Besuch ist <strong>zwischen Dezember und Februar</strong>, da das Wetter in Dubai dann angenehm kühl ist. Plane Deinen Besuch am besten früh am Morgen oder am späten Nachmittag, um die Menschenmengen und die Mittagshitze zu vermeiden.</p>
<p>Mit seiner farbenfrohen Pracht und kunstvollen Gestaltung ist der Dubai Miracle Garden ein Muss für jeden Besucher der Stadt.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Öffnungszeiten (saisonal)</strong></span></h5>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Freitag</td>
<td>09:00 Uhr bis 21:00 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>Samstag bis Sonntag</td>
<td>09:00 Uhr bis 23:00 Uhr&nbsp;</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<pre><span style="font-size: 12pt;"><em><span style="font-family: georgia, palatino, serif;">Adresse: Street 3, Al Barsha, Al Barsha South, Dubai</span></em></span></pre>
<hr>
<h3><strong>#8 Dubai Marina – Ein faszinierendes Viertel der Superlative</strong></h3>
<p>Dubai Marina ist eines der modernsten und aufregendsten Viertel Dubais, bekannt für seine beeindruckende Architektur, atemberaubende Skyline und den maritimen Lebensstil. Gelegen an der Küste des Arabischen Golfs, erstreckt sich die Marina über 3 Kilometer entlang eines künstlich angelegten Kanals, der das Viertel zu einem pulsierenden Anziehungspunkt für Einwohner und Touristen macht.</p>
<h5><strong><span style="font-size: 12pt;">Fakten und Architektur</span></strong></h5>
<p>Dubai Marina wurde Anfang der 2000er Jahre entwickelt und gilt als eines der ambitioniertesten städtebaulichen Projekte der Welt. Das Viertel bietet Platz für mehr als 120.000 Menschen in luxuriösen Hochhäusern und Villen.  [<a href="https://www.11places.de/dubai">See image gallery at 11places.de</a>]  Zu den architektonischen Highlights gehören der <strong>Cayan Tower</strong>, ein 307 Meter hoher Wolkenkratzer mit einer markanten, spiralförmigen Drehung, und die <strong>Princess Tower</strong>, die mit 413 Metern lange Zeit als das höchste Wohngebäude der Welt galt. Entlang der Marina-Promenade befinden sich exklusive Restaurants, Boutiquen und luxuriöse Hotels wie das Address Dubai Marina.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Standort und Besonderheiten</strong></span></h5>
<p>Die Dubai Marina liegt strategisch günstig zwischen dem Stadtzentrum Dubais und der künstlichen Inselgruppe Palm Jumeirah. Die Marina bietet nicht nur eine ikonische Kulisse, sondern auch zahlreiche Freizeitmöglichkeiten wie Bootsfahrten, Wassersport und Besuche der <strong>Dubai Marina Mall</strong>, die über 140 Geschäfte, Restaurants und ein Kino beherbergt. Besonders beliebt ist die <strong>Marina Walk</strong>, eine 7 Kilometer lange, palmengesäumte Promenade, die zum Flanieren einlädt.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Beste Reisezeit</strong></span></h5>
<p>Die beste Zeit für einen Besuch ist von November bis März, wenn die Temperaturen angenehm sind und zwischen 20 und 30 Grad liegen. In den Sommermonaten kann es mit bis zu 45 Grad sehr heiß werden.</p>
<h5><strong><span style="font-size: 12pt;">Anreise</span></strong></h5>
<p>Für die Anreise Empfehle ich die Metro. Nimm die Red Line der Dubai Metro bis zur Station <strong>DMCC (Dubai Marina)</strong>. Eine Einzelfahrt kostet je nach Zone etwa 4 AED bis 8 AED. Für Ausflüge zur nahegelegenen Palm Jumeirah kannst Du die Monorail nutzen. Die Preise beginnen bei 20 AED für eine Einzelfahrt, und die Züge verkehren alle 15 Minuten. Eine Taxifahrt von Downtown Dubai zur Marina kostet etwa 70 bis 100 AED. Solltest Du mit einem Mietwagen anreisen, stehen ausreichend Parkmöglichkeiten dafür zur Verfügung. Die Parkmöglichkeiten können allerdings sehr teuer werden. Ich empfehle daher die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Öffnungszeiten und Eintrittspreise</strong></span></h5>
<p>Die Marina selbst ist öffentlich zugänglich und kann jederzeit kostenlos besucht werden. Bootsfahrten und Rundfahrten mit einer Dhow (traditionelles arabisches Segelboot) starten oft ab 150 AED pro Person. Die <strong>Dubai Marina Mall</strong> ist täglich von 10:00 bis 22:00 Uhr geöffnet, an Wochenenden oft bis Mitternacht.</p>
<p>Dubai Marina kombiniert modernste Architektur mit maritimem Flair und bietet eine einzigartige Mischung aus urbanem Lebensstil und entspanntem Ambiente – ein Muss für jeden Besucher Dubais.</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Sonntag</td>
<td>09:00 Uhr bis 21:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<pre><span style="font-size: 12pt;"><em><span style="font-family: georgia, palatino, serif;">Adresse:&nbsp; Dubai Marina Walk, Dubai</span></em></span></pre>
<hr>
<h3><strong>#9 Viewpoint – Level 43 Sky Lounge</strong></h3>
<p>Dubai bietet eine Vielzahl spektakulärer Aussichtspunkte, die atemberaubende Panoramablicke auf die glitzernde Skyline, das azurblaue Meer und die beeindruckende Wüstenlandschaft ermöglichen. Neben den bekannten Highlights wie dem Burj Khalifa und dem Dubai Frame gibt es zahlreiche weitere Orte, die eine atemberaubende Aussicht bieten.</p>
<h5><strong><span style="font-size: 12pt;">Berühmte Aussichtspunkte in Dubai</span></strong></h5>
<p>Zu den beliebten Locations gehört <strong>die Sky Views Observatory</strong> in Downtown Dubai, das auf 219 Metern Höhe eine Glasrutsche und eine freihängende Plattform bietet. Ein weiteres beeindruckendes Ziel ist <strong>The View at The Palm</strong>, welches sich auf 240 Metern Höhe befindet und einen unvergleichlichen Blick auf die ikonische Palme ermöglicht. Wer die Skyline mit dem Meer kombinieren möchte, sollte das <strong>Observatory Bar &amp; Grill</strong> im Marriott Harbour Hotel besuchen, das einen direkten Blick auf den Yachthafen bietet. Wer einen exklusiven Blick auf die Skyline Dubai genießen mag, sollte auf jeden Fall mit einem Besuch der Level 43 Sky Lounge liebäugeln.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Level 43 Sky Lounge – Ein exklusiver Blick auf Dubai</strong></span></h5>
<p>Ein echter Geheimtipp für einen unvergesslichen Abend ist die Level 43 Sky Lounge, die sich auf dem Dach des Four Points by Sheraton Hotel an der Sheikh Zayed Road befindet.</p>
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<p>Die Besonderheiten der Rooftop Bar ist die unbeschreibliche 360°-Aussicht auf die Skyline. Die Lounge bietet eine entspannte Atmosphäre mit Chillout-Musik, bequemen Loungemöbeln und einer exklusiven Auswahl an internationalen Speisen und Getränken. Besonders in den Abendstunden sorgt die Beleuchtung der Stadt für ein einzigartiges Erlebnis.</p>
<p>Ein Besuch lohnt sich hervorragend zum Sonnenuntergang, wenn sich der Himmel in warme Farben taucht und die Skyline in goldenem Licht erstrahlt. Auch wenn es sich um einen Geheimtipp handelt, können die Plätze schnell belegt sein. Ich empfehle eine vorherige Reservierung für die äußeren Tische mit unmittelbarer Sicht auf die Skyline.</p>
<p>Aufgrund der Exklusivität sind die Preise für Cocktails und leichten Speisen im höheren Preissegment anzugliedern. Cocktails kosten etwa 60 bis 80 AED, Softdrinks sind ab 30 AED zu haben. Speisen wie Sushi oder Tapas starten bei ca. 50 AED.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Anreise zur Rooftop Bar</strong></span></h5>
<p>Die Anreise kann mit der Metro „Red Line“ erfolgen. Entweder steigst du an der Station Financial Centre oder Emirates Tower aus. Von dort erreichst du in 5 bis 10 Minuten Fußweg das Four Points by Sheraton Hotel. Alternativ kannst du Taxi oder Uber/Careem nutzen. Die Preise belaufen sich beispielsweise auf ca. 20 bis 30 AED mit einer 10-minütigen Fahrt vom Burj Khalifa bzw. 15 Minuten bei 50 bis 70 AED vom Airport Dubais.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Öffnungszeiten</strong></span></h5>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Sonntag</td>
<td>09:00 Uhr bis 21:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<pre><em><span style="font-family: georgia, palatino, serif; font-size: 12pt;">Adresse: Level 43, Four Points by Sheraton, Sheikh Zayed Rd, Dubai</span></em></pre>
<hr>
<h3><strong>#10 Al Seef Dubai &#8211; Tradition trifft auf Moderne</strong></h3>
<p>Al Seef Dubai ist ein einzigartiges Viertel am Ufer des Dubai Creek, das die Geschichte und Kultur der Stadt auf beeindruckende Weise zum Leben erweckt. Im Gegensatz zur modernen Skyline Dubais entführt Al Seef seine Besucher in eine Welt aus traditioneller Architektur, engen Gassen und orientalischem Flair – gepaart mit modernen Annehmlichkeiten.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Traditionelles Ambiente mit modernem Touch</strong></span></h5>
<p>Al Seef ist in zwei Bereiche unterteilt: Der eine Teil erinnert an das historische Dubai mit windturmgekühlten Gebäuden, verwinkelten Gassen und traditionellen Holztüren. Der andere Bereich ist modern gestaltet und bietet eine stylische Promenade mit Cafés, Restaurants und Geschäften.  [<a href="https://www.11places.de/dubai">See image gallery at 11places.de</a>]  Besonders beeindruckend ist der Kontrast zwischen Alt und Neu, der Al Seef zu einem besonderen Ort macht.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Shopping und Kulinarik</strong></span></h5>
<p>Für Shopping-Liebhaber gibt es hier viele kleine Boutiquen, die handgefertigten Schmuck, Gewürze, Textilien und Souvenirs anbieten. Auch ein Besuch im Museum „Museum of Illusions“ sorgt für Abwechslung und Unterhaltung. Kulinarisch bietet Al Seef eine große Auswahl – von arabischen Spezialitäten bis hin zu internationalen Köstlichkeiten. Besonders empfehlenswert sind Restaurants direkt am Wasser, von denen man eine fantastische Aussicht auf den Creek und die traditionellen Dhau-Boote genießen kann.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Erlebnisse und Atmosphäre</strong></span></h5>
<p>Al Seef lädt nicht nur zum Flanieren ein, sondern bietet auch regelmäßig kulturelle Veranstaltungen, Straßenkünstler und Live-Musik. Am Abend, wenn die Laternen die Gassen in warmes Licht tauchen, entfaltet das Viertel seinen ganz besonderen Charme.</p>
<p>Ob für Kulturinteressierte, Feinschmecker oder Romantiker – Al Seef ist ein Ort, an dem man das authentische Dubai auf eine besondere Weise erleben kann.</p>
<p>Al Seef Dubai in Nähe des historischen Viertels Al Fahidi und ist mit verschiedenen Verkehrsmitteln leicht erreichbar. Die Metro mit der „Green Line“ über die Station Sharaf DG oder Al Fahidi sind gute Optionen um nach ca. 55 bis 10 Minuten Fußweg in das Viertel zu gelangen. Taxe oder Uber/Careem sind ebenfalls möglich zu nutzen. Die Kosten für eine Taxifahrt vom Burj Khalifa belaufen sich auf 25-40 AED und dauern ca. 15 Minuten. Vom Dubai Airport sind es ca. 20 Minuten zum Preis von ca. 40-60 AED. Uber/Careem sind etwas preiswerter. Parkplätze für PKW sind in der Nähe verfügbar, jedoch vorwiegend kostenpflichtig.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Öffnungszeiten</strong></span></h5>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Sonntag</td>
<td>09:00 Uhr bis 21:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<pre><em><span style="font-family: georgia, palatino, serif; font-size: 12pt;">Adresse: Al Seef St, Al Hamriya, Dubai</span></em></pre>
<hr>
<h3><strong>#11 Geheimtipp – Abra, Ein Hauch von Nostalgie</strong></h3>
<p>Die Abra, eine traditionelle Holzfähre, ist eine der authentischsten und charmantesten Transportmöglichkeiten in Dubai. Es handelt sich dabei um das traditionelle Wassertaxi Dubais. Seit Jahrhunderten nutzen Einheimische diese Boote, um den Dubai Creek zu überqueren. Mit dem Abra pendeln vorwiegend die Einheimischen zwischen historischen Stadtviertel Bur Dubai und Deira. Während Dubai für seine futuristische Skyline bekannt ist, bietet eine Abra-Fahrt einen charmanten Kontrast und einen Einblick in das ursprüngliche Leben der Stadt.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Kosten und Buchungen</strong></span></h5>
<p>Es gibt zwei Hauptarten von Abras: Die öffentlichen Abras und die privaten Abras. Die <strong>öffentlichen Abras</strong> fahren regelmäßig auf zwei Hauptstrecken zwischen Deira Old Souq und Bur Dubai sowie zwischen Al Sabkha und Dubai Old Souq. Eine einfache Überfahrt kostet nur 1 AED pro Person und dauert etwa 5 Minuten. Tickets gibt es direkt an der Anlegestelle – einfach einsteigen und bar bezahlen.</p>
<p> [<a href="https://www.11places.de/dubai">See image gallery at 11places.de</a>]  Bist du an einer exklusiven Tour interessiert, solltest Du eine <strong>private Abra</strong> in die enge Wahl ziehen. Die Kosten für eine Abra Miete beginnen bei ca. 60 AED pro Stunde. Die Preise variieren je nach Route und Dauer. Die Tickets kannst Du vor Ort kaufen oder über die Website der RTA Dubai buchen.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Tagestouren mit dem Abra</strong></span></h5>
<p>Neben den kurzen Überfahrten gibt es auch längere Touren entlang des Dubai Creek. Einige Anbieter bieten geführte Touren an, bei denen Du historische Sehenswürdigkeiten wie das Al Fahidi Viertel, den Gold- und Gewürz-Souk oder das Al Seef Viertel erkunden kannst. Es gibt sogar moderne elektrische Abras, die in Dubai Marina für Sightseeing-Touren genutzt werden.</p>
<h5><span style="font-size: 12pt;"><strong>Was macht eine Abra-Fahrt so besonders?</strong></span></h5>
<p>Die Mischung aus Tradition und urbanem Flair macht das Erlebnis einzigartig. Während die modernen Hochhäuser in der Ferne glitzern, fahren die kleinen Holzboote ruhig über das Wasser und lassen Dich Dubai aus einer anderen Perspektive erleben – nostalgisch, authentisch und voller Geschichte.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Riga</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marco]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Mar 2024 21:29:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Riga, die Hauptstadt Lettlands und ehemalige Hansestadt, wird zunehmend von Reisenden entdeckt. Die Stadt am Düna (lettisch: Daugava) wartet mit Historischem, Kulturellem und auch Kulinarischem auf. Vecriga (altes Riga) nennen die Einheimischen den ältesten Teil der Stadt. Gern wird Riga auch als Perle des Baltikums bezeichnet. Die Stadt ist für ihre Gebäude aus Holz, die Jugendstilarchitektur und ihrer mittelalterlichen Altstadt bekannt. Bei deinem Besuch in der denkmalgeschützten Altstadt werden dir die mittelalterlichen Züge und noch viele sehenswerte Gebäude aus der...</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.11places.de/riga">Riga</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.11places.de">11places</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Riga, die Hauptstadt Lettlands und ehemalige Hansestadt, wird zunehmend von Reisenden entdeckt. Die Stadt am Düna (lettisch: Daugava) wartet mit Historischem, Kulturellem und auch Kulinarischem auf. Vecriga (altes Riga) nennen die Einheimischen den ältesten Teil der Stadt. Gern wird Riga auch als Perle des Baltikums bezeichnet. Die Stadt ist für ihre Gebäude aus Holz, die Jugendstilarchitektur und ihrer mittelalterlichen Altstadt bekannt. Bei deinem Besuch in der denkmalgeschützten Altstadt werden dir die mittelalterlichen Züge und noch viele sehenswerte Gebäude aus der Zeit zwischen dem 12. und 19. Jahrhundert begegnen. Nachfolgenden findest du 10 Ideen und einen Geheimtipp für deine nächste Reise in die Stadt vom Baltikum.</p>
<h3><strong>#1 Schwarzhäupterhaus</strong></h3>
<p>Das bekannteste Haus in Riga ist das Schwarzhäupterhaus. Wer vor dem Haus steht, könnte meinen, dass es sich um das Rathaus der Stadt handelt. Tatsächlich wurde das „Neue Haus der Großen Gilde“ erstmalig 1334 erwähnt. Das Haus diente in der Zeit den Kaufleuten und der vorwiegend deutschen Bürgerschaft Rigas für Zusammenkünfte. Der Zweck des Hauses war, den Wohlstand der Stadt voranzutreiben. Mitte des 15. Jahrhundert vermietete der Stadtrat einen Teil an die Compagnie der Schwarzen Häupter. Zu Beginn des 18. Jahrhundert übernahm die Händlervereinigung der Schwarzhäupter das Haus. In dem Haus versammelten sich bedeutende Bewohner Rigas mit ihren Gästen. In den prachtvoll gestalteten Räumen wurden üppige Feste gefeiert. Es war das Aushängeschild der Kaufleute. Seit dieser Zeit wird das Gebäude als Schwarzhäupterhaus bezeichnet. Die astronomische Uhr und die von Löwen bewachten Wappen verschiedener Hansestädte an der Front des roten Backsteingebäudes zeigt den gesellschaftlich wichtigen Stellenwert der Kaufleute auf.</p>
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<p>Im zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude durch die Angriffe der deutschen Kriegsmacht komplett zerstört. Während der Zeit der sowjetischen Besatzung kam dem Standort wenig Beachtung zu. Erst seit 1992 widmeten sich die Stadtoberhäupter dem Wideraufbau. Archäologische Ausgrabungen am ursprünglichen Standort konnte ausreichend Informationen für den Wideraufbau sammeln. Seit 1999 erstrahlt das Schwarzhäupterhaus wieder im (alten) neuen Glanz.</p>
<p>Die Schwarzhäupter verließen 1940 Riga mit dem Anschluss Lettlands an die Sowjetunion. Sie siedelten nach Hamburg über und fanden später in Bremen eine Heimat. Die Satzung der Bruderschaft blieb jedoch erhalten. Sie folgen noch heute den alten Regeln und finden sich zum jährlichen Brüdermal an einem festlich gedeckten Tisch ein. Teile des prächtigen Tafelsilbers werden im Bremer Roselius-Haus aufbewahrt; weitere Teile des Silberschatzes lagern im Schwarzhäupterhaus.</p>
<p>In dem Schwarzhäupterhaus befindet sich heute ein Museum. Es erzählt den Aufschwung und die Geschichte Rigas sowie die Bedeutung des Gebäudes. Zu bedeutende Ereignisse wie beispielsweise Staatsbesuche, Konzerte, Banketts oder Konferenzen dient das Haus auch als Veranstaltungsort. Regierende empfingen russische Zaren, schwedische Könige, Kaiser Wilhelm II, deutsche Bundespräsidenten sowie andere Staats- und Regierungsoberhäupter in dem Wahrzeichen Rigas.&nbsp; Selbst der Komponist Richard Wagner ließ im Rahmen seines 30jährigen Gastspiels Konzerte in dem Gebäude veranstalten. Der Eintritt in das Schwarzhäupterhaus kostet 6 Euro (Stand 2021). Kreditkartenzahlungen werden hier akzeptiert.</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Sonntag</td>
<td>10:00 Uhr bis 17:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><em>Adresse: Ratslaukums 7, Centra rajons, Riga, LV-1050, Lettland</em></p>
<hr>
<h3><strong>#2 Petri Kirche mit den Bremer Stadtmusikanten</strong></h3>
<p>Die St. Petri Kirche ist die größte Kirche in Riga und eine der ältesten im Baltikum. Sie befindet sich in der Altstadt. Erste Erwähnungen des Gotteshauses gehen auf das Jahr 1209 zurück. Hansekaufleute und Handwerkerzünfte nutzen die Kirche nicht nur als Gotteshaus, sondern es diente auch als Versammlungsort. Im Laufe der Zeit erfuhr die Kirche diverse Umbauten. Die ersten größere Umbauten fanden im 13. Jahrhundert statt. Zu dieser Zeit entstand der mittlere Teil der Kirche. 1407 ergänzten Bauarbeiten durch den Baumeister Johann Rummesschottel aus Rostock die Kirche mit einen halbkreisrunden Chorabschluss mit Umgang, von einem Kranz aus 5 Kapellen. Eine solche Bauweise war im lettischen Raum einzigartig. Ein 136 Meter hoher Kirchturm sollte Mitte des 14. Jahrhunderts das Gotteshaus vollenden und den kirchlichen Glanz in der Stadt verbreiten. Im Jahr 1666 stürzte der Kirchturm jedoch ein. Der Neubau des Kirchturms begann 1671. Ein Stadtbrand machte jedoch den Wiederbau des Turms zunichte, so dass sich der Neubau bis 1690 hinzog.</p>
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<p>Während des zweiten Weltkrieges geriet die Kirche am 29. Juni 1941 in Brand. Dabei stürzte der Turm und das Hauptschiff ein. Erst im Jahr 1969 begannen die Restaurationsarbeiten. Die Arbeiten nach historischem Vorbild dauerten bis 1983 an. In dieser Zeit wurde in dem Turm ein elektrischer Fahrstuhl installiert, der auch heute noch betrieben wird. Der Fahrstuhl bringt dich auf eine Aussichtsplattform in 72 Meter Höhe. Der Dachstuhl der Kirche ist als Metallkonstruktion ausgeführt. Ähnlichkeiten der barocken Turmspitze finden sich bei den Zwickauer Kirche St. Marien und der Hamburger St. Katharinen. Auch die Neuinstallation einer Turmuhr nach dem Vorbild von 1746 bedachten die Architekten. Nach der Rekonstruktion misst der Kirchturm eine Höhe von 120,7 Metern. Trotz der geringeren Höhe ist er noch immer der höchste Kirchturm Lettlands. Das mittlere Schiff der Basilika kommt auf eine Höhe von etwa 30 Metern sowie die Seitenschiffe ragen 15 Metern hoch.&nbsp;</p>
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<p>Im Mittelalter war sie die Pfarrkirche Rigas und bis zur Umsiedlung der Deutsch-Balten 1939 die Hauptkirche der deutschen lutherischen Gemeinde. Seit 2022 ist sie wieder im Besitz der Deutsch Evangelischen-Lutherischen Kirche in Lettland. Die Wiederreinweihung erfolgte im Juni 2022. Die Basilika ist nach der Restaurierung in der Liste des Weltkulturerbes der UNSESCO aufgenommen.</p>
 [<a href="https://www.11places.de/riga">See image gallery at 11places.de</a>] 
<p>Der Eintritt in die Petri-Kirche kostet 9 Euro. Damit erhältst du auch Zutritt zur Aussichtsplattform, von der du einen 360 Grad Ausblick über die Stadt genießen kannst. Ich habe vor Ort in bar gezahlt. Wartezeiten für den Zutritt gab es keine. Vielleicht lag es ja an dem doch „etwas hohen“ Eintrittspreis. Zahlung mit der Kreditkarte werden übrigens ebenfalls akzeptiert. Beachte: Witterungsbedingt kann die Aussichtsplattform vor allem im Winter geschlossen sein.</p>
<p>Ich war etwas überrascht, als ich in Kirchennähe die Bremer Stadtmusikanten vorfand. Nördlich des Gotteshaues steht die Skulptur. Sie erinnert an das Bremer Original. Es war ein Geschenk der deutschen Partnerstadt aus dem Jahr 1990.</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag</td>
<td>geschlossen</td>
</tr>
<tr>
<td>Dienstag bis Sonntag</td>
<td>10:00 Uhr bis 17:00 Uhr (September bis April)</td>
</tr>
<tr>
<td>&nbsp;</td>
<td>10:00 Uhr bis 19:00 Uhr (Mai bis August)</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><em>Adresse: Reformacijas Laukums 1, Cetra rajons, Riga, LV-1050, Lettland</em></p>
<hr>
<h3><strong>#3 Dom zu Riga</strong></h3>
<p>Zentral in der Altstadt steht der Dom zu Riga. Er steht sinnbildlich für die zeitliche Periode des Mittelalters der Region. Der Dom ist die Kathedrale und Sitz des evangelisch-lutherischen Erzbischofs Lettlands.</p>
<p>Der livländischen Bischoff Albert von Riga eröffnete in einer feierlichen Zeremonie am 25. Juli 1211 den Dom. Ihm zu Ehren steht im Hof des Doms ein Denkmal. Der Rigaer Dom ist einer der ältesten sakralen Bauten Lettlands. Neben dem Dom wurde auch das örtliche Kloster sowie die Domschule errichtet.</p>
 [<a href="https://www.11places.de/riga">See image gallery at 11places.de</a>] 
<p>Der Rigaer Dom war die zentrale Kathedrale bis zu seinem Fall 1561 in ganz Livland (ehemaliges schwedisches Reich). Ursprünglich befand sich der Dom auf einem Hügel außerhalb der Stadtmauer. Mit seinen fast 2 Meter dicken Mauern bot er schon damals Platz für 5000 Gläubigen. Die ersten großen Umbauten erfolgten zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert. Die Umbaumaßnahmen führten dazu, dass sich die verschiedenen Baustile der Romantik, Frühgotik, Barock und Jugendstils vermischten. Der einstige Hügel verschwand in den Umbauphasen und Erweiterungen der Stadt. Das umliegende Gelände wurde aufgeschüttet und diente zeitgleich als Schutz vor Überschwemmungen der Düna.</p>
<p>Geplant war der Dom mit zwei Kirchtürmen. Finanzierungsprobleme hinderten jedoch die Umsetzung, sodass nur eine hallenartige Kirche mit einem Kirchturm am Nordportal errichtet wurde. Erst Anfang des 15. Jahrhunderts vollzogen die Umbaumaßnahmen das Gotteshaus in eine Basilika umzuwandeln. Neben dem Hauptgebäude wurde auch der Turm mit einer achteckigen pyramidenförmigen Spitze erhöht. Der Kirchturm erreichte nach den Umbaumaßnahmen eine Höhe von 140 Metern und war damit das höchste Turm in Riga. Ein Großbrand im Jahr 1547 zerstörte den Dom zu Riga. Der Kirchturm sowie das Großteil des Interieurs fielen den Flammen zum Opfer. Der neue Turm mit der pyramidalen Spitze und zwei Galerien wurden 1595 fertigstellt. Der Hahn auf dem Dach des Doms ist ein Wahrzeichen von Riga. Er ist nicht nur als Wahrzeichen, sondern diente auch als Wetterfahne. Der Hahn auf der Domspitze schaut gegen den Wind. Er ist 86kg schwer mit einer Höhe von ca. ein halber Meter sowie knapp 1,3 Metern Länge. Der ursprüngliche Hahn ist im Kreuzgang des Doms ausgestellt und kann besichtigt werden. Die ersten Reparaturen und Restaurationen begannen bereits 1881. Sie dauerten bis 1914. Nach Beendigung der Maßnahmen erhielt die Kirche ihr heutiges Aussehen. Der Heute werden in dem Dom noch immer Gottesdienste abgehalten. Sie finden sonntags um 12:00 Uhr, sonst um 08:00 Uhr statt. Zu den anderen Zeiten steht der Dom für Besuche offen. Eintritt kostet 5 Euro (Stand 2021).</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Samstag</td>
<td>11:00 Uhr bis 168:00 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>Sonntag</td>
<td>15:00 Uhr bis 17:00 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>täglich (01.10. bis 30.04.)</td>
<td>10:00 Uhr bis 17:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><em>Adresse: Herdera laukums 6, Centra rajons, Riga, LV-1050, Lettland</em></p>
<hr>
<h3><strong>#4 Drei Brüder</strong></h3>
<p>Die Drei Brüder sind ein Gebäudeensemble im Zentrum Rigas. Der Name entstand in Anlehnung an die „drei Schwestern“ – einer Lagerhausgruppe in der Altstadt Tallins. Die Häuser wurden zu unterschiedlichen Zeit errichtet. Das älteste ist das Haus 17. Es ist ein profanes Steingebäude und wurde Ende des 15. Jahrhunderts errichtet. Die Stadt Riga unterhielt zu der Zeit Kontakte mit niederländischen Händlern. Die Merkmale niederländischen Renaissance-Häuser flossen daher bei der Errichtung mit ein. Ein kleiner Platz vor dem Gebäude war zu der damaligen Zeit charakteristisch. Am Eingang findet sich noch ein sogenannter Beischlag. Ein Beischlag sind Vorbauten bzw. Freitreppen, die früher im Ostseeraum weit verbreitet waren. Verziert ist der Vorplatz an dem Haus 17 mit Steinbänken und Vormauersteinen, in denen die Eigentumszeichen die Hausadresse symbolisierten.</p>
 [<a href="https://www.11places.de/riga">See image gallery at 11places.de</a>] 
<p>Das daneben befindliche Haus 19 schmücken Verzierungen im Stil des niederländischen Manierismus. Die Fassade der Nr. 19 stammt aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Haus 21 zeigt einen barocken Giebel. Beide Häuser entstanden später und es wurde vor den Gebäuden kein freier Platz gelassen.</p>
<p>Die Häuser symbolisieren das ursprüngliche Riga. Die Drei Brüder gelten als die ältesten bewohnten Häuser der Stadt und vertreten die verschiedene Entwicklungsphasen der mittelalterlichen Wohnhäuser. Auf schmalen Grundstücken errichtet, dienten sie zu Wohn-, Arbeits- und Handelszwecken. Markantes Merkmal der Häuser sind die Holzdecken. Bautypisch zu der damaligen Zeit wurde mittig in den Holzdecken eine Lücke belassen. Sie diente dazu, um Waren in den einzelnen Stockwerken mittels Seilzug zu transportieren.</p>
<p>Die Drei Brüder wurden im zweiten Weltkrieg komplett zerstört. In den 1950ziger Jahren restaurierte der Architekt P. Saulitis im Auftrag der Stadt die Gebäude nach ihrem historischen Vorbild. Nach Abschluss der Arbeiten wurden die Innenhöfe der Gebäude miteinander verbunden.</p>
<p>Das unter dem Putz vorgefundene aufgemalte Zunft- oder Familienwappen mit Getreideähren lässt darauf schließen, dass einst ein Bäckermeister hier wohnte und arbeitete. Im Jahr 1687 wurde in dem Gebäude die erste Konditorei in Riga eröffnet.&nbsp;</p>
<p>In den Gebäuden befindet sich heute ein Museum zur lettischen Architektur mit Plänen, Modellen und Entwürfen berühmter Bauherren wie Christoph Haberland (1750-1803), Johann Daniel Felsko (1813-1902), Janis Baumanis (1834-1891) und Eizen Laube (1880-1967). Ebenso sind Büros die Denkmalschutzbehörde in dem Gebäudekomplex untergebracht. Das Museum kannst du übrigens kostenlos besuchen.</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Freitag</td>
<td>09:00 Uhr bis 18:00 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>Samstag, Sonntag</td>
<td>geschlossen</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><em>Adresse: Maza Pils iela 17, Centra rajons, Riga, LV-1050, Lettland</em></p>
<hr>
<h3><strong>#5 Freiheitsdenkmal, Basteiberg</strong></h3>
<p>Das Freiheitsdenkmal befindet sich im Zentrum der Stadt am Stadtpark mit dem Basteiberg. Es steht als das Symbol des lettischen Staats, Einheit des Volkes sowie den Wunsch des lettischen Volkes nach Unabhängigkeit und Freiheit.</p>
<p>Das Freiheitsdenkmal (lettish: Brivibas piemineklis) wurde in den Jahren von 1931 bis 1935 anstelle einer Reiterstatur Peters des Großen aus Granit und Kupfer errichtet. Der lettischen Bildhauer Karlis Zale enthüllte das Freiheitsdenkmal feierlich am 18. November 1935, dem Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung. Das 42,7 Meter hohe Denkmal ist auf dem Freiheitsboulevard positioniert. Es ist Anziehungspunkt bei Einheimischen und wird von Besuchern gern aufgesucht. Der Freiheitsboulevard verbindet als Magistrale die Altstadt mit der Neustadt.</p>
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<p>Auf der Spitze des Denkmals befindet sich die 9 Meter hohe Statue der Freiheit. Symbolisiert wird sie als die junge Frau, die als Allegorie der Freiheit steht. Sie lässt über ihren Kopf drei Sterne erstrahlen. Die drei Sterne versinnbildlichen die kulturhistorischen Regionen: Kurland, Livland und Lettgallen. 56 Skulpturen, eingeordnet in 13 Gruppen und auf vier Ebenen verteilt, verzieren das Denkmal. Die Verzierungen erinnern an die geschichtlichen Ereignisse und Kultur des Landes. Sie interpretieren Werte wie Arbeit und Familie, geistig-kulturelle Arbeit sowie Landesverteidigung. Am Fuße des Denkmals ist in dem Sockel die Worte „Für Vaterland und Freiheit!“ eingemeißelt. Von den Letten wird die Freiheitsstatue liebevoll Milda genannt.</p>
<p>Seit dem Zusammenbruch des Ostblocks 1990 ist das Freiheitsdenkmal nicht nur Denkmal, sondern auch ein Ort lebendiger Geschichte. Frisch vermählte Paar legen Blumen nieder. Traditionell findet am Fuße der Freiheitsstatur das jährliche Liederfest fest. Versammlungen werden abgehalten oder Studenten und Schüler feiern ihren Abschluss. Die Bedeutung des Denkmals wird mit der Ehrenwache bekräftigt. Täglich von 9 Uhr bis 18 Uhr „bewacht“ sie das Denkmal. Die Ehrenwache steht für die Unabhängigkeit Lettlands.</p>
<p>Der Freiheitsboulevard mit dem Freiheitsdenkmal ist von einer weiträumigen Parkanlage gesäumt. Die Parkanlage mit dem Basteiberg ist Teil der Altstadt Rigas. Der Basteiberg, auch bekannt als Bastion Hill, ist ein Hügel im Zentrum von Riga, der eine wichtige Rolle in der Geschichte der Stadt spielt. Der Hügel wurde im 19. Jahrhundert als Teil der Verteidigungsanlagen der Stadt errichtet und diente als Festungsanlage. In den Folgejahren wurde das offene Gelände durch Aufschüttungen und Erneuerung der Anlage des Stadtkanals umgestaltet.</p>
<p>Heute ist der Basteiberg ein beliebter Ort für Spaziergänge und bietet einen wunderschönen Blick auf die Altstadt von Riga. Der Basteiberg ist auch ein wichtiger Ort für kulturelle Veranstaltungen in Riga. Hier finden oft Konzerte und Festivals statt, und der Hügel ist ein Treffpunkt für die Bewohner der Stadt und Touristen gleichermaßen.</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Sonntag</td>
<td>00:00 Uhr bis 24:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><em>Adresse: Zentralbezirk, Riga, LV-1050, Lettland</em></p>
<hr>
<h3><strong>#6 Gilden &#8211; Große Gilde &amp; Kleine Gilde</strong></h3>
<p>Die Große Gilde ist eines der ältesten und bekanntesten Gebäude in Riga, der Hauptstadt Lettlands. Die Große Gilde oder auch als St. Marien-Gilde bezeichnet zu Riga ist ein Zusammenschluss von Kaufleuten. Bei der Große Gilde (Liela Gilde) handelt es sich ein denkmalgeschütztes Gebäude im Stadtzentrum und war einst das Zentrum des Handels und der Kultur in Riga.</p>
<p>Das Gebäude der Großen Gilde wurde im 14. Jahrhundert erbaut und diente der Gilde der Kaufleute und Handwerker als Versammlungsort. Im Laufe der Jahre wurde das Gebäude mehrfach umgebaut und erweitert. Heute ist es ein beeindruckendes Beispiel für die gotische Architektur und beherbergt eine Vielzahl von Kunstwerken und historischen Artefakten. Die ersten Statuten der Großen Gilde gehen auf das Jahr 1354 zurück. Die Ursprünge dazu fanden sich im 13. Jahrhundert in der „Heilig-Kreuz-Gilde“. Die Große Gilde regelte mit ihren Statuten, „die Pflege der Geselligkeit, des wohlanständigen Zusammenlebens, der Trinkgelage, der Wohltätigkeit und des Seelenheils“. Bis in den 1930ziger Jahren blieb der Verbund bestehen und bildete bis zu ihrem Ende des deutschbaltischen Lebens in Lettland eine „Kooperation privatrechtlichen Charakters zur Pflege der Gemeinschaft, der gegenseitigen Unterstützung und des allgemeinen Bestens“.</p>
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<p>Die Kleine Gilde (Maza Gilde) ist ein weiteres historisches Gebäude in der lettischen Hauptstadt Riga. Das Gebäude wurde im 17. Jahrhundert errichtet und diente der Gilde der Handwerker als Versammlungsort.</p>
<p>Das Gebäude befindet sich im Herzen der Altstadt von Riga und ist ein schönes Beispiel für die barocke Architektur. Das Gebäude verfügt über einen schönen Innenhof und ist von einer Mauer umgeben, die für eine einzigartige Atmosphäre sorgt. Im Inneren des Gebäudes befinden sich mehrere Ausstellungsräume, die für Kunstausstellungen und andere kulturelle Veranstaltungen genutzt werden.</p>
<p>Im Laufe der Jahre wurde das Gebäude der Kleinen Gilde mehrfach renoviert und restauriert, um seine historische Bedeutung zu bewahren. Heute ist es ein wichtiger Teil des kulturellen Erbes von Riga und ein beliebter Treffpunkt für Kunst- und Kulturliebhaber.</p>
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<p>Die Große und Kleine Gilde repräsentieren seit dem Spätmittelalter die Stadtgemeinde Rigas. Sie hatten den Anspruch in Riga Handel zu treiben und das Handwerk auszuüben. Es war eine Korporation, die berufsständige Interessen zu vertreten. Die Bedeutung der Großen Gilde wurde über die Jahre so mächtig, dass sie neben dem Rat der Stadt Riga eine entscheidende politische Körperschaft darstellte. Die Kleine Gilde entwickelte sich ebenfalls rasant und war als eine der drei entscheidenden Körperschaften nicht mehr aus der Stadt wegzudenken. Die Russifizierung im späten 19. Jahrhundert sorgte dafür, dass die Gilden ihre politische Macht verloren und nur noch als privatrechtliche Korporation fortdauerten. Anfang des 20. Jahrhundert verschärfte sich der Kurs gegenüber den Gilden. Sie durften sich nur noch als Vereine mit kulturellen und gemeinnützigen Zielen konstituieren.</p>
<p>Das Gebäude der Große Gilde kannst du selbständig während der Öffnungszeiten aufsuchen und die Räumlichkeiten besichtigen. Die Kleine Gilde kann nur im Rahmen von Veranstaltungen besucht werden. Ein Zutritt für die Öffentlichkeit der Kleinen Gilde ist daher nicht möglich. Der Eintrittspreis für den Besuch der großen Gilde beträgt 2 Euro (Stand 2022).</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Freitag</td>
<td>10:00 Uhr bis 18:30 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>Samstag, Sonntag</td>
<td>geschlossen</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><em>Adresse: Amatu iela 6, Riga, Riga, LV-1050, Lettland</em></p>
<hr>
<h3><strong>#7 Geburtskathedrale</strong></h3>
<p>Die Geburtskathedrale in Riga ist ein Gotteshaus der russisch-orthodoxen Kirche. Sie ist die größte orthodoxe Kirche der baltischen Staaten. Die Kirche wurde in der Zeit von 1876 bis 1883 im neobyzantinischen Stil errichtet. Während dieser Zeit gehörte Riga als Hauptstadt des Gouvernements Livland zu Russland. Zur Sowjetzeit diente das sakrale Gebäude als Planetarium und wurde als Restaurant genutzt. Seit der Unabhängigkeit Lettlands wurde das Gotteshaus renoviert und wieder zu einem sakralen Bauwerk umgestaltet. Fortan finden in der Kirche wieder orthodoxe Gottesdienste statt.</p>
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<p>Das Gebäude mit den goldenen Kuppeln im Zentrum Rigas ist bereits von weitem erkennbar. Das majestätisch wirkende Gebäude wurde einst vom Bischof Serafim 1876 geplant. Erste Planungen verzichteten zunächst auf einem Glockenturm. Der russische Zar Alexander II. bestätigte die Errichtung des Gebäudes persönlich und schenkte dem Bischoff für den Bau 12 Glocken, sodass das Gebäude doch noch mit einem Glockenturm versehen werden musste. Die feierliche Einweihung der Kathedrale fand am 28. Oktober 1884 statt. Das Gotteshaus bot Platz für bis 1500 Gläubigen. Der Kirchenbau im neobyzantinischen Stil galt zu der damaligen Zeit als das teuerste Gebäude Rigas. Neben den hellblauen Kuppeln wirkte vor allem das Interieur prächtig und künstlerisch hochwertig. Im Gebäudeinneren fanden sich eine teure Ikonensammlung, drei Ikonostasen des Malers Wasssili Wereschtschagin, Gottesdienstgewänder und Wandfresken im byzantinischen Stil mit altchristlichen Ornamenten.</p>
<p>Die Kirche überdauerte die beiden Weltkriege. Die sowjetischen Besatzer schlossen die Kathedrale und bauten es in den 1960ziger Jahren zu einem Planetarium um. Es trug bis zum Ende der Sowjetunion den offiziellen Namen „Haus des Wissens“. In einem der Nebenräume fand sich sogar ein Café, dass im Volksmund den Namen „Gottesohr“ trug.</p>
<p>Die Kathedrale wurde mit der Unabhängigkeit Lettlands Ende des 20. Jahrhunderts ihrem ursprünglichen Zweck wieder zugeführt und als Gotteshaus wiederhergerichtet. Erzbischof Alexander weihte am 6. Mai 2000 die neuen Ikonostasen der Geburtskathedrale. Die Umbaumaßnahmen dauerten bis 2006 an. Die Kirche steht seit dem Ende der Umbauten für Besuchern offen. Während deinem Besuch wirst du auch häufig Gläubige antreffen. Verhalte dich dabei rücksichtsvoll und achte auf angemessene Kleidung bei deinem Besuch. Der Eintritt in die Kathedrale ist kostenfrei.</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Sonntag</td>
<td>07:00 Uhr bis 18:30 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><em>Adresse: Brivibas bulvaris 23, Riga, LV-1050, Lettland</em></p>
<hr>
<h3><strong>#8 Schwedisches Tor</strong></h3>
<p>Das Schwedische Tor oder Schwedentor (lettisch: Zviedru verti) in Riga ist eine beliebte Sehenswürdigkeit der Stadt. Der Ursprung geht auf die Zeit des polnisch-schwedischen Krieges zurück. Es wurde unter der schwedischen Herrschaft errichtet. Die schwedischen Machthaber wollten schneller von ihrer Kaserne in die Innenstadt und rissen daher die Stadtmauer ein. Das Loch in der Stadtmauer wurde zum Stadttor. Bis zum Ende des kriegerischen Konflikts im Jahr 1698 diente das Schwedische Tor lange als Stadttor. Es war Teil der Stadtmauer Rigas. Es ist eines von insgesamt 8 Stadttoren, welches erhalten blieb. Wie alle Stadttore von Riga wurde es bei Sonnenaufgang geöffnet und zum Sonnenuntergang verschlossen.</p>
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<p>Auf der rechten Seite des Schwedentors befindet sich der Jürgensturm. Es handelt sich dabei um einen mittelalterlichen Wehrturm. Zu der damaligen Zeit bewohnte der Stadthenker den Turm. Legte der Stadthenker an einem Morgen eine rote Rose auf die Fensterbank, war es das Zeichen, dass an diesem Tag jemand hingerichtet wurde.</p>
<p>Es ranken sich auch Legenden um das Schwedentor. Eine Legende sagt, dass ein reicher Kaufmann ein Tor aus einem bestehenden Haus herausschnitt, um nicht jedes Mal Steuern zu zahlen, wenn er auf dem offiziellen Weg Waren in die Stadt brachte. Eine andere Legende spricht die Zeit während der schwedischen Besatzungszeit an. Zu der von 1621 bis 1710 war es den Soldaten nicht erlaubt, Kontakt mit dem Mädchen der Stadt zu haben. Die Legende spricht über ein junges Liebespaar. Ein schwedischer Soldat und ein Mädchen verliebten sich in einander. Beide versuchten, ihre Liebe zu verbergen und sie trafen sich heimlich. Sie wurden jedoch eines Nachts dabei erwischt. Die Bestrafung war, dass beide bei lebendigem Leib in das Schwedentor eingemauert wurden. Der Saga nach spuken die Geister des schwedischen Soldaten und vom Mädchen noch immer dort. Seither sagt man: Wer wissen will, ob sein Partner die Liebe seines Lebens ist, muss mit diesem durch das Tor gehen und wenn er die Stimmen des Paares gehört ist es die wahre Liebe. Glaubst du an solche Legenden? Vielleicht überzeugst du ja deine/n Liebste/n einmal das Schwedentor zu besuchen.</p>
<p>Das zu Sowjetzeiten restaurierte Schwedentour führt zur Troksnu iela. Es ist die engste und malerischste Straße der Altstadt Rigas. Unweit des Schwedentors findest du viele kleine Cafés oder Restaurants. Neben dem Besuch des Schwedentors kannst du in den Lokalitäten die heimischen Spezialitäten genießen und ein wenig vielleicht den Stimmen der Geister noch lauschen.</p>
<p>Das Schwedentor kann übrigens rund um die Uhr kostenlos besichtigt werden. Es ist jedoch nur möglich, es von außen zu bestaunen. Ein Zutritt zu den Gebäuden und Räumlichkeiten oberhalb des Tores ist leider nicht möglich.</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Sonntag</td>
<td>00:00 Uhr bis 24:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><em>Adresse: Atgriezu ieal, Centra rajons, Riga, LV-1050, Lettland</em></p>
<hr>
<h3><strong>#9 Jacobs‘ Baracks</strong></h3>
<p>Unweit des Schwedentors befinden sich die Jacobskaserne (Jacob’s Baracks). Schreitest du durch das Schwedentor, öffnet sich von der Seite der Torna iela die Sicht auf einen Gebäudekomplex mit gelber Außenfassade. Es handelt sich dabei um einen Kasernenkomplex aus dem 18. Jahrhundert. Die Schweden ließen den Kasernenkomplex zu Zeiten der Besatzung errichten. Der Kasernenkomplex lag zu der damaligen Zeit direkt neben den Erdwällen der Stadtbefestigung Rigas. Nach dem Ende der schwedischen Herrschaft blieb die Nutzung dem militärischen Zweck u.a. der lettischen und später der sowjetischen Armee vorbehalten. Das Gebäude wurde während seiner Nutzung mehrfach umgebaut. Bis in den 90ziger Jahren des 20. Jahrhunderts unterlag der Gebäudekomplex einer militärischen Nutzung.</p>
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<p>Die leuchtend gelben Häuser der Jacob’s Baracks zeugen von der historischen Entwicklung der Altstadt Riags. Die Jacobskaserne ist das länge Gebäude von Riga. Ein aufmerksamer Blick ist auf Giebelseite des Gebäudes zu richten. Viele Wappen schmücken dort die Fassade. Die Wappen stehen für die vielen Gemeinden von Lettland. Das historische Gebäude beherbergt heute viele Cafés, Bars und Restaurant. Aber auch Dienstleistungsgewerbe wie z.B. Schönheitssalon oder ein Souvenirladen finden sich dort in den Geschäftsräumen.</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> Auf der anderen Seite der Torno iela erhebt sich der Pulverturm. Der Pulverturm diente einst als Lagerstätte für das Schießpulver. Bis im 13. Jahrhundert stand dort ein Turm, der Teil der Stadtbefestigung war. Der heute vorhandene Pulverturm stammt aus dem Jahr 1650. In dem Turm befindet sich das lettische Kriegsmuseum. Du kannst hier spannende Eindrücke der Historie sammeln.</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Sonntag</td>
<td>00:00 Uhr bis 24:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><em>Adresse: Torno ieala 4, Centra rajons, Riga, LV-1050, Lettland</em></p>
<hr>
<h3><strong>#10 Jugendstilzentrum von Riga</strong></h3>
<p>Das Rigaer Jugendstilzentrum und Museum, eine architektonische Perle im Herzen von Riga, Lettlands Hauptstadt, ist ein bedeutendes Zeugnis für die Blütezeit des Jugendstils in Europa. Das Zentrum, auch bekannt als Jugendstilzentrum Riga, befindet sich in einem Gebäudekomplex in der Alberta iela 12, der zwischen 1903 und 1904 erbaut wurde. Entworfen von den renommierten Architekten Mikhail Eisenstein und Konstantīns Pēkšēns, verkörpert es die charakteristischen Merkmale des Jugendstils in seiner ganzen Pracht.</p>
<p>Die Fassade des Jugendstilzentrums ist ein wahres Kunstwerk, gekennzeichnet durch kunstvolle Verzierungen, organische Formen und florale Motive. Jedes Detail der Architektur, von den elegant geschwungenen Balkonen bis hin zu den filigranen Fenstergittern, zeugt von der meisterhaften Handwerkskunst und dem ästhetischen Anspruch dieser Ära. Das Gebäude selbst ist ein herausragendes Beispiel für die Architektur des Jugendstils und zieht Architekturbegeisterte aus der ganzen Welt an.</p>
<p>Im Inneren des Zentrums beherbergt das Museum eine reichhaltige Sammlung von Artefakten aus der Jugendstilära. Das Museum ist Teil des Gebäudekomplexes. Bereits der beeindruckende Treppenaufgang zum Gebäude ist selbst ein Kunstwerk, mit kunstvollen Schnitzereien und dekorativen Details, die den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.</p>
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<p>Das Museum ist in einer Wohnung untergebracht, die bis zum Jahr 1907 der renommierte lettische Architekt Konstantīns Pēkšēns bewohnt und genutzt hat. Die Sammlung im Museum umfassen Möbel, Gemälde, Glaswaren, Keramik und Schmuckstücke, die das künstlerische Erbe dieser Zeit widerspiegeln. Besucher haben die Möglichkeit, durch die verschiedenen Ausstellungsräume zu schlendern und die Vielfalt der Jugendstil-Kunst zu bewundern, während sie mehr über die Geschichte und Entwicklung dieser Bewegung erfahren.</p>
<p>Das Jugendstilzentrum und Museum in Riga lädt Dich ein, eine Reise durch eine authentische Jugendstilwohnung des Jahres 1903 zu unternehmen. Die Wohnung besteht aus verschiedenen Räumen, darunter das Wohnzimmer, das Kaminzimmer, das Esszimmer, das Schlafzimmer, die Küche, das Zimmer der Dienstmagd, das Badezimmer und die Toilette. Jeder Raum spiegelt die typischen Merkmale und Verzierungen des Jugendstils wider, von den floralen Elementen an den Wänden bis zu den kunstvollen Deckenornamenten. Du kannst die originalen Möbel und Dekorationen bewundern, darunter Gemälde, Glasfenster und authentische Jugendstilgegenstände.</p>
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<p>Das Museum bietet auch Bildungsprogramme und Führungen an, die darauf abzielen, das Verständnis und die Wertschätzung des Jugendstils zu fördern. Es werden regelmäßig Vorträge, Workshops und Seminare organisiert, die sich mit verschiedenen Aspekten des Jugendstils befassen, von der Architektur bis zur angewandten Kunst. Diese Programme bieten eine einzigartige Gelegenheit für Besucher, sich eingehender mit diesem faszinierenden kulturellen Erbe auseinanderzusetzen.</p>
<p>Darüber hinaus dient das Rigaer Jugendstilzentrum und Museum als Plattform für temporäre Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen. Diese umfassen zeitgenössische Kunstausstellungen, Konzerte, Filmvorführungen und vieles mehr, die dazu beitragen, das kulturelle Leben in Riga zu bereichern und das Erbe des Jugendstils lebendig zu halten. Der Eintritt ins Museum kostet 5 Euro (Stand 2022).</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag</td>
<td>geschlossen</td>
</tr>
<tr>
<td>Dienstag bis Sonntag</td>
<td>10:00 Uhr bis 18:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><em>Adresse: </em><em>Alberta iela 12, Centra rajons, Riga, LV-1010, Lettland</em> &nbsp;</p>
<hr>
<h3><strong>#11 Geheimtipp(s) für deinen Riga-Besuch</strong></h3>
<p>Nach deiner Anreise mit dem Flugzeug stehst Du natürlich vor der Frage: „Wie gelange ich am besten ins Stadtzentrum von Riga?“. Ich greife dabei gern auf vorhandene Möglichkeiten wie Bus oder Bahn zurück. Der Flughafen Riga liegt etwas außerhalb und verfügt über einen Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr. Die Buslinie 22 verbindet den Flughafen und die Altstadt. Einen Bahnanschluss hat der Flughafen für den Stadttransfer leider nicht. Für den Erwerb eines Tickets stehen Dir zwei (drei) Möglichkeiten zur Verfügung. Die Fahrkarten kannst Du direkt beim Busfahrer erwerben oder an einem vor Ort befindlichen Fahrkartenautomaten erwerben. (Die dritte Option wäre die Nutzung von Code-Fahrscheinen über die App des örtlichen lettischen Busunternehmens.) Der Erwerb einer Fahrkarte direkt beim Busfahrer ist mit 2 Euro für die einfache Fahrt verbunden. Bezahlen kannst Du dabei nur mit einer Kreditkarte (Visa-Kreditkarte wird überall in Riga akzeptiert). Ich empfehle Dir jedoch, an dem Fahrkartenautomaten den Fahrschein &#8211; nennt sich übrigens E-Fahrschein – zu kaufen. Ein Fahrschein an dem Automaten kostet 1,20 Euro (Stand 2021) und sind nach Entwerten 90 Minuten gültig. Die Automaten akzeptieren neben Bargeld ebenfalls die gängigen Kreditkarten. Ich empfehle Dir ein Hotel in der Altstadt zu buchen. So sind die Sehenswürdigkeiten nicht weit weg und Du kannst sie sehr gut zu Fuß erreichen.</p>
<p>Die Lettische Akademie der Wissenschaften, auch als &#8222;Latvijas Zinātņu akadēmija&#8220; bekannt, ist ein beeindruckendes Gebäude im Zentrum Rigas und bietet eine faszinierende Aussicht auf die Stadt. Obwohl das Hauptgebäude der Latvian Academy of Science selbst nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist, gibt es den speziellen Bereich des Observation Deck, von dem aus man eine großartige Aussicht genießen kann.</p>
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<p>Der Aussichtspunkt befindet sich auf der 17. Etage im Dachgeschoss des Gebäudes und ist normalerweise für Besucher zugänglich. Von hier aus hast Du in 65 Meter Höhe einen einzigartigen Blick auf die historische Altstadt von Riga, die Dächer der Gebäude, die moderne Architektur sowie den Verlauf des Flusses Daugava. Die Skyline von Riga erstreckt sich vor den Augen der Besucher, und die Aussicht bietet eine wunderbare Gelegenheit, die Stadt in ihrer gesamten Pracht zu bewundern. Ein Fahrstuhl bringt dich zunächst bis auf die 15. Etage. Über Treppen gelangst du dann zu Fuß auf das Observations Deck in der 17. Etage. Der Eintritt kostet 6 Euro und ist an der Rezeption im Erdgeschoss zu entrichten. Wer den Eintrittspreis der St. Petri Kirche in Höhe von 9 Euro als zu hoch empfindet, kann auf diese Alternative zurückgreifen. Beachte bitte: Der Aussichtspunkt kann möglicherweise zu bestimmte Stunden oder (Wetter-)Bedingungen geschlossen sein. Es ist ratsam, im Voraus zu prüfen, ob der Aussichtspunkt geöffnet ist.</p>
<p><strong>Öffnungszeiten des Observation Decks:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Sonntag</td>
<td>10:00 Uhr bis 22:00 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>Dienstag bis Donnerstag</td>
<td>10:00 Uhr bis 18:00 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>Freitag</td>
<td>10:00 Uhr bis 20:00 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>Samstag, Sonntag</td>
<td>10:00 Uhr bis 17:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><em>Adresse: </em><em> Akademijas Laukums 1, Riga, LV-1010, Lettland</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Dhofar &#8211; Die Karibik des Orients</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marco]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Jan 2023 18:59:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Städte]]></category>
		<category><![CDATA[arabien]]></category>
		<category><![CDATA[dhofar]]></category>
		<category><![CDATA[Maskat]]></category>
		<category><![CDATA[muscat]]></category>
		<category><![CDATA[Oman]]></category>
		<category><![CDATA[Salalah]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die südlichste Provinz im Sultanat Oman heißt Dhofar. Während der Norden mit vielen Oasen und reichlich Wüstenlandschaft auf Euch wartet, zeigt sich Dhofar in den Sommermonaten im üppigen Grün. Die sonst karge Landschaft verwandelt sich in eine blühende Landschaft. Unzählige Kokospalmen, baumhohe Bananenstauden und ausladenden Mangopflanzen säumen die Straßen. Nicht umsonst wird Dhofar gern zu dieser Zeit auch „Karibik des Orients“ genannt. Die wechselhafte Geschichte, einzigartige Lage, die Kultur sowie das Klima machen die Region auf einer Fläche von über...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die südlichste Provinz im Sultanat Oman heißt Dhofar. Während der Norden mit vielen Oasen und reichlich Wüstenlandschaft auf Euch wartet, zeigt sich Dhofar in den Sommermonaten im üppigen Grün. Die sonst karge Landschaft verwandelt sich in eine blühende Landschaft. Unzählige Kokospalmen, baumhohe Bananenstauden und ausladenden Mangopflanzen säumen die Straßen. Nicht umsonst wird Dhofar gern zu dieser Zeit auch „Karibik des Orients“ genannt. Die wechselhafte Geschichte, einzigartige Lage, die Kultur sowie das Klima machen die Region auf einer Fläche von über 100.000 Quadratkilometer so spannend. Einzigartig ist vor allem im Sommer der Monsunregen. Er dauert von Juli bis September an und nennt sich Khareff. Die Südseite des Dhofar-Gebirges verwandelt sich dann in eine riesige grüne Oase. Das Klima sorgt für das Wachstum einer charakteristischen Pflanze: dem Weihrauchbaum. Wenn du jetzt gern mehr über die Region erfahren möchtest, die mit ihren kilometerlangen weißen Sandstränden, der wunderschönen, teilweisen rauen Küsten aufwartet, dann verfolge die 10 Ideen und einen Geheimtipp für deine Reise in den Süden Omans.</p>
<h3><strong>#1 Salalah</strong></h3>
<p>Die größte Stadt in Dhofar ist Salalah und zugleich Hauptstadt der Region. In dem Großraum der Stadt und umliegende Orte leben knapp 400.000 Menschen. Salalah steht auch für viele Einheimische und Einwohner als Synonym Dhofars. Die Stadt war schon immer Hauptstadt des Dhofar-Sultanats und von 1932 bis 1970 sogar die Hauptstadt vom <a href="https://www.11places.de/oman" target="_blank" rel="noopener">Oman</a>. Salalah liegt direkt am Indischen Ozean. Weiße Strände, türkisfarbenes Wasser, luxuriöse Hotels und offene, gastfreundliche Menschen findest du in und um Salalah. Die Region ist bei Strandurlaubern beliebt. Zum einen liegt es an die unendlich wirkenden langen weißen Sandstrände aber auch an beeindruckende Wasserfälle, Obstplantagen und vieles mehr.</p>
<p>Neben der ruhigen Atmosphäre, den fantastischen Tauchgründen und traumhaften Stränden lockt Salalah mit viel Kultur. Die Stadt ist Geburtsort des Sultans Qaboos bin Said. Salalah hat die zweitgrößte Moschee vom Oman. Sie ist nach dem damaligen Herrscher Sultan Qaboos benannt. Sultan Qaboos führte den Oman in die moderne Zeit. Er öffnete das Land und seiner Kultur auch für Nicht-Muslime. Es ist daher auch möglich, als Nicht-Muslim die Sultan Qaboss Mosque zu besuchen. Traditionell wirst du mit einem typischen Arabischen Kaffee und köstlichen Datteln begrüßt. In der Moschee werden kostenlose Führungen angeboten. Ich kam bei meiner Reise in dem Genuss einer solchen Führung. Da kurz nach der Öffnung in der Moschee kaum Besucher anwesend waren, erhielt ich sozusagen eine Privatführung. Der Eintritt in der Moschee ist natürlich für Besucher kostenfrei.</p>
 [<a href="https://www.11places.de/dhofar">See image gallery at 11places.de</a>] 
<p>Salalah wurde im 13. Jahrhundert durch den Weihrauchhandel reich. Der Weihrauchbaum ist einzigartig auf der Welt und wächst nur in der Region Dhofar. Wenn du in einem der vielen Souqs unterwegs bist, wirst du häufig auf Weihrauchhändler treffen. Souqs sind Märkte, auf denen du fast alles bekommst. Der Geruch von Weihrauch tränkt die engen verwinkelten Gassen des Souqs und hüllt dich in den Duft aus den Geschichten von 1001 Nacht ein.</p>
<p>Im Stadtteil al-Haffah sind noch einige traditionelle Kalksteinhäuser erhalten sowie befindet sich dort ein modernisierte Souq. Weihrauchbrenner führen in dem Souq ihre Herstellungskunst der duftenden Kostbarkeit vor. Sie zaubern die besten traditionellen Weihrauchmischungen unterschiedlicher Qualitäten für die Reisenden und Einheimischen. Diese „bokhur“ gehen dabei in unscheinbare alten Gläsern oder kleinen Dosen über den Ladentisch.</p>
<p>An diesem Souq grenzt der Al-Hisn Sultanspalast sowie die königlichen Verwaltungsgebäude an. Der Al-Hisn Sultanspalast dient als Sommersitz des Sultans. Für die Touristen ist der Sultanspalast leider nicht zugänglich.</p>
<p>Im antiken Hafen von Khor al-Baleed von Salalah wurde über viele Jahrhunderte Handel betrieben. Der Hafen im Osten diente vor allem dem Export von Weihrauch. Im Laufe der Zeit nahm der Weihrauchhandel durch die Exporte aus Asien ab, sodass die Bedeutung des Hafens schwand. Heute erinnern nur noch Überreste einer mittelalterlichen Siedlung auf der Landzunge al-Baleed. Seit 1995 werden in diesem angrenzenden Archäologiepark Ausgrabungen im Auftrag der UNESCO durchgeführt. Der Eintritt in dem Archäologiepark ist kostenlos. Gebühren in Höhe von 2 RIAL fallen lediglich bei der Parkplatzbenutzung an.</p>
<p><strong><u>Besuchertipp: </u></strong>Besuche die Ausgrabungsstätte am Abend. Der Archäologiepark ist auch in den Abendstunden und zur Nacht geöffnet. Beleuchtete Wege und Ruinen erstrahlen dabei in einer besonderen Atmosphäre.</p>
<p><strong><u>Einreisetipp:</u></strong> Bei der Einreise nach Dhofar benötigst du neben dem noch mindestens 6 Monate gültigem Reisepass auch ein Visum. Das Visum beantragst du ganz einfach <a href="https://evisa.rop.gov.om/" target="_blank" rel="noopener">online</a> und zahlst mit der Kreditkarte.</p>
<hr>
<h3><strong>#2 Museum des Weihreichlandes</strong></h3>
<p>Die Dhofar Region wird im Oman auch als Weihrauchland bezeichnet. Egal ob du die Souqs oder einfach die traditionellen Orte im Oman aufsuchst: der Weihrauchduft begegnet jeden Besucher. Die antiken Weihrauchhäfen in Dhofar sind die Zeitzeugen des florierenden Weihrauchhandels. Im Ortsteil Al Balled von Salalah mit seinem historischen Weihrauchhafen befindet sich das Museum des Weihreichlandes (Museum of the Frankincense Land). Es informiert die Besucher über das heilige Rauchwerk.</p>
<p>Weihrauch wird in erster Linie mit kirchlichen Rituale in Verbindung gebracht. Bereits die Geschichte der Heiligen Drei Könige erzählt über die Gabe von Weihrauch, die zu Ehren der Geburt Christi als Geschenk überreicht wurde. In der arabischen Welt dient der Weihrauch auch als Parfum. Es wird dem Harz sogar heilende Wirkung nachgesagt. Der Handel mit dem Weihrauch bescherte dem Oman bereits seit der Antike einen wahren Goldrausch. Weihrauch war die vielgefragte Kostbarkeit und damit das wichtigste Handelsgut des Sultanats. Das Harz machte viele Völker. Eingerichtete Weihrauchstraßen</p>
 [<a href="https://www.11places.de/dhofar">See image gallery at 11places.de</a>] 
<p>Weltweit gedeihen die einzigartigen Weihrauchbäume nur im Süden Omans. Die besonderen landschaftlichen und klimatischen Gegebenheiten machen Dhofar zum idealen Standort für den Weihrauchbaum.</p>
<p>In zwei aufwendig und ansprechend gestalteten Ausstellungshallen wird die Entwicklung Omans dokumentiert. Es wird vor allem die reiche Seefahrergeschichte thematisiert und die Entwicklung des Sultanats von der Steinzeit bis zur Gegenwart dargestellt. Viele steinzeitliche Funde sowie die verschiedenen Schiffstypen und Navigationsgeräte können in dem Museum bewundert werden. Durch die Exponate der unterschiedlichsten Epochen erfährst du die geschichtliche Bedeutung der Ernte, die Exportwege und seine heutige Bedeutung des Weihrauchhandels für den Oman.</p>
<p>Die erste Ausstellungshalle ist die History Hall. In ihr werden die geografischen Besonderheiten des Wüstenstaats beleuchtet. Die Rätsel um die Trilithen oder auch archäologische Funde aus Al Baleed, Samharam und Ubar werden veranschaulicht. Chinesisches Porzellan, Pfeilspitzen, Inschriften und Skulpturen kannst du hier bewundern. Die Maritim Hall ist die zweite Ausstellungshalle. In dem Gebäude wird die glorreiche Vergangenheit der Seefahrernation erklärt. Eine originalgetreue Nachbildung des Hecks einer Baghla Dau findet sich in dieser Halle. Ein Dau ist ein größeres Holzsegelschiff. Mit diesen Schiffen waren die Händler auf mehrwöchigen Trade-Winds-Reisen nach Ostafrika unterwegs. Historische Seekarten veranschaulichen, wie weit die omanischen Segelschiffe über die Meere fuhren.</p>
<p>Wie wichtig der Weihrauch für das Sultanat Oman ist, kannst man in der Altstadt von Muscat sehen. Ein gigantischer Weihrauchbrenner thront auf einem Hügel. Er ist befindet sich unmittelbar an der Corniche von Muthra westlich der Hauptstadt. Ein haushoher Weinrauchbrenner steht fast anmutig wirkend auf der Anhöhe.</p>
<p>Der Weihrauch aus dem Oman hat viele Farben. Er schimmert dabei weiß und grünlich, manchmal rötlich, bräunlich und honigfarbend. Ein Händler in den typischen Souqs meinte über die Qualität: “Je heller die Farbe, desto besser ist die Qualität. Das Weihrauchharz lässt sich dabei in vier Stufen einteilen. Die höchste Qualitätsstufe kommt in der Medizin zum Einsatz; die niedrigste wird vorwiegend für den Weihrauchbrenner verwandt.</p>
<p>Der Eintritt in das Museum ist kostenfrei. Es fällt lediglich eine Gebühr fürs Parken an. Es wird dabei nicht nach Fahrzeuginsassen, sondern pro Fahrzeug berechnet. Die Parkgebühr beträgt 3 Rial.</p>
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<p>Öffnungszeiten:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Samstag bis Mittwoch &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 08:00 Uhr bis 14:00 Uhr</p>
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<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Donnertag bis Freitag&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 15:00 Uhr bis 19:00 Uhr</p>
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<p>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; As Sultan Qaboos St., Salalah, Oman</p>
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<h3><strong>#3 Nabi Ayub a.s. Tomb (Hiobs Grabmal)</strong></h3>
<p>Neben der vielen Natur in Dhofar gibt es natürlich auch interessante historische Sehenswürdigkeiten. Eine dieser Sehenswürdigkeit ist die Ruhestätte des Nabi Ayub. Die Besichtigung des Grabs ist fester Bestandteil einer Reise durch Dhofar. Das Grab Nabi Ayub (oder im englischen: Job’s Tomb) befindet sich ca. 20 km von Salalah entfernt.</p>
<p>Bei der Anreise zu dem Grab wirkt die Moschee ein wenig unscheinbar. Ein etwas wild gewachsener Garten lässt dabei nur schwer deuten, dass sich hinter den grünen Mangobäumen, Akazien und Oleander eine der bedeutendsten Pilgerstätte für Muslime verbirgt. Der hier begrabene Prophet wird auch von den anderen beiden monotheistischen Weltreligionen verehrt. Im Koran lautet sein Name Nabi Ayoub. Die Bibel nennt in Hiob.</p>
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<p>Hiobs Geschichte im Islam ist parallel zur Geschichte der hebräischen Bibel. Jedoch liegt das Hauptaugenmerk darauf, dass er Gott gegenüber standhaft bleibt. Hiob wurde dafür bekannt, dass er schwere Prüfungen ertrug und dabei Allah treu blieb. Da ihm nacheinander vier Boten des Himmels seine schmerzlichen Verluste mitteilten, werden schlechte Nachrichten bis heute als „Hiobsbotschaften“ bezeichnet. Hiob wurde im heutigen Jordanien geboren. Er starb in Salalah im Oman.</p>
<p>Die Pilgerstätte besteht aus zwei Bauwerken. Eine kleine moderne weiß getünchte Moschee mit grünen Zierbänden und einem Minarett mit gelber Kuppel steht ebenso auf dem Gelände wie der einfach gehaltene schmucklosen Kuppelbau mit des Hiobs Grabes. Das Mausoleum beherbergt nicht das Grab selbst. Vielmehr ist ein mit grünem Tuch überdeckter Sarkophag inmitten des Raumes aufgebahrt. Geschichten über Hiob besagen, dass er sich neben dem Gebäude mit einem Fußabdruck verewigte. Eine quadratische Mauerumfassung schützt das Heiligtum für Verwitterung. Der Fußabdruck misst knapp 40 cm Länge, dass auf normale menschliche Gestalt Hiobs sprechen lassen.</p>
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<p>Bei Betreten des Grabs gelangst du zunächst in einem kleinen Vorraum. Wie es sich für einen muslimischen Andachtsort gehört, zieht man hier seine Schuhe aus. Frauen verhüllen ihr Haar. In dem Hauptraum der Pilgerstätte befindet sich der in grüner Seide eingehüllte Sarkophag. Übrigens steht die Farbe Grün für den Islam. Die Gläubigen beten auch an dem Grab zu ihrem Propheten.</p>
<p>Der Raum ist ansonsten überraschend schmucklos. Das Grab von Hiob ist überdimensioniert angelegt. Es misst fast die doppelte Länge eines erwachsenen Menschen. Durch die Größe des Grabs wird auf die Bedeutung des Propheten Hiobs und seinem unbedingtem Gehorsam gegenüber Gott zum Ausdruck gebracht.</p>
<p>Auch wenn der Ort eine bedeutende Pilgerstätte ist, war ich überrascht, die Moschee und die Grabkammer bei meinem Besuch für mich allein zu haben. Nach meinem Besuch der Moschee kehre ich wieder zu meinem Mietwagen zurück. Kostenlose Parkplätze stehen übrigens im ausreichendem Maß zur Verfügung. Der Eintritt in die Pilgerstätte ist ebenfalls kostenlos.</p>
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<p>Öffnungszeiten:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Montag bis Sonntag&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 09:00 Uhr bis 19:00 Uhr</p>
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<p>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nabi Ayub a.s. mouseleum, Hayawt, Oman</p>
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<h3><strong>#4 Mughsail Beach</strong></h3>
<p>Die berühmteste Attraktion in Dhofar ist der Mughsail Beach (alternativ: Al Mughsayl Beach). Aber was macht den Beach so besonders? Der Mughsail Beach ist der schönste und längste Strand im Süden des Sultanats. Die Region wird auch als „Karibik des Orients“ genannt. Glasklares angenehmes blaues Wasser trifft hier auf unendlich wirkenden weiße Strände. Die feinen Sandstrände mit den einzelnen Palmen zählt zu den schönsten Naturstränden Omans.</p>
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<p>Der Strand befindet sich knapp 50 km von Salalah in südwestlicher Richtung. Der Mughsail Beach ist wahrscheinlich die berühmteste Touristenattraktion in Dhofar. Der Strand ist bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt. Am Tage kommen hier die Sonnenhungrigen auf ihre Kosten, ehe am Abend die Fischer mit ihren fast altertümlich wirkenden Booten zurück an den Strand fahren. Es ist ein toller Ort um den Tag ausklingen zu lassen und einen der vielen herrlichen Sonnenuntergänge zu genießen.</p>
<p>Ein wahrlich spannender und ebenfalls erfrischender Moment sind die Blow Holes an dem felsigen Strandanschnitt. Aufgrund der Nähe zu dem Strand werden sie auch als Mughsayl-Blow Holes bezeichnet. Unweit von der Marneef Höhle (alternativ: Al Marneef Cave) befinden sich die Blow Holes. Bei den Blow Holes handelt es sich um natürliche größere Öffnungen im Boden der Klippen, durch die Meerwasser von unten nach oben geblasen wird. Es ist ein Naturschauspiel, dass vor allem bei Kindern und Jugendlichen beliebt ist. Die brechenden Wellen an den Klippen drücken das Wasser durch die engen Öffnungen nach oben, die die Schaulustigen mit einer nach oben schießenden Wasserfontäne beeindrucken. Die Blow Holes sind zur Sicherheit mit Gittern versehen, auf denen meist die Personen stehend das nach oben drückende Wasser erwarten. Gute Planung für deinen Besuch ist fast schon ein Muss, denn bei ruhiger See mit fehlendem Wellengang und Ebbe wirst du keine Fontänen erleben dürfen. Ich hatte bei meinem Besuch das Glück und konnte beobachten, wie sich das Naturschauspiel Menschen beeindruckt.</p>
<p>Über einen Fußweg gelangst du von einem großzügigen kostenlosen Parkplatz zur Marneef Höhle. Die Al Marneef Cave ist Brutplatz und Lebensraum von verschiedensten Vögeln. Der für Besucher zugängliche Bereich ist ein überhängender, stark zerklüfteter Felsen. Von diesem durch Naturgewalten geformten Felsen gehen weitere kleine Höhlen ab, die von unterschiedlichsten Vögeln zum Nisten genutzt werden.</p>
<p>Die Höhle und die Blow Holes sind mit besucherfreundlichen Einrichtungen ausgestattet. Die dem Meer zugewandte Seite ist mit einem Schutzzaun versehen. Sitzmöglichkeiten, Korridore sowie Laufstege laden zum Verweilen ein und sorgen für einen angenehmen Aufenthalt.</p>
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<p>Öffnungszeiten:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Montag bis Sonntag&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 00:00 Uhr bis 24:00 Uhr</p>
<p>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Mughsail Beach, As Sultan Qaboos St, Dhofar, Oman</p>
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<h3><strong>#5 Hafenstadt Mirbat &amp; Mirbat Castle</strong></h3>
<p>Mirbat ist eine Hafenstadt im Süden Omans, der Region Dhofar. Die historische Vergangenheit von Mirbat bezog sich auf dem Export von Weihrauch und Zuchtpferden. Viele historische Gebäude oder archäologisch interessante Orte finden sich fast in jeder Stadt vom Oman. Mirbat macht da keine Ausnahme. Einst eine bedeutete Handelsstadt und ehemalige Hauptstand Dhofars wartet Mirbat heute mit traumhaften Sandstränden und spektakulären Tauchgründen auf.</p>
<p>In der Küstenstadt spielte das Schloss Mirbat in den vergangenen Jahrhunderten eine wichtige Rolle in der politischen Geschichte. Mirbat hatte bereits ab dem 17. Jahrhundert als Handelspunkt eine wichtige Bedeutung. Viele Schiffe aus Indien und Ostafrika tauschten Gewürzen gegen den wertvollen Weihrauch oder Araber-Pferde. Die prächtigen Pferdeskulpturen am Ortseingang der Stadt erinnert an den einstigen Pferdehandel. Mirbat beutet übrigens „Pferdemarkt“. Die prächtigen zweistöckigen Handelshäuser in der Stadtmitte zeugen von dem damaligen Wohlstand.</p>
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<p>Das Schloss wurde im vermutlich im 18. Jahrhundert errichtet. Mirbat Castle ist eine Festung, die am 19. Juli 1972 ihren letzten großen Auftritt hatte. Hunderte Aufständische aus der südlichen Region Dhofars griffen die stationierten Truppen des Sultans an. Die Angreifer waren die kommunistischen Guerillas, die aus dem Südjemen unterstützt wurden. Verbündete britische Einheiten unterstützten die die kämpfenden omanischen Truppen. Nur wenige Verteidiger beschützten Mirbat Castle gegen die Aufständischen. Die Königliche Omanische Luftwaffe unterstützen die Bodentruppen und bekämpften die Rebellen aus der Luft. Die Rebellen erlitten eine heftige Niederlage, dass gleichzeitig auch zum Ende des Dhofar-Krieges führte. Mirbat Castle ist das letzte umkämpfte Fort der Welt. In dem restaurierten Fort wird die Geschichte Mirbats veranschaulicht. Interaktive Vorträge, Artefakte und Exponate sind für jeden Besucher zugänglich. In den einzelnen Räumen des Mirbat Castle wird dir der historische Alltag und Lebensstil vom Oman. Auf Arabisch und Englisch erfährst du hier, wie die Einheimischen und Beduinen bspw. sich mit Lebensmittel versorgen. Es erinnert die Besucher daran, wie der jahrhundertelange Handel per Karawane und übers Meer die traditionelle omanische Küche beeinflusste. Auch das traditionelle Handwerk und die maritime Geschichte wird in den Ausstellungsräumen beleuchtet. Ich war sehr überrascht, in welchem hervorragenden Zustand die Räume waren. Der Eintritt in das Mirbat Castle ist übrigens kostenfrei (Stand 2020).</p>
<p>Neben den Historischen ist die Stadt bzw. deren Sandstränden einer der gefragtesten Tauchsports im Oman. Mirbat im Oman lässt dich in ein Wechselspiel von Sport der Moderne und traditioneller Geschichte über und auch unter Wasser eintauchen. Der Mirbat Beach mit seinen vielen Buchen ist ideal, wenn du die Einsamkeit liebst. Es ist ein Strand, an dem du entspannen und einfach die Seele baumeln lassen kannst. Leider fehlen an dem Strand die Gastronomie oder auch Sanitäranlagen. Daher ist der Strand ehr für Familien mit Kindern ungeeignet.</p>
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<p>Öffnungszeiten Castle:&nbsp; Samstag bis Donnerstag&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr</p>
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<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr</p>
<p>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bin Ali St., Mirbat, Oman</p>
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<h3><strong>#6 Muhammand Bin Ali‘s Tomb (Sahib Mirbat)</strong></h3>
<p>Das Mausoleum von Mohammed bin Ali al Alwai oder auch einfach Muhammand Bin Ali’s Tomb befindet sich etwas außerhalb der Hafenstadt Mirbat. Das winzige Grab mit seinen zwei markanten Zwiebeltürmen markiert den alten Eingang zur Stadt. Das leuchtend weiße Gebäude ist bereits von Weitem sichtbar. Sanfte Hügel säumen die Landschaft um das berühmte Grabmal. Das weiß getünchte Gebäude bildet einen auffälligen Kontrast zu den rostrosten Felsen der Umgebung. Traditionell werden die meisten Gräber im Oman im Innern schlicht gehalten und mit einem einfachen grünen Tuch ausstaffiert.</p>
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<p>Ein riesiger Friedhof mit Hunderten von Grabsteinen erstreckt sich über die Umgebung. Die Gräber ragen dabei teilweise als groteske Skulpturen aus der Erde. Errichtete Gräber oder auch Grabsteine deuten dabei in unterschiedlichen Richtungen. Für den christlichen Glauben stellen Friedhöfe ein Ort der Trauer und Gedenkens dar. Im Muslimischen ist es ein Ort des Gedenkens. Typische Grabpflege findest du auf einem solchen Friedhof vergebens.</p>
<p>Traditionell wird nach dem muslimischen Glauben der Verstorbene innerhalb des Todestags beerdigt. Der Leichnam wird gewaschen, parfümiert und in ein einfaches Leintuch gewickelt. Das Grab eines Mannes zieren zwei aufrechtstehende Steine am Ende des Grabes. Frauengräber werden mit einem weiteren dritten Stein geschmückt. In der Regel nutzen die Omanis dabei einfach Steine. Selten finden sich wunderschöne Verzierungen auf den Steinen oder bearbeitete Steinplatten.</p>
<p>Typisch für das Betreten eines heiligen Ortes ist es, die Schuhe auszuziehen. Frauen tragen dabei ein Kopftuch. Sofern Du Pilger im Innern des Mausoleums antriffst, dann lass sie in Ruhe beten. Im Islam ist es unüblich, dass von heiligen Grabstätten spirituelle Wirkungen ausgehen. Der Oman legt dabei den Islam in seiner eigenen Form aus.</p>
<p>Mohammed Bin Ali al Alawi ist auch als Mohammend Saheb Mirbat bekannt. Bin Ali gilt als ein direkter Nachfahre des Kalifen Ali bin Abi Talib. Er ist der Schwiegersohn und Vetter Mohammeds. Ursprünglich aus dem jemenitischen Hadramaut emigrierte er nach Dhofar. Er wurde durch sein immenses Wissen im Islam geachtet. Sein Rum wuchs posthum durch seine Grabstätte. Im Jahre 1161 nach Christus verstarb er und wird seit jeher von vielen Muslime verehrt.</p>
<p>Lass dich nicht irritieren, wenn bei deinem Besuch eine kleine Herde von Kamelen den Friedhof bevölkert. Im Süden vom Oman sind die Kamele sehr beliebt und dienen dabei als Nutztiere. Die Tiere nutzen jeden nur erdenklichen Raum und gehen gern den saftigen Pflanzen nach. Der Eintritt in das Mausoleum ist kostenfrei.</p>
<p>Öffnungszeiten:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Montag bis Sonntag&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 00:00 Uhr bis 24:00 Uhr</p>
<p>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bin Ali St., Mirbat, Oman</p>
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<h3><strong>#7 Wadi Darbat</strong></h3>
<p>Das Wadi Darbat ist der schönste und landschaftlich vielleicht reizvollste Ort für Naturliebhaber der Region Dhofar. Das Wadi liegt in den östlichen Quaraberge. Ein Wadi ist ein Tal oder ein Flusslauf, der häufig erst nach starken länger anhaltenden Regenfällen vorübergehend Wasser führt. Die schönste Zeit ist demnach der Khareff (Juni bis September). Die 100% Luftfeuchtigkeit speist das Wadi Darbat mit Wasser und lässt die ganze Region in saftigen Grün und üppiger Vegetation erstrahlen.</p>
<p>Bereits bei deiner Anfahrt wirst du eine 200 Meter hohe Felswand erkennen. Der Monsun zu Zeiten des Khareffs bildet dann mehrere Wasserfälle, die sich an der Steilwand herabstürzen. Eine Straße führt dich zum höher gelegenen Wadi-Eingang. Von hier kannst über du einen herrlichen Blick über die gesamte Küste mit der charakteristischen Bucht Khor Ruri genießen. Mehrere Fußwege führen dich zu der Steilwand. Auf dem Weg dorthin kommst du an den vielen kleinen mit Wasser gefüllten Kaskaden vorbei. In dem Wadi leben einige Jebalis Familien. Sie unterhalten Kamel- und Rinderherden auf den grünen Wiesen. Der Monsun speist den großen See vom Wadi, der auch noch Monate nach seinem Ende für ausreichend Bewässerung sorgt. Er ist Lebensquelle nicht nur für die Viehherden, sondern bietet auch Wildtieren ausreichend Nahrung. Du musst dir den Monsun aber nicht als Dauerregen vorstellen. Es ist mehr ein dicker Dunst oder feiner Nieselregen, der nicht jeden Tag fällt oder den ganzen Tag andauert.</p>
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<p>Der See im Wadi führt ganzjährig Wasser. Zu Zeiten der Hauptsaison ist es sogar möglich, Tretboote zu mieten und über das Wasser damit zu fahren. Das Wadi ist weit verzweigt und es gibt viele Wanderwege. An dem See wirst du auf viele Wildtiere treffen. Kamele, Kühe oder auch Vögel halten sich gern um die Trinkwasserstelle auf. Wenn du genau hinschaust und hinhörst, kannst du zwischen den großen Ficusbäumen Murmeltiere an den Ästen knabbern sehen oder auch das Miauen der wilden Katzen wahrnehmen.</p>
<p>Ich war im Februar und somit außerhalb der Zeit des Khareffs im Oman unterwegs. Trotzdem konnte ich noch reichlich Wasser im Flusslauf erkennen.</p>
<p>Bei deinem Besuch in dem Wadi plane in etwa einen halben Tag ein. Es gibt auch außerhalb des Khareffs viel zu sehen. Empfehlen kann ich dir die kleinen Stände und Restaurants. Dort gibt es beispielsweise frische Kokosnussmilch direkt aus der Frucht.</p>
<p><strong>Besuchertipp:</strong> Unweit des Wadi Darbat befindet sich urige Dörfer und das Atayr Sinkhole. Es ist ein mehrere Meter tiefe Doline mit steilen Rändern. Zu Zeiten des Monsuns verfügt es über eine üppige Vegetation.</p>
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<p>Öffnungszeiten:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Montag bis Sonntag&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 00:00 Uhr bis 24:00 Uhr</p>
<p>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Unnamed Road, Ghaday, Oman</p>
<hr>
<h3><strong>#8 Wasserfall Darbat</strong></h3>
<p>Wasserfälle und ein Wüstenstaat: wie passt das zusammen? Das Sultanat Oman mit seiner Region Dhofar hat nicht nur eine beeindruckende Landschaft, sondern auch eine Vielzahl an Wasserfällen zu bieten. Zu Zeiten des Khareffs (alternative Schreibweise: Charif) wird die Region in einen feinen Wassernebel getaucht, so dass sich Bäche und Seen mit Wasser füllen. Wie von Geisterhand zaubert dieses saisonale Ereignis in der Zeit von Juni bis September den ikonischen Ayn Athum Wasserfall, Ayn-Knor-Wasserfall, Wasserfall im Wadi Ayn oder Ayn Gogub hervor.</p>
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<p>Der bekannteste und auch größte Wasserfall unter ihnen in Dhofar ist dabei der Darbat Wasserfall. Er ist Teil des pittoreske Wadi Darbat. Gern wird der Wasserfall auch als Travertin-Vorhang bezeichnet. Er ist der einzige Wasserfall, der fast ganzjährig Wasser führt und somit auch außerhalb des Khareffs zu bewundern ist. Der asiatische Südwestmonsun hat in den Sommermonaten die Region im Süden Omans fest im Griff. Es herrscht nicht nur bei der Entfaltung der Vegetation Hochbetrieb, sondern es zieht auch viele Menschen an.</p>
<p>In mehreren Kaskaden stürzt das Wasser über eine fast senkrechte Klippe in die Lagune Khor Rori hinunter. Von der oberen Kante bis zum Fuß des Sees sind es knapp 170 Meter. Der Wasserfall wirkt am imposantesten, sofern du dich am Fuße in der Nähe der unteren Kaskaden aufhältst. An der Flussmündung des Wadi Darbat liegt der antike Handelshafen Sumharum. Der Ort ist bekannt für seinen UNESCO Archäologiepark und den Stätten des Weichrauchhandels.</p>
<p>Du kannst den Wasserfall oberhalb und auch unterhalb erwandern. Die beeindruckendste Aussicht auf dem Wasserfall hast du von unterhalb. Über eine einfache Wanderung gelangst du zu dem Wasserfall. Du startest dabei im Tal bei den Serpentinen. Von dort geht es weiter zu Fuß quer durch die Natur zum Wasserfall. Für deine weitere Wanderung geht es entlang am Flussbett. Du hältst du dich rechts von dem Wasserlauf auf den bereits ausgetretenen Wegen. Bereits vom weiten kannst du den Wasserfall auf deiner linken Seite sehen. Nach ca. 40 Minuten stehst du dann unterhalb der Abbruchkante an der Lagune. Auch wenn das türkisfarbene Wasser sehr einladend und verführerisch wirkt, zum Baden ist es nicht geeignet. Grund dafür ist die Bilharziose Infektion. Es stellt ein Gesundheitsproblem im Oman dar und wird von Vektorschnecken verursacht.</p>
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<p>Öffnungszeiten:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Montag bis Sonntag&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 00:00 Uhr bis 24:00 Uhr</p>
<p>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Unnamed Road, Ghaday, Oman</p>
<hr>
<h3><strong>#9 Earth Gravity Controversial</strong></h3>
<p>Viele Menschen besuchen in Salalah den Anti Gravity Point, um das einzigartiges Naturschauspiel zu erleben. An dem Anti Gravity Point fahren wie von Geisterhand Autos im Leerlauf und ohne Beschleunigung einen Hügel hinauf. Mit diesem Gedanken bin ich zu jenem Punkt gefahren, um selbst diesen Moment mit meinem Mietwagen auszuprobieren und mit den eigenen Augen zu erleben.</p>
<p>Der Anti Gravity Point trägt eine vielfaltige Bezeichnung. Manchmal wird über den Magnetic Hill oder Gravity Hill gesprochen, ebenso bezeichnen Einheimische den Ort auch als Magnetic Point, Gravity Point oder Location of Gravity. Es wird berichtet, dass Geschwindigkeiten von 40 bis 60 km/h erreicht wurden. Bei meinem Versuch konnte ich lediglich knapp 10 km/h erreichen. Ich habe mich dazu mit Einheimischen unterhalten und dabei die Informationen erhalten, dass die Geschwindigkeiten mit einem größeren und schwereren Auto höher sind, als es mit meinem kleinen Mietwagen der Fall war.</p>
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<p>Der Antigravitationspunkt liegt in der Nähe von Tawi Atair bzw. Mirbat. Auf dem Weg zum Wadi Darbat kommst du auf der Ostseite an diesem Punkt vorbei. Der Punkt befindet sich auf einem Hügel direkt auf der linken Seitenstraße nach etwa 27 km von Taqa entfernt. Bei der Fahrt von Taqa zum Mirbat Highway biegst nach links ab und erreichst ihn nach ca. 1 km.</p>
<p>Auch wenn es ein wenig mysteriös aussieht und scheinbar aller physikalischer Gesetze aushebelt, ist der Anti-Schwerkraft-Spot nicht wirklich ein Ort ohne Schwerkraft. Ein Ort ohne Gravitation hieße ja, dass die Menschen und Objekte dort durch die Luft fliegen. Aber das ist ja nicht der Fall gewesen. Tatsächlich ist der Antigravitationspunkt in Salalah ein Gravitationshügel. Eine wissenschaftliche Definition belegt, dass ein Gravity Hill ein Ort ist, an die Anordnung des umgebenen Landes eine optische Täuschung ist und ein leichtes Gefälle einen Hang erzeugt, der nur scheinbar ein ansteigender Hang ist. Auch wenn die wissenschaftliche Begründung die Sache erhellt, bleibt der Punkt ein unterhaltsamer Ort für Mysterys-Junkies und Familien gleichermaßen.</p>
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<p>Öffnungszeiten:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Montag bis Sonntag&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 00:00 Uhr bis 24:00 Uhr</p>
<p>Adresse: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Mirbat, Salalah 211, Oman</p>
<hr>
<h3><strong>#10 Wadi Dawkah – Weihrauch</strong></h3>
<p>Weihrauch ist im Oman allgegenwärtig. Im Weihrauchmuseum von Salalah hast du bereits die Geschichte und Herkunft des Harzes erfahren. Im Wadi Dawkah hingegen erlebst du die „Wiege des Weihrauchs“. Bereits seit Jahrtausenden wird Weihrauch, dass auch gern als Geschenk Allahs bezeichnet wird, im Oman gewonnen. Das wohlriechende Harz galt in der Antike als sehr wertvoll und wurde mit Gold aufgewogen. Ausgrabungen im ägyptischen Tal der Könige belegten, dass bereits Weihrauch als Grabbeigaben dienten.</p>
<p>Das Wadi Dawkah liegt etwa 40 km nördlich von Salalah. Das Wadi gilt seit der Antik als Herkunft des kostbaren Harzes. Es liegt an der legendären Weihrauchstraße. Sie führte einst vom Oman über Jemen nach Saudi-Arabien. Vom Roten Meer über das jordanische Petra, den heutigen Gaza-Streifen hinüber ins ägyptische Alexandria reichten die Wege der Weihrauchstraße. Berichte in der Bibel und Koran zeigten die ersten Transporte des Weihrauchs auf der Weihrauchstraße auf.</p>
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<p>Mit der Bezeichnung „Land of Frankincense“ (Land des Weihreichs) werden das Wadi Dawkah und andere Stätte an der Weihrauchstraße zum Weltkulturerbe der UNESCO gezählt. Das Wadi wirkt auf dem ersten Blick sehr unscheinbar und zum Teil unspektakulär. Du blickst in ein trockenes Tal mit alten knorrigen Bäumen. Die Weihrauchbäume zählen zu den ältesten im Oman. Parke dein Auto einfach oberhalb auf dem Parkplatz und gehe dabei hinunter. Während du dir die Weihrauchbäume von Näherem betrachtest, wird dich sicher bald ein Guide des Weihrauch-Tals ansprechen. Folge seine Erzählungen und du wirst dabei viel über das Tal, den Weihrauch und seine Bedeutung erfahren.</p>
<p>Das Harz vom Weihrauch wird auch heute noch wie vor über 3000 Jahre geerntet. Weihrauchbäume wachsen und gedeihen nur im Süden von Oman. Sie können in andere Länder nicht verpflanzt oder gezüchtet werden. Das einzigartige Klima im Süden Omans sorgte fürs Gedeihen der Weihrauchbäume. Die Omani besaßen daher über viele Jahrhunderte das Weihrauch-Monopol. In der heutigen Zeit hat der Weihrauch zwar nicht an Bedeutung verloren, jedoch zählt er nicht mehr zu den Haupteinnahmequellen des Sultanats.</p>
<p>Mehrere tausende Weihrauchbäume wachsen in dem Tal. Mit steigenden Temperaturen beginnt die Weihrauchernte im Frühling. Die Rinde des Baums wird eingeritzt und das später austretende Harz geerntet. Jedem Baum wird auch nach der Erntephase mehrere Jahre Ruhe gegönnt, damit sie sich erholen können. Die Qualität des Weihrauchs wird anhand der Farbe unterschieden. Helles Harz ist nicht verunreinigt und das wertvollste Produkt. Grüne oder auch dunkle Verfärbung hingehen deutet auf mindere Qualität hin. Das „Hougari“ aus dem Wadi Dawkah gilt als das weltbeste Weihrauch.</p>
<p>Der Besuch zu dem Tal ist kostenfrei. Parkplätze stehen kostenlos an dem Haupteingang zum Besucherzentrum zur Verfügung. Künstlich geschaffene schattige Plätze sind an dem Besucherzentrum vorhanden, so dass man sich der gleißenden Sonne etwas entziehen kann. An dem Besucherzentrum hast du eine Weihrauchbaumplantage mit jüngeren Pflanzen. Die Weinrauchbäume in dem Wadi Dawkah sind auf über 5 Quadratkilometer verteilt. Mit etwas Glück gelangst du an einem Guide, der dich zu den uralten Bäumen führt und dich so in die omanische Kulturgeschichte eintauchen lässt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Öffnungszeiten:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Montag bis Sonntag&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 07:00 Uhr bis 17:00 Uhr (Besucherzentrum)</p>
<p>Adresse: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Thumrait Road (N31), Salalah, Oman</p>
<hr>
<h3><strong>#11 Geheimtipp &#8211; Taqah Castle, Drive Inn, Kokosnussmilch</strong></h3>
<p>Im Dhofar lassen sich auch einige Perlen für deine nächste Reise entdecken. Diesmal dreht(en) sich der (die) Geheimtipp(s) um Kultur und typisch Omanisches.</p>
<p>Mein Kultur-Geheimtipp habe ich die beliebte Burg im Süden Omans, das Tagah Castle, entdeckt. Die Burg befindet sich in dem gleichnamigen Ort knapp 30 Kilometer von Salalah entfernt. Das Gebäude wurde erst im 19. Jahrhundert errichtet. Sie ist im Gegensatz zu den anderen kulturellen Gebäuden im Oman eine sehr junge Festung. Typischer Weise sind die Burgen wie die in Nizwa oder Bahla mehrere hunderte vielleicht sogar tausende Jahre alt. Ursprünglich war die Burg die private Residenz des Stammesführers Scheich Ali bin Taman Al Ma’shani. Er war der Großvater der Mutter vom ehemaligen und beliebten Sultan Qaboos. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Festung um eine Außenmauer und vier Türmen erweitert. Bis 1970 diente das Fort als Büro und Residenz des Wali von Taqah. Ein Gefängnis, Empfangshalle, Wachraum und Lagerräume umfasst die Festung. In den Räumen können heute alte Exponate bestaunt werden. Nach der Renovierung 1994 erstrahlt es in neuem Glanz und dient ausschließlich als Museum. Das Fort findest du zentral in der Stadt Taqah. Öffnungszeiten sind Samstag bis Dienstag von 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr und Freitag von 08:00 Uhr bis 11:00 Uhr. Der Eintritt kostet 500 Baisa (ca. 1,30 Euro).</p>
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<p>Was ich in <a href="https://www.11places.de/maskat" target="_blank" rel="noopener">Maskat</a> bereits erlebt habe, konnte ich auch in Dhofar wahrnehmen. Ich kannte Tipp bereits aus Maskat und habe ihn auch in Dhofar mehrfach ausprobiert. Es ist etwas typisch Omanisches. Die Autofahrer fuhren an den Lokalen vor, hupten, blieben danach in ihren Fahrzeugen sitzen und warten auf die Mitarbeiter des Lokals. Vor allem fand zu den Abendstunden so ein reges Treiben vor den Lokalen statt. Es handelt sich dabei um nichts anderes als eine orientalische Form des Drive-In. Die Plätze sind vor den Lokalen sicherlich deswegen auch ausreichend groß dimensioniert. Wenn du dir jetzt sagst, ich kenne ja die Speisekarte des Lokals nicht, kein Problem: Auch eine Speisekarte wird dir dann zum Auto gebraucht, aus der du deine Speisen oder Getränke auswählen kannst. (PS: Unbedingt einen Juice probieren. Sie sind richtig lecker.) Probiere es am besten selbst aus, wenn du in Dhofar bereist.</p>
<p>Das Prinzip funktioniert übrigens auch den vielen Obstständen der Plantagen von Dhofar. Neben frischen Obst erhältst du an den Obstständen auch frische Kokosnussmilch. Die Kokosnuss wird frisch für dich aufgeschlagen und dir trinkfertig gereicht. Sie schmeckt sehr lecker und erfrischt vor allem an heißen Tagen. Du zahlst 500 Baisa für eine frische Kokosnuss.</p>
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		<title>Granada</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marco]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Jul 2022 13:36:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Städte]]></category>
		<category><![CDATA[Alhambra]]></category>
		<category><![CDATA[Andalusien]]></category>
		<category><![CDATA[Granada]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die spanische Stadt Granada liegt im Süden von Andalusien. Sie ist eine der bekanntesten Hochburgen der andalusisch-maurischen Kultur. Die viertgrößte Stadt von Andalusien liegt am Fuße der Sierra Nevada, deren Berge bis knapp 3500 Meter Höhe reichen. Die berühmteste Sehenswürdigkeit ist zweifelsohne die Alhambra mit seinem Palast und dem maurischen Fort. Der kulturelle Reichtum mit maurischen, katholischen und jüdischen Einflüssen, macht die Stadt zu einem wichtigen kulturellen Zentrum Spaniens. Die Mauren, die mehr als 500 Jahre über den Süden Spaniens...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die spanische Stadt Granada liegt im Süden von Andalusien. Sie ist eine der bekanntesten Hochburgen der andalusisch-maurischen Kultur. Die viertgrößte Stadt von Andalusien liegt am Fuße der Sierra Nevada, deren Berge bis knapp 3500 Meter Höhe reichen. Die berühmteste Sehenswürdigkeit ist zweifelsohne die Alhambra mit seinem Palast und dem maurischen Fort. Der kulturelle Reichtum mit maurischen, katholischen und jüdischen Einflüssen, macht die Stadt zu einem wichtigen kulturellen Zentrum Spaniens. Die Mauren, die mehr als 500 Jahre über den Süden Spaniens herrschten, prägten bedeutsam die Stadt. Unter der maurischen Herrschaft entwickelte sich die Stadt zusehends. Sie wurde zu einer reichsten Städte Europa. Der maurischen Alhambra-Palast im Herzen Andalusiens ist ein Zeitzeuge des damaligen Aufschwungs. Auch wenn die Mauren die spanische Stadt kulturell sehr prägten, bietet Granada weitere tolle Sehenswürdigkeiten. Ich habe für deine nächste Reise in die Kulturstadt 10 Ideen herausgepickt.</p>
<h3><strong>#1 Alhambra</strong></h3>
<p>Die Alhambra ist die auf dem Sabikah-Hügel liegende maurische Festungsanlage in Granada. Sie ist das am besten erhaltene Beispiel für den maurischen Stil innerhalb der islamischen Architektur und Kunst. Ihr Name kommt aus dem arabischen und bedeutet „die Rote“, wohl aufgrund der Farbe ihrer Mauern. Der Alhambra Komplex ist eine typische Kombination aus einer befestigten Oberstadt und einer separat befestigten Zitadelle für den Herrscher im Mittelalter.</p>
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<p>Die erste Erwähnung des Burgberges „Ma’qil IIbira“ (Elvira-Festung) stammt aus dem 9. Jahrhundert während der Bürgerkriege. Zu der Zeit diente die Festung als Schutz bei Unruhen und Verteidigung in den Kriegen gegen das Kalifat von Córdoba. Im Laufe des 11. Jahrhunderts vervollständigten die Herrscher die Festung. 200 Jahre später wurde unter dem ersten maurischen Herrscher Mohammed I. auf dem Territorium der Alhambra die Nasridenpaläste gebaut, die als prachtvolle Residenz für die Nasridenkönige diente. Berühmte Teile der Burg sind der Myrtenhof, ein von einer Myrtenhecke umwachsenes Wasserbecken und der Löwenhof mit dem Löwenbrunnen, um den herum sich die Gemächer der Frauen befanden. Auch die unterschiedlichen Gärten mit den Wasserspielen sind außergewöhnliche Zeitzeugen einer kunstvollen Architektur, die in dieser Vollendung mit den Mauren untergegangen ist. Der Sommerpalast Generalife mit dem paradiesisch angelegten Garten, der vor allem seine Schönheit am frühen Morgen und am Abend entfaltet, wurde im 13. Jahrhundert im Osten der Alhambra errichtet.</p>
<p>Die Nasriden Dynastie endete im Jahr 1492. Die Spanier eroberten die Festungsanlage zurück, die von den katholischen Königen aus Spanien übernommen wurden. Sie bauten die Burg abermals nach ihren Vorstellungen zu ihrem Herrschaftssitz um. Die Umbauten hinterließen eine imposante Mischung aus der maurischen und spanischen Baukultur, die sich in der heutigen Alhambra wiederfinden. Heute umfasst der Alhambra Komplex umfasst eine Größe von 13 Hektar. Die Burg, dem ältesten Teil des Bauwerks, die vielen Nasridenpalästen sowie die majestätischen Gärten befinden sich auf dem Areal.&nbsp;</p>
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<p>Seit 1984 gehört die Alhambra zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Alhambra ist das Wahrzeichens der Stadt und ein absoluter Publikumsmagnet. Sie gilt als die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Europas.</p>
<p>Für den Besuch der Alhambra ist eine vorherige Reservierung unumgänglich. Spontane Besuche sind kaum möglich. Die Eintrittskarte solltest du daher frühzeitig (mindestens einen Monat) für deinen Besuch im Voraus online buchen. Bei der Buchung ist die Festlegung auf eine bestimmte Besuchszeit unerlässlich (Stand 2020). Je nachdem, was ihr euch alles anschauen wollt, unterscheiden sich hier die Ticketpreise: Alhambra General &#8211; 14€ (inklusive Alcazaba, Nasridenpaläste, Gärten Generalife) // Nasridenpaläste bei Nacht &#8211; 8€ // Gärten, Generalife und Alcazaba &#8211; 7€ // Gärten und Generalife bei Nacht &#8211; 5€ // Kinder unter 12 Jahren können die Alhambra kostenlos besuchen (das Kind benötigt trotzdem eine eigene Eintrittskarte).</p>
<p>Ich empfehle euch das Ticket Alhambra General. Mit dieser Eintrittskarte kannst du alle wichtigen und sehenswerten Abschnitte der Festung besichtigen. Für die begehrten Nasridenpaläste bekommst du eine feste Zugangszeit, die du auswählen kannst und unbedingt einhalten musst. Wer sich die Alhambra intensiv anschauen möchte, sollte mindestens 3 Stunden einplanen.</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> Die Nasriden Paläste der Alhambra sind auch in den Abendstunden geöffnet. Wie wäre es mit einem Besuch zum Sonnenuntergang. In der Hauptsaison kannst Du Dienstag bis Sonntag von 22:00 Uhr bis 23:30 Uhr sowie in der Nebensaison (November bis Februar) Freitag und Samstag von 20:00 Uhr bis 21:30 Uhr die Maurische Kultur bewundern.</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Sonntag</td>
<td>08:30 bis 20:00 Uhr (Hauptsaison)</td>
</tr>
<tr>
<td>Montag bis Sonntag</td>
<td>08:30 bis 18:00 Uhr (Nebensaison)</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><em>Adresse: </em><em>Alhambra de Granada, Calle Real de la Alhambra, 18009 Granada</em> &nbsp;</p>
<hr>
<h3><strong>#2 Arab House Horno del Oro</strong></h3>
<p>Das Arab House Horno del Oro befindet sich im Herzen der Altstadt von Granada. Es wird auch Casa Morisca de la Calle Horno de Oro genannt und ist ursprünglich ein kleines Nasridenhaus mit nur einem Stockwerk. Das Nasridenhaus zählt zu den besterhaltenen Häusern der Morisken im Albaicin von Granada. Im 16. Jahrhundert ergänzten die Bauherren das Haus um ein zweites Stückwerk. Der historische Haupteingang mit seinen maurischen Bachsteinbogen wird heute nicht mehr genutzt. Er ist von außen mit seinen Elementen in einer Gasse noch zu bewundern. Der Eingang zu dem Haus erfolgt über einen modernen Anbau. Das Haus befindet sich in der Straße Horno del Oro, dem Stadtteil Axares.</p>
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<p>Das Gebäude ist in der damaligen typischen Bauweise mit einem rechteckigen Innenhof errichtet. Im Innenhof befindet sich ein zentral angelegter kleiner Brunnen, an dem seiner Nord- und Südseite von zwei Portikus mit Nasridensäulen eingerahmt wurden. Die Haupträume des Nasridenhauses befindet sich hinter den zwei Portikus. Der Südraum im Obergeschoss ist in seinem ursprünglichen Zustand erhalten. Der ursprüngliche Stückbogen am Eingang, die Stollen an den Pfosten sowie die prächtige Holzrüstung zeigen die Symbole und Ornamente der damaligen Zeit.</p>
<p>Traditionell sind die Fenster und die Räume muslimischen Häuser zum Innenhof ausgerichtet. In dem Innenhof spielt sich das Familienleben ab. Funktionell diente der Innenhof für die Beleuchtung der angrenzenden Räume. Muslimische Häuser hatten keine nach außen gerichtete Öffnungen. Das Gebäude war daher hermetisch geschlossen und konnte die Privatsphäre der Familien bewahren. Mit der Aufstockung des Hauses im 16. Jahrhundert verlagerte sich der Hauptfamilienbereich in das Obergeschoss. Frauen- und Kinderzimmer fanden hier ihren Platz. Statisch musste das Haus wegen seiner Aufstockung befestigt werden. Die Längsseiten des Patios wurden mit gemauerten Pilastern ausgestattet. Die Ostseite ist durch einen offenen Galeriegang mit Balustraden ausgekleidet. Gotische Fundamente und Mudejar-Rüstungen runden die baulichen Änderungen ab. Die Westseite verstärkten die Bauherren mit gotischen Backsteinbögen.</p>
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<p>Nach der Vertreibung der Mauren im 20. Jahrhundert diente das Haus für den Nachbarpferch. Der Staat erwarb das Objekt und restaurierte es. Heute steht das Haus in seinem ursprünglichen Zustand für Besucher offen.</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> Bist du mindestens 3 Tage in Granada, so lohnt sich die Granada Card 72h. Mit ihr ist der Eintritt inklusive. Neben dem Arab House Horno del Oro kannst du weitere 16 Sehenswürdigkeiten unter anderem die berühmte Alhambra, Catedral usw. besuchen. Die kostenfreie Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs in Granada ist für die Dauer der Gültigkeit ebenfalls inkludiert. Die Granada Card 72h kostet 43 Euro (Stand 2021). Für Kinder im Alter von 2 bis 11 Jahren ist die Granada Card für 10,50 Euro zu haben. &nbsp;</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Sonntag (01. Mai bis 14. September)</td>
<td>09:00 Uhr bis 14:30 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>&nbsp;</td>
<td>17:00 Uhr bis 20:30 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>Montag bis Sonntag (15. September bis 30. April)</td>
<td>10:00 Uhr bis 17:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse: Calle Horno del Oro, 14, 18010 Granada</em></p>
<hr>
<h3><strong>#3 El Bañuelo – das alte arabisches Badehaus</strong></h3>
<p>El Bañuelo – auch als arabisches Bad von Granada bezeichnet – ist das älteste arabische Bad (Hammam) in Andalusiens. Das Hammam ist ein geschichtsträchtiger Ort, indem du als Besucher in die besondere und edle Kultur der Mauren eintauchen kannst. Das arabische Dampfbad gehört zur der zivilen Architektur von Al-Andalus.&nbsp; Das Gebäude wurde im 11. Jahrhundert zu Zeiten der maurischen Herrschaft errichtet. Die arabischen Bäder El Bañuelo oder die Bäder des Nogal (arabisch: Hammam al-Yawza) errichtet der jüdische Visir Ibn Nagrela zu Zeiten des Königs Zirden Badis Ibn Habas. Sie gelten als die wertvollsten Bäderhistorien in ganz Spanien. Das arabische Bad ist das älteste Bauwerke der maurischen Zeit. Es wurde mehrere Jahrhunderte vor der Alhambra errichtet und gilt als das am besten erhalten Gebäude der arabischen Badekultur.</p>
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<p>Ein Badehaus zu der damaligen Zeit hatte unterschiedliche Funktionen und war wichtige Begegnungsstätte der Kultur von Al-Andalus. Die Bewohner der Stadt tauschen in dem Hammam Neuigkeiten und Meinungen aus. Ein Hammam war zugleich auch Schönheitssalon, ein Ort für Hygiene und Gesundheit. Bereits zur damaligen Zeit griffen die Anwohner auf Naturkosmetikprodukte zurück, um ihren Körper zu reinigen und zu pflegen. Darüber hinaus diente das Dampfbad auch als Reinigungsritual. Für ein Gebet muss man sauber und rein sein. Nicht umsonst finden sich arabischen Bäder in der Nähe von Moscheen.</p>
<p>Nachdem die Christen die Stadt wieder zurückeroberten und die Mauren vertrieben, rissen sie viele solcher Badehäuser ab. Sie dachten, dass solche maurischen Bäder als Bordelle dienten und es somit dem christlichen Glauben nicht entsprachen. Ein glücklicher Umstand bewahrte dieses Hammam vor seiner Zerstörung. Über dem Badehaus befand sich eine Wohnung, wodurch es von dem Abriss bewahrt blieb.</p>
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<p>Das Konzept des arabischen Badehauses entspricht originalgetreu den römischen Thermen. Ein Innenhof hinter dem Eingang mit einem kleinen Teich, Vorhalle, Erfrischungsraum, zentraler Raum, warmer Raum, Einzelbäder und Heizkessel. Bedeutung haben vor allen drei Räume in dem Hammam. Es handelt sich dabei zunächst um den Erfrischungsraum, auch „kalte Zimmer“ genannt. Die Luft- und Wassertemperatur wurden in diesem Raum der jeweiligen Jahreszeit angepasst. Es folgt der etwas größere mit den verzierten Bögen „warme oder zentraler Raum“. Das wichtigste Zimmer ist jedoch der „heiße Raum“. Hier finden sich die echten Bäder. Verzierte Bögen, Säulen und mit Marmor ausgeschmückte Elemente lassen die dominierende Bedeutung erahnen. Die in der Decke sternförmigen Löcher hatten den Zweck das arabische Bad zu belüften und mit Licht zu versorgen. Aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung wurde das El Bañueo zum spanischen Kulturgut erklärt. Der reguläre Eintritt zu dem arabischen Bad kostet dich 2,50 Euro (Stand 2020). &nbsp;</p>
<p><strong><u>Tipp:</u></strong> Für das El Bañueo, Palacio de Dar al-Horra, Corral del Carbón und Casa Morisca ist das Kombiticket „Monumentos Andalusies“ für 5 Euro vor Ort erhältlich.</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> Am Sonntag ist der Eintritt zu dem arabischen Bad kostenfrei. &nbsp;</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Sonntag (01. Mai bis 14. September)</td>
<td>09:00 Uhr bis 14:30 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>&nbsp;</td>
<td>17:00 Uhr bis 20:30 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>Montag bis Sonntag (15. September bis 30. April)</td>
<td>10:00 Uhr bis 17:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse: Carrera del Darro, 31, 18010 Granada, Spanien&nbsp;</em></p>
<hr>
<h3><strong>#4 Palacio de Dar al-Horra</strong></h3>
<p>Im Albaicin-Viertel von Granada befindet sich der Palaicio de Dar al-Horra. Der Palast wurde im 15. Jahrhundert errichtet und diente als Wohnhaus von Aixa la-Horra, der Frau von Muley Hacen und Mutter des letzten Emirs von Granda, Boabdil. Der nasridische Palast mit einen kunstvoll verzierten Ornamenten der Deckenstruktur ist Zeugnis der arabischen Baukunst. Der Dar al-Horra- Palast als „Haus der Ehrlichen“ ist in Alcazaba Cadim gelegen und war Teil des großen Palastes des Ziri-Königs Badis.</p>
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<p>Nach der Vertreibung der Mauren durch die Christen diente es Hernando de Zafra zunächst als eigene Residenz. 1493 unternahm er den Versuch, aus dem Anwesen ein Dominikanerinnenkloster zu errichten. Sein Vorhaben scheiterte jedoch, so dass es 1507 zu einem bewohnten Franziskanerkloster umgebaut wurde. Es wird bis heute von den Klarissen genutzt.</p>
<p>Das Gebäude hat einen rechteckigen Innenhof. Ein kleiner nach Süden versetzter Pool ist im Zentrum des Innenhofs zu finden. Portiken zieren die Nord- und Südseite. Der Säulengang an der Nordseite besteht aus drei hufeisenförmigen Bögen auf Säulen. Die getäfelte Holzdecke ist mit geometrischen Figuren verziert. Eine große Kammer auf der Südseite wurde später als Kapelle genutzt. Nach dem Bau der späteren Kirche Santa Isabel la Real entfiel die kirchliche Funktion.&nbsp;Auf der Nordseite befinden sich mehrere Räume.&nbsp; Über die Mittelachse des Gebäudes erstreckt sich ein Raum über beide Stockwerke, der nach außen ragt und als Aussichtspunkt (Miradour) dient. Ein Blick über die Zirid-Mauern aus dem 11. Jahrhundert hast du von der oberen Etage. Den Abschluss als drittes Stockwerk bildet der turmähnliche Abschnitt auf der nordöstlichen Seite.</p>
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<p>Die alten muslimischen Formen und Teile seiner alten Nasridendekorationen überdauerten die Jahrhunderte und sind bis heute in einem sehr guten Zustand erhalten geblieben. In dem Stuck des Aussichtspunktes finden sich eingemeißelte Koraninnenschriften wie „Segen“, „Glück“, „Gesundheit ist ewig“ und „Beständiges Glück“. Die feierlichen Worte unterstreichen den privaten Charakter des Haues. Du kannst den früheren Glanz sogar noch heute entdecken, neben den prunkvollen Innenhof bietet auch die liebevoll angelegte Gartenanlage einen Ort und Ruhe zum Verweilen an.</p>
<p><strong><u>Tipp:</u></strong> Du hast von dem Palacio einen guten Blick über die Stadt Granadas. Vom Wohnturm aus siehst du weite Teile der Innenstadt mit seinem historischen Stadtteil Albaicin. &nbsp;</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Sonntag (1. May bis 14. September)</td>
<td>09:00 Uhr bis 14:30 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>&nbsp;</td>
<td>17:00 Uhr bis 20:30 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>Montag bis Sonntag (15. September bis 30. April)</td>
<td>10:00 Uhr bis 17:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse: Callejón Ladrón del Agua, 8, 18010 Granada, Spanien</em></p>
<hr>
<h3><strong>#5 Kathedrale von Granada</strong></h3>
<p>Die Kathedrale von Granada liegt zentral im Herzen der Stadt. Sie ist neben der Alhambra das wichtigste Sehenswürdigkeit in der andalusischen Stadt. Die Santa Maria de la Encarnación de Granada – so der richtige Name – ruht auf den Resten einer Moschee. Die Kathedrale von Granada ist der Jungfrau der Inkarnation geweiht. Das Gebäude ist als Siegesmonument der Christen bei der Rückeroberung von den Mauren zu sehen, obwohl sie erst Jahrzehnte später errichtet wurde. Das Gotteshaus stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde zur Zeit der Renaissance errichtet. Die Bedeutung der Kathedrale in wird in ihren Abmaßen deutlich. Sie misst 115 Meter Länge und ist 67 Meter breit.</p>
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<p>Das katholische Königspaar erteilten den Bauauftrag um 1501. Der ursprüngliche Entwurf geht auf den Architekten Enrique de Eags zurück, der auf gotische Elemente setzte. Die fünfschiffige Kirche ist ein deutliches Element der Gotik. Noch während des Baus des Gotteshauses wechselte knapp 25 Jahre später der Architekt. Der neue Baumeister Diego de Siloe favorisierte die italienische Renaissance. So wurde auf dem gotischen Grundriss Spaniens erste Kirche im Renaissance Stil errichtet. &nbsp;</p>
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<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> Unmittelbar neben der Kathedrale befindet sich die Capilla Real. Es handelt sich dabei um die Königliche Grabkapelle aus dem Jahr 1517. Das katholische Königspaar Ferdinand und Isabella, Juanna la Loca und Feilpe el Hermose ruhen hier in ihren Gräbern. Der Eintritt für die Capilla Real kostet ebenfalls 5 Euro, ermäßigt 3,50 Euro. Kinder bis 12 Jahre und Erwachsene über 65 Jahre genießen freien Eintritt.&nbsp;</p>
<p>Eintrittspreise Standardticket 5,00 Euro, ermäßigt 3,50 Euro, Kinder bis 12 Jahre freier Eintritt &nbsp;</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Samstag</td>
<td>10:00 Uhr bis 18:30 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>Sonntag, Feiertag</td>
<td>15:00 Uhr bis 17:45 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>geschlossen</td>
<td>25.12., 01.01.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse: Calle Gran Via de Colón, 5, 18001 Granada, Spanien</em></p>
<hr>
<h3><strong>#6 La Alcaicería</strong></h3>
<p>Der Alcaicería Markt in Granada ist eine Straße und zugleich der Große Basar der Stadt. Sein Ursprung geht auf den Seidenmarkt der Mauren zurück. In den vielen kleinen Straßen zwischen dem Plaza Nueva und Plaza Bib-Rambia boten die arabischen Händler Seide, Gewürze und andere wertvolle Produkte an. Die engen Gassen des Marktes waren das Handelszentrum der florierenden Stadt zu Zeiten der maurischen Besatzer. Der einzig verbliebene Teil des Marktes von Granada ist die Calle Alcaicería.</p>
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<p>Die reichliche Geschichte Granadas mit seinem großen Basar ist dabei nicht zu übersehen. Bereits beim Durchschreiten des Torbogens mit seinen Verzierungen kannst du die vergangene Zeit des Aufschwungs erahnen. Die ursprüngliche Alcaicería geht auf die Zeit der arabischen Besatzer im 10. und 11. Jahrhundert zurück. Die Alcaicería war damals ein Basar. Die Nasriden boten auf diesem Markt ihre Waren an. Als die Mauren am Ende des 15. Jahrhundert vertrieben wurde, blieb die Alcaicería in ihrer Tradition erhalten. Der Name Alcaicería stammt aus dem römischen Sprachgebrauch. Al-Kaysar-ia bedeutet auf Arabisch „Haus des Ceasar“. Es war dem byzantinischen Kaiser Justinian zu verdanken, der den Arabern gestattete Seidenhandeln zu betreiben. Dem großen Kaiser zu Ehren benannten die Mauren die Straße: La Alcaicería.</p>
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<p>1843 fiel der Basar einem großen Brand zum Opfer. Der Seidenmarkt und die anderen Straßen von Granada wurden dabei zerstört. Nach dem Brand wurde der Basar streng nach dem Vorbild des Originals wiederaufgebaut, jedoch war er dabei nur noch halb so groß wie vor dem Brand. Noch heute werden interessante und exotische Dinge in der kleinen Gasse mit seiner reichen Geschichte und wichtigen lokalen Kultur den Reisenden angeboten. Neben traditionell bemalter Keramik, verzierte Holzarbeiten und Buntglaslampen kannst du auch die typischen Souvenirs von Granada erwerben. Vorwiegend findest du in dem Basar von Granada viele kleine Souvenir- und Stoffläden. Sofern du etwas Außergewöhnliches suchst, dann solltest du die Kunsthandwerkstätten in der Straße aufsuche. Neben den traditionellen und modernen Deko-Objekten sind hier noch die Werkstätten für Silberschmuck angesiedelt. Jedes Silberschmuckstück ist sehr exklusiv und aus manueller Fertigung. Der Eintritt zum Alcaicería Markt ist kostenfrei. &nbsp;</p>
<p><strong>Öffnungszeiten Geschäfte:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Sonntag</td>
<td>10:00 Uhr bis 20:30 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>&nbsp;</td>
<td>10:00 Uhr bis 21:00 Uhr (August bis September)</td>
</tr>
<tr>
<td>geschlossen</td>
<td>sonntags, 06. Januar bis 19. März</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp; Calle Alcaicería, 18001 Granada</em> &nbsp;</p>
<hr>
<h3><strong>#7 Corral del Carbón</strong></h3>
<p>Corral del Carbón – der ehemalige arabische Getreidemarkt Granadas. Das maurische Bauwerk wurde im Jahr 1336 zu Zeiten des Nasridenkönigs Yusuf I. erbaut. Ursprünglich trug das Gebäude den Namen Al-Funduq al-Gidida oder alhóndiga nueva – neuer Getreidemarkt. Der Corral del Carbón (deutsch: Kohlenhof) befand sich neben den Seidenmarkt, der Alcaicería, dem Suok in der Medina und der Hauptmoschee; dem heutigen Stadtteil Al Albaicin Granadas.</p>
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<p>Der Corral del Carbón diente den maurische Händler als Lagerhaus, Getreidebörse und in Teilen auch als Herberge für die reisenden Händlerkarawanen. Das maurische Gebäude ist die einzige erhaltene Alhóndiga aus der Zeit der Nasriden in ganz Spanien.</p>
<p>Der Name „Kohlenhof“ stammt aus der Zeit der Rückeroberung durch die Christen. Zu der Zeit ließen sich nämlich die Kohlenhändler in den Räumlichkeiten nieder. Als der Steinkohlehandel immer weniger in dem Corral del Carbón wurde, kehrte der Kulturgedanke in das Gebäude ein. Ab 1593 sorgte ein Comedy-Theater für Unterhaltung sowie wurde es als Gemeindehaus genutzt. Im Jahr 1918 stellen die Behörden das Gebäude unter Denkmalschutz. Trotz Denkmalschutz verfiel das Gebäude zusehends und es drohte der Abriss. Der spanische Staat kaufte das Gebäude im Jahr 1933. Der berühmte Architekt und Archäologe Leopoldo Torres Balbas, dem die maurische Kunst und Geschichte am Herzen lag, übernahm die Restaurierung des Objektes. Aufgrund der besonderen Bedeutung für die Stadt und dem spanischen Staat wurde das Gebäude vollständig restauriert und im Jahr 2006 fertiggestellt. Heute ist der Corral del Carbón Sitz des Orchesters der Stadt Granada und Veranstaltungsort des Internationalen Musik- und Tanzfestivals.</p>
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<p>Das Gebäude hat einen rechteckigen Grundriss mit drei Stockwerken. Umlaufende Galerien mit Steinsäulen, Holzbalken und verzierte Fundamente öffnen sich zum Innenhof hin. Ein sehenswertes Element des Gebäudes ist der Eingangsbereich mit seinen beeindruckenden Stalaktitenkuppel (Muqarnas). Bei dem Eintritt durch einen hufeisenförmigen Torbogen in den Innenbereich wirst du von deinem architektonischen Kontrast überrascht: die reichverzierten Stalaktitengewölbe mit den Gipsornamenten und der Schlichtheit des Patios. Im Zentrum des Innenhofs steht ein Steinbecken mit zwei Wasserrohren. Die umliegenden Räume sind dem heutigen Zweck angepasst und werden vorwiegend als Büroräume vorgehalten. Kulturelle Aufführungen finden auch heute noch in dem Corral del Carbón statt. Im Sommer verwandelt sich der wunderschöne Innenhof in einen beliebten Schauplatz für Theateraufführen, Konzerte, Seminare oder für die traditionellen Flamenco-Shows. Die bekannteste Aufführung ist das Festival de Musica y Danza de Granda. Natürlich werden auch Jazz, Copla und Pop-Rock-Konzerte veranstaltet. Der Zugang zu dem Innenhof und Besichtigung außerhalb der Veranstaltungen ist kostenfrei.</p>
<p><strong><u>Tipp:</u></strong> Für das El Bañueo, Palacio de Dar al-Horra, Corral del Carbón und Casa Morisca ist das Kombiticket „Monumentos Andalusies“ für 5 Euro vor Ort erhältlich. &nbsp;</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Freitag</td>
<td>10:30 Uhr bis 13:30 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>&nbsp;</td>
<td>17:00 Uhr bis 20:00 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>Samstag</td>
<td>10:00 Uhr bis 14:00 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>Sonntag</td>
<td>geschlossen</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;Calle Mariana Pineda, 21, 18009 Granada</em></p>
<hr>
<h3><strong>#8 Puerta de Elvira &amp; Calle Elvira</strong></h3>
<p>Granadas islamische Vergangenheit ist an vielen Ecken der Stadt anzutreffen. Neben der Alhambra und oder dem Generalife finden sich viele weitere Denkmäler in der Stadt. Ein historisches Erbe davon ist die Puerta de Elvira.</p>
<p>Die Puerta de Elvira galt zu Zeiten der maurischen Herrschaft als der wichtigste Zugang zur Stadt Granada und steht noch immer an der Plaza del Triunfo. Es ist der Grenzpunkt des bekanntesten Stadtviertels Albaycin und zugleich Eingang zum historischen Zentrum. Die Puerta de Elvira oder Arco de Elvira ist ein großer Torbogen aus hellem Backstein.</p>
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<p>Die Puerta de Elvira, am Fuße der Monaita, war durch einen Mauer verbunden. Sie führte die Cuesta de Abarqueros hinauf. Der Torbogen wurde durch den Sultan Zirid im 11. Jahrhundert errichtet. Die Puerta de Elvira war mit zwei großen bogenförmigen Türen ausgestattet sowie war ein dazwischenliegender Innenhof vorhanden.</p>
<p>Die Bedeutung des Arco de Elvira hat sich im Laufe der Geschichte häufig gewandelt. Die wichtigste Veränderung gab es unter der Herrschaft von Yusuf I. zu Zeiten der Nasriden-Dynastie. Der Torbogen war dabei eine autonome Festung mit vier Türmen. Aufgrund der Bedeutung und seiner Größe war es das Haupttor der Stadt Granada. Es diente als Hauptpost und zur Zollkontrolle. Selbst ein muslimischer Friedhof befand sich in der Nähe des Torbogens.</p>
<p>Der äußere Bogen aus der Zeit der Nasridenherrschaft ist bis heute erhalten. Baulich wird der Torbogen durch zwei Stampflehmtürme begrenzt. Auf den Stampflehmtürmen sind die Zinnen komplett ausgeprägt. Das Widerlager an der Nordseite besticht mit seinen drei Backsteinbögen und tragen entsprechend den Gang. Der Torbogen als Hufeisenbogen besteht aus Voussoirs mit Sandsteinplatten, einem Archivolt und abgeschrägten Steinpfosten.</p>
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<p>Unweit der Puerta de Elvira befanden sich die arabischen Bäder von Hernando de Zafra oder Casa de las Tumbas. Sie waren die wichtigsten öffentlichen Bäder in der Nachbarschaft im 13. und 14. Jahrhundert.</p>
<p>Seit 1896 ist der Puerta de Elvira ein spanisches Nationaldenkmal und zugleich Welterbestätte. Das Bauwerk wurde im Lauf des 20. Jahrhunderts mehrfach restauriert. Seit 2001 existiert ein Interventionsprojekt an den Türen und den angrenzenden Wänden des Torbogens.</p>
<p>Von der Puerta de Elvira verläuft die bei den Touristen beliebte Straße der Stadt: die Calle Elvira. Die Calle Elvira ist eine sehr lange Straße. Sie endet an der Plaza Nueva in unmittelbarer Nähe zur Alhambra. Diese Straße war bereits zu Zeiten der Nasridenherrschaft eine Hauptverkehrsader der alten Medina. Die Straße verband den Fluss Darro mit dem Ausgang der Stadt. Die Straße mit seinen vielen Bars und Tapas ist heute ein bedeutender Anziehungspunkt bei den vielen Besuchern der Stadt. Der arabische Name bab-Ilvira bezieht sich auf die Medina Elvira. Sie war einst eine bedeutende muslimische Stadt und lang 10 km östlich von der Puerta de Elvira. Die Stadt Medina Elvira wurde um 1020 jedoch aufgegeben. Auch wenn die Stadt bereits vor mehr als 100 Jahre aufgegeben wurde, lebt der Name in Granada auch heute noch weiter. &nbsp;</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Sonntag</td>
<td>00:00 Uhr bis 24:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse: Puerta de Elvira, Plaza del Triunfo, 19, 18010 Granada&nbsp;</em></p>
<hr>
<h3><strong>#9 Basilica de San Juan de Dios</strong></h3>
<p>In jeder geschichtsträchtigen Stadt finden sich Kirchen oder Kapellen. Die vielleicht Interessanteste der Stadt Granada ist die Basilica de San Juan de Dios. Die barocke Kirche der Stadt Granada ist dem Schutzheiligen der Stadt „San Juan de Dias“ (deutsch: Johannes von Gott) geweiht. Das herrliche Baudenkmal wurde vom Architekt Fray Alonso de Jesús y Ortega in der Zeit von 1737 bis 1759 errichtet und liegt im Zentrum der Stadt an der Calle San Juan de Dios. Die Kirche öffnete offiziell am 27. Oktober 1959 ihr Gotteshaus. Der vollständige Titel der geweihten Kirche lautet: Tempel der Unbefleckten Empfängnis Unseren Lieben Frau vom Heiligen Orden der Hospitalität Unseres Vaters, des Heiligen Johannes von Gott.</p>
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<p>Die Kirche ist ein authentisches Juwel barocker Kunst Granadas in der Zeit nach der maurischen Herrschaft. Typisch für die in der Zeit errichteten Kirchen ist der Grundriss eines lateinischen Kreuzes. Die Kirche besteht aus einem Hauptschiff mit zwei Seitenkapellen, Kreuzgang, Hauptkapelle und Chorgang.</p>
<p>Die Frontfassade zeichnet sich durch die zwei Spitztürme sowie den drei Nischen aus. Die drei Nischen symbolisieren die wichtigsten Momente im Leben Johannes von Gott. An der Kirche grenzt ein kleines Krankenhaus an, das vom Johannes von Gott ebenfalls gegründet wurde. Eine wichtige Tätigkeit in seinem Leben war die Pflege von kranken Menschen.</p>
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<p>Die Kirche wirkt von außen ehr unscheinbar. Sofern Du die Kirche betrittst, wirst du die goldverzierte Kunst entdecken. Die Goldtöne dominieren auf vielen beeindruckten Statuen, Malereien, Holzschnitt, auf der großen Orgel sowie auf dem Altar.</p>
<p>Sehenswert sind die Retabel der Kapelle und des Kreuzganges sowie die Fresken von Diego Sánchez Sarabia. Die prächtigen Altarbilder besonders das Hauptaltar sind von großer Schönheit geprägt. In der Hauptkapelle ruhen die sterblichen Überreste des Johannes von Gott in einem Ankleidezimmer in einer silbernen Urne.</p>
<p>Der Eintritt in die Kirche beträgt 6 Euro. Besucher ab 65 Jahre zahlen ermäßigt 5,50 Euro; Kinder von 12 bis 18 Jahre entrichten 5 Euro. &nbsp;</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> Kombiniere deinen Besuch mit dem Kloster „Monasterio de Jerónimos“. Das Kloster befindet sich in nur 100 Meter Entfernung zur Kirche. &nbsp;</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Samstag</td>
<td>10:00 Uhr bis 19:00 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>Sonntag</td>
<td>13:30 Uhr bis 19:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp; Calle San Juan de Dios, 12, 18001 Granada</em>&nbsp;</p>
<hr>
<h3><strong>#10 Cartuja von Granada – Monasterio de la Cartuja</strong></h3>
<p>Das Monasterio de la Cartuja (offizieller Name: <em>Monasterio de Nuestra Señora de la Asunción</em>) ist ein geweihtes Kloster unseren Lieben Frau Maria Himmelfahrt auf einem nördlichen Hügel von Granada. Es befindet sich am Stadtrand und liegt ca. 3 km vom Stadtzentrum entfernt. Das Kloster wurde im Jahr 1506 von Gonzalo Fernández de Córdoba y Aguilar errichtet. Mit der außergewöhnlichen Ausstattung und dem reich verzierten Interieur im Barockstil gilt das Bauwerk als eines der am schönsten verzierten Klöster Spaniens. Stilelemente der Gotik und Renaissance prägten ebenso das Gebäude. Erst 300 Jahre später im 18. Jahrhundert vollendeten die Architekten das Kloster.</p>
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<p>Dabei hat die Außenansicht des Klosters einen ehr schlichten Charakter. Hinter der gewaltigen Renaissance-Tür im Eingangsbereich öffnet sich ein Patio. Von dem Innenhof führen verschiedene Treppen zu den üppig gestalteten Räumen des Konvents: Kirche, Sakristei, Kreuzgang, Kapitalsaal, Kapelle De Profundis und Refektorium.</p>
<p>Die Kirche des Klosters repräsentiert sich in einem typischen Grundriss des Augustinerordens. Sie ist mit überbordenden Dekoration das Barock des 17. Jahrhunderts verziert. Markant für die Zeitepoche ist die vielfarbige Gestaltung des Altars und die dortigen Bilder von Bocanergra und Sánchez de Cotán. In der Kirche finden sich beeindruckende Bildhauereien aus Marmor und Gemälden vom Karthäusermönch de Cotán. Die Kuppel des Sagrario zieren Malereien des Künstlers Antonio Palomino. Hinter dem Altar befindet sich das Sagrario (Sakramentshäuschen) mit dem Allerheiligsten: ein Baldachin aus Lanjarón Marmor. Farbenfrohe Stuckarbeiten zieren das Tabernakel hinter dem Allerheiligsten.</p>
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<p>Beeindruckende weiße Wände dominieren in der Sakristei. Der in Rot gehaltene Marmoraltar von San Bruno rundet das Gesamtbild der Sakristei ab. In den Adern des Marmors sind übrigens verschiedene Figuren versteckt: Ein Hund, ein Fisch und eine Spanierin. Der Kreuzgang wartet mit seinen schönen Gewölben und unzähligen Säulen auf. Von hier erreichst du das Refektorium und den Kapitalsaal. Im Refektorium befinden sich weitere Werke des Malers Juan Sánchez de Cotán. Das schönste von ihm ist das Heilige Abendmahl.</p>
<p>Das Kloster beherbergte bis 1835 die Gemeinschaft der Kartäuser. Die Mönche lebten als Eremiten und folgten einer strengen Lehre. Sie widmeten ihr Leben den Gebeten und legten ein strenges Schweige- und Fastengelübde ab.</p>
<p>Der Eintritt kostet 5,00 Euro. Für Kinder bis 12 Jahre ist der Eintritt frei. Studenten bis 25 Jahre zahlen ermäßigt 3,50 Euro. &nbsp;</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Sonntag</td>
<td>10:00 Uhr bis 14:00 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>geschlossen</td>
<td>25.12., 01.01.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse: Paseo de Cartuja, 18011 Granada </em></p>
<hr>
<h3><strong>#11 Traditionelles spanisches Fastfood</strong></h3>
<p>Hast du schon einmal das spanische Fastfood probiert? Preiswert und eine große Auswahl an Speisen, so könnte man das Lokalkette „100 Montaditos“ beschreiben. Spanische Mini-Baguettes oder Brötchen bekommst du in dieser Fastfoodkette bereits 1 Euro. Salate, Vorspeisen und auch Getränke stehen ebenfalls zur Auswahl.</p>
<p>Sofern du das schmackhaften Fastfood einmal ausprobieren möchtest, gehst du wie folgt vor: An den Tischen befindet sich ein Schreibblock und Stift. Wähle dabei aus der beiliegenden Speisekarte die Nummern und Anzahl auf den Schreibblock deiner Speisen und Getränke. Vergiss dabei nicht deinen Namen auf dem „Bestellschein“ zu schreiben.</p>
<p>Nach deiner Auswahl reichst du sie der/dem Mitarbeiter/in, bezahlst deine Bestellung und wartest einen Moment. Dein Name wird dann später aufgerufen und du kannst deine frisch zubereiteten spanischen Baguettes genießen.</p>
<p>Damit du ein Lokal in Granada einfacher finden kannst, habe ich dir einmal drei zur Auswahl vorbereitet. <a href="https://goo.gl/maps/XoBGv4H9pcki31ea9" target="_blank" rel="noopener"><strong>Calle Acera Del Darro</strong>, 24</a>, 18005 Granada // <a href="https://goo.gl/maps/ZD5bqE28xmq5T9Ty7" target="_blank" rel="noopener"><strong>Camino De Ronda</strong>, 114</a>, 18004 Granada // <a href="https://goo.gl/maps/pEpt7CaMwJJotzGbA" target="_blank" rel="noopener"><strong>Bulevar De Samuel Billy Wilder</strong>, s/n</a>, 18197 Pulianas, Granda &nbsp;</p><p>Der Beitrag <a href="https://www.11places.de/granada">Granada</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.11places.de">11places</a>.</p>
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		<title>Sizilien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marco]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Nov 2021 18:13:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Regionen]]></category>
		<category><![CDATA[Ätna]]></category>
		<category><![CDATA[Catania]]></category>
		<category><![CDATA[Etna]]></category>
		<category><![CDATA[italien]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelmeer]]></category>
		<category><![CDATA[Palermo]]></category>
		<category><![CDATA[Sizilien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die größte Insel im Mittelmeer vor der italienischen „Stiefelspitze“ ist Sizilien. Die italienische Insel, die nicht nur durch die vielen Mafia Filme bekannt wurde, bietet eine einzigartige Natur, kulturelle Schätze und kulinarische Vielfalt. Buntes Treiben in den vielen Städten der Insel fasziniert genauso wie die geographisch markanten Merkmale der Insel. Sizilien gehört zwar zu Italien, ist aber viel bunter und extremer. Griechisch-römische, arabische, byzantinische, normannische, staufische und aragonische historische Elemente finden sich in jeder Ecke der Insel. Neben Geschichte, Kultur...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die größte Insel im Mittelmeer vor der italienischen „Stiefelspitze“ ist Sizilien. Die italienische Insel, die nicht nur durch die vielen Mafia Filme bekannt wurde, bietet eine einzigartige Natur, kulturelle Schätze und kulinarische Vielfalt. Buntes Treiben in den vielen Städten der Insel fasziniert genauso wie die geographisch markanten Merkmale der Insel. Sizilien gehört zwar zu Italien, ist aber viel bunter und extremer. Griechisch-römische, arabische, byzantinische, normannische, staufische und aragonische historische Elemente finden sich in jeder Ecke der Insel. Neben Geschichte, Kultur und Architektur lädt die Insel auch zum Baden an herrlich feinsandige Strände ein. Eine üppige Vegetation mit dem weltbekannten Weinanbaugebiet machte die Region über die italienischen Grenzen bekannt. Wenn du jetzt mehr über die Insel erfahren möchtest, dann schaue dir meine 10 Reiseziele und den Geheimtipp für deine nächste Reise nach Sizilien an.</p>
<h3><strong>#1 Catania</strong></h3>
<p>Die historische Hafenstadt an der Ostküste von Sizilien ist so etwas wie ein kleiner Geheimtipp für Städtereisende. Das kleine Juwel bietet unvergessliche Erlebnisse. Mit seinen knapp 300.000 Einwohner ist sie die zweitgrößte Stadt der größten Mittelmeerinsel. Die Stadt am Fuße des Vulkans Ätna bietet dabei eine Mischung aus Stadt- und Natururlaub. Wer die Stadt besucht, lässt sich mit Sicherheit von der italienischen Mentalität und gutem Essen verzaubern. Historische Gebäude und faszinierende Objekte finden sich im Zentrum der Stadt. Als guter Ausgangspunkt bietet sich der Piazza Doumo an. Der Fontana dell‘Elefante, ein Brunnen mit einem schwarzen Elefanten aus Lavagestein, ist ein beliebter Anziehungspunkt bei Einheimischen wie auch bei den Besuchern der Stadt. Sehenswert ist ebenfalls die Cattedrale di Sant’Agata. Mehrere Erdbeben und Vulkanausbrüche zerstörten die Kirche. Nach dem letzten großen Erdbeben im 17. Jahrhundert erhielt das Gotteshaus seine heutige barocke Erscheinungsform. In der Kathedrale kann man ebenfalls das Grab von Vincenzo Bellini, der berühmte Komponist klassischer Musik, sehen. Der Eintritt in die Kirche ist übrigens kostenfrei.</p>
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<p>Fast schon ein kleiner Geheimtipp ist die Chiesa della Biada di Sant’Agata. Unmittelbar gegenüber der Kathedrale erhebt sich das historische Gebäude. Nachdem man die wenigen Stufen emporgestiegen ist, steht man in einem schön verzierten Kirchenhaus. Sofern ihr 5 Euro bei dem netten Herrn in der Kirche entrichtet (bitte nur passende Barzahlung), könnt ihr über eine Wendeltreppe direkt zur Kuppel hinaufsteigen. Der Ausblick über den Dächern ist einfach atemberaubend. Wer sich den Ausblick gönnt, sollte ehr zum Sonnenuntergang hinaufsteigen. Die Abendsonne taucht die Häuser in satte Farben.</p>
 [<a href="https://www.11places.de/sizilien">See image gallery at 11places.de</a>] 
<p>Für die Fischliebhaber unter euch gibt es in der Pesceria den alten Fischmarkt schlechthin. Er ist authentisch, traditionell und ideal für den kleinen Hunger zwischendurch. In den kleinen lokalen Garküchen kann so mancher Gaumenschmaus entdeckt werden. Versuche einfach mal die Fritto Misto. Die kleinen frittierten Meeresfrüchte werden mit einem großen Stück sizilianische Zitrone zum Beträufeln gereicht.  [<a href="https://www.11places.de/sizilien">See image gallery at 11places.de</a>]  Ein wenig mehr Kultur erwartet euch in den römischen Theatern. Das römische Bühnentheater in der Via Vittorio Emanuele II ist sehr schnell zu übersehen. Wer die Straße ein Stück vom Elefantenbrunnen hinaufgeht, erhält in wenigen Metern den Hinweis auf das Teatro Romano. Hinter einer pittoresken Häuserfassade versteckt sich das römische Theater und das kleine Odeon. Lediglich ein kleines Schild mit der Aufschrift weist auf die archäologische Stätte hin. Hinter dem Haus entfaltet sich das antike Gebäude. Für knapp 6 Euro könnt ihr in die antike Geschichte eintauchen.</p>
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<p>Von der Via Etnea, von der man bei gutem Wetter den Vulkan Ätna sehen kann, erreicht ihr den Piazza Stesicoro und das Anfiteatro Romano. Im zweiten Jahrhundert vor Christus wurde das Amphitheater errichtet. Die Überreste des römischen Theaters bot einst Platz für 16.000 Zuschauer und war eines der größten auf Sizilien. Das ovale Gebäude hatte eine Länge von 71 Metern und eine Breite von 51 Metern. Das gewaltige Erdbeben im 17. Jahrhundert zerstörte das Amphitheater. Die Größe des Anfiteatro kann man durch die letzten Ruinen nur erahnen. Heute sind die Überreste mit barocken Gebäuden überbaut und daher nur teilweise freigelegt. Am Eingang des Objektes ragen zwei Säulen mit einem Teil der Marmorfassade empor. Der Eintritt für das Theater ist kostenfrei.</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">07:00 Uhr bis 14:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse Fischmarkt: Pesceria, Via Mulino Santa Lucia</em></p>
<hr>
<h3><strong>#2 Ätna</strong></h3>
<p>Der Ätna (ital. Etna) ist der höchste aktive Vulkan Europas. Seine gewaltige Höhe von 3323 Meter ist bereits von der Stadt Catania zu erahnen. Der Vulkan entstand vor etwa 600.000 Jahre an der Ostküste der Insel Sizilien. Die Sizilianer nennen den Vulkan auch Mongibello.</p>
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<p>Die vier Gipfelkrater unterteilen sich in Hauptkrater, der daneben liebende Krater „Bocca Nuova“ von 1968, der Nordostkrater von 1911 sowie der Südostkrater von 1979. Sofern der aktive Vulkan ausbricht, erfolgt der Ausstoß der Lava nicht über den Gipfelkrater, sondern über die Flanken des Bergkegels. Im Lauf der Zeit können somit mehr als 400 Nebenkrater gezählt werden. Der Ätna erstreckt sich auf 1250 Quadratkilometer und misst einen Umfang von 250 km. Der Vulkan liegt in einer Zone hoher vulkanischer und seismischer Aktivität, die durch die Verschiebungen der afrikanischen unter die europäische Kontinentalplatte verursacht wird.</p>
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<p>Aufgrund der dünnflüssigen Lava gibt es unter den Vulkanen eine einmalige Erscheinung: die Lavagrotten. Sie entstehen durch den schnell abkühlenden Lavastrom an der Oberfläche. Im Inneren fließt die Lava jedoch weiterhin ab. Die dabei entstehenden Tunnel erstrecken sich teilweise auf mehreren hundert Metern. Besonders viele Lavagrotten gibt es an der Nordseite des Ätna. Die bekannteste Lavagrotte ist die Grotta die Lamponi (Himbeergrotte). Sie erstreckt sich auf einer Länge von fast einem Kilometer. Die Grotta del Gelo (Eisgrotte) ist die am meist verzweigte Grotte, die einen fossilen Gletscher enthält. Ähnliche Grotten finden sich nur auf Island. Die verwitternde Lava um den Ätna ist äußerst fruchtbar. Aufgrund der Höhe des Vulkans folgen verschiedenste Vegetationsgürtel. Bis zu einer Höhe von 1500 Meter wachsen Orangen-, Zitronen-, Oliven-, Feigen- und Pistazienbäume. Berühmt ist die dicht besiedelte Landschaft auch für seine Weinberge. In höheren Ebenen befinden sich die Waldzone mit seinen typischen Eichen, Birken, Kiefern oder Kastanienbäumen. In den höchsten Lagen liegt im Großteil des Jahres hindurch sogar Schnee. Sofern Du einen unvergesslichen und wunderschönen Tag in einer der einzigartigen Landschaften inmitten der Natur erleben möchtest, empfehle ich Dir eine Führung. Du erlebst dabei die perfekte Kombination aus Abenteuer und Erleben, um die Weite des Gipfelkraters, die unermessliche Caldera des Valle del Bove, die Lavahöhlen und das atemberaubende Panorama der Ätna-Überquerung zu bewundern. Übrigens: Der letzte Ausbruch des Vulkans fand am 13. Dezember 2020 am Südostkrater in der Nacht des Heiligen Lucia statt. (Stand: Januar 2021)</p>
<p><strong><u>Tipp:</u></strong> Buche bei einem Anbieter eine geführte Tour auf den Vulkan. In der Regel ist der Service, dass sie dich von dem Hotel in Catania abholen und zurückbringen, inklusive. Ich selbst habe den Service sehr genossen und war dabei total entspannt.</p>
<hr>
<h3><strong>#3 Palermo</strong></h3>
<p>Wenn du auf der italienischen Insel Sizilien unterwegs bist, darf natürlich die Hauptstadt Palermo nicht fehlen. Lange Zeit haftet der Stadt der negative Ruf als Mafia-Hochburg an, jedoch hat sich die Stadt in den letzten Jahren recht gut für die vielen Besucher herausgeputzt. Auch wenn die Stadt als chaotisch, laut und dekadent auf dich wirken sollte, hat sie einiges zu bieten.</p>
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<p>Zentraler Anziehungspunkt ist die Kathedrale Maria Santissima Assunta. Der Bau im normannischen-arabischen Stil wurde im dem 12. Jahrhundert errichtet. Im Verlauf der Jahrhunderte wurde die Kathedrale des Erzbistums Palermo mehrmals umgebaut. Aufgrund ihrer ersten Bauperiode wird sie auch Normannendom genannt. Bedeutende Persönlichkeiten fanden ihre letzte Ruhe in der Krypta. Unter anderem befinden sich die Gräber des Staufenkaiser Heinrich VI, Friedrich II. und Königin Konstanze von Sizilien.</p>
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<p>Der Eintritt in die Kathedrale ist kostenfrei. Für 3 Euro kannst du dir die Gräber der Normannenkönige, deren Schatzkammer und Krypta anschauen. Das absolute Highlight ist jedoch der Besuch des Daches der Kathedrale. Der Eintritt kostet hier 7 Euro. Von dem Dach hast du einen herrlichen Blick über die Stadt. Weitere sehenswerte Gotteshäuser in der Stadt sind die San Giuseppe die Teatini oder die Santa Maria dell Ammiraglio. Beide Kirchen stechen mit ihren punktvollen Verzierungen im Innern hervor.</p>
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<p>Mitten in der Altstadt von Palermo befindet sich der Piazza Pretoria mit dem Fontana Pretoria. Das historische Bauwerk stammt aus dem 16. Jahrhundert. Der Piazza Pretoria wurde extra für den Brunnen angelegt. Der Brunnen misst 133 Meter Umfang und hat eine Höhe von 12 Metern. Drei konzentrische Becken und eine zentrale Brunnensäule schmücken das Bauwerk. An den Geländern der Treppen stehen und liegen Figuren von Flussgöttern und Nymphen. Der berühmte Pretoria-Brunnen wird im Volksmund auch „Platz der Schande“ genannt. Grund dafür sind die nackt dargestellten Figuren des Brunnens. Der Brunnen kann nur tagsüber kostenlos betreten werden. Am Abend und in der Nacht schützt ein Zaun den historischen Fontana Pretoria.</p>
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<p>Anziehungspunkt in Palermo ist ebenfalls die Quattro Canti. Der viereckige Platz inmitten der Stadt wird von barocker Architektur eingerahmt. Der Platz im historischen Zentrum Palermos liegt an der Kreuzung der Via Vittorio Emanuele und Via Maqeuda. Bei den Einheimischen wird der Platz gern auch Teatro del Sole genannt, da je nach Tageszeit immer das Sonnenlicht auf einer der Eckfassaden fällt. Die Fassaden der vier Ecken sind konkav geschwungen, mit Statuten und antiken Säulen verziert. Die jeweiligen Ecken des Platzes symbolisieren die unterschiedlichen Jahreszeiten. In zentralen Nischen der vier Ecken befinden sich Statuen der spanischen Könige Karl V., Philipp II., Philipp III. und Philipp IV. sowie die vier Schutzheiligen der damaligen Stadtviertel (Agartha, Cristina, Ninfa und Oliva). Die Via Vittorio Emanuele ist übrigens eine mehrere Kilometer lange Fußgängerzone. Unzählige kleine Geschäfte, Restaurants, Bars und Pizzerien säumen die Straße. Am beiden Enden der Straße befinden sich monumentale Stadttore Porta Felice und Porto Nuova.</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> Probiere das einheimische Bier Messina. Speisen in den vielen Pizzerien beginnen bereits ab 4 Euro. Mit einer ausgefallenen Pizza und Getränk zahlst du nicht mehr als 10 Euro.</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">07:00 Uhr bis 19:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse Kathedrale: Via Vittorio Emanuele, 90040 Palermo</em></p>
<hr>
<h3><strong>#4 Alcantara River Park</strong></h3>
<p>Die Alcantara-Schluchten sind einzigartig in der italienischen und europäischen Naturlandschaft. Der Naturpark am Fluss Alcantara gehört zweifelsohne zu einer sehr beeindruckenden Landschaft. Der Flusspark des Alcantara, gegründet im Jahr 2001, umfasst das Flussbecken an der Nordflanke des Ätna. Der Park mit seinen Schluchten liegt etwa 20 km von Taormina entfernt und sind echte Schluchten aus schwarzen Lavawänden mit einer Höhe von zu 50 Metern. Der Fluss entspringt in den Nebrodi-Bergen bei Floresta und ist ca. 50 km lang. Das Gewässer erstreckt von Giardini Naxos bis Randazzo. Er durchfließt eine Reihe von majestätisch wirkenden Lavafelder, die durch sein Wasser zu tiefen Schluchten mit steil abstürzenden Basaltwänden über mehrere tausenden Jahre ausgewaschen wurden. Der Park ist für seine Schluchten und geologischen Phänomen bekannt, die nach einem Vulkanausbruch geformt wurden. Die prismatischen, fünfeckigen und sechseckigen Basaltsäulen ziehen wie Orgelpfeifen an den Wänden des Canyons entlang. Kleine Seen und Wasserfälle bildeten sich im Laufe der Zeit, in denen man auch baden kann. Der Ausflug in den „Gole dell’Alcantara“, wo man einen Abschnitt des Flusses besuchen kann, ist eine einzigartige Erfahrung.</p>
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<p>Die Alcantara-Schluchten sind das ganze Jahr über geöffnete, wobei der Besuch des Flussbettes nur von Mai bis September möglich ist. In dieser Zeit ist der Wasserpegel niedrig genug. Aber vorsichtig! Das Wasser vom Fluss kann dabei fast eisig sein. Der Zugang zum Park und zu den Schluchten erfolgt über eine örtliche Treppe. Da die Treppe privat unterhalten wird, muss man Eintritt bzw. für deren Nutzung ein kleines Entgelt in Höhe von 3,00 Euro entrichten. Den Eintritt bezahlst du an einem Kassenhäuschen an der Straße. Mit dem Beleg gehst du dann die Treppe hinab und zeigst den Kontrollabschnitt vor. Direkt an den Alcantara-Schluchten befindet sich der botanische und geologische Park. Von dem Park hast du eine sehr schöne Aussicht auf den Canyon. Der Park erstreckt sich dabei über knapp 600 Metern. Der Eintritt von 12 Euro beinhaltet neben den Besuch auch der Abstieg zum Strand der Schlucht mit dem Fahrstuhl (Stand 2020). Sofern du ausreichend Zeit hast und du noch ein wenig die Natur genießen möchtest, bietet sich ein Aufenthalt im Alcantara River Regional Park. Auf über 100 Hektar erstreckt sich die Landschaft, in der du vorbei an Olivenhaine, Zitronenbäume und über Wiesen wanderst. Haselnusshaine, Zitrusfelder, Kaktusfeigen dominieren dabei die Vegetation. Zahlreiche Tierarten wie Forellen, Schleichen und Karpfen sowie Steinadler oder Wildkaninchen kannst du in dem Park antreffen. Vorwiegend stößt du jedoch auf Amphibien wie dem grünen Frosch, gewöhnliche Kröte oder die grüne Kröte.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Besuchertipp:</strong></span> Parkplätze stehen in unmittelbare Nähe ausreichend zur Verfügung. Die Parkplätze sind bewacht und daher alle kostenpflichtig (Kosten ab 1,50 Euro). Wer einen kleinen Spaziergang nicht scheut, der fährt ca. 200 Meter weiter und weicht in eine der von der Hauptstraße abgehende Nebenstraßen aus. Hier kannst du kostenfrei dein Fahrzeug abstellen.</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">&nbsp;08:00 bis 18:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse: Via Nazionale 5, 98030 Motta Camastra, Messina</em></p>
<hr>
<h3><strong>#5 Saline von Marsala &amp; Trapani</strong></h3>
<p>Dich reizt ein farbenfroher Sonnenuntergang mit einer einmaligen Landschaft auf Sizilien? Dann sind die Salinen von Marsala genau das Richtige. Der Natur- und Kulturpark an der Westküste von Sizilien hat eine außergewöhnliche Lagune, in der Geschichte, Natur und Archäologie eine perfekte Synthese findet. Die Saline della Laguna um Trapani mit den Salzgärten von Marsala gehörten im Mittelalter zu den wichtigsten Einnahmequellen im Westen der Mittelmeerinsel. Die Meerwassersalinen gewinnen das Salz durch die natürliche Verdunstung von Meerwasser. Die Technik der Salzgewinnung hat sich auf Sizilien seit dem 17. Jahrhundert nicht grundlegend geändert.</p>
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<p>Das Meerwasser wird in den Salzbecken geleitet. Salz wird in den Salinen von Trapani und Marsala nur in der Zeit vom Frühling bis in den Spätsommer geerntet. Die Salzbecken entlang des Meeres werden nur zwei Mal im Jahr (Juli und August) abgeerntet. Bis auf den Einsatz von wenige Maschinen wird in den Salinen das Salz noch traditionell von Hand gewonnen. Die vielen angelegten Becken der Saline, die durch Kanäle miteinander verbunden sind, leiten das Meerwasser in den immer tiefer liegenden Becken. Mittels Schwerkraft fließt das Wasser auch in die letzten Becken. Die Salzbecken sind auf dem Boden mit einer Salz-Schlamm Mischung versehen. Auf Sizilien wird sie Mammacaura genannt. Sie dichtet die Becken ab, so dass das Meerwasser nicht versichert. Aufgrund der Verdunstung des Meerwassers durch die Sonneneinstrahlung setzt sich das Salz auf dem Boden ab. Die entstehende Fläche sieht dabei fast wie ein Eisplatte aus.</p>
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<p>Die oberste Schicht ist die sogenannte „gemma di sale“: das beste Salz. Es ist wertvoll und wird von den vielen Gourmet Köchen geschätzt. Viele nennen die oberste Schicht auch „Salzkavier“. Es hat knusprige Kristalle und einen milderen Geschmack als das industriell verarbeitete Salz. Die untere Schicht des Meersalzes wird dann zu riesigen Salzbergen aufgehäuft. In regenreicheren Monaten werden die Salzberge mit Tonziegel abgedeckt. Die Salinen sind ein Magnet für Vögel. Seit 1991 wurde das gesamte Gebiet zum Naturschutzgebiet Riserva Naturale Orientata „Saline die Trapani e Paceco“ ernannt. Die Artenvielfalt von bestimmten Vögeln soll somit geschützt werden. Einige Tierarten können nur in solchen extrem salzhaltigen Gewässern überleben. Zu besonderen Zeiten kannst du in den Salinen die Zugvögel wie Flamingo oder auch Reiher bewundern, die auf dem Weg nach oder von Afrika sind, und Tiere wie der Salinenkrebs Artemia erleben. Das Reservat ist immer zugänglich. Entlang der Straße zwischen Trapani und Marsala befindet sich die Mühle Maria Stella, der Hauptsitz der WWF. Auch wenn die Mühle nur von außen zu betrachten ist, lohnt es sich einen Stopp einzulegen, um in den umliegenden Salinen die vielen Zugvögel zu bewundern. Wenige Kilometer von der Mühle Maria Stella entfernt, triffst du auf die majestätische und eindrucksvolle Infersa Mühle (Mulino d’Infersa), die dich in die jahrhundertalte Geschichte eintauchen lässt. Sie ist ganzjährig geöffnet und voll funktionsfähig. Auf der Ostseite erwartet dich die Infersa Mühle mit der Multimedia-Route. Die Westseite mit der Isola Lunga bietet dir verschiedenste Ergänzungen wie Fahrradverleih, Fotosafari, Wellness-Programm, Besuch zum Sonnenuntergang und Abendessen unter dem Sternenhimmel. &nbsp; Der Eintritt in die Salinen sowie in das kleine Museum beträgt 8 Euro (Zutritt variiert nach Erntezeit – Es werden auch Führungen durch die Salinenfelder angeboten). Einen kostenlosen Blick auf die Salzfelder erhältst du von außen entlang der Straße. Die Fahrt mit den kleinen Booten durch die Kanäle und zur Insel Mozia kostet 5 Euro. Für das Betreten der Insel und den Besuch der dortigen historischen Ausgrabungsstätten werden zusätzlich 9 Euro verlangt (Stand 2020).</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> Parkplätze stehen an der Saline zur Verfügung. Rechtzeitiges Erscheinen, um den Sonnenuntergang zu genießen, ist unumgänglich. Die dortigen Parkwächter verlangen immer einige Euro an „Parkgebühr“. Ich habe aus Trapani kommend weiter höher bei einem Food-Truck kostenlos geparkt. Die Parkgebühr habe ich mir daher geschenkt und mich mit einer kleinen Pizza an dem Food-Truck gestärkt.</p>
<p><strong>Öffnungszeiten Museum Saline</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">09:30 bis 19:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse: Contrada Ettore Infersa, 91025 Marsala TP</em></p>
<hr>
<h3><strong>#6 Cefalù</strong></h3>
<p>Die Vereinigung von Berge und Meer findest du in und um Cefalù. Die kleine Stadt an der Nordküste Siziliens, die auch gern als „Perle des Mittelmeers“ bezeichnet wird, bietet für den Erholungssuchenden ganzjährig Sonne. Der Ort eignete sich mit seinen wunderschönen weißen Sandstränden perfekt für einen entspannten Badeurlaub. Für den Kulturinteressierten rückt auch die charakteristische Altstadt mit seinen zahlreichen Restaurants, Bars und Geschäften in den Focus. Die Stadt ist dabei wie viele Orte auf der Mittelmeerinsel griechischen Ursprungs. In der Antike gaben die griechischen Eroberer der Siedlung den Namen Kephaloidion, aus dem sich der heutige Name Cefalù abgeleitet. Nach den Griechen herrschten die Römer, gefolgt von den Arabern. Das Erscheinungsbild der Stadt prägten jedoch die Normannen. Mit König Roger II., der in der Stadt residierte, erlebte Sizilien wirtschaftlich, politisch und auch kulturell im 12. Jahrhundert einen Aufschwung, von dem Cefalù profitierte. Bedeutende Bauwerke wie die Kathedrale und die Osterio Magno entstanden in der Epoche.</p>
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<p>Dominiert wird die Küstenstadt von dem gewaltigen Rocca di Cefalù: einem 270 Meter hohen Steinkoloss. Ein schmaler Weg führt dich hinauf auf den Gipfel des Rocca, von dem du einen herrlichen Blick auf die Altstadt mit den wildaneinander gereihten Häusern und seinen roten Dächern hast. Selbst der herausstehende Dom wirkt dabei von oben fast wie Spielzeughaus. Die Altstadt, die in eine Fußgängerzone verwandelt wurde, lässt sich am angenehmsten ab September erkunden. Vorbei an den stets belebten Piazza del Duomo gelangst zu der winzigen Kirche Chiesa del Purgatorio, dem Palazzo Osterie Mango sowie der majestätisch wirkenden Kathedrale des Ortes.</p>
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<p>Der Küstenabschnitt im Norden der Insel ist durch kleine felsige, oft schwer erreichbare Buchten charakterisiert. Cefalù mit seinem 1,5 km lange Sandstrand, rund 70 km von Palermo entfernt, bildet jedoch die Ausnahme. Der lange Strandabschnitt zieht dabei Touristen wie Einheimische an sonnige Tage ans Meer. Der Strand bietet Wassersportlern und vor allem den Sonnenhungrigen ausreichend Abwechslung. Die typisch italienischen Strandbäder (Lidos) mit seinen bunten Liegenstühlen und Sonnenschirmen, die zum Entspannen einladen, stehen in einer Vielzahl zur Verfügung. Wer es sportlicher mag, der kann sich an den verschiedensten Wassersportarten ausprobieren.</p>
<p><strong><u>Besucherhinweis:</u></strong> Buche am besten eine Unterkunft in Cefalù. Die meisten Unterkünfte befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Sandstrand. Bist außerhalb von Cefalù untergekommen, solltest du rechtzeitig für dein Badevergnügen erscheinen. Die Parkplätze in Strandnähe sind sehr schnell überfüllt. Dabei gilt: Egal, ob du eine Stunde oder einen Tag den Parkplatz benötigst, du zahlst immer den Tagespreis von ca. 5 Euro (teilweise auch 6 Euro).</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> Erkunde den Norden der Insel ganz entspannt mit einem Mietwagen. Palermo zieht dich mit seinen beeindruckten Kirchen und monumentalen Palästen genauso in den Bann wie das älteste christliche Bauwerke der Insel: das Marienheiligtum von Gibilmanna (Santuario di Gibilmanna). Das Heiligtum liegt knapp 15 km von Cefalù entfernt.</p>
<hr>
<h3><strong>#7 Traumort mit Aussicht – Erice</strong></h3>
<p>Ein sehr bekanntes Magazin bezeichnete Erice einst als den „Traumort des Tages“. Der Ort auf dem gleichnamigen Monte Erice befindet sich im Westen der Insel, knapp 14 Kilometer von Trapani entfernt. Die Gemeinde gilt als eine der höchstgelegenen von Sizilien. Auf 751 Metern über den Meeresspiegel thront Erice auf einem Bergmassiv. Der gut erhaltene mittelalterliche Altstadtkern mit seinen engen Gassen verzaubert nicht nur durch ihre beeindruckenden antiken Bauwerke, sondern ganz besonders durch die spektakuläre Lage. Die grandiose Sicht von dem Monte Erice auf das Landesinnere erstreckt sich vom azurblauen Mittelmeer über die den Ägaden, einer vorgelagerten Inselgruppe, bis hin zu auf Sam Vito Lo Capo, einer der schönsten Strände der Mittelmeerinsel.</p>
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<p>Erice (früher: Eryx) mit seinen engen Gassen kommt dabei urig, verwinkelt und trotzdem wunderschön daher. In der Altstadt befinden sich zahlreiche historische Bauwerke. Die Geschichte der Stadt reicht bis in die Antike zurück. Auf dem Berg Eryx befand sich die Stätte der Hierodulen. Der Name Eryx bedeutet Burg. Der Sage nach dienten Mädchen und Frauen den Göttinnen Aphrodite, Venus und Astarte. Die drei Liebesgöttinnen schützten unteranderem die Seefahrer, sodass der Ort als Pilgerstätte für die Seefahrer diente. Die Gassen mit dem historischen Kopfsteinpflaster in der Altstadt werden um die vielen Marktplätze und der uralten Stadtmauer ergänzt. In Erice befinden sich mittelalterliche Kirchen und Denkmäler sowie die beiden Schlösser Pepoli und das Venus Schloss. Mit einem Spaziergang über die Via Carvini gelangst du zur Kirche der Muttergottes aus dem 14. Jahrhundert. Sie ist die einzige erbaute Kirche der Stadt im Gotikstil. Die anderen Kirchen sind im romanischen Stil errichtet. Im Nordosten wartet der Ort mit der Festung auf. Das von Phöniziern errichtete Bauwerk ist teilweise erhalten. Von dem Casello del Balio hast du einen schönen Blick über das Mittelmeer.</p>
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<p>Erice kannst du dabei auf unterschiedliche Wege erreichen: per Seilbahn oder mit dem Auto. Die beliebte und zugleich schöne Variante bietet sich ab Trapani an. Mit der Seilbahn Funivia Trapani-Erice überwindest du 3000 Meter. In wenigen Minuten gelangst du mit einer Leichtigkeit ans Ziel. So erhältst du bereits während der Fahrt einen herrlichen Eindruck von der beeindruckenden Landschaft. Die Fahrt kostet dich für die Hin- und Rückfahrt 9 Euro. Ziehst du den Mietwagen für deine Reise vor, so musst du dich auf eine Vielzahl von Serpentinen und engen Bergstraßen einstellen. Während sich der einzige Weg über die Nordseite des Berges hinaufschlängelt, kannst du bereits erahnen, mit welchen grandioser Aussicht du über die Provinz Trapani belohnt wirst. Bei deiner Anreise musst du bedenken, dass es in Erice keine kostenlosen Parkplätze gibt. Die erste Stunde kostet 2 Euro, jede weitere beträgt 1 Euro.</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> Erklimme den Glockenturm Campanile der Stadt. Für 2 Euro erhältst du ein Kombiticket. Damit kannst du den Glockenturm besichtigen und hinaufsteigen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind ebenfalls im Preis enthalten. &nbsp;</p>
<p><strong>Öffnungszeiten Seilbahn</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag</td>
<td style="width: 50%;">geschlossen</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 50%;">Dienstag bis Freitag</td>
<td style="width: 50%;">08:30 Uhr bis 20:00 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 50%;">Samstag, Sonntag, Feiertag</td>
<td style="width: 50%;">09:30 Uhr bis 20:30 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse (Talstation): SP 31 per Erice, 91016 Casa Stan, Erice TP</em></p>
<hr>
<h3><strong>#8 Tal der Tempel von Agrigento</strong></h3>
<p>Die griechische Vergangenheit ist auf Sizilien allgegenwärtig. Vor allem die historischen Ausgrabungsstätten mit seinen zahlreichen Tempeln und Gebäuden ziehen immer viele Besucher an. Die bekanntestes ist das Tal der Tempel südlich von Agrigento. Seine gut erhalten dorischen Tempel, die den griechischen Gottheiten gewidmet sind, dienten im Laufe der Jahrhunderte als Quelle der Inspiration für viele Dichter, Philosophen und Maler. Das 1997 erklärte UNESO-Weltkulturerbe stellt neben den Tempeln von Selinut und Segesta eines der eindrucksvollsten bedeutendsten archäologische Fundstätten von Sizilien dar.</p>
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<p>Die griechischen Tempel mit ihrer Größe, Macht und kultureller Hochblüte der damaligen griechischen Stadt erstreckt sich über mehrere Kilometer. Zwei Eingänge erleichtern dir den Eingang auf das Areal. Über die Porta Quinta am westlichen Ende sowie im östlichen Bereich über Eingang neben dem Juno-Tempel gelangst zu den historischen Tempelgebäuden. Ich habe bei meinem Besuch den östlichen Eingang gewählt. Ob er nun der bessere Eingang ist, wird sicherlich jeder Besucher anders einschätzen. Das Tal der Tempel wurde im 6. Jahrhundert v. Chr. errichtet. Griechische Siedler ließen sich in Gela unweit von Agrigento nieder. Die Tempelanlage sollte mit dem Aufstieg von Selinunte konkurrieren. Das umliegende Land eignete sich optimal für Anbau von Getreide und zog somit weitere Siedler an. Die griechische Stadt Akragas (altertümlich für Agrigento) erfuhr zu der Zeit einen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Erbauung der Tempel fiel in diese Zeit. Viele umliegende Städte auf Sizilien war der Erfolg von Agrigento ein Dorn im Auge. Im Jahr 406 v. Chr. griffen die Karthager die Stadt an. Nach über 8 Monate Belagerung endete der Angriff mit dem Sieg der Karthager. Die Bewohner der Stadt wurden durch die Eroberer getötet oder vertrieben.</p>
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<p>200 Jahre lebten die neuen Bewohner in Ruhe und Besonnenheit. Ende des 2. Jahrhundert vor Chr. zogen die Karthager gegen die Römer in den Krieg und verlangten von den Einwohnern, sich dem Krieg gegen die Herrscher aus <a href="https://www.11places.de/rom">Rom</a> anzuschließen.&nbsp; Im Jahr 210 v. Chr. siegten die Römer und vertrieben die Karthager aus der Stadt. Die Einwohner verließen daraufhin das Tal der Tempel allmählich. Das heutige Areal ist heute ein archäologischer Park mit einer Fläche von knapp 1300 Hektar. In dem Park finden sich 8 Tempel, die in der Zeit zwischen 510 und 430 v. Chr. errichtet wurden.</p>
<p><strong><em>Hera-Tempel</em></strong> (alternativ <strong><em>Juno-Tempel</em></strong>) war der Frau von Zeus gewidmet. Er befindet sich am östlichen Ende der Anlage. Der Tempel wurde von den Karthagern um 406 v.Chr. niedergebrannt und später wiederhergestellt.</p>
<p><strong><em>T</em></strong><strong><em>empel von Concordia </em></strong>ist der am besten erhaltene Tempel der Anlage. Der ausgezeichnete Zustand geht darauf zurück, dass er im 6. Jahrhundert n. Chr. als christliche Basilika geweiht wurde. Bei dem</p>
<p><strong><em>Tempel des Herakles </em></strong>handelt es sich um den ältesten Tempel des Tals. Von ihm sind nur noch 8 Säulen vorhanden.</p>
<p><strong><em>Tempel des olympischen Zeus</em></strong> wurde von den Karthagern zerstört, bevor der Bau beendet werden konnte.</p>
<p><strong><em>Tempel der Dioskuren</em></strong> ist ein geweihter Tempel der Dioskuren Castor und Pollux. Es waren die beiden der Söhne des Gottes Zeus.</p>
<p>Mit dem<strong><em> Tempel des Hephaestus </em></strong>wird der Schmied der Götter verehrt. Er gilt als einer der ältesten griechischen Götter.</p>
<p><strong><em>Demeter-Tempel</em></strong> ist der griechischen Göttin Demeter gewidmet. Sie gilt als die Muttergöttin und war für die Fruchtbarkeit der Erde, des Getreides, der Saat und der Jahreszeiten verantwortlich.</p>
<p>Der <strong><em>Tempel des Asklepios</em></strong> (Gott der Medizin) diente zur Aufnahme und Versorgung von kranken Personen. Griechische und römische Nekropolen, historische Wohngebiete, das Grab von Theron sowie viele weitere archäologische Ruinen sind auf dem Gelände können bewundert werden.</p>
<p>Die historischen Tempel kannst du zu Fuß erkunden oder auch den Shuttle-Service für deinen Besuch nutzen. Der Touristenzug in der archäologischen Stätte kostet für eine Tour 3 Euro. In der Anlage gibt es kaum Schatten. Ich empfehle dir, einen Hut und Sonnenschutz einzupacken. Getränke oder auch Speisen werden in dem Restaurant innerhalb des Tals der Tempel angeboten. Der Eintritt kostet 12 Euro. Für Europäer unter 18 Jahre ist der Eintritt kostenlos. Europäische Besucher im Alter zwischen 18 und 25 Jahre erhalten 50% Ermäßigung auf den Eintritt. Inmitten der Tempel Anlage befindet sich auf einem Hügel das Archäologische Regionalmuseum. Erreichbar ist das Museum über den Kreuzgang der alten Abtei San Nicola. Der Eintritt für das Museum kostet 8 Euro. Mit einem Kombiticket kannst du ein paar Euro sparen. Das Kombiticket, dass dich für den Eintritt zu dem Tal der Tempel und das Museum berechtigt, kostet nur 15,50 Euro pro Person.</p>
<p><strong><u>Besucherhinweis:</u></strong> Viele Touristenbusse fahren insbesondere zur Hauptsaison im Laufe des Tages vor, sodass viele Besucher die Stätte besuchen möchten. Für deinen Besuch erscheine deshalb recht früh am Eingang oder am späten Nachmittag. So wirst du das Tal der Tempel in entspannter Ruhe genießen können.</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> Von Juli bis September ist die Anlage für einen Besuch zu der Nachtzeit geöffnet. Unter der Woche werden die Besucher von 20 bis 23 Uhr hineingelassen. Am Wochenende kannst du die Tempelanlage von 20 bis 24 Uhr bewundern. Der Eintritt kostet ebenfalls 12 Euro.</p>
<p><strong><u>Geheimtipp:</u></strong> Die Parkplätze an den beiden Eingängen sind bereits frühzeitig gut belegt. Ein Parkplatz kostet dich 5 Euro. Sofern du in Agrigento übernachtest, buche einfach eine Unterkunft in dem Ort nahe der Ausgrabungsstätte. In der Regel ist der Sehenswürdigkeit nur wenige Gehminuten entfernt. Die Parkgebühr kannst du dir somit sparen. &nbsp;</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:&nbsp;</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">08:30 Uhr bis 19:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse: Contrada Bennici 4, Via Dante 145, 92100 Agrigento AG, Italien</em></p>
<hr>
<h3><strong>#9 Archäologiepark von Selinunte</strong></h3>
<p>Die griechische Stadt der fünf Tempel: Selinunte. Die riesige Tempelanlage inmitten der Ruinen einer antiken Siedlung ist eine archäologische Fundstätte in der Provinz Trapani. Der Park mit den Überresten der griechischen Stadt zählt zu den größten Ausgrabungsstätten von Europa. Selinunt (alternativ: Selinunte) wurde Mitte des 7. Jahrhundert v. Chr. errichtet. Sie galt als eine der wichtigsten Städte Siziliens. Der fruchtbare Boden um die Stadt bot daher auch große Heiligtümer. Der größte Tempel des Parks von 530 v.Chr. Parks bliebt jedoch unvollendet. Zu dieser Zeit griffen die Karthager die griechischen Siedlungen an. Archäologische Funde deuten darauf hin, dass Selinunte durch Kriege und Naturgewalten mehrfach zerstört wurde.</p>
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<p>Die archäologische Ausgrabungsstätte besteht aus zwei Teile. Ein Plateau mit den Tempeln E, F, G sowie der eigentlichen Stadt samt Akropolis und den Tempelruinen A, B, C, und D. Die griechische Stadt war bereits vor mehreren Jahrhunderten durch Erdbeben zerstört worden. Einzig der Tempel E rekonstruierten die Archäologen, der ein beindruckendes Bild von den damaligen Tempeln zeichnet. Der Tempel E ist der älteste Tempel und wurde einige Zeit nach der Gründung der Kolonie um 460 bis 450 v. Chr. erbaut. Er war, auch wenn sich die Wissenschaftlicher uneins sind, der Hera oder Aphrodite gewidmet. Seine Ordnung und Harmonie, die Proportionen und die Symmetrie stehen für das beste Beispiel dorischer Architektur auf der Mittelmeerinsel. Im Jahr 1959 wurde der Tempel teilweise wiederaufgebaut. Nördlich vom Tempel E befand sich der Tempel F. Das Bauwerk ist der kleinste der drei Tempel. Mit dem Tempel wurde die griechische Gottheit Athene oder Dionisio verehrt. Die Ruinen des Tempels wurden durch die damaligen Bewohner der umliegenden Orte geplündert und als Baumaterial verwandt. Der dritte Tempel G, der dem Zeus gewidmet war, sind heute nur letzte Reste des Bauwerks vorhanden. Lediglich eine hergerichtete Säule ragt aus dem Ruinenfeld empor.</p>
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<p>Das größte Gebäude war der Tempel C. Der Tempel wurde Mitte des sechsten Jahrhunderts v. Chr. errichtet. Mit dem Tempel wurde der griechische Gott Apollon verehrt. Er war 63 Meter lang und 24 Meter breit. Seine Säulen ragten 8 Meter in die Höhe. Mit den Abmaßen war er damit der höchste Tempel auf Sizilien. Ursprünglich war der innere Hauptraum von zwei Reihen mit je 17 Säulen umgeben. Die Säulenfront war sehr Reihen breit. Aufgrund der Größe des Tempels war das Bauwerk bereits vom Meer aus ersichtlich. Zu einer frühchristlichen Zeit stürzte der Tempel aufgrund eines Erbebens ein.</p>
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<p>Nach der Eroberung durch die Karthager um 409 v. Chr., ließen sich punische Kolonisten in den Ruinen der griechischen Stadt nieder. Sie bauten die Mauern, Tore und Gebäude wieder auf. Der Tempel in dem Zentrum der Stadt wurde dem punischen Gott Melkart geweiht. Aufgrund der vielen Siegel, die man bei Ausgrabungen fand, geht man davon aus, dass der Tempel auch als wichtiges Archiv diente. Aufgrund der Weite des Archäologischen Parks, kann man hier als Besucher entspannt die Geschichte Siziliens erfahren. Die Tempelanlage ist bei weitem nicht so sehr überlaufen wie as Tal der Tempel bei Argigento. Der Eintritt für Erwachse kostet 6,00 Euro; ermäßigt 3,00 Euro.</p>
<p><strong><u>Geheimtipp:</u></strong> Immer am 1. Sonntag im Monat kannst du den Archäologischen Park kostenfrei besuchen.</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Sonntag</td>
<td>09:00 Uhr bis 18:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse: Via Selinunte, 91022 Castelvetrano TP, Italien </em></p>
<hr>
<h3><strong>#10 Syrakus</strong></h3>
<p>Die Stadt Syrakus (ital. Siracusa) ist reich an interessanten Sehenswürdigkeiten. Die unterschiedlichen Herrscher wie Griechen, Römer, Byzantiner und Normannen prägten die zahlreichen Epochen und die Entwicklung der Stadt. Zu Zeiten der Griechen war Syrakus die größte und reichste Stadt im gesamten Mittelmeerraum. Im 5. Jhr. v. Chr. zählte sie eine halbe Million Einwohner. Die Bedeutung erlangte die Stadt vor allem aufgrund ihrer geologischen Besonderheit, die besonders im Handel und fürs Militär Beachtung fand.</p>
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<p>Ortygia (ital. Ortigia) gilt als das barocke Viertel und Altstadt von Syrakus. Ortygia auf der Halbinsel ist das historische Zentrum der Stadt. Der beeindruckende Stadtteil von Syrakus ist durch drei Brücken verbunden und verfügt über zwei natürliche Häfen. Ihr Reichtum an Süßwasserquellen ließ die Stadt bereits schon in der Antike prosperieren. Die Bewohner konnten bei Belagerungen so auf die Versorgung mit Trinkwasser zurückgreifen.</p>
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<p>Eine der schönsten Süßwasserquellen ist der Brunnen Arethusa. In dieser Quelle wächst ein wilder Papyruswald. Er ist neben den Papruys, der an den Flüssen Ciane und Anapo im Hinterland von Syrakus gedeiht, der einzige in ganz Europa. Arethusa war in Griechenland ein weit verbreiteter Name für Quellen. Dem Brunnen werden auch griechischen Mythen nachgesagt. Demnach hatte die Nymphe Arethusa genug von dem ungebetenen und lüsternen Gott Alpheios. Die Göttin Artemis verhalf Arethusa zur Flucht, wo sie in Ortygia zur Quelle zum Schutz vor ihrem Verehrer verwandelt wurde. Der Eintritt ist zu dem Brunnen kostenlos. Zentraler Ort der Altstadt von Syrakus ist der Piazza del Duomo. Der leicht geschwungene, charmante Platz vor der Kathedrale ist von schönen Palästen im Barockstil umgeben. Zwei der schönsten ist der Palazzo del Senato und der Palazzo Beneventano mit seinem herrlichen Innenhof. Besondere Stimmung herrscht am Abend, wenn der Platz beleuchtet wird und in eine sehr ergreifende Stimmung eintaucht.</p>
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<p>Inmitten des Piazza del Duomo ragt die Kathedrale Santa Maria delle Colonne von Syrakus empor. Der antike Athena-Tempel ist die Hauptkirche der Stadt. Im 7. Jahrhundert wurde der Umbau zur Kirche, zunächst im byzantinischen Stil, vorangetrieben. Mehrere Umbauten und Erweiterungen in den Jahrhunderten prägten das heutige einzigartige architektonisches Mischbild. Die größten Veränderungen erhielt die Kathedrale nach dem großen Erdbeben 1693. Im Jahr 1728 wurde die beschädigte Fassade im Stil des sizilianischen Barocks erneuert. Der Bau wurde mit den drei großen Statuten von Ignazio Marabitti (Jungfrau, Santa Lucia, San Marziano) vier Jahre später vollendet. Erkennbar gebliebene Teile des antiken Tempels sind heute genauso erhalten wie die Elemente der byzantinischen Baukunst, der normannischen Romanik und des sizilianischen Barocks Der Eintritt kostet 2 Euro. Hinweis: Zu Zeiten eines Gottesdienstes wird den Besuchern der Zugang zur Kathedrale verwehrt.</p>
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<p>Das Castello Maniace ist eine Festung auf dem Südzipfel der Halbinsel Ortygia. Die Festung oder das Schloss Castello Maniace wurde durch Friedrich II. von 1232 bis 1245 errichtet. Sein Grab findest du übrigens in der Gruft der Kathedrale von Palermo. Vor der Errichtung befand sich eine Festung des byzantinischen Heerführers Georg Maniakes. Der Heerführer eroberte 1038 Syrakus von den arabischen Besatzern zurück. Im Jahr 1704 explodierte in der Festung eine Pulverkammer, die Telle des Innenbereichs zerstörten. Das Castello ist bis auf eine Explosion und wenige Rückbauten im 17. Jahrhunderts in seinem äußerlich unveränderten Zustand sehr gut erhalten. Die Festung schiebt sich aufgrund seiner Grundrisses wie ein Bollwerk ins Meer. Der Eintritt beträgt 4 Euro.</p>
<p>Einer der bekanntesten historischen Tempel in der Stadt ist der Apollontempel, der sich am Eingang zur Altstadt auf der Piazza Pancali befindet. Der dorische Tempel wurde um 570 v. Chr. als Ringhallentempel errichtet. Der Tempel, der damit als der älteste Tempel Siziliens gilt, hatte eine Länge von 58 Metern und eine Breite von 24,50 Metern. Säulen teilten den Hauptraum in drei Schiffen. Die umgebene Säulenhalle war mit mehreren Säulen verziert; 6 Säulen an der Schmalseite und 17 Säulen an der Langseite. Von den Säulen zeugen heute nur noch die Ruinen. Zu Zeiten der Byzantiner wurde der Tempel zu einer Kirche geweiht. Historische Artefakte wie Reste eines Taufbeckens lassen darauf schließen. Die Kirche widmeten die Eroberer dann zu einer islamischen Moschee um, bis später sie zu der Normannenkirche S. Salvatore wurde. Bis zuletzt diente das Gebäude als spanische Kirche, die danach verfiel. Von der Kirche ist nur noch der Eingang vorhanden. &nbsp;</p>
<p><strong>Öffnungszeiten Arethusa-Brunnen</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%; height: 88px;">
<tbody>
<tr style="height: 22px;">
<td style="width: 50%; height: 22px;"><em><span style="text-decoration: underline;">Mai bis September</span></em></td>
<td style="width: 50%; height: 22px;">&nbsp;</td>
</tr>
<tr style="height: 22px;">
<td style="width: 50%; height: 22px;">Dienstag bis Samstag</td>
<td style="width: 50%; height: 22px;">10:30 Uhr bis 18:00 Uhr</td>
</tr>
<tr style="height: 22px;">
<td style="width: 50%; height: 22px;">Sonntag und Feiertag</td>
<td style="width: 50%; height: 22px;">10:30 Uhr bis 14:00 Uhr</td>
</tr>
<tr style="height: 22px;">
<td style="width: 50%; height: 22px;">Montag</td>
<td style="width: 50%; height: 22px;">geschlossen</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 50%;"><em><span style="text-decoration: underline;">Oktober bis April</span></em></td>
<td style="width: 50%;">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 50%;">Dienstag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">09:30 Uhr bis 14:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><strong>Öffnungszeiten Kathedrale</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">07:30 Uhr bis 19.30 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><strong>Öffnungszeiten Castello Manicae</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">09:00 Uhr bis 13:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<hr>
<h3><strong>#11 Geheimtipp – Tanken, Parken, Cannoli</strong></h3>
<p>Für deinen Trip nach bzw. durch Sizilien gibt es an dieser Stelle wieder ein paar (Geheim-)Tipps. Wer auf das Fortbewegungsmittel Mietwagen oder sein eigenes Fahrzeug setzt, der braucht natürlich den passenden Kraftstoff.</p>
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<p>Sizilien verfügt über ein gut ausgebautes Tankstellennetz. Bei deinem Stopp an der Tankstelle wirst du dabei auf zwei unterschiedliche Zapfsäulen-(arten) treffen. Auf der eine Seite befinden sich die „Servito“ sowie an anderer Stelle steht der Schriftzug „Self Service“. An den „Servito“ Zapfsäulen bekommst du den kompletten Tankstellenservice von Betanken bis hin zum Reinigen deiner Scheiben. „Self Service“ heißt eben: Du tankst hier selbst. Den Service lassen sich die Tankstellenbetreiber auch fürstlich entlohnen. In der Regel sind hier 40 Cent Preisdifferenz pro getanktem Liter üblich. Ich selbst habe sogar Tankstellen gesehen, bei denen 60 Cent Preisdifferenz pro Liter ausgewiesen waren. Wer hier also die Augen offenhält und an der „Self Service“ Zapfsäule fährt, der spart kräftig pro Tankfüllung. Genauso herausfordernd wie das Autofahren auf Sizilien ist auch das Parken. Dabei kann es schon einmal vorkommen, dass du keine freien Parkplätze findest. In der Regel gibt es nur bewachte Parkplätze. Die Preise schwanken dabei von 1,50 Euro bis 5,00 Euro. Dabei ist es uninteressant, ob du nur eine Stunde oder einen ganzen Tag den Parkplatz nutzt. Eine Ausnahme fand ich dazu in Cefalu. Da gab es in der Tat noch Parkautomaten mit Parken im Stundentakt, die sogar Kreditkarten (Visa, Mastercard) akzeptierten. Die Parkgebühr lässt sich an manchen Orten sparen. Dazu prüfe auf Google Maps, ob ein Supermarkt in der Nähe ist. Die Parkplätze dort sind kostenlos. Leider liegen die Supermärkte jedoch etwas abseits und du musst dann etwas weiter zu Fuß gehen. Wer hier ein paar Euros sparen möchte, für den scheint den zusätzlichen Fußweg sicher nicht zu scheuen.</p>
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<p>Das Leckere an Sizilien sind seine Süßspeisen. Das Bekannteste ist zweifelsohne die Cannolo oder Cannoli. Dabei handelt es sich ein um gefülltes Gebäck. Es besteht aus einer frittierte Teigrolle mit einer süßen cremigen Füllung. Ich kann nur sagen: richtig lecker. Mir schmeckte die Vanillefüllung am besten. Die süße Versuchung ist natürlich in den Orten wie Syrakus häufig anzutreffen, jedoch auch teurer. Für 2,50 Euro kannst das Gebäck in den touristischen Zentren probieren. Wenn du es preiswerter möchtest, dann halte nach Bäckereistuben mit Cafés abseits der ausgetretenen Pfade Ausschau. Mit etwas Glück kannst du hier nicht nur einen leckeren italienischen Kaffee, sondern auch preiswert die traditionelle Süßspeise genießen. Lass dich aber nicht beirren, wenn du dich mit den Einheimischen unterhältst. Jeder wird behaupten, dass es an diesen einen Ort nur die besten Cannoli gibt. &nbsp; &nbsp;</p><p>Der Beitrag <a href="https://www.11places.de/sizilien">Sizilien</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.11places.de">11places</a>.</p>
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		<title>Maskat</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marco]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Feb 2021 20:22:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Städte]]></category>
		<category><![CDATA[Maskat]]></category>
		<category><![CDATA[Moschee]]></category>
		<category><![CDATA[Mutrah]]></category>
		<category><![CDATA[Oman]]></category>
		<category><![CDATA[Qabus]]></category>
		<category><![CDATA[Qurum]]></category>
		<category><![CDATA[Sultan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie fast jede Hauptstadt zeigt sich auch Maskat als pulsierende Großstadt mit vielen spannenden Ecken. Das Sultanat, das nicht nur für seinen Ölreichtum bekannt ist, bringt dir Tradition und Moderne der arabischen Kultur näher. Unzählige Museen, faszinierende uralte Festungen und prachtvolle Moscheen lassen sich in Maskat entdecken. Wunderschöne Strände vor den Toren der arabischen Stadt und die fremde Kultur laden dich ein, die Küstenstadt zu erkunden. Du kannst die umliegenden Berggipfel erobern, auf Nachtsafari gehen oder eine entspannte Zeit am...</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.11places.de/maskat">Maskat</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.11places.de">11places</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie fast jede Hauptstadt zeigt sich auch Maskat als pulsierende Großstadt mit vielen spannenden Ecken. Das Sultanat, das nicht nur für seinen Ölreichtum bekannt ist, bringt dir Tradition und Moderne der arabischen Kultur näher. Unzählige Museen, faszinierende uralte Festungen und prachtvolle Moscheen lassen sich in Maskat entdecken. Wunderschöne Strände vor den Toren der arabischen Stadt und die fremde Kultur laden dich ein, die Küstenstadt zu erkunden. Du kannst die umliegenden Berggipfel erobern, auf Nachtsafari gehen oder eine entspannte Zeit am Meer verbringen. Die wechselvolle Geschichte der heutigen Hauptstadt Omans reicht bis zu 4000 Jahre zurück. Das beeindruckende Stadtbild mit seinen historischen Gebäuden und den modernen Einkaufszentren neben luxuriösen Hotels versucht dabei den Spagat zwischen Kommerz und Tradition. Lass dich von den nachfolgenden 10 Ideen der arabischen Kultur inspirieren und tauche ein in das Märchen aus 1001 Nacht.</p>
<p><strong><u>Besucherhinweis:</u></strong> Die Währung im Oman ist der omanische Rial (kurz: OMR oder Rial). 1000 Baisa sind 1 Rial. Gern wird im Oman auch die Schreibweise der Währung mit einem Punkt für die Tausender Abgrenzung der Baisa-Einheit genutzt (Schreibweise: 1.300 Rial bedeutet 1 Rial und 300 Baisa). Für ca. 2,30 Euro erhältst du einen Rial (Stand 2020).</p>
<p><strong><u>Reisehinweis:</u> </strong>Für die Einreise nach Oman ist ein Visum erforderlich. Seit März 2018 kannst du ein E-Visum über <strong><a href="https://evisa.rop.gov.om/">https://evisa.rop.gov.om/</a></strong> beantragen. Das Touristenvisum kannst du für 10 oder auch 30 Tage beantragen. Für eine Aufenthaltsdauer von 10 Tagen bezahlst du 5 Rial, 30 Tage kosten 20 Rial. Für die Bezahlung werden Kreditkarten Visa-/Mastercard akzeptiert. Das Visum wird dir nach dem Antrag spätestens nach 48 Stunden erteilt. Nach Erteilung des Visums musst du dann innerhalb der nächsten 30 Tage einreisen. Daher darf das Visum nicht zu früh beantragt werden (Stand 2020).</p>
<h3><strong>#1 Große Sultan-Qabus-Moschee</strong></h3>
<p>Die große Sultan-Qabus-Moschee (alternative Schreibweise: Sultan-Qaboos-Moschee) ist die Hauptmoschee im Oman. Auf einem 416 Hektar großen Gelände entstand die größte Moschee des Landes. Sie gilt seit der Fertigstellung als das wichtigste Bauwerk im Oman und als eine der bekanntesten Bauwerke seiner Art. Sultan Qaboos beschloss im Jahr 1992, dass er eine der größten Moscheen für das Freitagsgebet im Oman errichten ließ, die auch von Nicht-Muslime besucht werden kann. Baubeginn für das Projekt war 1995 in dem noch fast unbewohnten Stadtteil Bowshar. 6 Jahre später am 04. Mai 2001 erfolgte die Eröffnung.</p>
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<p>Für die Moschee wurden 300.000 Tonnen heller Sandstein aus Indien verbaut. Verantwortlich für den Bau waren zwei Architekturbüros aus London. Die Lage der Moschee an der Verkehrsanbindung an der Hauptstraße ist mit Bedacht gewählt worden. Autofahrer, die zwischen Sib und Maskat sich bewegen, sollten bereits bei ihrer Anfahrt das grandiose Bauwerk bestaunen dürfen. Für den Bau veranschlagten die Verantwortlichen des Sultanats umgerechnet 33 Millionen Euro. Die tatsächlichen Kosten liegen wahrscheinlich ehr bei der doppelten Summe. Auch wenn sich die Baukosten erheblich erhöhten, ist das fantastische Bauwerk mit seiner schieren Größe jeden Cent wert. Seit seiner Eröffnung stellt die Moschee nicht nur für Touristen aus aller Welt ein Besuchermagnet dar, sondern steht auch allen Gläubigen im ganzen Land offen.</p>
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<p>Die unterschiedlichen islamischen Epochen finden sich der Architektur der Sultan Qabus Moschee wieder. Über den Hauptzugang mit seinen drei Torbögen gelangst du in den Innenhof der des Geländes der Moschee. Die imposanten 5 Minaretten mit seinen Hauptminarett von 91,5 Metern symbolisieren die 5 Säulen des Islams: Bekenntnis, Gebet, Almosen, Fasten und Pilgerreise. 6.600 Gläubige finden Platz in dem 61&#215;71 Meter großen Hauptgebetsraum der Moschee. Das Prunkstück der Moschee ist der 4.263 Quadratmeter große Teppich. 600 Knüpferinnen fertigten in knapp 3 Jahren in müheseliger Handarbeit den Teppich in Einzelteile. Das Zusammennähen der Einzelteile des Teppichs dauerte allein 4 Monate. In der Gesamtheit bringt der Teppich ein Gewicht von 22 Tonnen auf die Waage. Es wird angenommen, dass der Teppich einen Wert von 5,5 Millionen Euro hat.</p>
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<p>Das optische Gegenstück in der Moschee sind die reich verzierte Holzdecke mit ihren Arabesken und Kalligraphen sowie der größte Kronleuchter der Welt. 1.122 Lampen lassen die vielen Swarovski Kristalle in einem Lichtermehr eintauchen. Mit seinen Ausmaßen von 8&#215;14 Meter wiegt der Kronleuchter knapp 8 Tonnen. Ein Gebetsraum für Frauen wird für 750 Gläubige vorhalten. Neben den Gebetsräumen befindet sich eine öffentliche Bibliothek. Über 3 Stückwerke werden rund 20.000 Bücher unterschiedlicher Fachrichtungen vorgehalten. Die großzügige Begrünung der Außenanlage rundet das Bild der Moschee harmonisch ab. Der Eintritt in die Moschee ist frei und kann zu den Öffnungszeiten besucht werden. <u></u></p>
<p><strong><u>Besucherhinweis:</u></strong> Sofern du die Moschee besuchen möchtest, denke daran, entsprechende Kleidung zu tragen. Für den Herrn gelten lange Hemden und lange Hosen; die Damen unter euch tragen ein bis zum Boden reichendes Kleid oder Hose mit bedeckten Schultern und ein Kopftuch. Es besteht auch die Möglichkeit am Eingang einen entsprechenden Umhang oder Gewand für den Aufenthalt gegen Entgelt zu leihen. Verhalte dich ruhig und zurückhaltend. Schuhe sind in den Gebetshäusern verboten. Diese kannst du unmittelbar im Eingangsbereich in vorhandene Regale hinterlegen.</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Samstag bis Donnerstag</td>
<td>08:00 Uhr bis 11:00 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>Freitag</td>
<td>geschlossen (für Nicht-Muslime)</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sultan Qaboos Street, Muscat, Oman </em></p>
<hr>
<h3><strong>#2 Royal Opera House</strong></h3>
<p>Im Jahr 2011 wurde in Maskat das Royal Opera House eröffnet. Mehrere Jahre dauerte die Errichtung der Sehenswürdigkeit an. Ursprünglich sollte das kulturelle Highlight als „House of Musical Arts“ errichtet werden. Die Verantwortlichen des Sultanats änderten es jedoch in „Royal Opera House“ in Anlehnung an das Londoner Opernhaus ab. Mit einem reichhaltigen Kulturprogramm wartet es für die Besucher auf. An diesem Ort werden nicht nur Opern gespielt, sondern auch Musik aus aller Welt erklingt hier. Ein abwechslungsreiches Angebot von klassischen Arienabenden, religiöser Musik aus arabischer Herkunft, mystischen Tanzaufführungen, Gastspielen international angesehener Stars bis hin zum kuwaitischen Gesangsstars Abdullah Al Ruwahishid oder Instrumentalsolisten Lang Lang wird den Gästen hier geboten.</p>
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<p>Das Opernhaus, das als das erste Opernhaus in den Golfstaat gilt, liegt in dem Stadtteil Al Qurum. Das gesamte Interieur mit seinen kostbaren Marmorböden und seinen Vertäfelungen spiegelt sich in einer ausgewogenen architektonischen Schönheit wieder. Elegantes Rot und Gold hüllt den großen Theaterraum für seine Aufführungen in eine faszinierende Atmosphäre. Wenn dich eine Führung durch das Opernhaus leitet, wirst du über prächtige Marmorböden streifen und wertvolle Täfelungen an den Wänden erstaunen dürfen. Der Theaterraum kann dabei modular als Proszenium-Theater auf bis zu 1.100 Sitzplätzen hergerichtet werden. Interessant sind vor allem die jeweiligen Sitzplätze. In der Rückseite der Sitze befinden sich Monitore, die zu den Aufführungen Untertitel in Arabisch oder Englisch eingespielt bekommen.</p>
<p>Die ausgezeichnete Akustik, die weltweit Anerkennung bei Künstlern und Opernliebhabern erhielt, kann auf die speziell musikalischen Erfordernisse für Oper, Konzert und Theateraufführungen angepasst werden. In der 32 Meter hohen Oberbühne ist die Konzertorgel, die von der Orgelbaufima Klais aus Bonn gebaut wurde, untergebracht. Ein reichverziertes Holzgehäuse umgibt die Orgel. Die Orgel verfügt über drei Pfeifenfelder. Die Prospektpfeifen sind dabei ebenso kunstvoll verziert. &nbsp;Möchtest du bei einer Aufführung dabei sein, gilt die formale Kleidungsordnung. Für die Nicht-Omanis gilt: Männer tragen Anzug oder Smoking, die Kleidung der Frauen ist konservativ und bedeckt die Knie. Jeans, T-Shirts oder Sportschuhe sind ausnahmslos verboten.</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> Neben dem Opernhaus befindet sich die Opera Mall. Ein Museumsshop, exquisite Restaurants sowie luxuriöse Boutiquen sind könnt ihr hier besuchen. Ein Kulturzentrum mit einer Kleinkunstbühne gehört ebenso zu dem 80 Hektar großen Kultur-Komplex. &nbsp;</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Sonntag</td>
<td>08:00 Uhr bis 10:30 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>&nbsp;</td>
<td>(geöffnet für Führungen)</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Royal Opera House Al Kharjiyah Street OM, 103<br></em></p>
<hr>
<h3><strong>#3 Mutrah Fort</strong></h3>
<p>Das Mutrah Fort ist eine historische Verteidigungsanlage in Mutrah, der Altstadt von Maskat. Auf einem hohen Felsen dominiert das Bauwerk über den Hügeln der Altstadt und bietet einen Blick auf den natürlichen Hafen von Mutrah. Das Fort erhebt sich am östlichen Ende des Hafens. Die Position des Forts machte es zu einem uneinnehmbaren Festungsgebäude. Mit den umliegenden Wachtürmen, von denen es in Sichtweite des Forts viele in der Umgebung gibt, konnten bereits von weitem sich nähernde Feinde ausgemacht werden.</p>
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<p>Historische Aufzeichnungen gehen von unterschiedlichen Daten über die Errichtung des Forts aus. Historiker schätzen, dass er Ursprung des Forts bis ins Jahr 1507 zurückreicht. Die portugiesischen Besatzer ergänzten das Fort im Jahr 1580 mit Türmen und stärkeren Mauern. Das Jahr wird gern auch in den Ausführungen als das Errichtungsjahr erwähnt. Die Portugiesen erbauten während ihrer Besetzung die Festung als Verteidigungsmaßnahmen gegen die Angriffe der tobenden osmanischen Armee. Das Fort blieb bis in die Neuzeit hinein ein wichtiger Verteidigungsort. Das Fort ist eine kleine Festung, welches mit Beobachtungs- und Verteidigungswaffen ausgestattet war. &nbsp;Es besteht aus drei Rundtürmen: einem gewaltigen, der auf dem Hügel thront sowie den beiden kleineren, die nach Westen und Norden ausgerichtet sind. Der westliche Turm beherbergt die antiken Kanonen.</p>
<p>Die Hauptfunktion des Forts bestand in der Beobachtung. Unterkünfte, zusätzliche Räume oder Sitzbereiche für die Soldaten sucht man hier vergebens. Das militärische Gebäude erstreckt sich entlang des Hügels. Mehrere Aussichtspunkte bieten von dem Fort einen imposanten Blick über die Mutrah Corniche, den Haufen und den umliegenden Felsvorsprüngen von Ophiolith. Die antiken Kanonen auf den Stadtmauern wie das ebenso etwas modernere Artilleriegeschütz aus Zeiten des zweiten Weltkrieges kannst du hier bei deinem Besuch entdecken. Um den Ausblick über die Altstadt zu genießen, musst du natürlich die vielen Stufen hinauf zum Fort erklimmen. Allein der Panoramablick über den Mutrah Corniche von dem Fort ist der Eintritt in Höhe von 500 Baisa auf jeden Fall wert. Exponate oder Ausstellungen werden leider für den Besucher im Innern der Festung nicht vorhalten. Auch heute noch wird das Fort zu militärischen Zwecke genutzt. Für Besucher steht die Anlage offen. Für die Anfahrt zum Fort fährst du am Souq Mutrach vorbei und biegst danach rechts ab. Die schmale Straße bergauf bringt hinauf zum Parkplatz.&nbsp;</p>
<p><strong><u>Reisetipp:</u></strong> Du bist nicht mit einem Mietwagen in Maskat unterwegs, dann nutze einfach eines von den vielen Taxis in der Hauptstadt. Die Taxifahrer bringen dich an jedem Ort und warten ggfls. auch auf dich, wenn du wieder zu deinem Ausgangspunkt zurück möchtest. &nbsp;</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Samstag bis Donnerstag</td>
<td>09:00 Uhr bis 18:30 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>Freitag</td>
<td>09:00 Uhr bis 11:00 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>&nbsp;</td>
<td>14:00 Uhr bis 18:30 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Al Bahri Rd, Muscat, Oman</em></p>
<hr>
<h3><strong>#4 Mutrah- &amp; Gold-Souq</strong></h3>
<p>Flutet Weihrauch die engen Gassen und nimmst du reges Treiben mit exotischen Klängen war, so befindest du dich sicher auf einem Souq. Ein Souq (alternativ: Souk, Soug) ist ein Markt in der arabischen Welt. Das traditionelle Leben im Oman findet vor allem in einem Souq statt. Einen der ältesten Märkte der arabischen Halbinsel ist der Mutrah Souq in Maskat.</p>
<p>Der bereits seit über 200 Jahre existierende Markt kann dabei auf eine lange Vergangenheit zurückblicken. Aufgrund der Nähe zum Hafen diente den Händlern im Mittelalter als hochfrequentierte Umschlagplatz von Handelswaren aus der ganzen Welt. Seefahrer aus Indien, China, Europa und anderen Teilen des Nahen Ostens steuerten mit ihren schwerbeladenen Schiffen den Hafen an und boten ihre Waren in dem Souq an. Aromatische Gewürze, edle Stoffe, punktvoller Schmuck bis hin zu exotischen Kräutern konnten zahlungskräftige Kunden auf dem Markt erwerben.</p>
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<p>Auch heute noch werden die Waren in dem antiken Souq angeboten. Der alte Souq ist in zwei Märkte unterteilt. Auf dem traditionellen Markt mit einem Labyrinth aus Ständen werden Obst, Gemüse, Kräuter und Gewürze sowie traditionelle Stoffe, Kleidung, Schmuck, Parfüm und Duftstoffe, Pfeifen, Töpferwaren und Kunsthandwerk gehandelt.</p>
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<p>Tauche ein in das turbulente Treiben und nimm die orientalischen Gerüche im Mutrah Souq mit seinen vielen verwinkelten Gassen und Gängen wahr. Es hat dabei fast den Anschein, dass der Markt von Ständen und Verkäufern überzuquellen scheint. Einheimische und Händler nennen den Markt „Al Dhalam Souq“ (übersetzt: schattiger Markt). Der ursprüngliche Markt bestand aus engen Gassen und mit unzähligen Lehmwänden und Palmwedeln, die ein wenig Schutz vor der brennenden Sonne boten. Im Laufe der Zeit wurde der Markt restauriert. Farbenfrohe Buntglasfenster und helle Laternen im arabischen Stil schmücken seitdem den Markt. Ein robustes Holzdach schützt Besucher wie Händler vor der gleißenden osmanischen Sonne und bietet eine stimmungsvolle Marktatmosphäre. Der angrenzende Gold Souq, auf dem es erheblich ruhiger einhergeht, finden sich in den Auslagen der Verkaufseinrichtungen von dezenten wirkenden bis hin zu üppigen Schmuckwaren. Indische und omanische Antiquitäten sowie Goldschmuck stapeln sich in den vielen kleinen Läden.</p>
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<p>Der Souq von Mutrah liegt unweit des Hafens im Herzen der Altstadt Maskats. Der Eintritt in den Markt ist frei. Feilschen auf dem Basar wird erwartet, jedoch können allzu hohe Preisnachlässe nicht erwartet werden.</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> Wenn du das bunte Treiben auf dem Markt liebst, dann suche den Souq am Abend auf.&nbsp; In der der Hauptgasse, die von Norden nach Süden verläuft, geht es am Abend noch geschäftiger zu. In der Marktnähe finden sich kaum Parkplätze. Lasse dich mit einem Taxi dorthin bringen oder nutze den großen Parkplatz in Mutrah Fisch Markt. &nbsp;</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Samstag bis Donnerstag</td>
<td>09:00 Uhr bis 13:00 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>&nbsp;</td>
<td>16:00 Uhr bis 21:00 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>Freitag</td>
<td>09:00 Uhr bis 13:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Al Bahri Road, Muscat, Oman</em></p>
<hr>
<h3><strong>#5 Al Khor Moschee</strong></h3>
<p>Die Al Khor Moschee befindet sich in der Altstadt von Maskat im Stadtteil Mutrah. Sie ist die älteste Moschee in der Haupstadt vom Oman und gilt als eine der schönsten Glaubenshäuser des Landes. Das von außen in schlichte braun und blau Tönen gehaltene Gebäude überrascht den Besucher, sofern er den Innenraum betritt. Über kunstvolle Verzierungen bis hin zu historisch erhaltene Innenausstattungen erfährst du hier vieles über die muslimische Kultur.</p>
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<p>Die Al Khor Moschee befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Quasr Al Alam Palast. Ein konkretes Datum der Errichtung der Moschee ist nicht überliefert. In der Antike trug sie den Namen „Masjid Al Shuhadaa“. Übersetzt bedeutet es: „Die Moschee der Märtyrer“. In dem 17. bis 18. Jahrhundert hielten die Einwohner für die verstorbenen Omanis Beerdigungsgebete ab, die bei der Verteidigung während der portugiesischen Eroberungsfeldzüge starben. Der heutige Name der Moschee leitet sich von der Binnenschlucht Al-Khor ab. Die Schlucht entstand durch die Flutwellen an der felsigen Küste von Maskat über die vielen Jahrhunderte. In der Moschee halten hochrangige Mitglieder der königlichen Familie ihr Gebet ab. Die Moschee wird daher im allgemeinen auch als „Moschee der Familie“ in Bezug auf die königliche Familie des Sultanats bezeichnet.</p>
<p>Die herrschenden Sultane ließen die Moschee in Maskat mehrmals in der Vergangenheit renovieren. Die letzte Renovierung gab der Sultan Qaboos 1980 in Auftrag. Das Bauwerk hat fast zwei vollständig verzierte Glasseitenwände. Weißer Marmor, blaue und braune Fließen sowie goldene Schriften des heiligen Koran runden die glanzvollen Verzierungen ab. Die Decke der Moschee besteht aus arabischer Kalligraphie der 99 göttlichen Namen Allahs, die in goldener Farbe von quadratischen Fliese aus blau und weiß rautenförmig umrahmt sind. Ein Herzkristallkronleuchter in der Mitte der Moschee findet sich in der Hauptgebetshalle. Die Moschee hat jedoch wie alle anderen im Lande keine zentrale obere Kuppel. Das von außen unscheinbar wirkende Gebäude kann schnell übersehen werden. Ihr findet es hinter dem Al Alam Palast und in der Nähe des Al Mirani Fort.</p>
<p>Die Moschee ist genau wie die große Sulatan-Qaboos-Moschee auch für Nicht-Muslime zum Besuch geöffnet. Die Besucher der Moschee müssen sich konservativ kleiden. Der Einlass wird euch nur mit langärmeligen Kleidung gewährt. Für den Herrn gelten lange Hemden und lange Hosen; die Damen unter euch tragen ein bis zum Boden reichendes Kleid oder Hose mit bedeckten Schultern und ein Kopftuch. &nbsp;</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Samstag bis Mittwoch</td>
<td>08:00 Uhr bis 11:00 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>Donnerstag und Freitag</td>
<td>geschlossen</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bab Al Muthaib St, Muscat, Oman</em></p>
<hr>
<h3><strong>#6 Sultan Palast</strong></h3>
<p>Der Al-Alam Palast oder auch Sultan Palast ist der zeremonielle Palast in Maskat im Sultanat Oman. Der Palast wurde 1972 im Auftrag des Sultans errichtet. Der Sultan Palast erstrahlt in einer blau-weiß-goldenen Fassade. Fein gearbeitete Mosaike aus kostbaren Materialien an der Fassade und zahlreiche Verzierungen schmücken das Hauptgebäude des Al-Alam Palasts. Das große goldene osmanische Wappen am schmiedeeisernen Zaun lässt die besondere Bedeutung für die Besucher erahnen. Der Al-Alam-Palast (auch: „Flaggen-Palast“) dient bis in die heutige Zeit ausschließlich repräsentativen Zwecken. Der Empfang von Staatsgästen oder die jährliche Tea Party zum osmanischen Nationalfeiertag, dem Geburtstag des Sultans Qaboos (18. November), fallen unter solche Zwecke.</p>
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<p>Ist der Sultan in der Stadt, hält er sich nur zu Arbeitszwecken in dem Palast auf. Seine Residenz liegt mit dem Bait Al-Barakeh Palast in Sib, einem Stadtteil von Maskat, knapp 30 km entfernt. Die Festungen Mirani und Jalali begrenzen das Areal um den Palast mit Blick auf das Meer. Die Entstehung des Palastes reicht fast 200 Jahre zurück. Auf dem Gelände des heutigen Palastes befand sich der Vorgänger Bayt Al-Alam Palast, der von dem Sultan Said ibn Taimur, dem Großvater des Sultans Qaboos, im 19. Jahrhundert errichtet wurde. 1895 wurde der Palast durch Aufständische zerstört.</p>
<p>Aufgrund fehlender finanzieller Mitteln konnte der Sultan den damaligen Palast nicht fertigstellen lassen. Zu Zeiten des zweiten Weltkrieges verlegte der Sultan seinen Regierungssitz ins südliche Salalah, um sich dem Einfluss von Großbritannien zu entziehen. Die Notwendigkeit einer Renovierung des Palastes war damit nicht mehr gegeben. Das Gebäude wurde gesperrt und zerfiel zusehends. Nach der Machtergreifung des Sultan Qaboos wurde der Palast abgerissen und im Jahr 1972 durch den Qasr al-Alam im anglo-indischen Stil ersetzt. Zahlreiche Palasterweiterungen und Regierungsgebäude ergänzen die Areal um den Palast. Alte Gebäude sowie der ehemalige Suq Dakhel mussten den Bauten weichen.</p>
<p>Anfang des 21. Jahrhunderts wurden die letzten historischen Gebäude abgerissen und gleichzeitig die repräsentative Zufahrt zum Palast errichtet. Prächtig gepflegte Gärten in dem Regierungsviertel lassen das Gelände ganzjährig in natürlichen Farben erstrahlen. Die angrenzenden Stadtmauern und Wachtürme lassen die portugiesische Vergangenheit erkennen. Der gesamte Bereich um den Palast ist heute eine autofreie Zone. Der Palast kann zu Besuchszwecken leider nicht betreten werden, jedoch ist ein Fotografieren von außen möglich.</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> Schaut euch den Sultan Palast am Abend an, wenn die Sonne nicht mehr so sehr brennt. Ihr werdet den Palast fast märchenhaft beleuchtet dann vorfinden. Kostenfreie Parkplätze, sofern ihr mit dem Mietwagen unterwegs seid, findet ihr an der Küstenstraße hinter dem Al Mirani Fort. &nbsp;</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Sonntag</td>
<td>für Besucher und zu touristischen Zwecken nicht geöffnet</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Al Alam Palace, Muscat, Oman</em></p>
<hr>
<h3><strong>#7 Al Jalali Fort &amp; Al Mirani Fort</strong></h3>
<p>Die Altstadt von Maskat mit seinem natürlichen Hafen liegt an der Küste des Golfs vom Oman. Eine 700 Meter lange Bucht bildet den Hafen. Zwei Festungen zur Meeresseite schützen den Hafen. An der östlichen Seite ragt auf einem Felsvorsprung das Al Jalali Fort empor. Auf der gegenüberliegenden westlichen Seite befindet sich das Fort Al-Mirani. Mit den beiden Zwillingsfestungen, der Muttrah-Festung sowie den unzähligen Beobachtungstürmen wurde der Hafen der Altstadt Maskats geschützt. Die Stadt wurde 1507 von den Portugiesen erobert und diente als wichtiger Handelsposten. Im 16. Jahrhundert plünderten osmanische Streitkräfte den Hafen von Maskat. Die portugiesischen Herrscher errichten daraufhin im Jahr 1580 unter Philip I. von Portugal das Fort Al Jalali, um den Hafen vor Plünderungen zu schützen. 1650 fiel Maskat und damit die beiden Festungen an die osmanischen Streitkräfte.</p>
<p>Das Al Jalali Fort wurde während der Bürgerkriege zwischen 1718 und 1747 zweimal von persischen Kämpfern erobert. Das Fort Al Jalali diente als Zufluchtsort für die königliche Familie oder wurde als Gefängnis genutzt. Im 20. Jahrhundert verfügte der Sultan, dass die Festung das Hauptgefängnis von Oman ist. Im Jahr 1970 mit der Machtergreifung des Sultans Qaboos wurde es geschlossen. Nach der umfangreichen Renovierung dient das Fort seit 1983 als privates Museum für omanische Kulturgeschichte. Ein Besuch des Museums ist nur Würdenträgern vorbehalten, die das Land besuchen. In dem Museum finden sich alte Musketen, Kanonen, Karten, Teppiche und andere Artefakte.</p>
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<p>Die Portugiesen nannten die Festung Forte de São João. Die Herkunft des heutigen Namens „Al Jalali“ ist nicht belegt. Es wird angenommen, dass es aus dem arabischen „Al Jalal“ stammt und „große Schönheit“ bedeutet. Eine Saga bezieht die Namensgebung von einem Belutschi-Kommandeur namens Mir Jalal Khan stammt. Sein Bruder Mir Miran soll, Namensgeber für das Fort Al-Mirani sein. Das Fort Al Jalali wird auch Ash Sharqiya Fort genannt. Das turmförmige Fort Al-Mirani wurde zusammen mit der benachbarten Festung Al Jalali im 16. Jahrhundert errichtet. Das Fort Al-Mirani ist auch unter den Namen Al Gharbyiya oder Fort Captain bekannt. Nachdem Maskat zweimal durch die Osmanen angegriffen und sogar kurzzeitig besetzt wurde, entschieden sich die Portugiesen, eine ordentliche Verteidigungsanlage zu errichten. Im Jahr 1588 wurde das Fort Al-Mirani fertig gestellt. Die Ingenieure ließen unteranderem eine Zisterne bauen, die zwei Jahre lang 300 Mann mit ausreichen Wasser versorgen konnte. Der Hafen von Maskat war mit den Zwillingsfestungen damit uneinnehmbar.</p>
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<p>Das Fort Al-Mirani verfügte damals wie heute über drei Kanonen. Zur Abendzeit gaben die drei Kanonen im Mittelalter drei Schüsse ab. Damit wurde das abendliche Schließen der Stadttore signalisiert und es warnte Schiffe davor, unerlaubt in der Dunkelheit in den Hafen einzulaufen. Im 17. Jahrhundert nutzte der Gouverneur von Maskat die Festung außerdem als Wohnsitz. Imam bin Said erweiterte die Festung im 18. Jahrhundert. Ebenso baute sein Enkelsohn Sayyid Said bin Sultan im 19. Jahrhundert das Fort aus. Eine Legende sagt, dass das Fort im Jahr 1649 nur durch eine List zurückerobert werden konnte. Der portugiesische Hauptmann soll sich demnach in eine indische Tochter verliebt haben. Ein indischer Händler täuschte Vorbereitungen für die Hochzeit vor. Vorräte und Wasser sowie Waffen und Pulver konnten so aus der Festung entfernt werden. Nachdem der ausklügelte Trick glückte, informierte der Händler den Iman Sultan bin Saif über den Geniestreich. Die Festung konnte so fast kampflos eingenommen und die Portugiesen aus der Stadt Maskat vertrieben werden. Auch wenn es für die Öffentlichkeit geschlossen ist, ragt seine Präsenz weit über dem Hafen empor und trägt somit zur ikonischen Ansicht von der Altstadt Maskats bei.</p>
<p>Der Festungshügel im Westen ist über eine steinerne Treppe erreichbar. Von hier habt ihr einen herrlichen Ausblick über den Hafen, die Stadt und angrenzenden Hügeln. Am Fuße des Hügels befindet sich außerdem eine Plattform. Von könnt ihr ebenfalls einen schönen Blick auf die Festung genießen. &nbsp;</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Montag bis Sonntag</td>
<td>für Besucher und zu touristischen Zwecken nicht geöffnet</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Al Bahri Rd, Muscat, Muscat, Oman</em></p>
<hr>
<h3><strong>#8 National Museum von Oman</strong></h3>
<p>Unmittelbar in der Nähe des Qasr al Alam Palastes der Altstadt von Maskat befindet sich das National Museum von Oman. Mit königlichem Dekret wurde das Museum im Jahr 2013 gegründet. Die feierliche Eröffnung des Museumsgebäudes fand am 30.Juli 2016 statt und gilt seitdem als das Aushändeschild der Kulturinstitution des Sultans. In dem Museum wird den Besuchern das Erbe der omanischen Nation vermittelt. Die früheste menschliche Besiedelung der Halbinsel, die bis zu 2 Millionen Jahre zurückreicht, kannst du hier als Besucher erfahren. Die nationale Kulturinstitution setzt sich dafür ein, dass das kulturelle Erbe des Sultanats nicht nur im Oman, sondern auch international verstanden wird und über die Grenzen der arabischen Welt Anerkennung erfährt.</p>
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<p>Nach der Errichtung und feierlichen Eröffnung wurde alle großen Kunst- und Kulturschätze des Landes aus dem ehemaligen National-Museum in Ruwi sowie auch als dem Museum für Cultural Heritage zusammengeführt. Auf über 14.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche kannst du als Besucher die Geschichte des Omans entdecken. Das Nationalmuseum hält knapp 7000 Objekte und Artefakte vor und bietet 43 digital Erlebnisse für die Besucher an. Ein voll ausgestattetes Lernzentrum, Naturschutzeinrichtungen und ein hochauflösendes Kino sind in dem Museum vorhanden. Für die kleinen Besucher sind viele Entdeckungsbereiche für Kinder vorgehalten. Das Museum gilt als das erste Museum im Nahen Osten, dass die arabische Braille-Schrift für Sehbehinderte den Besuchern anbietet.</p>
<p>Dich begeistern schon immer Museen und du möchtest erfahren, welche Prozesse die Artefakte durchlaufen? Dann bist in dem Nationalmuseum genau richtig. Das Nationalmuseum beherbergt das erste offene Museumslagerkonzept der arabischen Halbinsel. Hier lernst du kennen, welche verschiedenen Prozesse die Artefakte durchlaufen, bevor sie ausgestellt werden. In dem Imposanten Gebäude finden sich in 15 thematisch übersichtlich gegliederte, aufwendige ausgestattete Hallen. Eine umfangreiche Sammlung prähistorischer Metallartefakte nimmt neben den historischen Leben des omanischen Königshauses einen wichtigen Teil in den Ausstellungen dar.</p>
<p>Ein besonderes Objekte in dem Museum sind der Thronsessel des Königs sowie zwei der berühmten Bienenkorbgräber aus der Ausgrabungsstätte Bat, die ins Museum überführt wurden. In dem Nationalmuseum befinden sich 14 ständige Galerien: das Land der Menschen, Maritime Geschichte, Waffen und Rüstungen, Zivilisation im Entstehen, Aflaj, Währung, Zeitleiste, Bat al Khutm und al-Ayn, Land des Weihrauchs, Vorgeschichte und alte Geschichte, Pracht des Islams, Oman und die Welt, die Renaissance und immaterielles Erbe. Auf weitere 400 Quadratmeter wechseln die temporären Ausstellungen. Der Eintritt in das Nationalmuseum kostet 5 OMR. Der Eintritt kann nur mit Kreditkarte bezahlt werden. &nbsp;</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Samstag bis Donnerstag</td>
<td>10:00 Uhr bis 17:00 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>Freitag</td>
<td>14:00 Uhr bis 18:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Hillat an-Ni’am, as-Sa’idyyah School Street, Muscat, Oman</em></p>
<hr>
<h3><strong>#9 Al Riyam Park &amp; Mutrah Corniche</strong></h3>
<p>Der Al Riyam Park mit dem großen Weihrauch Brenner ist bei deinem Besuch in der Altstadt von Maskat nicht zu übersehen. Am östlichen Ende vom Mutrah Corniche, der kilometerlangen Uferpromenade von Alt-Maskat, befindet sich der üppig begrünte Park.</p>
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<p>In einer malerischen Umgebung findest du eine einzigartige Landschaft vor. Der Park ist außergewöhnlich geplant und liegt auf einer kleinen Halbinsel mit zwei kleinen Hügeln unweit der Altstadt von Maskat. Vor allem bei warmen Temperaturen spendet der Park mit seinen Palmen viel Schatten. Ein kleiner Kinder-Vergnügungspark, einige Cafés sowie Bereiche, die zum Verweilen und Entspannen einladen, kann jeder Besucher nutzen. Der kleine Kinder-Vergnügungspark öffnet in der Regel am Abend, da zu der Zeit die Temperaturen doch etwas niedriger sind. Der gigantische Weihrauchbrenner von dem Park ist bereits vom Weiten zu erkennen. Er erhebt sich auf einem der beiden Hügel und ist zugleich das Riyam-Denkmal. Zu Ehren des 20. Nationalfeiertages von Oman wurde der Weihrauchbrenner errichtet. Von dem Weihrauchbrenner kannst du deinen Blick über Mutrah Corniche mit seinem Hafen schweifen lassen und den bezaubernden Ausblick genießen. Der Weihrauchbrenner leuchtet nachts auf und ist das bekanntestes Bauwerk in der Altstadt.</p>
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<p>Auf dem zweiten Hügel finden sich Überreste eines portugiesischen Wachturms. Der Riyam Park ist übrigens auch der Ort, an dem 1648 ein Friedensvertrag zwischen den Portugiesen und den Einheimischen geschlossen wurde. Die nahegelegene Mutrah Corniche ist eine Strecke entlang der Uferpromenade. Kaufmannshäuser wurde im 19. Jahrhundert entlang der Küste errichtet. Inmitten der Kaufmannshäuser finden sich bunte Minarette, die in der Abenddämmerung in einem rosafarbenen, goldenen Farbton auf dem Wasser schimmern und so die Umgebung in einem märchenhaften Farbton tauchen. Das Labyrinth von engen Gassen, in denen sich das Aroma von Kaffee mit dem von Weihrauch und exotischen Düften mischt, dient noch heute den Kaufleuten, traditionellen Waren anzubieten. Bist du ein Frühaufsteher, empfiehlt sich der Fischmarkt am westlichen Ende der Mutrah Corniche. Geschäftiges Treiben unter den feilschenden Fischhändlern, die ihre Waren in den Morgenstunden frisch aus dem Meer anbieten, sind dabei an der Tagesordnung.</p>
<p><strong><u>Geheimtipp:</u></strong> An jedem Wochenende findet in den Al Riyam Park ein kleiner Jahrmarkt statt, den Kinder und Erwachsene gleichermaßen genießen. Viele Wanderwege und Radwege führen dich von dem Park hinauf auf die umliegenden Hügel, die einen malerischen Blick auf die Altstadt und das Meer bieten. Die beste Zeit für den Besuch der Mutrah Corniche ist dabei der Sonnenuntergang. Der bergige Hintergrund kommt dabei besonders zur Geltung. Der Eintritt in dem Park ist übrigens kostenlos. &nbsp; &nbsp;</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Sonntag bis Donnerstag</td>
<td>16:00 Uhr bis 23:00 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td>Freitag und Samstag</td>
<td>09:00 Uhr bis 24:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<hr>
<h3><strong>#10 Qurum Beach</strong></h3>
<p>Die Stadt Maskat am Golf von Oman erstreckt sich auf mehrere Kilometer entlang der Küstenlinie. Du kannst daher aus einer Vielzahl an Stränden wählen. Al Jissah Beach, Bandar Khayran, Qantab Beach, Oman Dive Center Beach, Al Bustan Beach oder der Qurum Beach haben jeder für sich einen besonderen Charme. Der bekannteste unter den Stränden ist der Qurum Beach. Er ist ein etwa vier Kilometer langer Sandstadt direkt in der Hauptstadt von Oman. Er ist der längste und auch schönste Strand in Maskat. Aufgrund seiner Länge finden sich ausreichend freien Platz für ein Sonnenbad oder das erfrischende Bad in den Wellen.</p>
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<p>Eine gute Infrastruktur für nahegelegene Gastronomie, Toiletten, Duschen sowie Rettungsschwimmern zeichnet seine besondere Beliebtheit aus. Ausreichend kostenlose Parkmöglichkeiten finden sich entlang der Straße, die unmittelbar hinter dem Strand verläuft. Meine Erfahrung vor Ort zeigte, dass, sofern die Parkplätze im vorderen Strandbereich im Osten belegt sind, sich viele freie Parkflächen in westlicher Richtung finden lassen. Lasst euch dabei von der wenig idyllisch wirkenden Verkehrsanbindung nicht abschrecken. Sie hat dabei ehr einen praktischen Nutzen. Der Sandstand kannst du dabei ohne Badeschuhe nutzen. Hin und wieder werden kleine Muscheln durch den niedrigen Wellengang an dem feinen braun-beige-grau schimmernden Sandstrand angespült.&nbsp;</p>
<p>Das sehr klare warme Wasser kannst du ohne scharfkantige störende Steine, Seeigeln oder Glasresten genießen. Der Wellengang an dem Strand ist ehr als niedrig anzusehen. Einen wechselnden Wasserstand durch Gezeiten konnte ich vor Ort nicht erkennen. Kleine Sportaktivitäten in Form von Jetski, Parasailing oder Kanu fahren, werden zu ortsüblichen Preise an unterschiedlichen Stellen angeboten. Es sind ebenfalls auch Schnorcheltouren oder Tauchgänge buchbar. Viele kleinen Restaurants und Snackbars entlang der Straßen bzw. Uferpromenade bieten dabei für den kleinen oder auch großen Hunger verschiedene Speisen. Üblicherweise handelt es sich dabei um das landestypische Fastfood. Am westlichen Ende des Strandes haben sich hochpreisige Resorts angesiedelt. Sie verfügen über private Strände, die für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> Der Oman ist ein muslimisches Land, dass der westlichen Kultur sehr aufgeschlossen gegenübersteht. Denke bitte bei deinem Besuch am Strand, dass du nicht zu knappe Badesachen trägst. Das Nacktbaden oder das nackte Sonnenbaden ist im Oman nicht gewünscht.</p>
<hr>
<h3><strong>#11 Geheimtipp – Juice, Kabab, Drive-/Eat-In</strong></h3>
<p>Jedes Reiseziel hat natürlich auch etwas Besonderes zu bieten. Die heutigen Geheimtipp(s) beschäftigen sich mit den kulinarischen Gepflogenheiten. Der erste Tipp startet mit der landestypischen Speise: Kabab. Kabab ist dem Kebab in Deutschland sehr ähnlich. Es wird in den verschiedensten Formen gereicht. Gerollt in dünne Fladenbrote, in aufgeschnittene Teigtaschen oder eben auch in loser Form werden euch die Speisen mit Beilage in den Lokalitäten serviert.</p>
<p>Die Lokale im Oman betreiben in der Regel keine Omanis (so die Bezeichnung der Einheimischen) sondern Einwanderer aus Indien, Pakistan oder Bangladesch. Die köstlichen Speisen isst man mit den bloßen Fingern. In den Lokalen finden sich daher Waschbecken, die zur Reinigung der Hände dient. Sauberkeit geht eben vor. Kabab Gerichte starten bei 400 Baisa.</p>
<p>Weit verbreitet ist im Oman der Genuss von frisch zubereitetem Juice. Exotische Früchte wie beispielsweise Kiwi, Papaya, Avocado, Ananas oder Lemon mit Minze bereitet euch der Gastronom frisch vor euren Augen zu. Die Köstlichkeit wechselt regional in Größe und Auswahl. Die Getränke in der kleinen Ausführung (ca. 250 ml) kosten 300 Baisa, ein großes Glas (ca. 500 ml) geht für 500 Baisa über den Ladentisch.&nbsp;</p>
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<p>Gestaunt, bewundert und selbst ausprobiert habe ich den letzten Tipp. Vor allem in den Abendstunden konnte ich vor den vielen Lokalen ein reges Treiben feststellen. Ein wenig habe ich mich zunächst gefragt, warum die Einheimischen mit dem Auto vor einem Lokal vorfahren, laut hupen und dann einfach sitzend in ihren Autos warten. Es war nichts anderes als eine orientalische Form des Drive-In. Ausreichend Platz vor den Lokalen findet sich immer. Vielleicht haben die Behörden deswegen auch die Straßenzüge so großzügig mit den Parkplatzflächen angelegt. Probiere es am besten selbst aus, wenn du den Oman bereist.</p>
<p>Es funktioniert wie folgt: Fahr vor dem Lokal vor, hupe einfach und schon kommt ein Mitarbeiter des Lokals zu deinem Auto gelaufen. Falls du das Lokal das erste Mal ansteuerst, bringen sie dir auch die Menü-Karte ans Fahrzeug. Das Drive-In Prinzip funktioniert auch an einer Juice-Bar oder an den Ständen der Obst-Plantagen. Es wird sogar gemunkelt, es gäbe in Muskat ein Drive-In für Bargeld-Automaten. Gefunden habe ich einen solchen Service jedoch nicht. &nbsp;</p><p>Der Beitrag <a href="https://www.11places.de/maskat">Maskat</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.11places.de">11places</a>.</p>
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		<title>Oman</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marco]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Aug 2020 18:49:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Länder]]></category>
		<category><![CDATA[Bahla]]></category>
		<category><![CDATA[Ibra]]></category>
		<category><![CDATA[Maskat]]></category>
		<category><![CDATA[Nizwa]]></category>
		<category><![CDATA[Oman]]></category>
		<category><![CDATA[Salalah]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Land ist wie eine zauberhafte, orientalische Welt aus einem Märchen von 1001 Nacht.&#160; Das Sultanat umfasst neben endlosen Wüsten, blühende Oasen, grandiose Gebirgslandschaften ebenso eine traumhafte Küstenlinie mit herrlichen Stränden entlang des Persischen Golfs. Ebenso flutet intensiver Weihrauchgeruch die engen Gassen die Altstädte des Landes. Genau so fühlt sich der Aufenthalt im Sultanat Oman an. Das Land von der Arabischen Halbinsel versucht dabei den Spagat zwischen Tradition und Moderne. Seit der Machtübernahme des Sultan Qabus ibn Said im Jahr...</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.11places.de/oman">Oman</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.11places.de">11places</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Land ist wie eine zauberhafte, orientalische Welt aus einem Märchen von 1001 Nacht.&nbsp; Das Sultanat umfasst neben endlosen Wüsten, blühende Oasen, grandiose Gebirgslandschaften ebenso eine traumhafte Küstenlinie mit herrlichen Stränden entlang des Persischen Golfs. Ebenso flutet intensiver Weihrauchgeruch die engen Gassen die Altstädte des Landes. Genau so fühlt sich der Aufenthalt im Sultanat Oman an. Das Land von der Arabischen Halbinsel versucht dabei den Spagat zwischen Tradition und Moderne. Seit der Machtübernahme des Sultan Qabus ibn Said im Jahr 1970 entwickelte sich das Land zunehmend zu einem interessanten Reiseziel für den Qualitätstourismus. Der Herrscher des Sultans galt bis zu seinem Tod im Jahr 2020 als das beliebteste Staatsoberhaupt der Welt. Auch gelten die Einwohner vom Oman als sehr zugänglich und gastfreundlich. Wenn du jetzt auch etwas über den Oman erfahren möchtest, dann lass dich von meinen Reisetipps inspirieren. &nbsp;</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> Bei deiner Ankunft in Muskat ist es ratsam gleich eine SIM-Karte eines örtlichen Mobilfunkanbieters zu kaufen. Direkt in der Ankunftshalle findest du die drei Telekommunikationsanbieter ooredoo, renna mobile und Omantel. Die Preise für die Prepaidkarten starten bei 3 Rial mit Datenvolumen ab 1,25 GB. Die Anbieter akzeptieren vor Ort Kreditkarten.</p>
<p><strong><u>Reisehinweis:</u> </strong>Die Währung im Oman ist der omanische Rial (kurz: OMR oder Rial). 1000 Baisa sind 1 Rial. Gern wird im Oman auch die Schreibweise der Währung mit einem Punkt für die Tausender Abgrenzung der Baisa-Einheit genutzt (Schreibweise: 1.300 Rial bedeutet 1 Rial und 300 Baisa). Für ca. 2,30 Euro erhältst du einen Rial (Stand 2020).</p>
<h3><strong>#1 Maskat</strong></h3>
<p><a href="https://www.11places.de/maskat"><span style="color: #ff0000;">Maskat</span></a> (engl. Muscat) ist die Hauptstadt vom Sultanat Oman. Sie ist die größte Stadt und befindet sich am Golf von Oman im Norden des Landes. Eingebettet von Bergen und Wüste kann sie auf eine lange Geschichte, die bis in das 2. Jahrhundert v. Chr. reicht, zurückschauen. Elegante Hochhäuser neben historischen Gebäuden aus dem 16. Jahrhundert prägen das Stadtbild. Prachtvolle Regierungs- und Sakralbauten, bedeutende kulturelle Einrichtungen, üppig begrünte Parks mit lebhaften Souqs finden sich in den vielen Stadtteilen. Die Stadt lädt dich ein, ein Hauch von Märchen aus 1001 Nacht zu erleben.</p>
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<p>Traditionelles findet ihr in einen der vielen Souqs rund um Matrah (alternativ: Muttrah). Der Ort ist Teil des Muscat Capital Area. Die Altstadt, die vor der Entdeckung des Erdöls Handelszentrum von Oman war, lädt euch mit seinen vielen historischen Kaufmannshäusern ein. Der Duft von exotischen Ölen, enge mit Weihrauch-Duft durchflutete Gassen und die Symbiose von Kunstvollem und Kommerz bringt euch den altmodisch-orientalischer Handelsgeist in dem alten Souq (Markt) von Matrah näher. Von dem kleinen Fort Muttrah überschaut ihr den Hafen von Muscat, in dem die Fischer am Morgen ihre frische Fracht löschen.</p>
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<p>Die Große Sultan-Qabus-Moschee von Maskat ist eine der vielen, wenn nicht sogar die interessanteste,&nbsp; Sehenswürdigkeit. Sie ist Sinnbild für den kulturellen Aufschwung und moderne Entwicklung des Landes. Die im Jahr 2001 fertiggestellte Moschee mit seinem weltweit größten handgefertigten Teppich steht auch Nicht-Muslimen zum Besuch offen. Der gigantische Kronleuchter, der als einer der Größten der Welt zählt, bringt so manchen Besucher zum Staunen. Der königliche Palast, der prunkvolle farbenfrohe Qasr al-Alam, kann leider hingegen nur von außen bewundert werden. Der Palast ist umgeben von den beiden historischen Forts Al Jalali und Al Mirani, die auf die portugiesischen Besatzer im 16. Jahrhundert zurückgehen.</p>
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<p>Ebenso prächtig präsentiert sich das Royal Opera House. Der Sultan von Oman war zu Lebzeiten ein begeisterte Fan und Liebhaber klassischer Musik. Um seine Leidenschaft für die Klassische Musik seinem Volk näher zu bringen, ließ er ein einzigartiges und fast prunkvoll wirkendes Opernhaus errichtet. Die besondere Architektur und Gestaltung entfaltet ihre Einzigartigkeit vor allem in den Abendstunden, wenn das Gebäude in Licht förmlich badet. Die Stadt auf der Arabischen Halbinsel wird von dem Hajar Gebirge umrahmt. Aufgrund der Kessellage und des Breitengrades ist ganzjährig mit tropischen Temperaturen zu rechnen. Hohe Luftfeuchtigkeit und hohe Temperaturen stehen dabei an der Tagesordnung. Vereinzelte Niederschläge gibt es lediglich im Winter. In den Sommermonaten herrschen selbst in der Nacht noch Temperaturen um die 30 Grad. Ich empfehle euch daher ehr auf die Wintermonate von November bis März auszuweichen. Bei heißen Temperaturen könnt ihr einen Sprung ins erfrischen Nass genießen. Maskat verfügt über saubere Stadtstrände. Sie sind groß, weit, schön und ruhig. Das klare Wasser hat das ganze Jahr über eine angenehme warme Temperatur. Herrliche Strände sind Qantab Beach, Yati Beach und Qurum Beach.</p>
<p><strong><u>Reisehinweis:</u></strong> Für die Einreise nach Oman ist ein Visum erforderlich. Seit März 2018 kannst du ein E-Visum über <span style="color: #ff0000;"><strong><a style="color: #ff0000;" href="https://evisa.rop.gov.om/" target="_blank" rel="noopener">https://evisa.rop.gov.om/</a></strong> </span>beantragen. Das Touristenvisum kannst du für 10 oder auch 30 Tage beantragen. Für eine Aufenthaltsdauer von 10 Tagen bezahlst du 5 Rial, 30 Tage kosten 20 Rial. Für die Bezahlung werden Kreditkarten Visa-/Mastercard akzeptiert. Das Visum wird dir nach dem Antrag spätestens nach 48 Stunden erteilt. Nach Erteilung des Visums musst du dann innerhalb der nächsten 30 Tage einreisen. Daher darf das Visum nicht zu früh beantragt werden (Stand 2020).</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> Für deine Reise und dem Entdecken der Reiseziele rate ich dir zu einem Mietwagen. Ein geländefähiges Fahrzeug ist dabei nicht notwendig. Die Straßen sind innerhalb von Maskat sowie in den angrenzenden Orten gut ausgebaut. Es stehen kostenfreie Parkmöglichkeiten ausreichend zur Verfügung. Sofern ihr euch das Fahren mit dem Auto in Maskat nicht zutraut, könnt ihr die Stadt auch mit einem Taxi erkunden. Für ca. 10 bis 15 Euro pro Stunde fahren euch die Taxifahrer zu jedem erdenklichen Ort und warten natürlich auch auf euch, sofern ihr wieder zu eurem Ausgangspunkt zurück wollt.</p>
<hr>
<h3><strong>#2 Bahla Fort</strong></h3>
<p>Im Wadi Bahla befindet sich eingebettet in Dattelgärten und Palmenhainen die Oasenstadt Bahla. Sie ist eine der ältesten Königsstädte im Oman. Die Stadt ist Zeugnis der Lehmbaukunst zu Zeiten des islamischen Mittelalters. Mittig der Lehmstadt Bahla befindet sich das bedeutende Fort. Das Bahla Fort (deutsch: Festung Hisn Tamah) ist eine der wichtigsten kulturellen Sehenswürdigkeiten im Sultanat Oman. Auch wenn viele Festungen in den Land vorzufinden sind, hat das Bahla Fort als Einzige den Status eines Weltkulturerbes inne. Das Bahla Fort stammt (geschätzt) aus dem 13. Jahrhundert. Es steht für den Reichtum ihrer Erbauer und imposante Architektur des islamischen Mittelalters.</p>
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<p>Bahla war zu Zeiten des islamistischen Mittelalters der Sitz der Nabahina. Sie herrschten 3 Jahrhunderte über Oman. Banu Nebhan, der Stamm am Fuß des Djebel-Akhar Hochlands, ließ das Fort in Bahla errichten. Die Festung reparierten und erweiterten über die Jahrhunderte die Stämme Ya´rubis und Busaidis. Die Festung mit seinen vielen Wehrtürmen und Toren macht deutlich, welchen großen Stellenwert das Bauwerk besaß. Der Stamm Nabahina brachte durch den Handel zwischen der ganzen arabischen Halbinsel, Afrika und fernen Länder wirtschaftlichen Aufschwung in der Region rund um der Oasenstadt Bahla. Eindrucksvolle Hallen aus Lehm und verzierte Tore machen das Fort zu etwas Sehenswerten. Die Festung besteht aus drei Teile: Der älteste Teil Al-Qasabah wurde von dem Stamm Nabahina errichtet, der zweite Teil Bait A-Hadith von den Ya ´rubis ergänzt und der letzte Abschnitt Bait Al-Jabal im 18. Jahrhundert errichtet. Die Burg ist ca. 110&#215;115 Meter groß. Von der Burg hat man einen herrlichen Blick über die ganze Oase.</p>
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<p>Eine 12 Kilometer lange Stadtmauer sicherte zu der damaligen Zeit die Stadt Bahla und Einwohner vor Feinden. Über viele Jahre versorgte das Bewässerungssystem „falaj“ seine Einwohner mit frischem Wasser. Aufgrund mangelnder Instandsetzung und fehlender Restaurierung verfiel das Fort zusehends. Erst mit der Aufnahme in die Rote Liste der gefährdeten Weltkulturerbestätten im Jahr 1987 begannen die Arbeiten an der stark zerfallenen Festung. Die umfangreichen Restaurationsarbeiten am Bahla Fort begannen in den 90ziger Jahren. Die Regierung im Oman unterstützte das Vorhaben mit 9 Millionen Dollar. Im alten Lehmbaustil und mit authentischen Werkzeugen wurde die Sehenswürdigkeit wieder hergerichtet, um den Status der Festung als Weltkulturerbe zu wahren. Im Jahr 2004 entfernte die UNSESO die Sehenswürdigkeit von der Liste für gefährdete Weltkulturstätten. Erst im Jahr 2014 wurde die Restaurierung der Festung abgeschlossen und steht seitdem für die Besucher offen. Die Festung und die umliegenden Forts angrenzender Städte waren Zentrum des Widerstands gegen den Kalif Harun al-Rashid. Ein Besuch weiterer Forts in Nizwa, Nackl, Izki und Rustaq ergänzen das geschichtliche Bild. Der Eintritt für die Sehenswürdigkeit beläuft sich auf 500 Baisa = ca. 1,20 Euro (Stand 2020). Der Eintrittspreis kann nur mit einer Kreditkarte entrichtet werden! Barzahlung ist nicht möglich.</p>
<p><strong><u>Geheimtipp:</u></strong> Jeden Donnerstag findet in Bahla ein Viehmarkt statt, der mit seiner Lebhaftigkeit dem in Nizwa ähnelt. Da der Markt nicht so sehr von Touristen frequentiert wird, könnt ihr hier noch das ursprüngliche Flair der Arabischen Halbinsel erleben.</p>
<p><strong><u>Reisetipp:</u> </strong>Möchtest du bei den Preisen für Unterkunft, Flug und Mietwagen etwas sparen und dir machen die hohen Temperaturen nichts aus, dann nutze für deinen Aufenthalt die Sommermonate. Die Ersparnis beläuft sich im besten Fall auf ein paar Hundert Euro.</p>
<p style="text-align: justify;"></p>
<p></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Samstag bis Donnerstag</td>
<td style="width: 50%;">08:00 Uhr bis 16:00 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 50%;">Freitag;</td>
<td style="width: 50%;">09:00 Uhr bis 11:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 21, Bahla, Oman <br></em></p>
<hr>
<h3><strong>#3 Nizwa</strong></h3>
<p>Eine Stadt, die jeder besucht, sofern man den Oman erkundet. Man sagt auch: Kein Tourist kommt um die Stadt herum. Mächtige Bollwerke bis hin zu feinen Minaretten und schwindelerregend hohe Türme gibt es in der zweitgrößten Stadt vom Oman zu entdecken. Knapp 200 km von Muscat entfernt liegt die Stadt Nizwa. Sie gilt als das kulturelle Zentrum von Oman. Über die Jahre hinweg entwickelte sich die Stadt zu einem wichtigen Markt- und Handelszentrum. Grund dafür ist die gut funktionierende Wasserversorgung, die für den Obst- und Gemüseanbau von Bedeutung ist.</p>
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<p>In der Geschichte nahm die Stadt über die vielen Jahrhunderte eine bedeutende Rolle ein. Bis in das 12. Jahrhundert war Nizwa Landeshauptstadt. Dass Nizwa einst politisches und religiöses Zentrum der Ibaditen im Oman war, spürt man deutlich. Nizwa war auch Hauptstadt der Imame. Aufgrund der religiösen und politischen Bedeutung wird die Oasenstadt auch als „heimlichen Hauptstadt“ bezeichnet. Startet am besten an einem Freitag, um die Stadt zu erkunden. An diesem Wochentag herrscht reges Treiben in Nizwa. In der Innenstadt startet ab 6 Uhr der berühmte Ziegenmarkt. Käufer und Verkäufer reisen aus dem ganzen Land an, präsentiere die Tiere und verhandeln lautstark über den Preis. Werdet ein Teil von dem Erlebnis, das bereits mehreren Jahrhunderten überdauerte. Interessante Fotomotive wie die einheimischen Männer mit ihren Statussymbolen wie Krummdolch, Patronengürteln und Vorderladern trefft ihr auf dem Ziegenmarkt häufig an. Bereits um 11 Uhr oder auch früher ist der Markt beendet.</p>
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<p>Der Souq (auch: Suq, Soukh, Sook oder Suk) bedeutet „Markt“ und bezeichnet in arabischen Städten das kommerzielle Viertel. Der Souq in Nizwa ist in mehrere Marktbereiche gegliedert. Der West Souq wurde renoviert. Hier findet ihr traditionelle Produkte wie Silberschmuck oder auch Töpferarbeiten. In den letzten Jahren fokussierte sich der West Souq zunehmend auf die Touristen und bietet die Produkte den Besuchern an. Ich empfand die Preise in dem West Souq zu hoch. Traditionelles Handeln über den Preis ist in dem West Souq schwierig. Möchtet ihr das urige Leben eines Souq erleben, dann besucht am besten den angrenzenden Meat-Souq oder Fish-Souq. Traditionelle Gewürze und Souvenirs finden sich hier genau wie frische Fisch- oder Fleischwaren.</p>
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<p>Das Fort Nizwa ist der Anziehungspunkt in der Stadt und eines der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in dem Sultanat. Im nördlichen Teil der Stadt findet ihr die Festung. Sie wurde im 17. Jahrhundert von Sultan Bin Saif Al Yaruba, dem zweiten Iman der Yaruba-Dynastie, erreichtet. Die Grundmauern der Festung reichen sogar bis ins 12. Jahrhundert zurück. Über das gigantische Festungstor, bewacht von zwei Kanonen, betretet ihr das kraftstrotze Bollwerk. Das gewaltige Bauwerk mit seinem 28 Meter hohen Turm und einem Labyrinth aus Treppen, Gängen, Terrassen, hohen Räumen sowie winzigen Kammern lädt jeden Besucher zum Entdecken ein. Von dem höchsten Punkt des Forts könnt ihr die Aussicht über die Stadt und das majestätische Hajar-Gebirge genießen. Der Rundturm der Festung misst 44 Meter Durchmesser. Er ist der größte Turm im Oman. Auf den Kanonenplattformen des Turms befanden sich ursprünglich 24 Kanonen, mit denen man die Umgebung ohne toten Winkel unter Beschuss nehmen konnte. In den vergangenen Jahrhunderten wachten 120 Soldaten auf dem Wehrgang und konnten somit bereits nahende Feinde ausmachen. Vom Wehrgang des Turms, der nur in Teilen für die Besucher betreten werden kann, hat man den besten Ausblick auf die Stadt.</p>
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<p>Der Eintritt in das Nizwa Fort beläuft sich auf 5 RIAL (Stand 2020). Barzahlung ist hier noch ermöglich. Es ist jedoch auch zunehmend die Entwicklung erkennbar, künftig nur noch Kreditkarten zu akzeptieren.</p>
<p><strong><u>Tipp:</u> </strong>Im Oman gibt es entlang der geteerten Straßen ein sehr gut ausgebautes Versorgungsnetz von Tankstellen der Firmen Shell, BP und al-Maha. Die Tankstellen akzeptieren neben Bargeld ebenfalls Kreditkarten Visa / MasterCard. Der Preis für einen Liter Benzin beläuft sich auf ca. 0.2150 Rial (ca. 0,45 Euro). Für das Betranken einfach an die passende Tanksäule fahren, dem Tankwart mitteilen, was du tanken möchtest (Super oder Benzin) und ob voll oder nur teilweise gefüllt werden soll. Das Bezahlen geht natürlich auch einfach aus dem Mietwagen heraus. Ein Aussteigen aus dem Mietwagen wie in Deutschland und zur Kasse zu gehen ist nicht notwendig!</p>
<p style="text-align: justify;"></p>
<p></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Öffnungszeiten Fort Nizwa:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Samstag bis Donnerstag</td>
<td style="width: 50%;">09:00 Uhr bis 16:00 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 50%;">Freitag;</td>
<td style="width: 50%;">08:00 Uhr bis 11:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse Fort Nizwa:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Fort Nizwa, Nizwa, Oman <br></em></p>
<hr>
<h3><strong>#4 Alte Bergdörfer – Misfat al Abriyeen</strong></h3>
<p>Wild und archaisch wirken die Bergmassive im Norden des Sultanats. In dem Hochplateau gibt es neben herrliche Landschaften auch die Bergdörfer zu entdecken. Wer sich auf dem Weg zu solchen Bergdörfern macht, kommt sich vor, als wenn er in eine andere Welt eintaucht. Die Zeit scheint hier still zu stehen. Sie vermitteln den Scharm, wie aus einer anderen Zeit gefallen zu sein. Die Lehmhütten an den Berghängen in einer Höhe von 1000 Meter über den Meeresspiegel mit den terrassenförmig gegliederten Feldern, eingebettet in Palmenhainen und durchzogen mit einer durchdachten Wasserversorgung führt euch zurück in frühere Jahrhunderte. Bereits vom weiten scheint es, als klammere sich das Misfat al Abriyeen hier am schroffen Felsen. Das Bergdorf mit den dunkelgrün schimmernden Dattelpalmen hüllt die Bilderbuchoase in einen farblichen Kontrast zu den kargen Bergketten der Umgebung.</p>
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<p>Misfat al Abriyeen, knapp 35 km von Bahla entfernt, liegt am Fuße des Wilayat Al Hamra im Gouvernemt Al Dhakhiyla. Der Name des Dorfes leitet sich vom Stamm der al Abri an, die aus Misfat Al Abriyeen und Al Hamra stammten. In den letzten Jahren entwickelte sich das Bergdorf zu einem attraktiven Reiseziel. Die Bilderbuchoase mit seinen engen Gassen hat sich zu einem attraktiven Reiseziel entwickelt. Das Bergdorf verfügt über erstaunlich gut angelegte Terrassen für die Landwirtschaft und alten Häusern, die auf dem massiven Felsen errichtet wurden.&nbsp; Die Häuser in dem Dorf sind traditionelle Lehmhäuser mit Palmwedeldächern. Die Einwohner des Bergdorfes leben von den Erträgen der terrassenförmig angelegten landwirtschaftlichen Felder. Frische Bananen, Granatäpfel, Papayas, Mangos, Zitrusbäume und die Kokosnüsse bieten die Bauern den umliegenden Orten und auch ihren Gästen in dem Ort zum Verkauf an. Ein ausgeklügeltes Bewässerungsystem – das Falaj-System – versorgt die Felder mit ausreichend frischem Wasser. Das Falaj-System ist ein künstlich angelegtes Kanalsystem, die in den harten Felsen geschlagen und durch angelegte Betongräben ergänzt wurde. Entlang des Falaj führt euch ein Wanderweg zu den Quellen des Bewässerungssystems. Im Oman werden die Wanderwege mit einer auf dem Felsen gezeichneten Flagge in den Farben gelb, grün und rot gekennzeichnet. So könnt ihr euch leicht zurechtfinden und lauft nicht zufällig auf privaten Grund und landet beispielsweise auf Grundstücken der Einheimischen.</p>
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<p>Wer in das ursprüngliche Leben eines Bergdorfbewohners eintauchen möchte, für den bietet Misfat Al Abriyeen auch eine Übernachtungsmöglichkeit. In dem B&amp;B Misfah Old House könnt ihr nächtigen und die vielen anderen Attraktionen rund um Misfat Al Abriyeen, wie die Al Hoota-Höhle, Wadi Ghul oder Jabal Shams, erkunden. Das B&amp;B ist ein optimaler Startpunkt für die Erkundung des Ortes und seiner Umgebung. Misfat Al Abriyeen liegt knapp 6 km von Al Hamra entfernt. Eine zig-zack verlaufene Asphaltstraße führt euch bis zum Dorfeingang. Al Hamra liegt knapp 200 km von Muscat entfernt. Für die Anreise nutzt ihr die Hauptstraße, die Muscat mit Al Dakhiliyah verbindet und über Bahla nach Al Hamra weiterführt.&nbsp; Alternativ könnt ihr auch aus Richtung Nizwa anreisen. Dazu einfach die Straße vor Nizwa verlassen und der Nebenstraße durch Tanuf folgen. Ein normaler Mietwagen genügt für die Reise. Ein Geländefahrzeug oder SUV ist für den Trip in das Bergdorf nicht notwendig.</p>
<hr>
<h3><strong>#5 Jebel Shams</strong></h3>
<p>Der spektakuläre Jebel Shams (alternative Schreibweise: Jabal Shams, Dschabal Schams) ist der höchste Berg im Oman. Er ist nicht nur für seinen Gipfel sondern auch für den unglaublich tiefen Blick in das Wadi Ghul bekannt. Das Wadi Ghul ist vor Ort auch als das Grand Canyon der arabischen Halbinsel bekannt, da es abrupt zwischen den flachen Canyonrändern zerfällt und vertikale Klippen von 1000 Metern freilegt. Etwa 240 km von der omanischen Hauptstadt Muskat entfernt könnt ihr den Berg im Hochgebirge Dschabal al-Achdar des Landes entdecken.</p>
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<p>Der höchste Punkt des Berges ist der Nordgipfel bei 3009 Metern, der von einer Militärbasis besetzt ist. Es ist Sperrgebiet, da sich eine militärische Radarstation auf dem Massiv befindet. Der Berg hat auch einen zweiten Gipfel, den Südgipfel. Der Südgipfel misst eine Höhe von 2997 Metern. Er ist für Trekking Touren vom Tourismusministerium von Oman als W4 Trail öffentlich zugänglich. Aus dem Arabischen wörtlich übersetzt heißt der Berg „Sonnenberg“. Ihr erreicht ihn entweder zu Fuß oder mit dem Auto. Es bietet sich an, mit dem Auto von Nizwa in Richtung Al Hamra zu starten. Von Al Hamra führt euch eine Beschilderung (braune Hinweisschilder) zu dem Gebirge. Auf einer Höhe von knapp 2000 Metern flacht der Gipfel zunächst ab und es bildet sich ein großes Plateau, von dem ihr den herrlichen Ausblick genießen könnt. Bis vor einiger Zeit gab es noch keine Abgrenzung am Plateauausblick. Mittlerweile sind einige Sicherungsseile errichtet worden, sodass zumindest optisch die Grenze für deinen Adrenalinkick zwischen Absturzgefahr und dem sicheren Halt auf dem Viewpoint existiert.</p>
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<p>Ausgangspunkt für eine Besteigung des Jebel Shams ist das Wadi Nakhar. An der Schlucht führt der markierte Trekking-Pfad W6 bis nach Al Khateem. Der Weg führt euch mit dem Auto zunächst über eine Asphaltstraße und wenig später über einen unbefestigten Weg zum Plateau. Von Al Katheem geht es zu Fuß weiter. Bleibt dazu einfach auf dem Trekking-Pfad W6 (bekannt als Balcony Way W6). Auf dem schmalen Weg könnt ihr in 2 bis 3 Stunden den Jebel Shams umrunden. Voraussetzung dafür ist natürlich ein wenig Gespür für Abenteuer sowie trittfest und ein wenig schwindelfrei zu sein. An manchen Stellen des Pfads geht es nämlich 1000 Meter in die Tiefe. Der Lohn eures Abenteuers ist ein verlassene Bergdorf und die Landschaft mit der tollen Aussicht. Hin und wieder trefft ihr bei eurer Trekking-Tour Einheimische oder sogenannte Teppichhändler an. Viele Einwohner nutzen das Hochplateau, um sich von den hohen Temperaturen ein wenig abzukühlen. Auf dem Plateau herrscht selbst bei Hochsommer ein Klima um die 20 Grad. Euch begegnen auf der Hochebene so manche einheimischen Wildtiere.</p>
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<p>Möchtet ihr euch über den Trekking-Pfad W4 den Südgipfel erklimmen, solltet ihr mindestens 10 bis 12 Stunden Zeit einplanen. Es sind knapp 22 km Wegstrecke sowie ein Höhenunterschied von knapp 1000 Meter zu Fuß zurückzulegen. Denkt dabei, dass er über recht unwegsames Gelände wandert. Die Wanderwege sind jedoch recht gut markiert. Ein GPS Empfänger ist auf der Wanderung jedoch hilfreich.</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u> </strong>Für die Anfahrt empfiehlt es sich aufgrund des unbefestigten Wegabschnittes auf ein Allradfahrzeug zurückzugreifen. Auch wenn ein Geländefahrzeug in manchen Reiseführern nicht unbedingt angeraten wird, fand ich es auf dem Weg zum Plateau als wesentliche Erleichterung an. Eine gute Auswahl an passenden Mietfahrzeugen findest du auf Check24.de.</p>
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<p><strong><u>Unterkunftstipp:</u></strong> Möchtest du das Gebirge selbst erkunden, bietet sich in der Nähe eine Übernachtungsmöglichkeit an. Das Jabal Shams Resort oder Sama Heights Resort sind gute Übernachtungsmöglichkeiten und bieten gute Startpunkte für eine Wanderung hinauf zum Südgipfel des Jebel Shams.</p>
<hr>
<h3><strong>#6 Ibra</strong></h3>
<p>Eine etwas unscheinbar wirkende Stadt im Oman ist Ibra. Die Stadt befindet sich im Norden von Oman, ca. 2 Autostunden von Maskat entfernt. Die Stadt ist für geschichtsinteressierte Besucher definitiv eine Reise wert. Fast könnte man meinen, es ist so etwas wie historischer Geheimtipp für Entdecker und Reisende. Ibra hat knapp 27.000 Einwohner und ist das Zentrum der Region Sharqiya. Sie liegt 140 km südöstlich von der Hauptstadt Maskat im Landesinneren. Der Ort zählt zu den ältesten Städten des Landes. Einige Aufzeichnen sprechen davon, dass Ibra die älteste Stadt im Oman sei. Die Errichtung der Stadt geht bis vor der Zeit des Propheten Muhammed zurück. In Ibra finden sich historische Paläste und Moscheen. Während der Kolonialzeit im Oman erlebte Ibra großen Wohlstand durch Handel, Religion, Ausbildung und Kunst.</p>
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<p>Die Stadt ist von vielen kleinen Hügeln umgeben, auf denen Wachtürme vorzufinden sind. Diese Wachtürme dienten im Mittelalter dazu, bereits den nahenden Feind zu erkennen und die Einwohner der Stadt zu warnen. Die Wachtürme können teilweise von Innen erkundet werden. Einzigartig im Oman ist der Souq von Ibra. Der berühmte Markt ist neben den Souq in Muttrah der größte und lebendigste im Oman. Exquisite Handarbeiten und köstliche Gemüsesorten/Früchte werden auf dem Markt gehandelt. Ebenso werden Fisch, Fleisch, Gewürze sowie Gold und Silberwaren feilgeboten. Als eine Besonderheit gilt in Ibra der Frauenmarkt, der an das städtische Krankenhaus angegrenzt. Auf dem knapp 1 Kilometer langen Souq werden keine Frauen gehandelt, sondern vielmehr gehört der Markt den weiblichen Bewohnern für einen Tag. Die Frauen aus der Region bieten immer mittwochs auf dem Souq Waren an. Der Frauenmarkt wurde 1986 ins Leben gerufen. Er wurde von Frauen für Frauen ins Leben gerufen. Traditionell führten die Mediziner in dem angrenzenden Krankenhaus jeden Mittwoch gynäkologische Untersuchungen durch. Die Untersuchungen waren kostenfrei. Die Kosten für die Anreise jedoch trugen die Frauen selbst. Um die weite Reise zu finanzieren, boten die Frauen am Klinikgelände Waren wie Handgewebtes oder Handarbeiten zum Verkauf an. Die Verantwortlichen des Krankenhauses stellten aufgrund des zunehmenden Andrangs den Frauen das angrenzende überdachte Gelände zur Verfügung. Bis heute ist der Markt fest in weiblicher Hand, auch wenn hin und wieder vereinzelte männliche Verkäufer anzutreffen sind. Traditionell ist mittwochs der lebhafteste Handelstag, jedoch bieten Händler auch an anderen Tagen ihre Waren an. Männliche Touristen sind zwar nicht erwünscht, jedoch werden sie geduldet.</p>
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<p>Das Ibra Old Quarter oder die Ruinen von Al Minzfah (auch: Al Munisifeh) sind genauso spannend für Entdecker wie die älteste noch betriebene Moschee (Old Mousque of Ibra) des Sultanats. Al Minzfah ist heute Teil von Ibra (Old Ibra Al Minzfah). Die Ruinen des Dorfes zeugen von dem damaligen Wohlstand der Region. Zwei mächtige Stämme herrschten zur Antike: Al Minzfah und Al Kanatar. Für Besucher führt der Weg in erster Linie nach Al Munizifeh. Einst fanden die Reisenden in den Ort prächtige Lehmziegelvillen vor. Verzierungen an den Häusern säumten die Straßenzüge. Eine Mauer um den Ort mit zwei großen Toren schützte die Einwohner vor Feinden. Über die Jahrzehnte verließen die Einwohner jedoch den Ort. Die ungenutzten Gebäude verfielen zusehends. Wenn ihr auf dem Alten Markt (Old Market of Ibra) seid, könnt ihr vielleicht ein wenig das Flair vom antiken Handel einhauchen.</p>
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<p>Die komplette Altstadt bzw. die Ruinen können kostenfrei erkundet werden. Achtet nur darauf, dass ihr festes Schuhwerk tragt und euch vorsichtig in den verfallen Gebäuden aufhaltet.</p>
<p><strong><u>Tipp:</u> </strong>Probiere das traditionelle Halwa auf dem Souq von Ibra. Halwa ist ein süßes, klebriges Dessert aus Zucker, Gewürzen, Mandeln und Sesam. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Frauenmarktes befinden sich viele Restaurants und Lokale, in denen man preiswert speisen kann.</p>
<p style="text-align: justify;"></p>
<p></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Öffnungszeiten Souq:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Mittwoch</td>
<td style="width: 50%;">07:00 Uhr bis 11:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse Souq:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Souq, Ibra, Oman <br></em></p>
<hr>
<h3><strong>#7 Sur</strong></h3>
<p>Sur ist die östliche Stadt auf der arabischen Halbinsel. In der Hafenstadt dreht es sich um die Seefahrt und der damit verbundene Schiffbau. Die Hafenstadt ist bekannt für ihren Fischfang sowie für die einzigen Werften im Oman, die die traditionellen Holzschiffe – genannt Dhau – herstellt. Sur war bereits im 6. Jahrhundert ein bedeutendes Handelszentrum mit Ostafrika. Nach der Vertreibung der Portugiesen, die den Oman einst im 16. Jahrhundert eroberten, blühte die Stadt Sur vom 17. bis ins 19. Jahrhundert als führendes Handelszentrum neben der Hauptstadt Muscat auf. Bis zu 150 Schiffe ankerten täglich in der Stadt. Sur besaß im 17. und 18. Jahrundert die größten Werften an der omanischen Küste. Mit dem Handel von Gewürzen, Stoffen, Hirse, Kaffee, Mangrovenholz aus fernen Ländern und einheimischen Produkten wie Datteln führte bei den Bewohnern zu Wohlstand. Das Verbot des Sklavenhandels im 19. Jahrhundert und der Teilung des wichtigen Handelspartners Sansibar ließ die Bedeutung der Hafenstadt schwinden. Die Verdrängung der hölzernen Dhaus durch die Dampfschiffe, die Zerstörung der Stadt durch die arabische Wahhabiten im Jahr 1865 sowie die Eröffnung des Suez-Kanals führte schlussendlich zum wirtschaftlichen Niedergang von Sur. Während 1970 noch 86 Dhaus im Hafen von Sur ankerten, sind 7 Jahre später nur noch ganze drei als Handelsschiffe registriert worden.</p>
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<p>In den Werften am Hafen von Sur werden auf traditionelle Weise die hölzernen Dhaus gebaut. Die Fertigungsmethoden sind dabei die gleichen wie vor 200 Jahre. Ohne technischen Bauplan fertigen die Handwerker die Dhaus. Die Fertigung der Schiffe ist dabei reinste Handarbeit und somit ein jedes Dhau ein Unikat. Die Wünsche des Auftraggebers sowie der Verwendungszweck veredeln die handgefertigten Schiffe. So kann es auch mal vorkommen, dass die Fertigung eines Holzschiffes mehrere Monate dauert. Die Arbeiter in der Dhau-Werft kommen vorwiegend aus Indien, Pakistan oder Bangladesch, die das Handwerk über die Jahre perfektionierten. Lediglich der Inhaber der Werft ist ein Einheimischer aus dem Oman. Die eleganten Schiffe werden teils noch in Handarbeit fertig gestellt. Kunden der Dhau Werften sind dabei einflussreiche Scheichs, wohlhabende Geschäftsleute aus Katar oder den Emiraten. Je nach Ausstattung kostet ein solches hölzernes Kunstwerk bis zu 200.000 Rial. Ein typischer Stapellauf mit der Schiffstaufe in Form einer zerschellenden Champagner Flasche wird im Oman nicht zelebriert. Alkohol ist in dem muslimischen Staat verpönt. Ebenfalls sucht man einen TÜV für die Schiffsabnahme vergebens. Hier heißt es einfach: Fahre das Schiff 10 Tage lange Probe. Eine Werft kannst du als Tourist vor Ort besuchen. Du kannst dich in der Werft frei bewegen und dabei den Handwerkern über die Schulter schauen. Ein kleines Museum über die Geschichte der traditionelle Fertigung sowie einem Verkaufsraum für Souvenirs findest du ebenfalls auf dem Gelände. Der Eintritt kostet 2 RIAL. Neben einem Werft-Besuch ist ein weiteres Highlight das Dhau-Museum. Der Star in dem Museum ist das eindrucksvolle Fatah al-Khair aus dem Jahr 1920. Mit seinen 300 Tonnen steht das majestätisch geschwungene Dhau auf einer Plattform und thront als eine Art Denkmal in der Stadt. In den 1990er-Jahren ließ Sultan Qaboos das fast schon verrottete Schiff restaurieren und machte das Dhau zu einem Symbol der Stadt Sur. In dem Freiluftmuseum findest du noch weitere Holzschiffe, die in den verschiedensten Farben, Größen und Formen über die Geschichte der Dhau-Werfen informieren. Ein Besucher-Zentrum, das nur sehr sporadisch öffnet, bringt dir die Geschichte ein wenig näher. Das Museum kann den ganzen Tag über besucht werden. Der Eintritt ist kostenlos.</p>
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<p>Ein sehr interessantes Reiseziel ist das Turtle Resort. Knapp 30 Minuten Autofahrt östlich von Sur gelegen, kann man Schildkröten beobachten. Die Meeresschildkröten suchen in den Nachtstunden den Strand auf. Sie graben Erdlöcher am Strand und legen ihre Eier dort ab. In den Nachtstunden oder zur Zeit der morgendlichen Dämmerung schlüpfen die Schildkröten aus den Eiern und versuchen sich den Weg ins Meer zu erkämpfen. Die Art der Meeresschildkröten steht im Oman unter Naturschutz. Es gibt seit einigen Jahren eine Organisation, die sich explizit um den Schutz der Population der Meeresschildkröten kümmert. Die Schildkröten, die nur in der Nacht oder zur Dämmerung beobachtet werden können, finden sich am Turtle Beach Resort, Al Hadd beach for Turtle oder im Ras Al Jinz Turtle. Das Naturschauspiel kann nur „live“ über eine geführte Tour verfolgt werden. Die speziell ausgebildeten Guides führen euch auf sicheren Wegen zu den Eiablageplätzen. Die Touren starten entweder um 21:00 Uhr zur Eiablage oder am frühen Morgen um 03:00 Uhr zum Schlüpfen der jungen Schildkröten. Die genauen Zeiten und Möglichkeiten musst du vor Ort abklären, da sie variieren. Zwischen August und Oktober kommen die meisten Schildkröten zur Eiablage. Möchtest du an einer solchen Tour teilnehmen, empfiehlt es sich in Ras al Jinz Resort zu nächtigen. Alternativ ist eine Anreise mit dem Auto von Sur aus möglich; eine geführte Tour musst du trotzdem buchen. (Hinweis: Helles weißes Licht oder Blitzlicht ist bei der Turtle Tour nicht erlaubt. Die Schildkröten stören sich an hellem Licht.)</p>
<p><strong><u>Gourmettipp:</u></strong> Das Restaurant Zaki in Sur ist bekannt für gute Fischgerichte. Der Fisch ist frisch zubereitet und stammt von den örtlichen Fischern. Interessant ist in dem Lokal, dass du wie Einheimische in abgetrennten Bereichen auf dem Boden sitzend essen kannst. Wer die etwas bekannte Sitzvariante vorzieht, kann auch auf Stuhl und Tisch zurückgreifen. Die Preise für die Fischspezialitäten sind sehr moderat und beginnen bei 2 Rial.</p>
<hr>
<h3><strong>#8 Wahiba Sands – Desert</strong></h3>
<p>Die Wüste Ramlat al Wahiba, Wahiba Sands, Rimal Al Wahiba oder Scharqiyya Sands gehört zweifelslos zu den Höhepunkten deiner Rundreise im Oman. Dünen mit einer Höhe von bis zu 150 Metern sowie komfortable Beduinen-Caps warten auf dein Wüstenabenteuer. Das Gebiet der Wüste umfasst eine Gesamtfläche von 12.500 Quadratkilometern. Die Nord-Süd Ausdehnung der atemberaubenden Wüste am indischen Ozean erstreckt sich auf 80 Kilometer, vom Osten bis Westen sind es 160 Kilometer. Die Dünen verlaufen parallel zueinander in Nord-Süd-Ausdehnung. Aufgrund der Nähe zu dem Meer spendet der morgendliche Tau ausreichend Feuchtigkeit, sodass vereinzelte Gräser und auch Bäume wachsen. Die Vegetation ermöglicht einen Lebensraum für kleine seltene Wildtiere wie Echsen, Wildkatzen, Wölfe oder Füchse. Die Wahiba Sands ist Heimat der Beduinen. Vom Norden her befinden sich mehrere Wüstencamps, die bis zu 20 km in die Wüste hineinreichen. Die Beduinen spezialisierten sich auf die Aufzucht von Kamelen. Traditionell leben die Beduinen in den Wüstencamps.</p>
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<p>Handyempfang in solchen Camps: Fehlanzeige. Genau das macht der Charme von solchen entlegenen Wüstencamps aus. Vom Leben in den Beduinenzelten bis hin zu luxuriösem Behausungen finden sich eine Reihe von unterschiedlichsten Gastgebern in der Wüste. Auf fließend Wasser oder Strom musst du dabei nicht verzichten. Die Beduinen, die in der heutigen Zeit mehr Gastgeber als Kamelzüchter sind, bieten neben Unterkünften auch verschiedene Events an. Von wilden Dünenfahrten mit einem Allradfahrzeug oder einem Ausflug auf einem Kamel bis hin zu dem morgendlichen Melken von Ziegen ist für jede Altersgruppe etwas dabei (Tipp: Probiere die frische Ziegenmilch).</p>
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<p>Die Wüste kannst du natürlich auch individuell erkunden. Möchtest du auf eigene Faust einen Sanddünenritt erleben, ist ein Allradfahrzeug zwingend notwendig. Bei deinem Trip in die Wüste solltest du im Konvoi mit mindestens zwei Fahrzeugen unterwegs sein. Ausreichend Wasserreserven, Ersatzbenzin sowie Ausrüstung fürs Befreien, sofern du mit einem Fahrzeug mal stecken bleibst, gehören dabei in dein „Gepäck“. Für dein „Off-Road-Abenteuer“ empfehle ich jedoch eine geführte Tour. Die Guides kennen jeden Sandkorn und wissen, wie man sich durch die Wüste manövriert. Für dein Abenteuer, egal ob es eine Nacht in einem der vielen von den Beduinenfamilien betriebenen Camps oder einen Ausflug in die Wüste beinhaltet, bietet sich für den Einstieg in die Wahiba Sands der Ort Bidiyya an. Vorteil für den Ort Bidiyya ist, dass du, sofern du auf kein Allradfahrzeug gesetzt hast, du auch gegen einen kleinen Betrag von dem Beduinen des Wüstencamps abgeholt und später auch wieder zu dem Standort deines Fahrzeuges zurückgebracht wirst. Ein gutes Camp, das einen solchen Service anbietet, ist das Wahiba Bedouin Rustic Camp. Du kannst die reichhaltige Verpflegung genießen, den Ausführungen des Beduinen Obaid in dem Wüstencamp am abendlichen Lagerfeuer lauschen oder einfach nur in den spektakulären Sternenhimmel eintauchen.</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> Ein besonderes Naturspektakel erwartet dich im Osten der Wahiba Sands. Das größte zusammenhängende Gebiet versteinerte Sanddünnen kannst du hier bewundern. An der Küste befinden sich riesige Abbruchkanten der versteinerten Dünen – die Aeolianiten.</p>
<p><strong><u>Foto-Tipp:</u> </strong>Die Wahiba Sands sind einer der dunkelsten Orte der Welt. Bei Neumond und entsprechender Sternenkonstellation kannst du die Milchstraße fotografieren. Voraussetzung ist natürlich ein Stativ sowie das passende Objektiv (optimal 2.8 Blende Weitwinkel-Objektiv) an deiner Kamera.</p>
<hr>
<h3><strong>#9 Wadi Bani Khalid</strong></h3>
<p>Im Oman findet ihr viele Wadis. Ausgetrocknete Flussläufe in Gebirgstälern werden als Wadi bezeichnet. Das Wadi Bani Khalid ist im Oman die bekannteste Oase. Inmitten einer kargen und staubtrocknen Landschaft findet sich an einem ausgetrockneten Flussbett das grüne Paradies. Knapp 240 km von Maskat entfernt, eingebettet im Hajar Gebirge, öffnet sich die schönste und bestgepflegte Oasenlandschaft des Landes. Tiefgrüne und angenehm kühle Süßwasserpools laden dich zum Verweilen und natürlich auch zum Baden ein. Der Wadi Bani Khalid ist der längste Fluss im Oman. Der Fluss führt teilweise mit unterirdischem Wasserlauf ganzjährig Wasser.  [<a href="https://www.11places.de/oman">See image gallery at 11places.de</a>]  Die Anfahrt zum Wadi ist problemlos möglich. Über geteerte Straßen führt dich der Weg direkt ins Wadi. Auf dem Weg zur Oase durchquerst du zerklüfte Felsenwüsten und passierst bizarre Gebirgslandschaften. Kurz vor dem Erreichen der Oase triffst du auf einem großen Parkplatz. An einem Freitag (der Freitag ist das muslimische Äquivalent zu dem kirchlichen Sonntag) füllt sich der Parkplatz sehr schnell. Sei daher zeitig vor Ort oder besuche das Wadi unter der Woche. So hast du das Wadi und seine türkisfarbenen Pools fast für dich allein. Von dem Parkplatz führt dich ein Fußweg zu dem Eingang des grünen Paradieses. Denke daran, festes Schuhwerk (keine Flip-Flops) zu tragen, da viele Steine eine rutschige Oberfläche haben.</p>
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<p>Die türkisfarbenen Pools der Oase Wadi Bani Khalid, die wie im Felsen gefräste Becken ausschauen, werden von mehreren Quellen gespeist. Die größten Quellen nennen sich Ain Dawwa, Ain Hamouda und Ain al Sarooj. Die Quellen sorgen dafür, dass das Wadi ganzjährig mit Wasser versorgt ist. Aber Vorsicht: Die Idylle kann täuschen. Viermal im Jahr wird das ausgetrocknete Flussbett im malerischen Wadi Bani Khalid zu einem reißenden Strom. Die Süßwasserpools und deren Quellen sind verantwortlich, dass in der doch so kargen Landschaft die tiefgrünen Palmen einen fantastischen Kontrast darstellen. Das Herz der Oase ist der riesige blaugrüne Pool. Kristallklares Wasser und unzählige Palmen umsäumen die Wasserstelle. Weiter aufwärts kommt das Entdeckerherz zum Vorschein. Immer enge werdende Schluchten säumen den Weg. Du kannst sie entweder von Pool zu Pool schwimmend erkunden oder oberhalb vorsichtig erwandern. Früher oder später musst du jedoch auch durch das kristallklare Wasser waten. Kleine wasserdichte Rücksäcke und Hüllen für dein Smartphone sind sehr hilfreich und zu empfehlen.</p>
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<p>Neben vielen Badenden zieht das Wadi auch viele Wanderer an. In der Schlucht findest du am Ende auch die Muqhal Höhle, die zum Erkunden einlädt. Natürlich solltest du ein wenig Erfahrung mitbringen, da der Eingang zu der Höhle etwas beengt ist. Die Höhle ist nur sehr behutsam touristisch erschlossen. Zum Begehen ist eine Taschenlampe erforderlich. Selbst ein lockerer aufrechter Gang innerhalb der Höhle ist nur schwierig, zum Teil musst du gebückt laufen oder sogar kurzzeitig krabbeln. Die Höhle beherbergt im Inneren Fledermäuse, die sich von den Touristen wenig beeindrucken lassen. Wenn du weit genug in die Höhle vordringst, kannst du sogar das Rauschen eines nahegelegenen Wasserfalls hören. Es gehört natürlich als Besucher sich den kulturellen Regeln des Landes auch beim Baden anzupassen. Badekleidung zu tragen, die auch die Schultern bedecken, wird hier empfohlen. Ausreichende Hinweistafeln finden sich an vielen Ecken. Ich habe viele Personen gesehen, die auf ein einfaches T-Shirt in diesem Fall zurückgriffen. Am Eingang zum Wadi sitzen zu unregelmäßigen Zeiten einheimische Staffs. Sie fragen kurz nach deiner Herkunft und schon konnte ich, ohne Eintritt zu bezahlen, passieren. Ich habe sogar in dem Wadi einige Personen getroffen, die dort campten.</p>
<p><strong><u>Besucherhinweis:</u> </strong>Das Wadi Shab oder Wadi Tiwi stellen interessante Alternativen dar. Beide Oasen befinden sich im Norden entlang der Küste. Sie sind touristisch nicht so sehr erschlossen wie das Wadi Bani Khalid. Das Wadi Tiwi kannst du ohne Probleme erwandern. Um das Wadi Shab zu erkunden, musst du jedoch zunächst mit einem Boot übersetzen. Der Service kostet dich hier 1 Rial und kann nur in bar bezahlt werden.</p>
<p style="text-align: justify;"></p>
<p></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Öffnungszeiten Souq:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Mittwoch</td>
<td style="width: 50%;">00:00 Uhr bis 24:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse Souq:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wadi Bani Kalid, Oman <br></em></p>
<hr>
<h3><strong>#10 Salalah</strong></h3>
<p>Salalah (alternative Schreibweise: Salala) ist die Hauptstadt der Gouvernement Dhofar. Die Stadt befindet sich knapp 1000 Kilometer von Muskat entfernt im Süden vom Oman. Salalah, die zweitgrößte Stadt im Oman, ist bekannt für die Bananenplantagen, Kamelzucht und den weißen kilometerlangen Stränden.</p>
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<p>Der wiederkehrende Monsun Charif (auch: Khareef) verwandelt in der Zeit von Ende Juli bis Anfang September den sonst trockenen kargen Landstrich in eine blühende und saftig grüne Landschaft. Zu der Zeit kannst du auch die Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen sowie auch Vielzahl an saisonalen Wasserfällen in der Provinz bestaunen. Bis zur Entdeckung der reichen Erdölvorkommen spielte das Sultanat eine entscheidende Rolle im&nbsp; Gewürzhandel. Weihrauch war zu der damaligen Zeit das meistgehandelte Exportgut. Salah mit dem Gouvernement Dhofar gilt als das Ursprungsland des Weihrauchs. Über die ältesten Handelsrouten der Welt, die Weihrauchstraße, wurde das getrocknete Harz mit den Kamelen zum Mittelmeer transportiert. Der Weihrauch im Oman ist weltweit für seine gute Qualität bekannt. Selbst der Vatikan schwört auf das Gewürz und bezieht es aus dem Sultanat. In dem Weihrauchmuseum erfährst du alles über die Geschichte des Gewürzes sowie im Handelsgeschichtsmuseum die maritime Auferstehung in den vergangenen Jahrhunderten.</p>
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<p>Die riesigen Palmenhaine säumen die gut ausgebauten Straßen in und um Salalah und prägen das Stadtbild. An vielen Ständen an die Plantagen, die sich dicht an dicht am Straßenrand drängen, kannst du frische Kokosnuss oder andere frische Früchte wie Mango und Bananen kaufen. Probiere einfach mal frische die Kokosnussmilch. Für 500 Baisa kannst du sie direkt vor Ort genießen. Die freundlichen Händler bereiten sie für dich vor. Lohnenswert ist auf jeden Fall der Besuch in der Sultan Qabus Moschee. Für Reisende steht die Moschee auch nicht Muslimen zum Besuch täglich außer freitags von 9 bis 11 Uhr offen. Ein Eintritt muss nicht entrichtet werden. Beachte bitte, dass du dich moderat bei deinem Besuch kleidest und auf kurze Hose verzichtest. Für Frauen gilt außerdem, das Kopfhaar zu verschleiern. Vorteil gegenüber der großen Moschee in Muskat ist, dass das Gotteshaus nicht so sehr überlaufen ist und du in aller Ruhe die Religion und die dahinterstehende Kultur in Erfahrung bringen kannst.</p>
<p>Die Strände in und um Salalah erinnern an idyllische Badeplätze mit karibischem Flair. Auf mehrere Kilometern schlängeln sich die Strände mit feinsten Sand die Küste entlang, an denen ihr Spaziergänger, Erholungssuchende oder auf Wassersportler trefft. Das azurblaue klare Wasser lädt dich zum Verweilen am Salalah Beach ein oder bringt dir den Reiz näher in die intakte und saubere Meereswelt abzutauchen. Knapp 25 saisonabhängige Tauchplätze mit Tiefen von bis zu 40 Metern und Sichtweisen von etwa 25 Meter reihen sich an den Küstenabschnitten der Region. Ein guter Startpunkt für einen Tauchausflug bietet sich in Mirbat an. Die kleinen Boote bringen dich in knapp einer halben Bootsstunde zu der malerischen Korallenlandschaft. Verschiedenste Fischarten kannst du bei deinem Tauchgang beobachten. Blaupunktrochen, Drachenmuränen und Schildkröten sind nur eine kleine Auswahl an den Höhepunkten, die du bei deinem Erlebnis unter der Wasseroberfläche bestaunen kannst.</p>
<p><strong><u>Reisetipp:</u></strong> Möchtest du Salalah besuchen, kannst du die Strecke von 1000 km mit einem Mietwagen zurücklegen. Eine gut asphaltierte Straße bringt dich ans Ziel. Ein Geländefahrzeug ist daher nicht notwendig. Du kannst natürlich auch auf einen Inlandsflug zurückgreifen. SalamAir und OmanAir bedienen die Strecke mehrmals täglich zwischen den beiden Städten.</p>
<hr>
<h3>#11 Geheimtipp &#8211; Kabab, Juice, Drive &amp; Eat-In</h3>
<p>Jedes Reiseziel hat natürlich auch etwas Besonderes zu bieten. Die heutigen Geheimtipp(s) beschäftigen sich mit den kulinarischen Gepflogenheiten. Der erster Tipp startet mit der landestypischen Speise: Kabab. Kabab ist dem Kebab in Deutschland sehr ähnlich. Es wird in den verschiedensten Formen gereicht. Gerollt in dünne Fladenbrote, in aufgeschnittene Teigtaschen oder eben auch in loser Form werden euch die Speisen mit Beilage in den Lokalitäten serviert. Die Lokale im Oman betreiben in der Regel keine Omanis (so die Bezeichnung der Einheimischen) sondern Einwanderer aus Indien, Pakistan oder Bangladesch. Die köstlichen Speisen isst man mit den bloßen Fingern. In den Lokalen finden sich daher Waschbecken, die zur Reinigung der Hände dient. Sauberkeit geht eben vor. Kabab Gerichte starten bei 400 Baisa.</p>
<p>Weit verbreitet ist Oman der Genuss von frisch zubereitetem Juice. Exotische Früchte wie beispielsweise Kiwi, Papaya, Avocado, Ananas oder Lemon mit Minze bereitet euch der Gastronom frisch vor euren Augen zu. Die Köstlichkeit wechselt regional in Größe und Auswahl. Die Getränke in der kleinen Ausführung (ca. 250 ml) kosten 300 Baisa, ein großes Glas (ca. 500 ml) geht für 500 Baisa über den Ladentisch.&nbsp;</p>
<p>Gestaunt, bewundert und selbst ausprobiert habe ich den letzten Tipp. Vor allem in den Abendstunden konnte ich vor vielen Lokalen ein reges Treiben feststellen. Ein wenig habe ich mich zunächst gefragt, warum die Einheimischen mit dem Auto vor einem Lokal vorfahren, laut hupen und dann einfach sitzend in ihren Autos warten. Es war nichts anderes als eine orientalische Form des Drive-In. Ausreichend Platz vor den Lokalen findet sich immer. Vielleicht haben die Behörden deswegen auch die Straßenzüge so großzügig mit den Parkplatzflächen angelegt. Probiere es am besten selbst aus, wenn du den Oman bereist. Fahrt vor dem Lokal vor, hupt einfach und schon kommt ein Mitarbeiter des Lokals zu eurem Auto gelaufen. Falls du das Lokal das erste Mal ansteuerst, bringen sie dir auch die Menü-Karte ans Fahrzeug. Das Drive-In Prinzip funktioniert auch an einer Juice-Bar oder an den Ständen der Obst-Plantagen. Es wird sogar gemunkelt, es gäbe in Muskat ein Drive-In für Bargeld-Automaten. Gefunden habe ich einen solchen Service jedoch nicht.</p>
<p><iframe src="https://www.google.com/maps/d/embed?mid=1aYPmjptqKb2X56wzRNgmC5Mvplexn1qo" width="640" height="480"></iframe></p><p>Der Beitrag <a href="https://www.11places.de/oman">Oman</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.11places.de">11places</a>.</p>
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		<title>Bosnien-Herzegowina</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marco]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2020 21:05:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das Land auf dem Balkan im Südosten Europas empfindet der eine oder andere Reisende als ein kleines Abenteuer; ein unentdeckter Flecken in Europa. Andere fragen sich mit einem Augenrunzeln, was das Land zu bieten hat. Für mich stand schon länger fest, dass ich unbedingt Mostar besuchen wollte. Warum also nicht gleich das ganze Balkanland erkunden. Bosnien und Herzegowina hat mehr als nur die traurige Geschichte aus dem Bosnienkrieg zu bieten. In dem Land trifft der Orient auf den Okzident. Wer...</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.11places.de/bosnien-herzegowina">Bosnien-Herzegowina</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.11places.de">11places</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Land auf dem Balkan im Südosten Europas empfindet der eine oder andere Reisende als ein kleines Abenteuer; ein unentdeckter Flecken in Europa. Andere fragen sich mit einem Augenrunzeln, was das Land zu bieten hat. Für mich stand schon länger fest, dass ich unbedingt Mostar besuchen wollte. Warum also nicht gleich das ganze Balkanland erkunden. Bosnien und Herzegowina hat mehr als nur die traurige Geschichte aus dem Bosnienkrieg zu bieten. In dem Land trifft der Orient auf den Okzident. Wer in den Straßen der Städte zu Fuß unterwegs ist, wird schnell den Spirit des osmanischen Reichs einhauchen können. Neben vielen kulturellen Sehenswürdigkeiten bietet das Land auch tolle Naturereignisse, nette Einwohner und vor allem kulinarische Leckerbissen. Das Land ist durchzogen von Flüssen und Canyons. Die Altstädte laden zum Entdecken ein und bieten den Besuchern mit den vielen Moscheen ein malerisches Erscheinungsbild. Eines kann bereits vor dem Weiterlesen erwähnt werden. Bosnien und Herzegowina ist für Touristen ein sehr sicheres Land. Wer das Land gern entdecken möchte, findet in den nachfolgenden Beitrag 10 Ideen und einen Geheimtipp für eine Reise durch das Balkanland.&nbsp;</p>
<p><strong><u>Hinweis:</u></strong> Bist du auch ein Reisender, der mit kyrillischen Buchstaben nicht klar kommt? Keine Angst. Ortschilder, Verkehrszeichen und Hinweisschilder weisen neben der kyrillischen Beschriftung auch die lateinische Schreibweise auf.</p>
<h3><strong>#1 Sarajevo</strong></h3>
<p>Sarajevo gilt als das Herz vom Balkan und ist Hauptstadt von Bosnien-Herzegowina. Die Stadt liegt im Dinarischen Gebirge an dem Fluss Miljacka. <a href="https://www.11places.de/sarajevo">Sarajevo</a> ist reich an religiöser und kultureller Geschichte. Die Stadt wird gern auch als „Jerusalems Europa“ oder „Balkans Jerusalem“ bezeichnet. Nicht umsonst zählt Sarajevo zu den meist unterschätzten Städten Europas. Traurige Geschichte erlangte die Stadt 1914 mit dem Attentat auf den österreichisch-ungarischen Thronfolger Franz Ferdinand, das den ersten Weltkrieg auslöste. Nicht zu vergessen ist ebenso die Belagerung der Stadt zu Zeiten des Bosnienkrieges 1992 bis 1995, bei dem vielen Menschen ihr Leben verloren.&nbsp;</p>
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<p>In dem Stadtviertel Baščaršija – dem historischen Marktplatz innerhalb der Altstadt von Sarajevo – finden sich so manche kulturellen Sehenswürdigkeiten. Hauptanziehungspunkt für die Touristen stellen unteranderem die Gazi-Busrev-Beg-Moschee sowie der ikonische Holzbrunnen Sebilj dar. Der Holzbrunnen ist ein typisches Postkartenmotiv. Ein kurzer Halt lohnt sich hier immer und das Füttern der Tauben hat schon hier fast Tradition. Wer kein Vogelfutter bei sich trägt, kann dies für wenige Bosnische Mark vor Ort erwerben. Lauft ihr in den gepflasterten Straßen der Altstadt umher, begegnet euch schnell eine Mischung unterschiedlicher Aromen. Frischer bosnischer Kaffee oder Tee gepaart mit dem Duft von Tabak der Shisha Bars bis hinzu von traditionellen Speisen wird euer Sinnesorgan in den engen Gassen entdecken.</p>
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<p>Historisches bieten die Museen in Sarajevo. Das wohl bekannteste Museum ist das Tunnelmuseum sowie das kleine Museum 1914 bis 1918 an der Lateinerbrücke. Das Tunnelmuseum ist ein wenig versteckt. Es befindet sich am Flughafen im Ortsteil Butmir. Während der Belagerung im Bosnienkrieg diente der hier gezeigte Tunnel dafür, die Stadt Sarajevo mit den Notwendigsten zu versorgen. Es war die einzige (geheime) Landverbindung zur Außenwelt. Das Museum zeigt den Interessierten ein kurzes Stück des Tunnels, verschiedene Devotionalien sowie eine interaktive Führung über die Zeit der Belagerung. Das Museum 1914 bis 1918 ist ein recht kleines, jedoch auch interessantes Museum. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Lateinerbrücke, die Schauplatz für das Attentat auf den Adligen Franz Ferdinand war. Durch das Attentat wurde der erste Weltkrieg ausgelöst. Das Museum führt euch in die Zeit des ersten Weltkrieges zurück und erzählt, wie das Kriegsgeschehen die Balkanrepublik veränderte.</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> Wer in Sarajevo nicht mit dem Auto fahren möchte, für den bietet sich die alte Straßenbahn an. Teilweise wirken sie antiquiert, jedoch bringen sie dich in jede Ecke der Stadt. Bereits ab knapp 0,90 Euro könnt ihr die einfache Fahrt genießen. Fahrkarten sind entweder beim Fahrer oder in einem Kiosk, die sich in der Nähe der Haltestellen befinden, zu erwerben. Entwertet werden die Tickets im ersten Wagon.</p>
<hr>
<h3><strong>#2 Mostar &#8211; Stari Most</strong></h3>
<p>Mostar ist die größte Stadt der Herzegowina und sechstgrößte des Landes. Die Stadt liegt im Süden von Bosnien und Herzegowinas. Das Wahrzeichen Stari Most der Stadt ist die mittelalterliche Bogenbrücke. Sie ist das Herzstück von Mostar. Bis zum Bosnienkrieges lebten in der Stadt Muslime und Christen, Serben und Kroaten friedlich miteinander. Der Ort galt als Verbindung von Orient und Okzident. Während des Bosnienkrieges wurde diese Brücke zerstört. Mit finanzieller Unterstützung bauten die Verantwortlichen der Stadt die Brücke wieder auf. Marktstände, Geschäfte und viele Museen finden sich unweit der Brücke.</p>
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<p>Ursprünglich wurde die Brücke im Jahr 1566 errichtet. Bis zu ihrer Zerstörung stand sie bei den Einwohnern und auch bei den Touristen als Sinnbild für das bunte Treiben in der Stadt. In den engen Gassen zur Brücke herrscht immer reges Treiben, die einen Charme eines großen Basars vermitteln. Die Gassen rund um der Stari Most (bedeutet: alte Brücke) sind als Fußgängerzonen ausgelegt. Sie war vor ihrer Zerstörung ein Schauplatz für die Brückenspringer, die jährlich als Touristenmagnet die Interessierten in die Stadt zusätzlich lockten. Nach der Zerstörung im Jahr 1993 wurde ein Keil in die sonst so multiethnische Stadt getrieben. Kroaten lebten im westlichen Teil der Stadt, die Muslime fanden im Osten ihre Heimat.</p>
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<p>Seit 2010 erstrahlt die Brücke nach der Rekonstruktion wieder. Mit der Wiedereröffnung ist die Trennung der Stadt aufgehoben, so dass die Stari Most wieder als Sinnbild für das friedliche Miteinander steht. Bereits vor der Vollendung der Rekonstruktion erhob die UNESCO im Jahr 2005 die Brücke zum Weltkulturerbe, da sie eine Symbolkraft für die Mitmenschen unterschiedliche Ethnien darstellt. In und um der neuen alten Stari Most herrscht wieder buntes und fröhliches Treiben. Bei schönem Wetter zieht es die Menschen wie ein Magnet an. Bedenkt, dass es dann vor allem zur Hochsaison schwierig ist, sich dort fortzubewegen. Die Brückenspringer finden auch heute wieder ihren besonderen Kick, für das eine oder andere Trinkgeld in die kalte Neretva einzutauchen.</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> Knapp 50 Meter von der Brücke entfernt auf der westlichen Seite der Stari Most befindet sich das Lokal Tima-Irma. Das kleine Lokal ist ein kleiner Geheimtipp für die Reisenden. Traditionelle Speisen mit den landestypischen Cevapcici in allen Darreichungsformen finden die Hungrigen hier. Bereits ab 7 KM (ca. 3,50 Euro) kann man die gegrillten Speisen probieren. Das Lokal akzeptiert neben der einheimischen Währung auch Euro oder Kroatische Kuna. Die Währung in Bosnien ist die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Konvertible_Mark" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konvertible Mark (KM)</a>. Ein Euro entspricht ca. 1,95 Mark (KM). &nbsp;</p>
<hr>
<h3><strong>#3 Vrelo Bune &#8211; Derwischkloster</strong></h3>
<p>Vrelo Bune ist eine Karstquelle in dem Ort Blagaj südlich von Mostar gelegen. Sie wird auch Bunaquelle genannt. Vrelo Bune ist die stärkste Karstquelle des Landes und zählt zu den stärksten von Europa. Bei der Buna handelt es sich um einen Nebenfluss der Neretva. Der Fluss entspringt der hoher Felswand und quillt aus einer Höhle hervor. Die Höhle kann man in Rahmen einer Tour mit einem Schlauboot erkunden. Wer jetzt in Versuchung gerät, sich in dem Wasser zu erfrischen, der wird es sich jedoch bei den kühlen Temperaturen von knapp 7 Grad schnell anders überlegen. Je nach Jahreszeit ist die Fließgeschwindigkeit unterschiedlich, Schwankungen von 3.000 bis 123.000 l/s sind möglich.</p>
<p>An dem unmittelbaren Austritt an der hohen Felswand lies ein türkischer Sultan vor knapp 600 Jahren das Derwischkloster errichten. Das Gebäude befindet sich am rechten Ufer des Quellsees. Das Derwischkloster kann besucht werden. Das Kloster entstammt einem Sufi. Ein Sufi ist eine muslimisch asketische Ordensgemeinschaft, die für die Werte der Bescheidenheit und Disziplin einsteht.</p>
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<p>Einen herrlichen Blick habt ihr, wenn ihr auf dem Erker des dreistöckigen Gebäudes steht und dabei in Richtung der Quelle bzw. Öffnung der 200 Meter hohen Felswand schaut. Von der Erker Position könnt ihr das glasklare Wasser am besten bestaunen. Es ist so kristallklar, dass ihr ein hervorragendes Spiegelbild von der Umgebung entdecken könnt. Ein Derwischkloster oder Blagaj Tekija mit dem Musafirhana (Gästehaus) sowie Turbe (Mausoleum) sind in den Felsen getrieben und damit in die natürliche Umgebung eingebettet. Sie bilden mit dem umliegenden Felsmassiv und den Quellen eine Einheit. Ein konkreter Erbauungszeitpunkt findet sich leider nicht in den Aufzeichnungen. Gesichert ist hier nur, dass das Objekt nach der Gründung der osmanischen Herrschaft in dem Balkanland errichtet wurde. In dem Kloster befindet sich heute ein Museum für die türkische Wohnkultur.</p>
<p>Wie ich vor Ort erfuhr, wird Vrelo Bune und das Derwisch Kloster auf der vorläufigen Liste des UNSESCO-Weltkulturerbes geführt. Neben vielen Cafés finden sich an dem Flusslauf auch viele urige Gaststätten. Interessant sind auch die umliegenden Weinfelder und die Kirschplantagen. An der einen oder anderen Weggabelung stehen Einheimische und bieten frisch gepresste Säfte, meist Granatapfelsaft, für wenig Geld an. Der Eintritt in das Kloster kostet 4 KM.</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> Vor dem Kloster befindet sich ein nettes kleines Café. Hier könnt ihr ein wenig verweilen und die Natur genießen. Am schönsten und auch am ruhigsten ist es in der Nebensaison. Ich war im Herbst zum Beispiel dort der einzige Gast. Parken ist nur etwas abseits möglich. Direkt in der Ortslage Blagaj finden sich mehrere Parkflächen. In der Nebensaison ist auch kostenfreies Parken möglich; eventuell finden sich auch Fahrbahnrand zum Kloster noch freie Abstellflächen (auf den kostenpflichtigen Parkplätzen werden 4 KM verlangt).</p>
<hr>
<h3><strong>#4 Počitelj – Sahat-Kula, Moschee, Gavran-Kapetanović-Haus</strong></h3>
<p>Am Ufer der Neretva befindet sich der Ort Počitelj. Die kleine Siedlung liegt im Süden von Bosnien und Herzegowina etwa 30 Kilometer von Mostar entfernt. Die Ortschaft wurde 1444 urkundlich das erste Mal erwähnt. Historiker gehen jedoch davon aus, dass der Ort bereits 1383 zu Zeiten des bosnischen Königs Stjepan Tvrtko I. begründet wurde. Der Ort wurde an einem steilen felsigen Hang mit Blick in das Flusstal der Nerevta errichtet. Im zunächst mediterranen Baustil errichteten die Bewohner ihre Häuser und Gebäude. Nach der osmanischen Eroberung im 15. und 16. Jahrhundert wandelte sich die Architektur im Aussehen und brachte Merkmale des orientalischen-mediterranen Baustils vermehrt zum Vorschein. Bis 1878 war der Ort Teil des Osmanischen Reiches. Nach der Übernahme von Bosnien und Herzegowina durch Österreich-Ungarn verlor der Ort seine strategische Bedeutung.</p>
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<p>Seit 1961 entwickelte sich das Städtchen zu einer sehr bekannten Künstlerkolonie. Počitelj ist der Ort mit der längsten Künstlerkolonie in Südost-Europa. Vielen Künstler aus der ganzen Welt kehren in dem Ort ein. Sie malen unter anderem die leuchtend roten Granatäpfel und Feigen, die reichlich an den Berghängen wachsen. Die Regierung von Bosnien und Herzegowina erklärte im Januar 2003 den historischen Teil der Ortschaft zum nationalen Denkmal. Sehenswert ist in dem Ort die Hadži-Alija Moschee und das Gavran-Kapetanović-Haus, die in den letzten Jahren restauriert wurden.</p>
<p>Die Moschee wurde 1562 gebaut und mit der Koranschule Šišman Ibrahim Paša Medresa im 17. Jahrhundert erweitert. Die Medresa, ein muslimisch religiöses Gymnasium mit seinen fünf Klassenzimmer und einem Hörsaal, fällt Euch aufgrund der runden Dachkuppeln sofort auf. Ein Hamam und ein Han können ebenfalls erkundet werden. Das Hamam als typisches öffentliches Bad diente der Gesundheitsvorsorge. Ein Han ist Gasthaus von Šišman Ibrahim Paša in dem früher Pferde untergebracht wurde und sich die Reisenden erholten. Das Gavran-Kapetanović-Haus ist ein Komplex aus drei Gebäuden, die im 16./17. Jahrhundert errichtet wurden. Der Gebäudekomplex steht beispielhaft für die orientalische Wohnarchitektur. Beide Bauwerke sind für die Besucher geöffnet.</p>
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<p>Am interessantesten sind der Sahat-Kula (Uhrenturm) und die hohen Festung mit dem achteckigen Turm. Von der Festung hat man einen herrlichen Blick über den Ort. Vom 15 bis 18. Jahrhundert diente die Festung dazu, mögliche Feinde früh zu erspähen und die Bewohner zu warnen. Der Uhrenturm wurde 1664 von Šišman Ibrahim Paša in Auftrag gegeben. Der Uhrenturm ist typisch für das Land Bosnien und Herzegowina. Mediterran-dalmatinische Architekturen prägten den Baustil. Der Sahat-Kula ist aus Stein errichtet, mit sogenannten Quoins verziert und endet an der oberen Spitze in einer Steinpyramide. Über den vier größten Öffnungen des Uhrenturms finden vier Spitzbögen. Der Baustil solche Sahat-Kula findet sich in Počitelj, Mostar und Stolac wieder. Počitelj steht seit 2007 auf der UNESCO Liste.</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> An vielen Weggabelungen in dem Ort trefft ihr auf Einheimische, die frisch gepressten Granatapfelsaft den Touristen anbieten. Für knapp 1 Euro kann man die Köstlichkeit probieren.</p>
<hr>
<h3><strong>#5 Kravica Wasserfälle</strong></h3>
<p>Der kleine Ort Studenci hält für die Naturliebhaber ein besonderes Refugium bereit. Nur knapp 45 km südlich von Mostar entfernt, liegt die kleine landschaftliche Oase. Die kleine Gemeinde mit ein paar hundert Einwohnern inmitten eines Naturschutzgebietes belohnt die Naturfreunde mit einem weiteren Highlight in Bosnien und Herzegowina: die Kravica Wasserfälle!</p>
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<p>Ein riesiger Parkplatz wartet am Ende Straße auf euch. Vor allem in der Hauptsaison kann sich der Parkplatz schnell füllen. Schnell Eintritt bezahlt und schon könnt ihr in die Natur eintauchen. Nach einem kurzen Fußmarsch könnt ihr bereits das beeindruckende Naturspektakel hören. Die Wasserfälle verteilen sich auf eine Breite von knapp 120 Metern und ergießen sich in einer Höhe von ca. 26 bis 28 Metern. Es scheint, als wenn das Wasser direkt aus dem Hang austritt und seinen Weg durch die dichten und weiten Wälder bahnt. Im Sommer taucht die Landschaft in sattem Grün ein, während der Herbst die Landschaft in den tollsten Farben erstrahlen lässt.</p>
<p>Unterhalb der Kravica Wasserfälle sammelt sich das Wasser in einem kleinen See, bevor es weiter in den kleinen Fluss Trebižat fließt. Das kalte Wasser vom Fluss Trebižat sammelt sich in dem deutlich größeren Fluss Neretva. In dem kleinen See unterhalb der Wasserfälle könnt ihr euch abkühlen. Hier ist Schwimmen erlaubt. Aber Vorsicht: Die Temperaturen liegen dabei im Schnitt bei ca. 15 Grad. An heißen Sommertagen ist das sicher mehr als nur eine kleine Abkühlung.</p>
<p>Gegen eine kleine Gebühr bringt euch ein Einheimischer mit seinem Boot an das andere Ufer. Hier könnt ihr die Landschaft erkunden und so auch mal hinter den Wasserfällen wandern. Die Artenvielfalt der Flora und Fauna vor Ort lässt bei Naturliebhaber das Herz höher schlagen. An dem kleinen See findet sich auch das kleine Lokal „Grill Slapovi Kravica“, in dem man sich stärken kann. Neben Pizza und Spaghetti erfreuen auch landestypische Grillgerichte so manchen Gaumen. Die Preise der Speisen beginnen bereits ab 5 KM (ca. 2,50 Euro).</p>
<p><u><strong>Besuchertipp:</strong></u> In Bosnien und Herzegowina ist es üblich, für Naturparks zu bezahlen. In dem Naturpark könnt ihr ebenfalls die hiesige Parkbahn nutzen, um entspannt zu den Kravica Wasserfällen zu gelangen. Die Nutzung der Parkbahn ist im Eintrittspreis inklusive.</p>

<p style="text-align: justify;"><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">08:00 Uhr bis 23:00 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 50%;">&nbsp;</td>
<td style="width: 50%;">(Mai bis Oktober)</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Studenci bb, Studenci Ljubuski 88320, Bosnien und Herzegowina</em></p>
<hr>
<h3><strong>#6 Banja Luka</strong></h3>
<p>Die Stadt befindet sich im Norden von Bosnien und Herzegowina. Banja Luka ist Regierungssitz der Republik Srpska. Die Republik Srpska wird gern auch im deutschsprachigen Raum fälschlicher Weise als serbische Republik oder Serbenrepublik bezeichnet. Sie ist Teil der Föderation Bosnien und Herzegowinas und eine von zwei Entitäten in dem Balkanland. Die Stadt Banja Luka ist Sitz eines serbisch-orthodoxen und römisch-katholischen Bistums. Die Gründung der Stadt reicht bis in das Jahr 1494 zurück. Gegründet wurde die Stadt durch den ungarischen König Vladislav. Die Eroberung durch die Osmanen 1528 sowie die im 17. Jahrhundert und spätere Annektierung durch Österreich-Ungarn prägte die städtebauliche Entwicklung. Moscheen und Kirchenhäuser finden sich in dem Stadtbild.</p>
<p>Eine Blütezeit erlebte die Stadt nach 1918, die in der Vergangenheit von türkisch-österreichische Kriege sowie Erdbeben heimgesucht und dabei beschädigte wurde, zu Zeiten des Königreichs Jugoslawiens. Zu dieser Zeit entstanden das Stadttheater sowie die serbisch-orthodoxe Christ-Erlöser-Kirche. Früher war die Stadt multiethnisch. Heute leben zu 90 Prozent Serben in der Stadt. Von den 16 Moscheen, die in der Zeit des Bosnienkrieges durch den Hass der Einwohner zerstört wurden, wurden 15 der Gebäude wieder im Originalzustand errichtet. Interessant jedoch ist: von den 200.000 Einwohner sind nur noch knapp 3 Prozent Moslems. Die Ferhadija-Moschee ist das am aufwendigsten wieder hergerichtete Gotteshaus. Nach strengen Vorgaben, dass ohne Stahl und ohne Beton errichtet wurde, erstrahlt die kunstvoll verzierte Moschee wieder. Sie steht auf der UNESCO-Welterbeliste.</p>
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<p>Die serbisch-orthodoxe Kirche ist das einzige Kirchengebäude in Südosteuropa, das mit goldenen Kuppeln verziert ist. Die Kirche wurde im zweiten Weltkrieg beschädigt und in der späteren Zeit durch die Ustaša-Faschisten zerstört worden. In der Zeit von 1993 bis 2004 wurde das Kirchengebäude originalgetreu wieder errichtet. Sie ist die Kathedrale der Eparchie Banja Luka und ist Jesus Christus, dem Erlöser geweiht. Unweit der Kirche befindet sich das Rathaus der Stadt. Die Kirche steht bereits in den sehr frühen Morgenstunden (ab 5 Uhr) für einen Besuch offen. Der Eintritt ist frei.&nbsp;</p>
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<p>Ebenfalls sehenswert ist das Kastel. Es ist eine Festung am Fluß Vrbas, die durch die Römer erbaut wurde. Ein genaues Datum für die Erbauung ist nicht überliefert. Jedoch schließen Grabungen darauf, dass es zu Zeiten des römischen Reiches errichtet wurde. Die jeweiligen Herrscher der Stadt passten die Festung für ihre jeweiligen Zwecke an. Die örtlichen Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Festung daher in ihrer heutigen Ausdehnung nur noch ein Viertel ihrer ursprünglichen Größe einnimmt. Das historische Gebäude wird seit 2012 teilweise rekonstruiert. Die Festung ist für Besucher kostenlos zugänglich.</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> Abseits der Stadt kannst du die Natur genießen. Viele naturbelassene Flüsse laden euch fürs Rafting-Abenteuer, Paddeln oder Touren im Stakenboot (Dayak) ein. Banja Luka ist bereits für gute Rafting-Abenteuer bekannt, da vor über 10 Jahren hier die Rafting-Weltmeisterschaften ausgetragen wurden.</p>
<hr>
<h3><strong>#7 Jablancia &#8211; Battle of the Neretva</strong></h3>
<p>Die Stadt an dem Fluss Nerevta liegt zwischen Sarajevo und Mostar. Bergbau prägte in der Vergangenheit das Stadtbild. Jablancia ist für seinen Granitabbau bekannt. Der Baustoff diente unteranderem für das UN-Gebäude in New York. Der zweitgrößte Staudamm liefert elektrischen Strom &nbsp;zur Versorgung des Landes. Zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs von Februar bis März 1943 fand die sogenannte Schlacht von Neretva statt. Eine in der Nähe befindliche Eisenbahnbrücke, die heute zum örtlichen Museumsgelände zählt, wurde in der Kriegszeit zerstört.</p>
<p>Bei der Schlacht handelte es sich um einen taktischen Sieg der Achsenstreitmächte. Sie besiegten die Partisanenkämpfer von Tito in Nordwestbosnien. Nach der Niederlage zog sich die Partisanenarmee in Richtung Montenegro zurück. Der eigentliche Plan, die komplette Partisanenarmee Titos zu vernichten, schlug dabei fehl. Mit einer List gelang es Tito, die Angreifer zu täuschen. Er ließ die Brücke sprengen, um so dem Feinden in den Glauben zu lassen, dass die Partisanen nordwärts zogen. Durch diese List gewannen die Partisanen Zeit, in der sie heimlich die Brücke für ihren Rückzug reparierten und sich so in Richtung Süden absetzen konnten. Hier konnte die überlegende Partisanenarmee die Tschetniks vernichtend schlagen. Die deutschen und italienischen Truppen waren zuvor so geschwächt, dass sie sich lediglich aufs Verteidigen konzentrierten. Die Schlacht an der Neretva war für die Jugoslawen der Wendepunkt des zweiten Weltkrieges.</p>
<p>Die Schlacht an dem Fluss wurde mit internationaler Besetzung 1969 verfilmt. Der Kriegsfilm wurde 1970 als bester fremdsprachiger Film für einen Oscar nominiert.</p>
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<p>An dem westlichen Brückenkopf der Nerevta-Brücke befindet sich eine restaurierte Dampflok. Sie zählte zur Narentabahn. Die schmalspurige Bahnstrecke verbannt Sarajevo und Metković. Auf der Strecke kamen Dampflokomotiven mit Adhäsions- und Zahnradantrieb zum Einsatz. Die Heißdampflokomotiven mit drei Kuppelachsen und zweiachsigem Schlepptender wurden zwischen 1907 und 1913 durch die Staatsbahn angeschafft. Groß und Klein zieht die historische Lok das ganze Jahr über an. Die mehr als einhundert Jahre alte Lok JDŽ 73-018 der Bosnisch-Herzegowinischen Staatsbahn (BHStB) ist jedoch außer Betrieb gesetzt und darf nur von außen bewundert werden. Das Außengelände des Museums kann kostenlos betreten werden.</p>
<p><strong><u>Sportlerhinweis:</u> </strong>Die bekannteste Person der Stadt hält sich zurzeit (Stand: 2019) in Deutschland auf. Wusstest du, dass der ehemalige Fußballspieler und heutige Sportdirektor vom FC Bayern München Hasan „Brazzo“ Salihamidžić 1977 in Jablancia geboren wurde?</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> An dem Museum stehen Parkplätze zur Verfügung. Die Zufahrt zu dem Parkplatz ist problemlos über das angrenzende Tankstellengelände möglich. Die Parkplätze sind kostenfrei nutzbar.</p>
<p style="text-align: justify;"></p>

<p style="text-align: justify;"><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">00:00 Uhr bis 24:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Jablancia, Bosnien und Herzegowina</em></p>
<hr>
<h3><strong>#8 Jajce &#8211; Pliva Wasserfall</strong></h3>
<p>Die Stadt Jajce in Bosnien und Herzegowina liegt ca. 70 km südlich von der Stadt Banja Luka entfernt. Sofern ihr auf dem Weg vom Norden nach Mostar oder Sarajevo seid, lohnt es sich hier einen Stopp einzulegen. Jajce diente in der Zeit vor der osmanischen Eroberung als Herrschaftss4itz der Könige Bosniens. Die Stadt im Zentrum des Balkanlandes gilt als einer der wichtigsten Ortschaften für den Schutz des kulturellen Erbes in seiner ursprünglichen Form. Das Stadtzentrum liegt auf einem Burgberg. Die Stadt wird von den Flüssen Pliva und Vrbas begrenzt.</p>
<p>Die Stadt besaß vor dem Bosnienkrieg 10 Objekte von den 22 landesweiten Denkmälern, die historisch für das kulturelle Erbe von großer Bedeutung sind. Der gut erhaltene Stadtkern mit seiner Stadtmauer und seiner Festung zeugt von der königlichen Blütezeit. Viele Denkmäler wurden im Mittelalter errichtet. Der Turm des heiligen Lukas mit der Kirche der heiligen Maria ließen die Herrscher nach der osmanischen Eroberungen zu einer Moschee bzw. zu einem Minarett umbauen. Die Zeit der osmanischen Herrschaft sowie das österreich-ungarische Imperium prägte die architektonische Entwicklung der Stadt. Viele Glaubensgebäude wie die bedeutsamste Esma-Sultanija-Moschee bzw. die Sinan-Beg- oder Okić-Moschee entstanden in der Zeit. Selbst bei einem köstlichen bosnischen Kaffee in dem einen oder anderen Lokal in der Innenstadt in der Nähe der Stadtmauer könnt ihr bei Kulinarischem in die kulturelle Vielfalt eintauchen.</p>
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<p>Im Herzen der Stadt mündet der Fluss Pliva in den Fluss Vrbas und bildet das kleine Highlight von Jajce. Viele Kaskaden und Wasserfälle im Flussverlauf formte die Natur über die vielen tausende Jahre. Die letzte Kaskade mit dem knapp 20 Meter hohen Pliva-Wasserfall zieht aufgrund seiner besonderen Lage viele Besucher aus der ganzen Welt an. Dass ein solcher Wasserfall inmitten einer Stadt liegt, ist weltweit einzigartig. Er gilt als einer der 12 schönsten Wasserfälle der Welt. Das Alter des Wasserfalls wird mit 50.000 Jahren taxiert. Er entstand auf natürlichem Weg.</p>
<p>Die Einwohner von Jajce sehen den Wasserfall zu Recht als Stolz ihrer Stadt an. Für örtliche Künstler dient der Wasserfall neben dem Fluss Vrbas als Inspiration an. Der Wasserfall steht als Symbol für die Stadt Jajce und Bosnien-Herzegowina. Der Eintrittspreis für den Wasserfall beläuft sich für Erwachse auf 8,00 KM (01.05. bis 30.09.) bzw. 4,00 KM (01.10. bis 30.04.). In der Hochsaison ist der Eintritt in das Ethno Museeum und Mithräum inklusive. Kinder bis 7 Jahre haben freien Eintritt; zwischen 7 und 18 Jahre muss der halbe Eintrittspreis entrichtet werden (Stand 2019).</p>
<p><strong><u>Geheimtipp:</u> </strong>Möchtest du dir den Eintrittspreis für den Wasserfall sparen, kannst du oberhalb in der Nähe der Tankstelle von einer kleinen Aussichtsplattform das Naturspektakel verfolgen. Die Sicht auf die 20 Meter hohe Kaskade mit dem Pliva-Wasserfall ist ausreichend. Bedenke, dass es in der Hauptsaison hier recht voll werden kann.</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> Wenige Autominuten vom Pliva-Wasserfall entfernt, befinden sich in Mlinčići der Pliva-See und die gut erhaltene historische Wassermühlen. Die knapp 20 Wassermühlen stammten aus der Zeit des österreich-ungarischen Reiches.</p>
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<p>Die kleinen fensterlosen Hütten stehen auf dünnen Stelzen, unter denen das Wasser auf ein Wasserrad fließt. Sie weckt den Besuchern das Gefühl, in ein kleines Märchendorf einzutauchen. Die Naturlandschaft ist ein idealer Ort um sich zu entspannen. Die Wassermühlen können ganztägig besucht werden. Lediglich für das Parken sowie für die Nutzung der örtlichen Toiletten muss ein kleiner Betrag entrichtet werden (Über die Höhe kann ich leider nichts berichten, da die Parkautomaten während meines Besuchs außer Betrieb waren).</p>
<p style="text-align: justify;"></p>

<p style="text-align: justify;"><strong>Öffnungszeiten Wasserfall:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">08:00 Uhr bis 23:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Jajce 70101, Bosnien und Herzegowina</em></p>
<hr>
<h3><strong>#9 Una Nationalpark</strong></h3>
<p>Das Geo-Magazin titelt einmal über den Nationalpark: Bosniens unbekannte Schönheit! Der Una Nationalpark mit seinem wahrhaftigen Naturerlebnissen grenzt an Kroatien. In dem Nachbarland boomt der Tourismus durch die riesigen Küstenabschnitte bereits seit Jahren. Nun könnte man meinen, der Una Nationalpark erfährt genauso einen Boom. Jedoch weit gefehlt. Knapp 198 Quadratkilometer misst der Nationalpark in seinen Ausmaßen. Er ist einer der drei größten Nationalparks von Bosnien-Herzegowina. Der gleichnamige Fluss durchzieht die westliche Landschaft des Landes auf einer Länge von knapp 200 km. Allein die vielen Wasserfälle, die nicht nur zum Bestaunen sondern auch zu Rafting-Touren einladen, lassen das Urlaubsentdeckerherz höher schlagen. Prädikat: Fantastisches Urlaubsfeeling.</p>
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<p>Der Nationalpark wurde im Jahr 2008 gegründet. Mittels europäischer Fördergelder putzte sich der Nationalpark heraus. Holzstege und mehrsprachige Hinweisschilde erleichtert die Orientierung. Im nördlichen Abschnitt des Nationalparks in der Nähe der Stadt Drvar beginnt die atemberaubende Landschaft. Der Fluss Una fließ an dem wunderschönen Ort Martin Brod vorbei bis hin zur Universitätsstaat Bihać. In der Nähe von Martin Brod fällt die Una von seinen steilen Felswänden und bietet damit ein kleines Naturschauspiel. Der 26 Meter hohe Wasserfall „Štrbački buk“ ist dabei eines der Highlights in dem Nationalpark. Über mehrere Etagen rauscht das Wasser ins Tal nieder. Viele Tierarten finden sich in dem Nationalpark. Wildtiere wie Wolf, Bär, Wildschein, Rotwein und Luchs siedelten sich hier genauso an wie die gut 120 verschiedene Vogel- und 15 Fischarten.</p>
<p>Der Nationalpark orientiert sich bei seiner Ausrichtung an dem kroatischen Vorbild: dem Nationalpark Plitvic. Während der kroatische Park mehrere hunderttausend Besucher anzieht, ist der Bosnische noch von solchen Besucherzahlen entfernt. Gut für die Urlauber, die noch etwas Ruhe und Gelassenheit bei der Sehenswürdigkeit erfahren wollen. Der große Vorteil für den Una Nationalpark ist seine sportliche Vielfalt. Neben Rafting oder Kajaktouren werden auch Schwimmen, Tauchen oder Höhlentauchen angeboten. Sogar das Erkunden mit dem Mountainbike ist dem Nationalpark möglich. Auch für die Angler ist der Nationalpark in bestimmten Bereichen freigegeben. Aufgrund der langsam wachsenden Popularität bieten Einheimische entlang des Nationalparks Übernachtungsmöglichkeiten an. Wer es etwas „wilder“ mag, der kann auch in dem Nationalpark campen. Achtet nur beim Verlassen auf eure Hinterlassenschaften und haltet die Natur sauber.</p>
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<p>Park Ranger achten darauf, dass die Parkgesetze eingehalten werden. Sie kassieren auch den Eintritt. Er kostet beim „Štrbački buk“ 7,00 KM. Beim dem etwas kleinen Wasserfall „Veliki vodopad na Uni (Great Una Waterfalls)“ werden 2,00 KM fällig. Die kostenfreie Nutzung des Parkplatz am „Štrbački buk“ ist inklusive. Auch wenn hin und wieder der „Štrbački buk“ als rollstuhlgeeignet ausgewiesen wird, kann ich davon nur abraten. Es sind viele Stufen und unwegsames Gelände zu überwinden.</p>
<p><strong><u>Besucherhinweis:</u></strong> Die Anfahrt zu dem „Štrbački buk“ ist nur über eine unbefestigte Straße von knapp 8 km möglich. Auch wenn ich mit einem normalen Mietwagen dort anreiste, empfiehlt es sich ein Fahrzeug mit höherer Bodenfreiheit (geländefähig) zu nutzen.&nbsp;</p>
<p><strong><u>Geheimtipp:</u></strong> Beim Besuch des kleineren Wasserfalls Veliki vodopad na Uni (Great Una Waterfalls) wird der Eintrittspreis durch den örtlichen Parkwächter nur am unteren Eingang kassiert. Am oberen Eingang zum Wasserfall befand sich kein Parkwächter, sodass ein kostenloser Zutritt möglich ist. So kommt hier zum oberen Eingang:&nbsp; Ihr lauft die asphaltierte Zufahrtstraße weiter aufwärts in Richtung Süden (örtliche Lokal ‚Bife Livac‘ einfach rechts liegenlassen) und biegt nach knapp 300 Meter rechts auf einem kleinen Weg ab. Zwischen den Häusern führt der kleine Weg zum hinteren Eingang. Nutzt dabei den schmalen Weg vorbei an einer alten zerfallenen Mühle und ihr kommt zu den Wasserfällen.</p>
<p style="text-align: justify;"></p>

<p style="text-align: justify;"><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">08:00 Uhr bis 21:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bosanska 1, Bihać 77000, Bosnien und Herzegowina</em></p>
<hr>
<h3><strong>#10 Krupa Wasserfälle</strong></h3>
<p>Etwa 25 km südlich von Banja Luka befindet sich der Ort Krupa na Vrasu. Bei der Anfahrt über die Panoramastraße M16, die zwischen den beiden Schluchten des Flusses Vrbas entlangführt, kann man bereits die schöne Landschaft erahnen. Startet ihr von Banja Luka, könnt ihr den atemberaubenden Vrbas River Canyon mit seinen Klippen bewundern. Nach einer knapp 30 minütigen Autofahrt erreicht ihr den Ort Krupa na Vrbasu. Der Ort ist bekannt für seine Wasserfälle und seine historischen Wassermühlen. Abgeschieden im Tal des Flusses Vrbas, die einen fast märchenhaften Anblick hinterlässt, findet ihr die Mündung vom Krupa Fluss.</p>
<p>Am unteren Ende des kristallklaren Krupa Flusses bieten die dichtgedrängten Wasserfälle ein kleines ruhiges natürliches Refugium. Von einem städtischen Trubel ist weit und breit nichts zu spüren. An den Kaskaden der Wasserfälle gliedert sich an einer Reihe kleine alte Holzhütten. Wer genauer hinschaut, kann bei den auf Stelzen befindlichen Holzhütten unterhalb Wasserräder im Flusslauf entdecken. Es handelt sich bei den Holzhütten um die historischen Wassermühlen. An den alten Mühlen erfahrt ihr, wie vor hunderten von Jahren Weizen und Buchweizen gemahlen wurde. Während der Hauptsaison laden euch die Müller der Wassermühlen ein, selbst das Mahlhandwerk zu erlernen. Frisch gemahlenes Mehl kann man von den örtlichen Besitzern oder die frisch gefangenen und zubereiteten Forellen aus der Krupa kaufen. Besonders im Frühling führt der Fluss mehr Wasser, so dass die kleinen Wasserfälle noch beeindruckender auf einem wirken.</p>
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<p>Flussaufwärts kann man entlang der Uferpromenade zu den Quellen des Krupa-Flusses wandern. Auf interessante Wege und inmitten von herrlichen moosigen Wäldern finden sich auch einheimische Wildtiere, die die Herzen von jeden Naturliebhabern höher schlagen lassen. Wer bis zur Quelle des Flusses wandert, wird die Strikina Pećina (Onkelhöhle) entdecken. Nach Aussagen der Anwohner entsprang früher der Fluss Krupa der Höhle, ehe ein Erdbeben den Zugang und damit die Höhle verschüttete. Ein Eintritt zu den Krupa Wasserfällen wird nicht verlangt. Frisch gemahlenes Mehl von Buchweizen ist ab 5 KM verfügbar. Für Mehl von Weizen oder Mais bezahlt ihr vor Ort beim Müller 2 KM.</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u> </strong>An den Wasserfällen befinden sich einige kostenlose Parkplätze. In der Nebensaison stehen auf dem Parkplatz ausreichend Kapazitäten zur Verfügung. In der Hochsaison sind diese schnell vergriffen.</p>
<p style="text-align: justify;"></p>

<p style="text-align: justify;"><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">08:00 Uhr bis 24:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Krupa na Vrbasu, Bosnien und Herzegowina</em></p>
<hr>
<h3><strong>#11 Geheimtipp &#8211; Pekara, Bosnischer Kaffee, Cevapcici </strong></h3>
<p>Pekara (kyrillische Schreibweise: ПЕКАРА) finden sich an vielen Ecken der Ortschaften. Selbst in kleine Orte könnt ihr auf eine Pekara (deutsch: Bäckerei) stoßen. Warum die Pekara ein Geheimtipp ist? Nun, in Bosnien öffnen die Pekara oder eben die Bäckereien ab 06 Uhr und haben in der Regel bis 24 Uhr geöffnet. In der Pekara werden lokale Köstlichkeiten serviert. Von süßen bis hin zu deftigen Speisen findet jeder Gaumen etwas in den Verkaufseinrichtungen.</p>
<p>Das Köstlichste in einer Pekara ist und bleibt Burek. Unter den Namen Burek versteht man verschiedene Teiggerichte. Den Ursprung hat Burek im Türkischen. Es wird im serbischen/bosnischen auch vereinzelt als Pita bezeichnet. Das Teiggericht wird mit drei unterschiedlichen Füllungen angeboten. Ihr könnt zwischen Hackfleisch-, Käse- oder Spinatfüllung wählen. Mir schmeckte die Hackfleischfüllung am besten. Die Speise erhaltet ihr für 2 KM. Preiswerter kann man heimisches (Fast)food nicht genießen. (Hinweis: In einigen Orten werden zunächst Kilogramm Preise von ca. 10 bis 12 KM ausgewiesen, die auf das Gewicht des einzelnen Stücks heruntergerechnet werden.)</p>
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<p>Für alle Kaffeegenießer unter euch kommt gleich der nächste Tipp. Der Bosnische Kaffee ist einfach sehr köstlich. Wohlwollendes Aroma von frisch gebrühtem Kaffee erwartet euch beim Trinken. Man kann fast sagen, dass Kaffeetrinken in Bosnien zelebriert wird. Während ihr auf eurem bestellten Kaffee wartet, entdeckt euer Geruchsorgan die bosnische Kunst der heimischen Kaffeeröstung. Der Barista serviert euch den Kaffee mit einem Glas Wasser und einer kleinen Süßspeise. Traditionell natürlich auf einem typischen Kupfertablett. Der Frischmacher wird wie türkischer Kaffee direkt aufgebrüht. Aber Vorsicht: Es wird dem bosnischen Kaffee nachgesagt, dass er sehr stark sei. Ich kann es leider nicht bestätigen. Oder sind meine Geschmacksknospen einfach zu sehr verwöhnt worden? Probiert ihn einfach und überzeugt euch selbst davon. Jedenfalls ist der Kaffee bereits für 2 KM zu haben.</p>
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<p>Fleischgerichte sind traditionell in dem Balkanland weit verbreitet. Genauso verhält es sich mit dem Nationalgericht: Cevapcici. Cevapcici sind eng mit dem Balkan verbunden. Die Speise findet ihr in jedem Lokal. In den verschiedenen Regionen von Bosnien-Herzegowina probieren sich die heimischen Restaurants in verschiedene Darreichungsformen. Althergebracht wird das Gericht als gegrillte Hackfleischröllchen im Fladenbrot und Zwiebeln serviert. Für die Speise zahlt ihr in der Regel 7 KM.</p>
<p><iframe src="https://www.google.com/maps/d/embed?mid=1EGT5DlS2psxheoCyBs4xbg0YahVReY55" width="640" height="480"></iframe></p><p>Der Beitrag <a href="https://www.11places.de/bosnien-herzegowina">Bosnien-Herzegowina</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.11places.de">11places</a>.</p>
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		<title>Sarajevo</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marco]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2020 16:06:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Städte]]></category>
		<category><![CDATA[balkan]]></category>
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		<category><![CDATA[herzegowina]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Fluss Miljacka liegt die Hauptstadt und zugleich größte Stadt in Bosnien und Herzegowina: Sarajevo. Sie ist von drei Bergen umgeben – Bjelšnica, Igman und Trebević. Aufgrund ihrer turbulenten Vergangenheit ist die Stadt heute eine der historisch interessantesten und vielfältigsten Städte in Europa. Wer durch die Innenstadt von Sarajevo schlendert, der wird schnell einen leichten Brandgeruch von traditionell gegrillten Cevapcici wahrnehmen. Natürlich strecken dem Besucher auch andere fast orientalisch wirkende Düfte entgegen. Jedoch wird man schnell erkennen, dass vorwiegend das...</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.11places.de/sarajevo">Sarajevo</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.11places.de">11places</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Fluss Miljacka liegt die Hauptstadt und zugleich größte Stadt in Bosnien und Herzegowina: Sarajevo. Sie ist von drei Bergen umgeben – Bjelšnica, Igman und Trebević. Aufgrund ihrer turbulenten Vergangenheit ist die Stadt heute eine der historisch interessantesten und vielfältigsten Städte in Europa.</p>
<p>Wer durch die Innenstadt von Sarajevo schlendert, der wird schnell einen leichten Brandgeruch von traditionell gegrillten Cevapcici wahrnehmen. Natürlich strecken dem Besucher auch andere fast orientalisch wirkende Düfte entgegen. Jedoch wird man schnell erkennen, dass vorwiegend das Aroma von frisch gebrühtem Kaffee das Geruchsorgan, serviert auf verzierten Kupfertabletts, erfreuen lässt. Die vielen Cafés in der Hauptstadt Bosnien und Herzegowinas, an denen der süßliche Geruch von Shisha-Tabak vorbeizieht, laden Touristen und auch Einheimische förmlich ein, sich niederzulassen, um das bunte Treiben in den engen Gassen der Altstadt zu beobachten.</p>
<p>Ein Fakt erscheint noch interessanter: In Sarajevo kommen Menschen von vier Religionen schon seit Jahrtausenden friedlich miteinander aus. Orthodoxe Christen, Katholiken, Muslime und Juden, die sich in etwa 90 Moscheen, 20 Kirchen und 3 Synagogen auf engsten Raum begegnen. Sarajevo gilt von daher als multiethnisch. Es wird nicht umsonst als das osmanische Juwel inmitten Europas bezeichnet. Nachfolgend stelle ich euch 10 Ideen sowie einen Geheimtipp für euren nächsten Aufenthalt in Sarajevo vor.</p>
<h3><strong>#1 Herz-Jesu-Kathedrale</strong></h3>
<p>Bei der Kathedrale handelt es sich um eine römisch-katholische Bischofskirche in Sarajevo. Sie ist in der Altstadt Sarajevos im Stadtteil Stari Grad zu finden. Die Herz-Jesu-Kathedrale (bosnisch: Katedrala Srca Isusova) wurde in den Jahren von 1884 bis 1889 errichtet. Sie wird auch als Dom Sarajevo (Sarjevska katedrala) bezeichnet und ist der größte Dom in Bosnien-Herzegowina. Architekt des Bauwerkes war Josip Vancas. Die Kirche ist 41,9 Meter lang und 21,3 Meter breit. Die beiden Glockentürme sind 43,2 Meter hoch.</p>
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<p>Im Jahr 2013 wurde die Restaurierung der Kathedrale abgeschlossen. Die Herz-Jesu-Kathedrale ist eine neugotische Basilika. Sehenswert sind der halbrund schließende Chor im Norden sowie die doppeltürmige Portalfassade im Süden. Die weißen Marmorskulpturen sowie die Buntglasfenster überdauerten die Zeit fast unbeschädigt und sind im Originalzustand zu bewundern. Die Orgel der Kathedrale ist 1885 von der kroatischen Orgelbaufirma Heferer erbaut und 4 Jahre später in der Kirche installiert worden. Sie wurde in den Jahren 1932 und 1989 restauriert. Während es Bosnienkrieges von 1992 bis 1995 wurde das Gotteshaus und dessen Orgel beschädigt. Monsignore Heribert August, Pfarrer aus Aachen, nahm sich die Restaurierung persönlich an. Sein Wegbegleiter Marco Josipovic, Leiter des Priesterseminars in Sarajevo, erteilte seinem Freund August aufgrund einer schweren Krankheit den Auftrag: „Pass auf meine Kirche auf.“ Handwerker und Spender aus Aachen und Umgebungen ermöglichten es, den letzten Wunsch Josipovic zu erfüllen. Die Kirche, die insbesondere durch den Bosnienkrieg und der serbischen Belagerung gezeichnet war, erhielt in der Zeit von 2014 bis 2017 eine umfassende Restaurierung. Der letzte Akt der Renovierung war die Wiederherstellung der 128 Jahre alten Orgel, die zur Fertigstellung in ihrer vollen Stärke ertönte. Zur Wiedereröffnungen begleiteten 30 Aachener Heribert August, um die Segnung der restaurierten Orgel zu erleben. Wer die Kirche von Innen bewundern möchte, muss dafür umgerechnet 2 Konvertible Mark entrichten. &nbsp; &nbsp;</p>
<p><u>Besuchertipp:</u> Die Währung in Sarajevo ist die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Konvertible_Mark" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konvertible Mark (KM)</a>. Ein Euro entspricht ca. 1,95 Mark (KM). &nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;"></p>
<p></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">09:00 Uhr bis 17:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Trg Fra Grge Martica 2, Barice 71000, Sarajevo</em></p>
<hr>
<h3><strong>#2 Moschee Gazi Husrev-Beg</strong></h3>
<p>Die Gazi-Husrev-Beg-Moschee in Sarajevo – kurz: Begova Moschee – ist die größte und eine der ältesten Moscheen in Bosnien und Herzegowina. Die Moschee wurde 1530 im Zentrum von Bascarsija errichtet. Sie wurde im Auftrag von Gazi Husrev Beg errichtet. Der Namensgeber ist der Neffe des Sultans Bayezid II. Als Architekt der Moschee wird Adzem Esir Ali genannt. Er war Perser aus Täbris, der damals Hauptstadtarchitekt im Osmanischen Reich war.</p>
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<p>Die Begova Moschee ist eine Kuppelmoschee im frühen klassischen Stil. Wenn ihr auf dem Gelände unterwegs seid, fällt euch sofort die Kuppel über den Betraum auf. Sie misst eine Höhe von 26 Metern. Der Hauptgebetsraum hat einen quadratischen Grundriss mit einer Seitenlänge von 13 Metern. Das Gebäude hat ein Vorderschiff mit Halbkuppel und zwei Seitenschiffe. Die Arkaden der Vorhalle werden von 4 Säulen aus Marmor getragen. Das Minarett der Moschee ist 47 Meter hoch. In dem Hof der Moschee ist ein Moscheebrunnen (Schadrivan). Die Überdachung des Schadrivan ruht auf 8 Säulen, die mit elegant verlaufenen Bögen verbunden sind. In dem Hof der Moschee sind viele bosnische Führer begraben. In der Moschee befinden sich unteranderem die Mausoleen des Gazi Huzrev Beg und Gaiz Murat Beg.</p>
<p>Der Moscheebrunnen verfügt nicht über eine eigene Quelle. Das Wasser wird hierzu über ein 6 km langes Holzrohrsystem zu dem Brunnen geleitet. Seit 1537 existiert gegenüber der Moschee eine Madrasa. Die Madrasa (im Deutschen als Medresse) bezeichnet seit dem 10. Jahrhundert eine Schule, in der Islamwissenschaften unterrichtet werden. Als Anbau an dem historischen Gebäude befindet sich seit Anfang des 21. Jahrhunderts die islam-theologische Fakultät.</p>
<p>Wenn ihr auf dem Gelände des Moscheehofes unterwegs seid, begebt euch in die nord-westliche Ecke. Hier findet ihr einen kleinen Raum, das sogenannte Muvekkithana. Es handelt sich dabei um ein Zeithaus, in dem sich Instrumente für die korrekte Bestimmung des Sonnenstands befinden. Anhand des Sonnenstands wird die Gebetszeit genau bestimmt. Heute gilt die Moschee als das wichtigste architektonische Denkmal aus der Zeit des Osmanischen Reiches in dem Balkanland. Das Moscheegelände ist von 07:00 Uhr bis 21:00 Uhr kostenfrei betretbar. Die Öffnungszeiten für die Moschee sind aufgrund der Gebetszeiten für Besucher reglementiert.</p>
<p style="text-align: justify;"></p>
<p></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">09:00 Uhr bis 12:00 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 50%;">&nbsp;</td>
<td style="width: 50%;">14:00 Uhr bis 15:30 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 50%;">&nbsp;</td>
<td style="width: 50%;">16.30 Uhr bis 18:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Saraci 8, Sarajevo 71000 <br></em></p>
<hr>
<h3><strong>#3 Sebilj</strong></h3>
<p>Der Sebilj ist ein öffentlicher Brunnen in der Altstadt von Sarajevo. Der Brunnen befindet sich mittig im alten Handwerker- und Händlerviertel Bašćaršija. Er ist die Hauptattraktion in der Hauptstadt Sarajevos. Der Name des Brunnen leitet sich von dem arabischen Wort „Sabil“ ab, welches „Weg“ oder „Reise“ bedeutet.</p>
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<p>Der Ursprung der Brunnen führt bis auf die arabische Halbinsel zurück. Die Osmanen brachten den Brauch, solche Holzbrunnen zu bauen, nach Bosnien und Herzegowina. Sogenannte Sebiljdzija, so wurden die staatlichen Arbeiter der Holzbrunnen genannt, besetzten die Kioske und gaben durstigen Reisenden kostenlos Wasser. Der orientalische Holzbrunnen findet sich im Omanischen Reich vorwiegend an den Hauswänden einer Moschee wieder.</p>
<p>Der <em>Sabil</em> stellt hierbei im Gegensatz zum türkischen <em>Cesme</em> eine unabhängige Konstruktion wieder. Er wird in der Bauart vorwiegend auf öffentlichen Plätzen osmanischer Städte angetroffen. Sie werden auch als kioskförmige öffentlichen Brunnen bezeichnet. In früheren Jahren existierte in Sarajevo eine Vielzahl an Sebiljs. Das Original des Sebilj, erbaut von Mehmed Pasha Kukavica, wurde bei einem Brand zerstört. Der Holzbrunnen in seiner heutigen Gestalt stammt aus der österreichisch-ungarischen Zeit, der einige Meter von dem historischem Standort entfernt errichtet wurde. Konstrukteur des heutigen Sebilj war Alexander Wittek, der den Brunnen 1913 in dem pseudo-maurischen Stil errichtet wurde. Zu den 14. Olympischen Winterspielen sowie nach dem Bosnienkrieg wurde der Brunnen renoviert.</p>
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<p>Heute ist der Brunnen zentraler Punkt um die Altstadt von Sarajevo zu entdecken. Der Besuch des historischen Brunnens wird gern mit dem Füttern von den vielen Tauben verbunden, die in Scharen zum Fliegen aufbrechen und damit für Freude insbesondere bei den jüngeren Gästen sorgen. Der Brunnen kann kostenlos aufgesucht werden. &nbsp;</p>
<p><u>Besuchertipp:</u> Fülle deine Trinkflasche an dem Brunnen einfach auf. Die kostenlose Wasserversorgung funktioniert auch heute noch. &nbsp;</p>

<p></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">00:00 Uhr bis 24:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bascarsijki trg, 71000 Sarajevo</em></p>
<hr>
<h3><strong>#4 Sahat-Kula – Der Glockenturm</strong></h3>
<p>Der Glockenturm von Sarajevo befindet sich direkt neben der Gazi-Husrev-Beg-Moschee inmitten der Altstadt. Mit seinen 30 Metern Höhe ist er der höchste von 21 Glockentürmen in Bosnien-Herzegowina und zugleich ein Wahrzeichen von Sarajevo. Hinter der schweren, schwarzen, eisernen Eingangstür mit orientalischen Verzierungen verbergen sich 76 alte, einfache und äußert enge Treppenstufen. Wer sich die Uhr vom Glockenturm näher anschaut, erkennt, dass die einzige öffentliche Uhr der Welt „a la turca“ zunächst wie jede andere Uhr ausschaut. Einmal pro Woche erklimmt der Muvekit den Glockenturm, um die Zeit einzustellen. Ein Muvekit, ein Moschee-Angestellter, ist verantwortlich für die Richtigkeit und Genauigkeit der Uhr. Das Besondere an dem Glockenturm ist, dass die Uhr jedoch nicht die normale Uhrzeit anzeigt, sondern es wird der Mondkalender ausgewiesen.</p>
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<p>Bei Sonnenuntergang endet der Tag, ein neuer Tag beginnt und es ist Null Uhr. Natürlich fragt ihr euch sicher jetzt, weswegen Null Uhr zum Sonnuntergang angezeigt wird. Die Muslimen messen anhand des Sonnenuntergangs die Zeit und richten ihre Gebete daran aus. In der Zeit vor Smartphone und Apps bestimmte die Turmuhr das Leben der muslimischen Einwohner. Zum Zeitpunkt des Fastenmonats Ramadan läutet die Uhr den Sonnenuntergang ein. Neben den Klang der Glocken signalisierte das beleuchtete Minarett der Gazi-Husrev-Beg-Moschee, dass die Zeit des Fastenbrechens begann.</p>
<p>Der Turm wurde von dem damaligen Gouverneur Gazi Husrev-Beg, einer der größten bosnischen Wakifs, zur Zeit des osmanischen Reiches errichtet. Erstmalig wurde der Glockenturm im 17. Jahrhundert erwähnt. Nach Brandschäden im Jahr 1697 sowie 1762 wurde der Turm erneut aufgebaut. Gillet &amp; Johnson, Uhrenhandwerker aus London, ersetzten &nbsp;die Uhr und den bisherigen türkischen Mechanismus. Sie wird deshalb auch gern als „Little Ben“ bezeichnet. Die Uhr des Glockenturms wurde 1967 umfassend repariert. Im Rahmen der Restaurierung erhielt die Uhr von Abdulah Kasumagic, ein bekannter Einwohner Sarajevos und ehemaliger Muvekit, vergoldete Ziffern sowie die vergoldeten Ziffernblätter. Seit 2006 ist der Glockenturm als Erbe zur Erhaltung des Landes zum Nationaldenkmal erhoben worden. Leider kann das Innere des Glockenturms nicht besucht werden. Der Glockenturm ist von den angrenzenden Straßenzügen jedoch gut erkennbar. &nbsp;</p>
<p></p>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Mudzeliti Veliki bb, Barice 71000, Sarajevo</em></p>
<hr>
<h3><strong>#5 Vijećnica &#8211; Alte Rathaus</strong></h3>
<p>Vijećnica ist das ehemalige Rathaus in Sarajevo. Das Gebäude beherbergt heute die Nationalbibliothek von Bosnien und Herzegowina. Das alte Rathaus ist eines der bekanntesten Gebäude der Stadt, das in der Zeit von 1892 bis 1894 vom österreichischen Architekten Alexander Wittek errichtet wurde und als Symbol für das Zusammentreffen der Weltkulturen dient. Erzherzog und Thronfolger der österreich-ungarischen Monarchie Franz Ferdinand stattete dem Gebäude am 28. Juni 1914 einen Besuch ab, bevor er dem tödlichem Attentat zum Opfer fiel. Seit 1949 wird die Vijećnica als National- und Universitätsbibliothek genutzt.</p>
<p>Während des Bosnienkrieges von 1992 bis 1995 wurde das Gebäude im August 1992 schwer beschädigt. Bei dem Beschuss serbischer Belagerer verbrannten über 1,5 Millionen Bücher sowie mehr als 155.000 seltene Bücher und Manuskripte. Bei dem Versuch einiger Bürger und Bibliothekare die Bücher vor dem Flammenmeer zu retten, starb mindestens eine Person. Nach Ende des Bosnienkrieges errichtete der verantwortliche Architekt Nedžad Mulaomerović das alte Rathaus wieder. Dazu dienten vorwiegend private Fotos früherer Besucher sowie Dokumente aus den Archiven von Wien, Budapest und Belgrad. Die Zsolnay Porzellanmanufaktur im ungarischen Pécs lieferte die Kacheln für den Innenhof.</p>
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<p>Die Restaurierung begann im Jahr 1996. Am 9. Mai 2014, dem Europatag und dem Tag des Sieges über den Faschismus, wurde die Vijećnica feierlich mit einer Aufführung des Sarajevo Philharmonic Orchestra und von Vedran Smailović, dem Cellist von Sarajevo, wiedereröffnet. Nach der Restaurierung des Gebäudes gilt es als nationales Denkmal, das für verschiedene Veranstaltung genutzt wird. Es dient vorwiegend für festliche Anlässe auf Landes- und Stadtebene zur Förderung von Kultur-, Kunst- und Geschäftsveranstaltung. Der Eintritt in das alte Rathaus kostet 10 KM. Mit dem Eintrittspreis könnt ihr neben einer wechselnden Dauerausstellung auch die faszinierenden Kacheln der Innenausstattung bewundern.</p>
<p><u>Besuchertipp:</u> Den schönsten Blick auf das Gebäude habt ihr am Abend kurz nach dem Sonnenuntergang von der gegenüberliegenden Seite des Flusses. &nbsp;</p>

<p></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">09:00 Uhr bis 18:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Obala Kulina bana 1, 71000 Sarajevo</em></p>
<hr>
<h3><strong>#6 Gelbe Bastion</strong></h3>
<p>Im Stadtteil Vratnik von Sarajevo findet sich die Žuta Tabija – die gelbe Bastion. Bei der Gelben Bastion oder auch Gelbe Festung handelt es sich um eine Kanonenfestung am Eingang der „ummauerten Stadt Vratnik“. Sie ist der westliche Teil einer alten Stadtmauer in dem ältesten Stadtteil von Sarajevo. Sie wurde im 18. Jahrhundert in der Gegend Jekovac unweit der Jajce-Kaserne und des Jekovac-Wasserreservoirs aus gelbem Sandstein errichtet.</p>
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<p>Die Festung diente einst als Schutz der Altstadt Vratnik an den Berghängen nordöstlich des alten Marktviertels Bašćaršija. Im Jahr 1878 war sie ein wichtiger Verteidigungspunkt gegen die vorrückenden österreichisch-ungarischen Truppen. Die Bastion wurde mehrmals beschädigt. Im Jahr 1998 nach dem Bosnienkrieg wurde sie letztmalig renoviert. Die Gelbe Bastion mit der Stadtmauer wurde im Jahr 2005 zum Nationalen Denkmal Bosniens-Herzegowinas erhoben.</p>
<p>Die Gelbe Bastion befindet sich knapp 20 Gehminuten vom Zentrum entfernt. Sie liegt auf einem der Hügel von Sarajevo. Die Bastionen als Aussichtspunkte ziehen viele Touristen an. Wenn ihr einen herrlichen Blick über Sarajevo erhalten wollte, lohnt sich der etwas steile Aufstieg zur Gelben Bastion. Bei euren Fußmarsch kommt ihr an viele Friedhöfe vorbei. Die hier begrabenen Personen stammen aus der Zeit des Bosnienkrieges von 1992 bis 1995. Auf den Friedhöfen mahnen die weißen Grabsteine, die dicht gedrängt auf den Flächen stehen, an die Opfer des Bosnienkrieges. Bei dem Aufstieg zu der Gelben Bastion kommt ihr am Kovači- Šehid-Friedhof, auf dem mehrere tausende Opfer ihre Ruhe sowie der erste im Jahr 2003 verstorbene Präsident des unabhängigen Bosnien-Herzegowina, vorbei. Der Zutritt zur Gelben Bastion ist kostenlos. Ihr sollte jedoch rechtzeitig am Abend vor Ort sein, da die Touristen und die Einheimischen gern den Sonnenuntergang von diesem Aussichtspunkt genießen.</p>

<p></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">00:00 Uhr bis 24:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Jekovac, 71000 Sarajevo</em></p>
<hr>
<h3><strong>#7 Weiße Bastion</strong></h3>
<p>Die Weiße Bastion – Bijela Tabija &#8211; zählt genauso wie die Gelbe Bastion zu der Verteidigungsanlage des Stadtteils Vratnik von Sarajevo. Sie ist eine der 5 Bastionen der Festungsanlage und wurde ebenfalls zum nationalen Denkmal von Bosnien und Herzegowina erhoben. Die Weiße Bastion zählt zu den berühmtesten Touristenattraktionen in der Stadt.</p>
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<p>Sie ist eine Festung,&nbsp; die sich an den südöstlichen Berghängen von Sarajevo auf einem 667 Meter hohen Hügel erhebt. Steht die Sonne in einem besonderen Winkel über Sarajevo, so erstrahlen die Gemäuer der Festung in weißer Färbung. Die Weiße Festung erinnert an frühere Zeiten, als sie über den natürlichen östlichen Zugang von Sarajevo wachte. Von der Bastion kann man bei schönem Wetter einen herrlichen Blick auf den Fluss Miljacka sowie auf den westlichen Teil der Hauptstadt Bosniens und Herzegowinas genießen.</p>
<p>Frühere Stadtchroniken weisen darauf hin, dass die Bastion im Jahr 1550 errichtet wurde. Die in Stein erbaute Bastion beherbergte in ihrer historischen Vergangenheit eine Waffenmannschaft und war zugleich ein Munitionslager. Während des Baus des Stadtteil Vratnik wurde die Festung zerstört, als an derselben Stelle eine andere Festung errichtet wurde. Bei der heutigen Bastion handelt es sich um eine Rekonstruktion von Alija Bejtič. Vor dem Bosnienkrieg war die Festung von Verwüstungen und dem eigenen Verfall gezeichnet. Der Illegale Wohnungsbau, bei dem die Steine der Festung und der Stadtmauer als Baumaterial herhalten musste, beschleunigte die Vernichtung der Festungsanlage.</p>
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<p>Während des mehrjährigen Bosnienkrieges stand die Festung aufgrund ihrer Lage unter schweren Beschuss. In den vergangenen Jahren entschied die Regierung die Weiße Bastion wieder herzurichten. Die Erhaltung, Restaurierung und Revitalisierung des Gebietes in und um der Weißen Bastion soll für die Touristen attraktiver und darüber hinaus als ständiges Ziel der Kunstszene etabliert werden.&nbsp; Der Eintritt zu der Weißen Bastion kostet 5 Konvertible Mark. <u>&nbsp;</u></p>
<p><u>Besuchertipp:</u> Haltet für den Eintrittspreis Kleingeld bereit. Wechselgeld ist an der Kasse meist wenig vorhanden. Mit Euro kann man hier leider nicht bezahlen. &nbsp;</p>

<p></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">10:00 Uhr bis 16:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Poddžebhana 15, 71000 Sarajevo</em></p>
<hr>
<h3><strong>#8 Lateinerbrücke – Gavrilo Princip</strong></h3>
<p>Die Lateinerbrücke ist eine osmanische Stadtbrücke im Stadtzentrum von Sarajevo und erlangte in ihrer Geschichte leider eine traurige Berühmtheit.. Am 28. Juni 1914 um 10:45 Uhr richtete die Welt den Blick auf Sarajevo. Die Stadt wird zum Brennpunkt der Weltgeschichte. An jener Brücke wird der österreichische Thronfolger Opfer eines Anschlages.</p>
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<p>Zu Zeiten der jugoslawischen Republik trug sie den Namen Gavrilo Princip. Princip war der Attentäter auf Erzherzog Franz Ferdinand, wodurch der Erste Weltkrieg auslöst wurde. Das Attentat auf dem Monarchen fand am Nordende der Brücke statt. Die Lateinerbrücke ist eine der ältesten Brücken in Sarajevo. Sie führt über den Fluss Mijacka. 1541 wurde an dem Ort eine Holzbrücke errichtet, die 1565 durch eine Steinbrücke ersetzt wurde.</p>
<p>Ein Hochwasser im Jahr 1791 beschädigte die Brücke schwer. Restaurationsarbeiten in den Jahre 1798 bis 1799 stellten den Urzustand wieder her. Im Juni 1917 errichtete die Stadtverwaltung an der Brücke ein Denkmal für Franz Ferdinand und seiner Frau, die bei dem Attentat durch Gavrilo Princip ebenfalls starb. Nach Ende der österreichischen Herrschaft und der Gründung Jugoslawiens wurde die Brücke in Gavrilo Princip Brücke umbenannt und das errichtete Denkmal entfernt. Mitte der 90ziger Jahre erhielt die Brücke ihren ursprünglichen Namen zurück und heißt seit dem Lateinerbrücke.</p>
<p>Fragmente des damaligen Denkmals befinden sich im dem Museum von Sarajevo, welches sich unweit der Brücke befindet. Die Brücke bestand aus fünf Bögen und vier Brückenpfeilern. Nachdem in den letzten Jahren das Ufer der Miljacka befestigt und ein Teil Brücke mit vermauert wurde, reduzierte sich die die Brücke auf vier Bögen. In zwei Pfeilern befinden sich Öffnungen. Die Öffnungen – oder auch Augen genannt – des größten Brückenbogens ist in stilisierter Form auch im Stadtwappen zu finden.</p>
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<p>Die Brücke wurde im Jahr 2003/2004 letztmalig restauriert. Sie dient heute als Fußgängerbrücke und ist für den Autoverkehr gesperrt. Am Nordende der Brücke befindet sich eine Gedenktafel, auf der das historische Ereignis dokumentiert wurde.</p>
<p><u>B</u><u>esuchertipp:</u> Verbinde den Besuch der Brücke mit dem historischen Sarajevo Museum 1878 bis 1918. Die Öffnungszeiten für das Museum sind Montag bis Samstag von 10:00 bis 16:00 Uhr. Eintritt ins Museum kostet 4 KM. &nbsp;</p>

<p></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">00:00 Uhr bis 24:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Obala Kulina bana bb, 71000 Sarajevo</em></p>
<hr>
<h3><strong>#9 Ashenazi Synagoge</strong></h3>
<p>Wer in Sarajevo unterwegs ist, sieht viele Moscheen und Kirchen. Jedoch befindet sich in der Hauptstadt Bosnien und Herzegowinas auch die älteste und wichtigsten Synagoge. Die Synagoge von Sarajevo oder Synagoge der Aschkenasim ist die drittgrößte in Europa. Sie wurde im Jahr 1902 errichtet. Ihr findet die Synagoge an dem südlichen Ufer des Flusses Miljacka. Der Ursprung reicht bis ins Jahr 1541 zurück. Zu der damaligen Zeit kamen die ersten Juden über Saloniki ins Land. Im 16. Jahrhundert errichteten die Juden mit Hilfe eines türkischen Wohltäters und der Erlaubnis des Pascha Siavush ein eigenes Stadtviertel namens Velika Avlija. Zu der Zeit entstand die erste Synagoge.</p>
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<p>Im 17. Jahrhundert&nbsp; kamen die Juden aschkenasimscher Abstammung nach Sarajevo. Sie flohen vor der Verfolgung in Europa auf den Balkan. Da die Aschkenasim als größte jüdische Gemeinde über keine eigene Synagoge verfügten, entschlossen sich die Verantwortlichen eine eigene Synagoge zu errichten. Der tschechische Architekt Karel Parik entwarf in auf Auftrag der Gemeinde die Synagoge im proto-maurischen Stil. Die bereits in Sarajevo lebenden Juden sind sephardischer Abstammung. Die beiden Gemeinden blieben bis zum zweiten Weltkrieg getrennt. Zum Ende des 17. Jahrhunderts besetzten die Österreicher das Land. Die Österreicher zerstörten und brannten den Stadtteil samt Synagoge nieder. Mit der Übernahme durch die Osmanen um 1739 erging es Juden besser. Bis 1856 hatten die Juden per Gesetz den gleichen Status wie die Osmanen, so dass die Anzahl der Juden wuchs. Sarajevo entwickelte sich als wichtiger Ort für die Juden, dass auch gern als kleines Jerusalem bekannt wurde. Viele wichtige Berufszweige, wie beispielsweise Ärzte, wurden von jüdisch stämmigen Einwohnern bekleidet. Nach dem ersten Weltkrieg blühte das Zusammenleben der Juden in Sarajevo weiter auf.</p>
<p>Das jüdische Leben änderte sich mit dem Aufstieg des NS-Regimes und der Verfolgung jüdisch stämmiger Einwohner. Von den einst knapp 10.000 Einwohnern sind durch den Holocaust 85% der jüdischen Einwohner ums Leben gekommen. Heute leben in Sarajevo knapp 700 Personen mit jüdischem Glaubens. Die Sephardim besaßen ab 1932 eine eigene Synagoge, die jedoch 1941 zerstört wurden. Die heutige Synagoge wird von den Aschkenasim und Sephardim gemeinsam benutzt. Der wunderbare Innenraum mit den großten Bögen, reich gemalten Dekorationen und der hohen, reich verzierten Decke sowie Bima, Toraschrein, Parochet und Ner Tamid kann im Inneren der Synagoge bewundert werden. Die Alte Synagoge (II Kal Grandi) dient unter anderem als Museum, indem die Geschichte der jüdischen Gemeinden dargestellt wird. Wer sich die Synagoge und das Museum von Innen anschauen möchte, muss dafür 2 KM Eintritt zahlen. &nbsp;</p>

<p></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">09:00 Uhr bis 14:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Hamdije Kreševljakovića 59, 71000 Sarajevo</em></p>
<hr>
<h3><strong>#10 Olympische Bobbahn 1984 – Trebević</strong></h3>
<p>Am südlichen Stadtrand von Sarajevo erhebt sich der Berg Trebević. Der Berg ist der nordwestliche Abschluss des Gebirges Jahorina. Der höchste Punkt beläuft sich auf 1629 Meter. Von dem Berg könnt ihr den tollen Ausblick auf die Stadt Sarajevo genießen. Zwischen den Kiefern am Berghang entdeckt ihr die Bob- und Rodelbahn, auf der sich die Besten zu den Olympischen Winterspielen 1984 gemessen hatten.</p>
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<p>Seit 2018 kann der Lost Place mit der wieder eröffneten Trebević-Seilbahn erreicht werden. Die Hin- und Rückfahrt mit der Seilbahn kostet 20 KM (Kinder unter 7 Jahre freier Eintritt). Seid ihr am Startpunkt der Bobbahn angelangt, so könnt ihr neben dem der Bob- und Rodelbahn ebenfalls das Observatorium Bistrik kula erkunden. Die Bob-/Rodelbahn wurde 1983 errichtet und kostete 8,5 Millionen US-Dollar. Während des Bosnienkrieges nutzen die Streitkräfte der Republik Srpska die Hänge des Trebević mit der Bob- / Rodelbahn für die Belagerung von Sarajevo. Die Bauten der Bob-/Rodelbahn im Bosnienkrieg stellten eine strategische Bedeutung als Artillerieposten dar. Viele Minen wurden dort gelegt, die erst mit Abschluss 2008 komplett entfernt wurden. Auf der Bobbahn, die so manche Einschlaglöcher aufweist, könnt ihr die Länge von 1300 Metern zu Fuß erkunden. Auf 129 Höhenmetern und mit 13 Kurven fühlt man sich so ein wenig olympisch. Vor der olympischen Nutzung fand die Bob-Europameisterschaft 1983 statt. Nach den Olympischen Spielen trug der Sportverband bis zum Ausbruch des Bosnien-Krieges auf dem Gelände Weltcup-Rennen aus. Heutzutage sind auf der Bobbahn waghalsige Mountainbiker anzutreffen. Der Besuch der Anlage ist ganzjährig kostenlos möglich. &nbsp;</p>
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<p><u>Besuchertipp:</u> Seid ihr mit einem Mietwagen unterwegs, empfiehlt es sich auch die anderen verlassenen Sportstätten zu besuchen. Die Skisprungschanzen auf dem Igman-Berg in Sarajevo und das zerstörte Sporthotel, wo einst die Spitzensportler unterkamen, lassen einen Hauch von Olympia erleben. Vielleicht könnt ihr ja ein wenig das Feeling erleben, wie der Sportler mit der Nummer „50“ 1984 auf der Normalschanze zu seinem ersten Olympiagold flog. Wer sich jetzt fragt, wer die Nummer „50“ ist, hier die Lösung: Jens Weißflog aus der ehemaligen DDR gewann mit 87 Meter im zweiten Sprung und 215,2 Punkten die Goldmedaille. &nbsp;</p>

<p></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">00:00 Uhr bis 24:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Apelova cesta, 71000 Sarajevo</em></p>
<hr>
<h3><strong>#11 Geheimtipp &#8211; Cevapcici, Bosnischer Kaffee, Bosnisches Frühstück</strong></h3>
<p>Natürlich gibt es zu jedem Reiseziel einen Geheimtipp. Für euren Aufenthalt in der Hauptstadt Sarajevos geht es ums Kulinarische. Preiswert und lecker, so darf man gern mit seinem Gaumen Sarajevo erkunden. Am frühen Morgen, wenn die Straßen noch recht leer sind, kann man bereits in den örtlichen Backereien einkehren. Die Backstuben haben neben einem reichen Angebot an Süß- und Backwaren auch über ihre eigene Lokale ein Frühstücksangebot im Programm. In Sarajevo ist es üblich, dass die Pensionen mit einer befreundeten Backstube zusammenarbeiten und so ihr Frühstück anbieten.</p>
<p>Ihr habt kein Frühstück in der Pension mitgebucht: kein Problem! Das Frühstücksangebot in den Backstuben wird a la Card serviert. Aus mehreren Frühstücksangeboten kann man seinen Favoriten wählen. Von herzhafter Aufschnitt Platte mit Brötchen bis hin zu süßen Leckermäulchen ist alles vertreten. Ein Frühstück mit Kaffee und Saft einer Backstube wird bereits ab 4 KM im Zentrum Sarajevos angeboten. Also wer bei knapp 2 Euro Frühstück nicht satt wird, greift einfach bei dem unschlagbaren Angebot noch einmal zu.</p>
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<p>Für alle Kaffeetrinken unter euch kommt gleich der nächste Tipp. Der Bosnische Kaffee ist einfach sehr köstlich. Während ihr in einem Café auf eurem bestellten Kaffee wartet, kriecht einem bereits das wohl duftende Aroma von frisch gebrühtem Kaffee in seiner Nase empor. Der Kaffee, serviert auf einem verzierten Kupfertablett, reicht der Barista mit einem Glas Wasser und einer kleinen Süßspeise. Der dunkle Frischmacher ist wie ein türkischer Kaffee direkt aufgebrüht. Gäste und Anwohner meinten, der Kaffee sei stärker als man ihn sonst trinkt. Ich habe ihn probiert und ich konnte es leider nicht bestätigten. Vielleicht hatten sich meine Geschmacksknospen schon zu sehr an den Kaffee dort gewöhnt. Einen solchen bosnischen Kaffee erhaltet ihr ab 2 KM.</p>
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<p>Nach langer Erkundungstour durch Sarajevo muss man sich natürlich auch stärken. Was dem Deutschen seine Currywurst und Pommes sind, so greift der Bewohner und Gast in Sarajevo gern auf das Nationalgericht vom Balkan zurück: Cevapcici. Cevapcici und der Balkan ist eine unzertrennliche Symbiose. In seinen abgewandten Formen findet ihr es in vielen Balkanländern. In Bosnien und Herzegowina wird das Cevapcici dem Gast als gegrillte Hackfleischröllchen im Fladenbrot mit Zwiebeln serviert. Die Köstlichkeit gibt es bereits ab 7 KM. Wer in den engen Straßenwinkeln von Sarajevo schlendert, wird den köstlichen Geruch schwer los.</p><p>Der Beitrag <a href="https://www.11places.de/sarajevo">Sarajevo</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.11places.de">11places</a>.</p>
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		<title>Nordmazedonien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marco]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jan 2020 13:33:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmazedonien zählte einst zu der sozialistischen Republik Jugoslawiens. Das Land auf dem Balkan kann man einfach per Flugzeug erreichen. Die Flughäfen befinden sich in Skopje und in Ohrid, die zu unterschiedlichsten Zeiten von Low-Cost-Carrier oder den Reisefliegern angesteuert werden. Um das Land zu erkunden, empfiehlt es sich einen Mietwagen zu nutzen. Günstige Mietwagenangebote findet ihr auf den bekannten Preisvergleichsseiten wie Check24.de oder Billiger-Mietwagen.de. Die Kraftstoffpreise werden von staatlicher Seite festgesetzt. Für 14 Tage gilt an allen Tankstellen der gleiche Preis....</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmazedonien zählte einst zu der sozialistischen Republik Jugoslawiens. Das Land auf dem Balkan kann man einfach per Flugzeug erreichen. Die Flughäfen befinden sich in Skopje und in Ohrid, die zu unterschiedlichsten Zeiten von Low-Cost-Carrier oder den Reisefliegern angesteuert werden. Um das Land zu erkunden, empfiehlt es sich einen Mietwagen zu nutzen. Günstige Mietwagenangebote findet ihr auf den bekannten Preisvergleichsseiten wie Check24.de oder Billiger-Mietwagen.de. Die Kraftstoffpreise werden von staatlicher Seite festgesetzt. Für 14 Tage gilt an allen Tankstellen der gleiche Preis. Ein herrlicher Service, wie ich finde, ist der Tankstellenwärter an den Tankstellen. Da braucht man sich nicht selbst um das Betanken kümmern, sondern der Tankstellenwärter übernimmt die kostenfreie Serviceleistung. Die Straßen- / Hinweisschilder sind zweisprachig. Neben den kyrillischen findet ihr ebenso die lateinischen Beschriftungen. Englisch wird in Mazedonien genauso gesprochen. Kreditkarten wie VISA und Mastercard werden weitgehend an Tankstellen und größeren Supermärkten akzeptiert. Einen Stromadapter hatte ich im Reisegepäck, jedoch wurde er nie eingesetzt. Die Landeswährung ist Denar mit einem Umrechnungsfaktor von 1 Euro = ca. 60 Denar. Nordmazedonien ist kein Mitglied der EU. Es werden daher Roaminggebühren beim Telefonieren und/oder Datennutzung fällig.</p>
<p style="text-align: justify;"></p>
<h3><strong>&nbsp;#1 Skopje, Alter Basar</strong></h3>
<p>Die Hauptstadt von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nordmazedonien" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nordmazedonien</a> &#8211; zugleich größte Stadt des Balkanlandes &#8211; stand in der zurückliegenden Zeit unter römischer, byzantinischer und osmanischer Herrschaft. Skopje ist eine der wenigen erhaltenen Städte, die auf eine mehr als zweitausend Jahre andauernde Geschichte zurückblicken kann. Die Geschichte formte die Stadt in seinen kulturellen, religiösen und ethnischen Fassetten.</p>
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<p>Während die Altstadt mit dem Alten Basar und den kleinen verwinkelten Gassen sehr muslimisch geprägt ist, finden sich in dem südlichen Stadtteil vorwiegend architektonische Bauten aus der Zeit des ehemaligen sozialistischen Jugoslawiens wieder. Der ausgelöste Bauboom zu Zeiten der jugoslawischen Regierung nach dem zweiten Weltkrieg veränderte das Aussehen der Stadt am Vardar. Viele historische Gebäude, die der Krieg zerstörte, wurden überbaut. Die vielen Staturen, Skulpturen sowie reich verzierte Brücken und Brunnen lassen den Anschein bei den Besuchern erwecken, dass es sich um kulturelle Schätze handelt. Vielmehr ließ die Regierung nach den Parlamentswahlen 2008 die meisten der genannten Bauten erst in den letzten 10 Jahren errichten. So befindet sich eine 22 Meter hohe Statue Alexander des Großen neben der größten mazedonisch-orthodoxen Kirche am Hauptplatz von Skopje.</p>
<p>Die überbordende Errichtung der Monumente führte zum Streit zwischen den Kulturen und Ethnien, so dass sich die neue Regierung seit den letzten Parlamentswahlen wieder mehr für die Entwicklung des Landes und seiner Historie einsetzt. Die Steinbogenbrücke über den Fluß Vardar, die im 15. Jahrhundert errichtet wurde, verbindet den nördlichen mit dem südlichen Stadtteil. Die historische Entwicklung spiegelt sich ebenso in den vielen Moscheen, Kirchen und Synagogen wieder. In Skopje &#8211; wie auch in ganz Nordmazedonien &#8211; trefft ihr auf slawische Mazedonier, Albaner, Roma, Serben, Türken, Bosniaken und Aromunen. Wenn ihr in den Straßen um den Alten Basar schlendert, verspürt ihr schnell den Hauch des Osmanischen Reiches. Die vielen kleinen Lokale reichen den hungrigen Reisenden Köstlichkeiten der Region. Der Alte Basar stellt das Zentrum der Altstadt von Skopje dar.</p>
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<p>Es bezeichnet ein altes Handels- und Marktviertel. Er ist das ein kulturell-historischer Teil von Skopje und steht für die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt. Zu Zeiten des osmanischen Reiches wuchs der Alte Basar zum größten Handelsviertel in Skopje auf. In seiner geschichtlichen Entwicklung überdauerte der Alte Basar trotz beachtlicher Beschädigungen durch die großen Erdbeben von 1555 und 1963, einem großen Brand von 1689 sowie den beiden Weltkriegen. Der Alte Basar stellt das einzige Monument wechselvoller Kulturen in Nordmazedonien dar, in dem Eigenschaften mehrere verschiedenen Kulturen und Zivilisationen eingesetzt wurden. Seit 2008 hat das Parlament von Nordmazedonien den Alten Basar zum Kulturgut erhoben und die besondere Wichtigkeit in der Stadt damit betont.</p>
<p style="text-align: justify;"></p>

<p style="text-align: justify;"><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag&nbsp;&nbsp;</td>
<td style="width: 50%;">00:00 Uhr bis 24:00 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">09:00 Uhr bis 15:00 Uhr (Markt)</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; MK, Skopje 1000, Nordmazedonien</em></p>
<hr>
<h3><strong>#2 Mutter-Teresa-Gedenkhaus</strong></h3>
<p>Die große Tochter der Stadt Skopje wurde am 26. August 1910 als Anjeze Gonxhe Bojaxhiu in Üsküb, Osmanische Reich, dem heutigen Skopje in Nordmazedonien, geboren. Mutter Teresa war Ordensschwester und Missionarin albanischer Abstammung. Ihre Arbeit mit den Armen, Obdachlosen, Kranken und Sterbenden brachte ihr 1979 den Friedensnobelpreis ein. Bereits im Alter von 12 Jahren erkannte sie für sich, Menschen aus ärmsten Verhältnissen helfen zu wollen. Getrieben von ihrer missionarischen Arbeit, siedelte sie mit 19 Jahre nach Indien um und trat den Orden der Schwester von Loretto in Kalkutta bei. Sie übernahm Hilfsprojekte für die Rehabilitation von Einwohnern ärmster Gebieten, Hospizen für Sterbende, Kinderheimen und Kliniken von Schwerkranken. Sie schuf mit ihrer idealistischen Haltung eine Bewegung der Nächstenliebe und trug dazu bei, die Freiwilligenarbeiten des Ordens in vielen ärmsten Ländern in Asien, Südamerika und Afrika voranzubringen.</p>
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<p>Ihre Berühmtheit veranlasste die Stadt Skopje zum Bau einer würdigen Erinnerungsstätte, das gleichzeitig als Museum dient. Alle Etappen ihres Lebens und Wirkens, in der Kindheit beginnend bis hin zu ihrem Tod sowie ihrer Heiligsprechung durch den Papst, werden hier dokumentiert. Die schönsten Artefakte wie ein handgeschriebenes Gebetsbuch, Fotos, Briefe sowie einer ihrer Saris können seit 2009 in dem Museum bewundert werden. Im September 2016 reiste der Papst Franziskus nicht persönlich zum Mutter-Teresa-Haus, sondern es wurde durch den Erzbischof von Sarajevo, Kardinal Puljic, mit einem Besuch beehrt. Der Vertreter der christlichen Kirche segnete die Kapelle, die sich im Innern des Museums befindet. Jedes Jahr pilgern mehr als 100.000 Personen zu dem Wallfahrtsort. Jeden Donnerstag wird in der Kapelle mit den Glaswänden um 08:00 Uhr ein Gottesdienst abgehalten. Die Kapelle befindet sich in der oberen Etage. Der Eintritt in das Museum ist frei. Gruppenreisende werden gebeten, vorher über die verantwortliche Website eine kostenfreie Buchung durchzuführen. &nbsp;</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%; height: 44px;">
<tbody>
<tr style="height: 22px;">
<td style="width: 50%; height: 22px;">Montag bis Freitag</td>
<td style="width: 50%; height: 22px;">09:00 Uhr bis 20:00 Uhr</td>
</tr>
<tr style="height: 22px;">
<td style="width: 50%; height: 22px;">Samstag bis Sonntag&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</td>
<td style="width: 50%; height: 22px;">09:00 Uhr bis 14:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Macedonia Street (Ulitsa Makedonja), Skopje 1000</em></p>
<hr>
<h3><strong>#3 Kale Festung</strong></h3>
<p>Die Festung befindet sich in Skopje unweit vom Alten Basar. Sie thront auf einem Hügel über die Hauptstadt Nordmazedoniens. In der Landessprache wird sie „Skopsko Kale“, was so viel heißt wie Festung von Skopie, genannt. Einheimische bezeichnen die Festung einfach nur Kale-Fort oder eben nur Kale. Die Erbauung der Festung reicht ins 6. Jahrhundert zurück. Inschriften auf den Steinen der Festung lassen vermuten, dass der Auftraggeber der damalige römische Kaiser Justinian I. war. Ein Erdbeben um 518 zerstörte die Festung. Unbestätigte Quellen deuten auf einem Wiederaufbau im 10. und 11. Jahrhundert hin. Konkrete Hinweise zum mittelalterlichen Erscheinungsbild und dessen Geschichte blieben bis heute unbestätigt. Die Kale-Festung erweiterten die unterschiedlichen Eroberer und Entdecker fortlaufend. Römer, Byzantiner, Bulgaren, Serben und ebenso Türken prägten den multivarianten Baustil.</p>
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<p>Eine erste Erwähnung findet die Festung in einer Chronik des Osmanischen Reiches. Der türkische Reisende Evliya Celebi erwähnte im Jahr 1660. In den Schriften befindet sich die Umschreibung einer gut befestigen Stadt Skopje. „Eine eindrucksvolle Stätte am Fluss Vardar mit seinen hohen Mauern, Bastionen und Vielzahl von Wachen“ detailliert er in seinen Berichten und faste es weiter „auf erhöhter Eben erbaut von der man die ganze Stadt überblickt“.</p>
<p>Das Erdbeben im Jahr 1963 zerstörte die Festung. Archäologische Ausgrabungen, die im Jahr 2006 begannen und durch die mazedonische Regierung co-finanziert wurden, datierten erste Bewohner des Hügels aus der Zeit von 4000 vor Christus. 3000 Jahre alte Tonscherben, Holzflöten und alte Fundamente von Wohnhäusern entdeckten die Archäologen unter den Festungsmauern. Den Höhepunkt der Ausgrabung stammt aus dem Jahr 2010. Die Wissenschaftler entdeckten eine große Menge byzantinischer Münzen. Bis zum heutigen Zeitpunkt sind drei der 70 Wachtürmer restauriert. Das Hauptportal aus dem Jahr 1446 sowie die 120 Meter lange Mauer können die Besucher im restaurierten Zustand betrachten. Neben den historischen Fundamenten der dortigen Arsenale bietet sich der Blick über die Stadt Skopje an. Der Eintritt in die Kale-Festung ist frei. &nbsp;</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag&nbsp;</td>
<td style="width: 50%;">08:00 Uhr bis 19:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Samoilova, Skopje 1000, Nordmazedonien</em></p>
<hr>
<h3><strong>#4 Matka-Canyon</strong></h3>
<p>Der Matka-Canyon ist knapp 15 km südwestlich von Skopje entfernt. Hierher entfliehen die Bewohner von Skopje, um sich zu erholen und die Natur zu genießen. Hektik? Fehlanzeige! Das bekam ich vor meinem Trip in Skopje zu erfahren, als ich zu dem Naturpark aufbrach. Dutzende von Höhlen, viele kleine Klöster, eine große Anzahl von einheimischen Pflanzen und Tiere sowie unbeschreibliche Naturerlebnisse können die Besucher hier erleben. Der Matkasee in dem Matka-Canyon zieht vor allem an Wochenenden viele Besucher an. Der Matkasee ist ein Stausee, der von dem Fluss Treska gespeist wird. Seit 1937 nutzt die Stadt Skopje den Stausee zur Elektrizitätserzeugung. Der Naturpark um den Matka-Canyon mit dem Matkasee kann auf unterschiedliche Wege erkundet werden. Eine Bootsfahrt, Kanutour oder die Wanderung lassen euch in die Natur eintauchen. Ab der Staumauer führt euch ein kleiner Weg zum örtlichen Restaurant, dass gleichzeitig der Startplatz für die Wanderungen oder Bootstouren ist.</p>
<p>Der Matka-Canyon verfügt über 10 Höhlen, die zwischen 20 und 200 Meter lang sind. Ein kleines Highlight in dem Matka-Canyon ist die Süßwasserhöhle Vrelo. Die Höhle erreicht ihr über den Matkasee. Fluß aufwärts liegt die Vrelo Höhle auf der linken Seite. Der Wanderweg, der von dem kleinen örtlichen Restaurant startet, verläuft rechtsseitig. Eine Besichtigung der Höhle ist dabei von der Landseite nicht möglich. Die Vrelo Höhle wird in dem Projekt New7Wonders als eine der 77 besten Naturstätten der Welt vermerkt. Die Höhle zieht viele Besucher an. Viele Stalaktiten, von denen der größte „Tannenzapfen“ genannt wird, finden sich in der Höhle. Voller Stolz erzählte der Guide, dass die am Ende der Höhle befindlichen Seen, viele Taucher aus aller Welt anziehen. Die Vrelo Höhle gilt weltweit als die bisher tiefste entdeckte Süßwasserhöhle. Der Teil der Höhle, der nicht unter Wasser steht, steht den Besuchern zur Besichtigung offen.</p>
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<p>Die Erholung und die Ruhe in dem Matka-Canyon ziehen die Bewohner von Skopje förmlich an. Viele Nordmazedonien fahren daher, sofern es die Zeit zulässt, in den Nationalpark. An den Feiertagen und am Wochenende ist daher mit vielen Besuchern zu rechnen. Plant daher einen Besuch so zeitig wie möglich ein, so dass ihr vor den Besucherstrom ankommt. Die Parkplatzmöglichkeiten sind insbesondere in unmittelbare Nähe zum Eingang eingeschränkt. Eine schmale Straße bringt euch ans Ziel. Am Fahrbahnrand parken die Einheimischen dort, wo eben noch Platz ist.</p>
<p>Habt ihr ein etwas breiteres Fahrzeug, wird es nicht einfach durch die schmale Straße zu kommen, da selbst die Wendemöglichkeit sehr eingeschränkt ist. Parkt etwas vorher mit eurem Fahrzeug und lauft den restlichen Weg. So habt ihr einen angenehmen Parkplatz und erhaltet noch mehr Eindrücke von der herrlichen Natur. Den Matka Canyon erreicht ihr mit dem Auto bei Glumovo ab der Autobahn A2/E-65. Ab hier findet ihr häufig Hinweisschilder zum Matka-Canyon, die Euch den Weg zeigen. Für die Bootstour bezahlt ihr pro Person 400 Denar. Die Bootstour dauert ca. 60 Minuten in dem Eintrittspreis ist die Höhlenbesichtigung inklusive. Ein Einzelkanu kostet für 30 Minuten Nutzungsdauer 150 Denar; für 60 Minuten 300 Denar. Für ein Zweierkanu zahlt ihr für 30 Minuten 250 Denar; 60 Minuten kosten 500 Denar.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Besucherhinweis:</span> Es gibt während der Wanderung keine öffentlichen Toiletten. Einzige Möglichkeit für Toiletten bietet sich bei dem Restaurant am Eingang zum Matka Canyon. &nbsp; &nbsp;</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%; height: 22px;">
<tbody>
<tr style="height: 22px;">
<td style="width: 50%; height: 22px;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%; height: 22px;">08:00 Uhr bis 24:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Str. 1 nn, Village Dolna Matka, Village Matka 1000, Nordmazedonien</em></p>
<hr>
<h3><strong>#5 Peshna Cave</strong></h3>
<p>Nordmazedonien wird gern als das Land mit den vielen Höhlen bezeichnet. Die größte und zugleich geheimnisvollste Höhle ist die Peshna Cave. Sie ist von rauer Schönheit und sagenumworbenen Geschichten geprägt. Die Höhle gilt als eines der wenigen Naturdenkmäler Nordmazedoniens. Die Peshna Höhle liegt 6 km vom Dorf Makendonski Brod an der Regionalstraße nach Samokov entfernt. Die Höhle ist eine der schönsten Naturschönheiten des Lands. Ihre Abgeschiedenheit sorgt dafür, dass das Naturdenkmal ein noch unentdeckter Schatz ist und von den vielen Touristenmassen verschont wird.</p>
<p>Die Höhle mit ihrem 30 Meter hohen Eingang und einer Tiefe von 70 Metern stellt den größten Höheneingang nicht nur von Nordmazedoniens sondern vom gesamten Balkan dar. Dieses natürliche Meisterwerk lässt den Besucher mit seiner Größe und Schönheit atemlos werden. Nur wenige Stalaktiten sind an der Decke der Höhle erkennbar. Die Natur selbst formte den Felsen. Eine einheimische Fledermausart findet sich ebenso in der Höhle, die für das Ökosystem sehr wichtig ist. Aufgrund des großen Eingang der Höhle erreicht das Sonnenlicht das Ende der Höhle, so dass ihr problemlos in ihr herumgehen könnt. Je nach Lichteinfall erstrahlen die Decke und die Wände der Höhle in erstaunlich hellgrünen bis tiefvioletten Farbentönen &nbsp;</p>
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<p>Wer sich mit den Einheimischen über die Höhle unterhält, wird von der sagenumworbene Legende hören. Bereits am Eingang der Höhle sind zerfallene Ruinen einer mittelalterlichen Festung der Spätantike erkennbar. Liebe und Mitgefühl prägte die Geschichte hinter der Festung. Zwei Schwestern von König Marko, Deva und Peshna, sollen in der Gegend gelebt haben. Zu der damaligen Zeit war es den Frauen nicht gestattet, ihre Häuser ohne Begleitung zu verlassen. Deva lebte in einem Schloss in der Nähe der Höhle. Sie konnte jedoch das Schloss nicht einfach verlassen, um ihre Schwester Peshna zu sprechen. Damit die Schwestern miteinander kommunizieren konnten, ließ König Marko eine Burg am Eingang der Peshna-Höhle für Peshna errichten. Das Echo in der Höhle nutzen die beiden Schwestern, um sich zu unterhalten.</p>
<p>Wer die Höhle betritt und dabei bis ans Ende der Höhle hinaufklettert, wird von wahrer Größe der Peshna Cave überwältigt werden. In den Frühlingsmonaten fließt das Schmelzwasser aus den Bergen durch die Höhle und lässt den Fluss Peshna anschwellen, so dass das Rauschen des Wassers bereits aus der Ferne zu hören ist. Wer im Sommer oder zur Trockenzeit die Höhle besucht, so wie ich es machte, wird leider nur ein ausgetrocknetes Flussbett vorfinden. Laut Höhlenforscher soll der örtliche Fluss Krapska für die vielen unterirdischen Seen und Wasserfälle verantwortlich sein, der jedoch ebenso in den warmen Sommermonaten austrocknet.</p>
<p>Das Höhlensystem hinter der Peshna-Cave soll sich auf über 10 Kilometer erstrecken. Einheimische Forscher entdeckten zusammen mit französischen Wissenschaftlern die Höhlen und brachten dabei unglaubliche unterirdische Schätze zum Vorschein. Zweihundert Meter unterhalb der Erde befindet sich ein See, der für die Besucher nicht zugänglich ist, mit einer sehr seltenen Fischart, deren Haut der menschlichen Haut ähnelt. Eine solche Besonderheit in der Fauna findet sich nur in den Postojna-Höhlen Sloweniens.&nbsp; Dieses natürliche Meisterwerk sollte auf eurer Reiseliste stehen. Aufgrund der intakten Natur, der herrlichen Aussicht mit dem blauen Himmel und der Ruhe lohnt sich ein Besuch. Der Eintritt in die Höhe ist kostenlos. &nbsp;</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">00:00 Uhr bis 24:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Peshna-Cave, R1106, Nordmazedonien</em></p>
<hr>
<h3><strong>#6 Old Mavrovo Kirche</strong></h3>
<p>Der Mavrovo-Nationalpark befindet westlich in Nordmazedonien auf der Wegstrecke zwischen Skopje und Ohrid. Die Landschaft erstreckt sich in den Hügeln südlich von Gostivar. Der Nationalpark ist für Urlauber recht unbekannt, jedoch nutzen die Einheimischen ihn als beliebtes Wander- und im Winter als Skisportziel. In dem Nationalpark stößt ihr auf den großen Mavrovo-See, der für sein Forellenangeln berühmt ist. Der Mavrovo-See, der an der tiefsten Stelle bis zu 48 Meter misst, wartet für die Besucher mit einer kleinen Besonderheit auf. Im Jahr 1953 ließen die Verantwortlichen den Radika-Damm an dem Mavrovo-See errichten und fluteten ihn das erste Mal. Die angestauten Wassermassen sorgten dafür, dass das Hinterland vor allem nach den Wintermonaten aufgrund des Schmelzwassers regelmäßig überschwemmt ist. Die gleichnamige Bergstadt Mavrovo war zugleich Nutznießer aber auch Leidtragende des angestauten Sees.</p>
<p>Die im Jahr 1857 errichtete Kirche Sankt Nikolaus (mazedonisch: Sveti Nikola), die etwa 100 Jahre lang als heilige Stätte diente, versank regelmäßig in den Wassermassen. Die dem heiligen Nikolaus geweihte Kirche war die ehemalige Hauptkirche des Ortes Mavrovo. In der Kirche befanden sich ein Mamoraltar, eine wertvolle Ikonostase und Ikonen von Dicho Zograf. Die besondere Steinverarbeitungs- und Bautechnik der Kirche sorgte dafür, dass die jahrelange Überflutung der Kirche in den Grundfesten bis zum heutigen Tag erhalten blieb. In den Winter- und Frühjahrsmonaten ragen der Glockenturm und das Dach vom Kirchenschiff aus dem Wasser. Nur in den heißen Sommermonaten, wenn die Dürre einsetzt, liegt die Kirche komplette frei und kann in Gänze bewundert werden.</p>
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<p>Die Regierung entschied im Jahr 1996 eine zweite Kirche Sankt Nikolai, bekannt als Nova Sveti Nikola, in erhöhter Lage zu errichten. Die wertvollen Sakralen befinden sich nach der Fertigstellung in der Nova Sveti Nikola. Beide Kirchengebäude stehen den Besuchern bis zum heutigen Tage offen. Es ist einmalig auf der Welt, dass zwei Kirchen in einem Ort den gleichen Namen tragen. Wer die alte Kirche genauer betrachtet, entdeckt kleine Bäume, Sträucher und andere Flora und Fauna in und an den Resten des Gebäudes. Seid ihr auf Entdeckertour im Sinne eines Lost Places, könnt ihr in dem Gebäude der alten Kirche noch so manche sakrale Relikte erahnen. Die mysteriöse Kirche gilt als die größte Attraktion der Region, über die bereits die „Huffington Post“ schrieb. In dem Artikel der Zeitung wurde das versunkende Gotteshaus als eine der schönsten verlassenen Kirchen der Welt bezeichnet. Der Eintritt zur Old Mavrovo Kirche ist kostenlos.</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%; height: 22px;">
<tbody>
<tr style="height: 22px;">
<td style="width: 50%; height: 22px;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%; height: 22px;">00:00 Uhr bis 24:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Road to Galichnik, 1255, Nordmazedonien</em></p>
<hr>
<h3><strong>#7 Altstadt von Ohrid</strong></h3>
<p>Ohrid ist eine kleine touristische Stadt am hügeligen Ufer des Ohridsees. Die Stadt liegt im Südwesten von Nordmazedoniens. Mit seinen engen Straßen und Gassen lädt Ohrid seine Besucher ein, die mittelalterliche Kirchen, Klöster und Ruinen neben den traditionellen Häusern mit den roten Ziegeldächern zu entdecken. Die auf dem Hügel thronenden massiven Mauern der jahrhundertalten Samuil-Festung prägt das Stadtbild. Die Stadt Ohrid ist überregional als Touristenattraktion bekannt. Der gleichnamige Ohrid-See, der als der älteste Binnensee der Europas gilt, erklärte die UNESCO 1979 sowie im Folgejahr die Umgebung des Sees zum UNESCO-Welterbe.</p>
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<p>Die Stadt Ohrid war in der Antike auf dem griechischen Namen Lychnidos zurückzuführen, der „Laterne“ oder „tragbares Licht“ bedeutet. In den späteren Jahren zu Zeiten des Römischen Reiches entstand der lateinische Name&nbsp; Lychnidus. Erstmalig im Jahr 879 konnte im frühen Mittelalter der Name Ohrid belegt werden. Er stammt vermutlich aus dem Slawischen und bedeutet „auf dem Hügel“. Archäologische Grabungen datierten die ältesten Skelettfunde aus dem 4. Jahrhundert vor Chr. Ohrid galt aufgrund seiner strategischen Lage in der zurückliegenden Zeit häufig als Eroberungsziel der unterschiedlichen Herrscher.</p>
<p>Das Makedonische Reich unter König Philipp II. eroberte 355 v.Chr. die antike Stadt. Nach dem Zerfall des Makedoniers Alexander des Großen sicherte sich im Jahr 146 v. Chr. das Römische Reich seine Herrschaft über Lychnidos. Im Mai 526 n.Chr. kam es zu einem verheerenden Erdbeben, der die antike Stadt in Trümmern legte. Nach der Zerstörung bauten die Slawen die Stadt Ohrid auf. Es ist nicht überliefert, ob es sich um ein Neubau oder eine Wiederherstellung der Siedlung handelte. Ohrid wuchs so unter den Slawen auf dem Balkan zu einer geistig-kulturellen Quelle heran. Die Stadt wurde 842 in das erste Bulgarische Reich eingegliedert und als bedeutendes geistiges Zentrum zur Bischofsstadt aufgewertet. Die Sophienkirche, St. Kliment-Kloster und Kloster Sveti Naum sind die bekanntesten Bauwerke des am stärksten geprägten religiösen Zeitabschnittes. Im 11. Jahrhundert übernahm der byzantinische Herrscher die Stadt.</p>
<p>Am Ende des 12. Jahrhunderts mit dem Auseinanderfallen des Byzantinischen Reiches eroberten die Bulgaren die Stadt zurück. In den darauffolgenden Jahren kam es immer wieder zu wechselnder Herrschaft, ehe im 14. Jahrhundert die Osmanen Ohrid besetzten. Unter der osmanischen Herrschaft wurden viele Moscheen errichtet. Die Bedeutendste Ist die Ali-Pascha-Moschee. Am 29. November 1912 endete eine fast 500 jährige Oberhoheit der Hohen Pforte als die serbische Armee einmarschierte. Der im September 1913 von albanischen Klanführern der BMARK organisierte Ohrid-Debar-Aufstand wurde blutig von der serbischen Armee niedergeschlagen. Zu Zeiten des ersten Weltkrieges wurde die Stadt der BMARK überlassen. Nach Ende des Krieges ging Ohrid an das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen zurück. Mit Ende des zweiten Weltkrieges, bis dahin gehörte Ohrid zu Bulgarien, wurden die Region und die Stadt Ohrid dem jugoslawischen Staat zugeteilt. Mit dem Zusammenbruch des Eisernen Vorhangs und den darauffolgenden Balkankriegen kam es 2001 zum Aufstand in der Stadt. Seit 2005 mit dem Ende von wirtschaftlich unsicheren Zeiten verzeichnet die Stadt Ohrid wieder hohe Besucherzahlen.</p>
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<p>Ohrid wurde im Jahr 2017 durch Lonely Planet zu einem der fünfschönsten Reiseziele der Welt gekürt. Die Stadt gilt nicht nur als frühes Zentrum des Christentums sondern auch Entstehungsort der kyrillischen Schrift. Das Portal Deutschlandfunkkultur titelte nicht umsonst „malerisch, heilig, kyrillisch“. Wenn ihr an der Uferpromenade entlang lauft, taucht ihr in die herrliche Landschaft ein. Ohrid, das fast wie ein kleines malerisches Fischerdorf am Mittelmeer herkommt, wirkt wie kleines Refugium mit seinen kleinen weißen Häusern bis hinauf zum Hügel der kleinen Festung. Die angrenzende hüglige Landschaft bettet Ohrid in einer grün bewachsenen Bergkette ein. Die Berge erreichen eine Höhe von bis zu 2200 Metern. Der Ohridsee mit einer Ausdehnung von 30 Kilometer Länge und 15 Kilometer Breite, der an Albanien grenzt, lädt bei warmen Sommertemperaturen zum Baden ein. In den vielen Restaurants an den Ufern des Ohridsees könnt ihr die frisch zubereiteten Fischgerichte, insbesondere die Ohridforelle, der Region probieren. Ebenso ist der Auflauf Tavce Gravce, der neben Fleisch verschiedenes Gemüse und Bohnen beinhaltet, zu empfehlen.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Besuchertipp:</span> </strong>Direkt in dem kleinen Hafen von Ohrid locken viele Bootsführer die Touristen, die Bootstouren entweder mit umgebauten Fischerbooten oder auch mit Ausflugsschiffen anbieten. Die Bootstouren beginnen bei 25 Euro mit den Ausflugsschiffen und bei 15 Euro pro Person mit den umgebauten Fischerbooten. Die Touren dauern ca. 30 Minuten und zeigen euch alle Sehenswürdigkeiten Ohrids von der Wasserseite. Wer etwas sparen möchte, läuft in Richtung Kirche des heiligen Kaneo. An den Ufern befinden sich viele kleine Fischerboote, die für touristische Zwecke hergerichtet sind. Sie kosten wesentlich weniger. Wer richtig gut feilscht, kann für knapp unter 10 Euro (teilweise sogar deutlich darunter) einen Ausflug unternehmen. Verhandelt den Preis für euren Ausflug vor Fahrtantritt. Hier ist alles Verhandlungssache.</p>
<hr>
<h3><strong>#8 Kirche des heiligen Kaneo</strong></h3>
<p>Die Kirche des heiligen Johannes von Kaneo (mazedonisch: Sveti Jovan Kaneo) ist das am meisten fotografierte Gebäude in Nordmazedonien. Viele Postkarten zieren das Motiv. Die mazedonisch-orthodoxe Sveti Jovan Kaneo steht auf einem Felsvorsprung in Ohrid am Rand des Ohridsees. Die Kirche selbst ist in das malerische Panorama von Nordmazedonien eingebettet, das von der Bucht des Ortes von den angrenzenden Bergen umsäumt ist. Die Kirche ist Johann von Patmos, dem Verfasser der Offenbarung, gewidmet. Der Gläubige wird von seinen Anhängern wie der Apostel Johannes verehrt.</p>
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<p>Die Kirche wurde im byzantinischen Baustil während des 13. Jahrhunderts errichtet. Ein genaues Erbauungsdatum wurde nicht überliefert. Archäologen verorten die Entstehungszeit während des Aufstieges des Osmanischen Reiches. Ein Kreuz mit rechteckiger Basis dienste als architektonischen Bauplan für die Kirche. Der Architekt der Kirche ist unbekannt. Die Wissenschaftler nehmen an, dass der Architekt von den armenischen Kirchen inspiriert wurde. In dem Gebäude vorhandenen Fresken im Altarraum und der Kuppel, die aus dem 14. Jahrhundert stammten, wurden im Jahr 1964 bei Restaurierungsarbeiten entdeckt. Innerhalb der Kirche befindet sich auf einer hölzernen Ikonostase ein Abbild der Jungfrau Maria zusammen mit dem Heiligen. Das Fresko des Christus Pantokrator ist in der Kuppel der Kirche ersichtlich. Ebenso kann ein Fresko von St. Clemens von Ohrid bewundert werden. Die historischen Malereien und Verzierungen sind noch immer teilweise erhalten. Die Kirche gilt aufgrund der besonderen Lage und seiner historischen Bedeutung als Wahrzeichen der Stadt Ohrid. Das Gebäude diente als Filmkulisse für einige Szenen des preisgekrönten Films „Vor dem Regen“. Der Film wurde 1995 für den Oskar nominiert und heimste in Venedig als Gewinner den Goldenen Löwen ein. Die Kirche selbst ist Teil einer kleinen Gartenanlage. Die Gartenanlage kann zu jeder Zeit betreten werden. Der Zutritt zu der Kirche ist erheblich eingeschränkt. Der Eintritt zu der Anlage ist kostenfrei. &nbsp;</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">00:00 Uhr bis 24:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Kaneo Plaosnik Pateka, Ohrid 6000, Nordmazedonien</em></p>
<hr>
<h3><strong>#9 Bay of Bones</strong></h3>
<p>Bay of Bones ist ein Museum auf dem Wasser an der Ausgrabungsstätte von Ploca Micov Kamen in der Nähe von Gradisthe und Pestini an der Küste des Ohridsees. Der außergewöhnliche archäologische Komplex ist in der Region einzigartig. In der prähistorischen Zeit siedelten sich Pfahlbauer am Ohridsee an. Sie lebten förmlich auf dem Wasser, da sie auf einer Plattform standen, die von ca. 10.000 Pfählen am Grund des Ohridsees verankert wurden. Die Pfahlbausiedlung an der Südküste des Ohridsees erstreckte sich auf einer Fläche von ca. 8.5000 Quadratmeter. Die Tiefe des Sees im Bereich der Siedlung beträgt 3 bis 5 Meter. Bei dem Museum handelt es sich um eine authentische Rekonstruktion einer historischen Pfahlbausiedlung.</p>
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<p>Viele Überreste von prähistorischen Werkzeugen, Steinobjekten, Knochenreste von Tieren und Keramiken entdeckten die Wissenschaftler bei ihren Ausgrabungen. Der Name „Bucht der Knochen (Bay of Bones)“ stammt von den vorgefundenen Tierknochenresten sowie den fragmentierten Gefäßen, die im Rahmen der Ausgrabung zwischen 1997 und 2005 schrittweise von einem Unterwasserteam freigelegt wurden. Aufgrund der vorgefundenen Artefakte gehen die Historiker davon aus, dass bis zu 60 Wohnräume in der Siedlung geschaffen wurden. Archäologische Grabungen datieren den historischen Ursprung auf die Zeitspanne von 1200 bis 700 v. Chr. Zur gleichen Zeit entstand auf dem angrenzenden Hügel eine militärische Festung (Castrum) zu Zeiten des römischen Reiches. Die römische Festung war mit der Pfahlsiedlung verbunden. Beide historischen Gebäude dienten dazu, das römische Reich vor seinen Feinden zu schützen. Die Pfahlsiedlung war mit dem Festland über einer flexiblen Brücke verbunden. Die Bewohner der Siedlungen beschäftigten sich hauptsächlich mit der Fischerei, Landwirtschaft sowie der Jagd. Belegt wurde es mit den Funden von Gefäßen aus Keramik und Stein im Rahmen der Ausgrabungen.</p>
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<p>Das Museum stellt eine aufwendige Rekonstruktion der vorgefundenen Siedlung dar. Der Wiederaufbauprozess unter der Schirmherrschaft Paska Kuzman, Direktor des Kulturerbe Schutzamtes, schloss mit der Eröffnung am 8. Dezember 2008 ab. Das Museum auf dem Wasser ist ein wichtiges kulturelles und historisches Wahrzeichen Nordmazedoniens. Die großangelegte Unterwasserausgrabung stellt die bisher größte Grabung seiner Art in Europa dar. Die Anlage inmitten der malerischen Landschaft mit dem kristallblauen See kann von den Besuchern betreten werden.</p>
<p>Sie bietet euch damit die außergewöhnliche Gelegenheit in die Historie einzutauchen und eine Zeitreise von der Vorgeschichte bis in die Antike zu unternehmen. Die Pfahlbausiedlung ist ein sehr beliebter Tagesausflug und eines der attraktivsten Ziele in Ohrid und Nordmazedonien. Knapp 24 Nachbauten der prähistorischen Häuser stehen den Besuchern zum Erkunden offen. Neben dem Nachbau der Siedlung könnt ihr ebenfalls die geschichtliche Entwicklung in einem Innenmuseum nachvollziehen. Ein kleines Restaurant am Fuße der Siedlung lädt zum Verweilen ein. Unmittelbar neben dem Restaurant und der Pfahlbausiedlung befindet sich eine kleine Tauchschule. Wer zuvor die Siedlung von oben erkundet hat, kann hier nun zum Ausgleich in die Unterwasserwelt abtauchen. Der Eintritt zur Anlage kostet günstige 100 Denar für Erwachsene. Kinder und Studenten zahlen 30 Denar.</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Dienstag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">09:00 Uhr bis 19:00 Uhr (Juli bis August)</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 50%;">Dienstag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">09:00 Uhr bis 16:00 Uhr (September bis Juni)</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag</td>
<td style="width: 50%;">geschlossen</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bay of Bones Museum, P501, Nordmazedonien</em></p>
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<h3><strong>#10 St. Naum</strong></h3>
<p>Die Ortschaft St. Naum geht auf den heiligen Naum zurück. Popularität erlangte der Ort durch das gleichnamige Kloster St. Naum. Der heilige Naum gründete um 895 das Kloster Sveti Naum mit der Unterstützung der bulgarischen Herrscher Zar Boris I. und Simeon I. Das Kloster mit seinen umliegenden einzigartigen Sehenswürdigkeiten befindet sich unweit der albanischen Grenze und ca. 29 km von Ohrid entfernt. Nach dem Tod des Heiligen wurde am 23. Dezember 910 ihm zu Ehren das gleichnamige Kloster nach ungenannt. Naum selbst wurde in dem Kloster bestattet. Der Heilige Naum, auch als Naum Ohridski oder Naum Preslawski bekannt, ging in die Lehre des Heiligen Kyrill und Method. Er war als Mitbegründer bei der Schaffung der altkirchlich-slawischen Schriftsprache beteiligt.</p>
<p>Der Heilige Naum und der Heilige Kliment von Ohrid unterstützten die Methodius bei seiner Mission im Großmährischen Reich. Im Jahr 1870 brach in dem Kloster ein Feuer aus. Die Anlage wurde fast vollständig zerstört. Lediglich die Klosterkirche blieb von dem Feuer verschont. Die heutige Anlage um die Klosterkirche wurde nach dem Brand wieder aufgebaut. Die Serben eroberten in den folgenden Jahren die Region und ließen in der Nähe des Klosters eine Residenz des serbischen Königs errichten. Von 1913 bis 1925 gehörte das Kloster St. Naum zu Albanien. 1924 trat Ahmet Zogu als Dank für die Unterstützung seines Putschs in Tirana die Region an das Königreich Serbien ab. Die heutige dreischiffige Kreuzkuppelkirche dient nur noch für sakrale Zwecke. Die Anlage beherbergt ein Hotel und örtliche Restaurants öffnen zur wärmeren Jahreszeit. Der Eintritt in die Anlage insbesondere der Zutritt zum Sveti Naum Kloster ist kostenfrei. &nbsp;</p>
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<p>Eine landschaftlich interessante Sehenswürdigkeit sind die neben dem Kloster befindlichen Black Dream Springs (Crni Drim). Sie werden oft auch als Quellen von Sveti Naum bezeichnet. Bei den Black Dream Springs handelt es sich um Quellen, die ursprünglich aus dem Prespasee stammen. Der Prespasee liegt auf der anderen Seite des Berges Galicica. Unterirdische Quellen drücken das Wasser durch das Gestein und lassen es in den Fluss Black Dreams strömen, der in den Ohrid-See mündet. Der unterirdische Zulauf mit seinen austretenden Quellen wirkt dabei wie sanftes sprudelndes Spektakel.</p>
<p>In der Nähe der Mündung am Ohrid-See befinden sich einige Ruderboote, die samt Bootsführer angemietet werden können. Mit solchen Booten könnt ihr die Black Dream Springs erkunden. Mit dem Bootsführer taucht ihr in die wunderschöne Landschaft ein. Das Wasser der Quellen sind dabei so klar, dass ihr dabei nicht sofort erkennen könnt, wo die Wasseroberfläche endet oder beginnt. Neben der unterschiedlichen Pflanzenwelt, könnt ihr hier ebenso interessante Vögel oder andere Wasserbewohner entdecken. Die Quellen mit dem Ohrid decken den Trinkwasserbedarf zu 98 Prozent von Nordmazedonien. Sie genießen daher besonderen Schutz. Die Bootsfahrt mit dem Bootsführer kostet ca. 100 bis 150 Denar. Ein solches Ruderboot ist für ca. 8 Fahrgäste ausgelegt. Sofern sich 8 Personen auf dem Ruderboot einfinden, sinkt der Preis auf 100 Denar. Seid ihr jedoch beispielsweise 5 Personen, so werden 150 Denar fällig.</p>
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<p>St. Petka (Kirche der Heiligen Paraskeva) ist ein kleines Kloster auf dem Gelände von St. Naum in der Nähe des Dorfes Ljubanishta. Unmittelbar in Ufernähe an den Ausläufern des Black Dream Springs (Crni Drim &#8211; Schwarzer Traum) findet ihr das Gebäude.</p>
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<p>Die kleine Kirche stammt aus dem 11. Jahrhundert und ist von Bäumen der Parkanlage umgeben. Das aktuelle Gebäude wurde neu errichtet und im Jahr 2010 geweiht.&nbsp; Zuvor befand sich an der Stelle ein Schrein von Sveta Petka. Im Inneren der Kirche entdeckt ihr bunte Wandmalereien in kräftigen Farben. Die St. Petka findet bei den Pilgern besondere Bedeutung, da auf der Rückseite des Gebäudes Quellwasser fließt, das für viele Gläubigen als gesegnetes Weihwasser dient. So mancher Reisende genießt die kühle Erfrischung.&nbsp;</p>
<p>Der Eintritt in die Klosteranlage ist frei. Es fällt lediglich für die Nutzung des Parkplatzes eine Gebühr von 50 Denar (Stand Juni 2019) an. An Wochenenden und speziell an Feiertagen ist mit erhöhtem Besucherandrang zu rechnen. Achtet bitte bei dem Besuch der Kirche auf passende Kleidung.</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:&nbsp;</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">00:00 Uhr bis 24:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; CI Sveti Naum, 6324 Ohrid, Nordmazedonien</em></p>
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<h3><strong>#11 Geheimtipp – Steinbrücke des Gardeshka River, Kebapi, Burek</strong></h3>
<p>Nordmazedonien ist für Viele sicher ein Geheimtipp. Ich habe mich aber für euch ein wenig umgeschaut und den Geheimtipp vom Geheimtipp entdeckt. Zunächst geht es in die Natur. In der Nähe des Ortes Zovik Mariovo befindet sich eine Steinbrücke, die über den Fluss Gardeshka führt. Der Fluss Gardeshka entspringt an der griechischen Grenze und schlängelt sich durch die Berge hindurch und hinterlässt neben einer reichen Vegetation eine ebenso spannende Landschaft. Der Fluss hat eine Länge von 26 km. Die Steinbrücke stammt ursprünglich aus dem Jahr 1950 und war zunächst eine Holzbrücke. Sie hielt jedoch der Belastung nicht lange stand und wurde im Jahr 1955 durch eine Steinbrücke ersetzt. Die Steinbrücke in ihrer jetzigen Form wurde im Jahr 2014 mit Mitteln des IPA Projektes restauriert. Am Fuße der Brücke befindet sich eine alte Mühle, die einem erahnen lässt, wie zu der damaligen Zeit Mehl produziert wurde. Spannend geht es neben dem Flusslauf über zum Teil unwegsames Gelände über Stock und Stein. Der geübten Mountainbiker wie ebenso der Wanderer findet hier sicher eine kleine Herausforderung. Die abgeschiedene Landschaft lädt den Naturliebhaber zum Verweilen ein.</p>
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<p>Ich habe den Ort in der Hauptsaison besucht und konnte feststellen, dass vom sogenannten Overtourismus weit und breit keine Spur zu erkennen war. Einfach ist die Brücke mit seinem Wanderweg nicht zu finden. Ich empfehle euch die Anreise mit Mietwagen zum Etho Kyka Kaj Moctot. Stellt dort das Fahrzeug ab und lauft die letzten 300 Meter. Etho Kyka Kaj Moctot ist eine kleine gemütliche landestypische Lokalität. Der Inhaber Mitko serviert euch gern einen Kaffee oder andere Erfrischungen. In der Saison von März bis November könnt ihr ebenso typische mazedonische Speisen ausprobieren. Eine Speisekarte findet ihr hier vergebens. Fragt einfach nach, was gerade auf dem Herd steht. Beachtet aber, dass Mitko nicht wirklich englisch versteht oder spricht.</p>
<p>Typische Speisen in Nordmazedonien sind vor allem Kepaci und das herzhafte Burek. Kepaci ist eine Form des Cevapcici. Zubereitung und Darreichung sind sehr ähnlich. Hackfleisch wird dabei gerollt und in gegrillter Form den Gästen serviert. Wie immer gilt: In touristischen Zentren – hier ist es Skopje und Ohrid – sind die Preise höher als auf dem Land. Ein guter Preis für ein Kepaci sind 10 Denar. Die Portionen für Kepaci fangen bei 6 bis 10 Stück an. Probiert es einfach aus. Kepaci sind sehr lecker. Ich habe sie mehrfach auf meiner Reise probiert.</p>
<p>Es gibt auch eine typische Fast-Food Speise auf dem Balkan. In Nordmazedonien heißt sie Burek. Das Wort hat dabei einen türkischen Ursprung und heißt Blätterteiggericht. In der türkischen Küche wird es als Börek bezeichnet. Burek ist ein Blätterteiggericht mit Füllung. Die Füllung kann dabei Spinat, Fetakäse oder Hackfleisch sein. Die Backware kostet ca. 60 Denar. Mir schmeckte die Hackfleischfüllung am besten. Gekauft werden kann die Speise in einer Bäckerei. In Nordmazedonien heißt die Bäckerei Pekara. Je nach Region findet ihr die Bezeichnung in lateinischer oder kyrillischer Schriftzeichen. Die Speise ist optimal, wenn ihr viel unterwegs. Steuert die nächste Bäckerei in einem Ort an und genießt die Köstlichkeit. Die Bäckereien sind in der Regel ab 6:00 Uhr geöffnet und schließen um 24:00 Uhr. &nbsp;</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Hinweis:</span> </strong>Wer mit dem Fahrzeug in Nordmazedonien unterwegs ist und unglücklicherweise in einem Unfall verwickelt ist, für den gelten bei polizeilichen Unfallaufnahme ein paar kleine Regeln. Bist du mit deinem Privatfahrzeug nach Nordmazedonien gefahren und an einem Sachschadensunfall beteiligt, bezahlt derjenige eine Gebühr, der die Polizei zum Unfall ruft. Die Gebühr beläuft sich auf 250 Euro (!). Nach Auskunft der örtlichen Polizei genügt der europäische Unfallbericht zur Schadensregulierung. Für Mietwagennutzer gilt diese Regelung nicht und es bleibt weiterhin gebührenfrei (Polizeibericht ist ja für die Versicherung des Mietwagens Pflicht)!</p>
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