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	<description>10 Ideen und ein Geheimtipp für deine nächste Reise</description>
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		<title>Oman Sehenswürdigkeiten: 10 Highlights &#038; Geheimtipp</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marco]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Aug 2025 18:49:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das Sultanat Oman ist wie eine zauberhafte, orientalische Welt aus einem Märchen von 1001 Nacht. Endlose Wüsten, grüne Oasen, grandiose Gebirgslandschaften und eine traumhafte Küste mit herrlichen Stränden machen das Land zu einem faszinierenden Reiseziel auf der Arabischen Halbinsel. In den engen Gassen der historischen Altstädte liegt der intensive Duft von Weihrauch in der Luft. Das Besondere an einer Oman Reise ist die Verbindung von jahrhundertealter Tradition und moderner Infrastruktur. Seit der Machtübernahme von Sultan Qabus ibn Said im Jahr...</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.11places.de/oman">Oman Sehenswürdigkeiten: 10 Highlights &#038; Geheimtipp</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.11places.de">11places</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="isSelectedEnd">Das Sultanat Oman ist wie eine zauberhafte, orientalische Welt aus einem Märchen von 1001 Nacht. Endlose Wüsten, grüne Oasen, grandiose Gebirgslandschaften und eine traumhafte Küste mit herrlichen Stränden machen das Land zu einem faszinierenden Reiseziel auf der Arabischen Halbinsel. In den engen Gassen der historischen Altstädte liegt der intensive Duft von Weihrauch in der Luft.</p>
<p class="isSelectedEnd">Das Besondere an einer Oman Reise ist die Verbindung von jahrhundertealter Tradition und moderner Infrastruktur. Seit der Machtübernahme von Sultan Qabus ibn Said im Jahr 1970 entwickelte sich das Sultanat zunehmend zu einem beliebten Reiseziel für Individualreisende. Auch die Gastfreundschaft der Omanis macht eine Reise durch das Land zu einem besonderen Erlebnis.</p>
<p>Wenn du den Oman als Reiseziel kennenlernen möchtest, findest du in diesem Reisebericht meine persönlichen Tipps und Empfehlungen für die schönsten Oman Sehenswürdigkeiten und Orte, die du auf einer Reise durch den Oman nicht verpassen solltest.</p>
<h2><strong>#1 Maskat Sehenswürdigkeiten – zwischen Souq, Moschee und Meer</strong></h2>
<p><strong><a href="https://www.11places.de/maskat"><span style="color: #ff0000;"><span style="color: #000000;"><span style="color: #3366ff;">Maskat</span></span></span></a></strong><span style="color: #000000;">,</span> auch Muscat genannt, ist die Hauptstadt des Sultanats Oman und die größte Stadt des Landes. Sie liegt im Norden am Golf von Oman und ist von kargen Bergen und Wüstenlandschaften umgeben. Die Geschichte der Stadt reicht bis in das 2. Jahrhundert v. Chr. zurück. Bei meinen Reisen durch den Oman hat mich besonders der Kontrast zwischen den schroffen Bergen, der Küste und der orientalisch geprägten Architektur beeindruckt. Prachtvolle Moscheen, Paläste und historische Bauwerke prägen ebenso das Stadtbild wie moderne Gebäude.</p>
<p class="isselectedend">Zu den wichtigsten Maskat Sehenswürdigkeiten gehören der historische Stadtteil Muttrah mit seinem berühmten Souq, die Sultan-Qabus-Moschee, der Qasr Al Alam Palast und das Royal Opera House. Gerade die Verbindung von omanischer Tradition und moderner Entwicklung macht Maskat für mich zu einem besonderen Reiseziel.</p>
<h3>Muttrah und der Muttrah Souq</h3>
<p class="isselectedend">Traditionelles omanisches Leben lässt sich besonders gut in Muttrah erleben. Der Stadtteil war bereits vor der Entdeckung des Erdöls ein bedeutendes Handelszentrum des Oman. Historische Kaufmannshäuser, der Hafen und der traditionelle Muttrah Souq prägen noch heute das Viertel.</p>
<p class="isselectedend">Bei meinem Besuch im Souq bin ich durch die engen Gassen mit ihren Gewürzen, Weihrauch, exotischen Ölen, Schmuck und traditionellen Waren gestreift. Besonders der intensive Duft von Weihrauch vermittelt hier noch immer einen Eindruck vom alten orientalischen Handelsgeist. Oberhalb des Hafens liegt das kleine Fort Muttrah. Von dort hast du einen schönen Blick über den Hafen und die Küste. Früh am Morgen kannst du außerdem beobachten, wie die Fischer ihre frische Fracht an Land bringen.</p>
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<h3>Sultan-Qabus-Moschee</h3>
<p class="isselectedend">Die Große Sultan-Qabus-Moschee gehört zu den bekanntesten Maskat Sehenswürdigkeiten und hat mich bei meinem Besuch besonders beeindruckt. Die im Jahr 2001 fertiggestellte Moschee ist auch für Nicht-Muslime zugänglich und beeindruckt mit ihrer aufwendig gestalteten Architektur.</p>
<p class="isselectedend">Besonders sehenswert sind der große handgefertigte Teppich und der imposante Kronleuchter in der Gebetshalle. Die Dimensionen des Gebäudes sind bereits von außen beeindruckend. Für mich gehört die Sultan-Qabus-Moschee deshalb zu den Orten, die du bei einer Oman Reise nicht auslassen solltest.</p>
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<h3>Qasr Al Alam und die historischen Forts</h3>
<p class="isselectedend">Im historischen Zentrum von Maskat befindet sich der farbenprächtige Qasr Al Alam Palast, der als zeremonieller Palast des Sultans genutzt wird. Bei meinem Besuch konnte ich ihn zwar nur von außen sehen, doch gerade die auffällige Fassade macht den Palast zu einem lohnenswerten Fotomotiv.</p>
<p class="isselectedend">Der Qasr Al Alam liegt zwischen den beiden historischen Festungen Al Jalali und Al Mirani. Die Forts stammen aus der Zeit der portugiesischen Besetzung im 16. Jahrhundert und erinnern an die frühere Bedeutung Maskats als Hafen- und Handelsstadt.</p>
<h3>Royal Opera House Muscat</h3>
<p>Auch das Royal Opera House Muscat gehört für mich zu den sehenswerten Bauwerken der Stadt. Das unter Sultan Qabus errichtete Opernhaus verbindet traditionelle omanische Architektur mit modernen Elementen. Besonders am Abend kommt die Architektur durch die Beleuchtung zur Geltung.</p>
<h3>Strände von Maskat</h3>
<p>Maskat bietet neben seinen kulturellen Sehenswürdigkeiten auch schöne Strände am Golf von Oman. Qurum Beach, Qantab Beach und Yiti Beach gehören zu den bekannten Stränden der Stadt. Bei angenehmen Temperaturen sind sie eine schöne Ergänzung zu einer Besichtigungstour durch Maskat. Besonders die Kombination aus klarem Wasser, Küste und den Bergen im Hintergrund macht die Strände interessant.</p>
<p><strong>Reisehinweis-Visum:</strong> Die Einreisebestimmungen für den Oman hängen von der Aufenthaltsdauer und der Staatsangehörigkeit ab. Für deutsche Staatsangehörige ist ein Aufenthalt von bis zu 14 Tagen unter bestimmten Voraussetzungen visumfrei möglich. Für längere Aufenthalte kann ein E-Visum über die <span class="contents" data-content-reference-start="992" data-content-reference-end="1049"><span class="" data-state="closed"><a class="decorated-link" href="https://evisa.rop.gov.om/" target="_blank" rel="noopener">Royal Oman Police – eVisa</a></span></span> beantragt werden.</p>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Besuchertipp:</strong> Für eine Reise durch den Oman empfehle ich dir einen Mietwagen. Auch für Maskat und die umliegenden Orte ist ein eigenes Fahrzeug sehr praktisch und gibt dir deutlich mehr Freiheit bei der Planung deiner Ausflüge. Ein geländegängiges Fahrzeug ist für die meisten Ziele rund um Maskat nicht notwendig. Die Straßen sind gut ausgebaut und auch Parkmöglichkeiten findest du an vielen Sehenswürdigkeiten.</p>
<p>Wenn du dich in Maskat nicht selbst ans Steuer setzen möchtest, kannst du die Stadt alternativ mit einem Taxi erkunden. Für eine klassische Städtereise ist das durchaus eine Möglichkeit. Sobald du jedoch weitere Ziele im Oman besuchen möchtest, bietet ein Mietwagen deutlich mehr Flexibilität.</p>
<hr>
<h2><strong>#2&nbsp;</strong>Bahla Fort – beeindruckende Lehmfestung im Oman</h2>
<p>Inmitten einer grünen Oase aus Dattelpalmen liegt die historische Stadt Bahla. Sie ist vor allem für das imposante Bahla Fort bekannt. Die gewaltige Lehmfestung erhebt sich über der Oase und gehört seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Bei meinem Besuch hat mich besonders der Kontrast zwischen der sandfarbenen Lehmarchitektur, den Palmen und der kargen Landschaft des Oman beeindruckt.</p>
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<h3>Die Geschichte des Bahla Forts</h3>
<p class="isSelectedEnd">Das Bahla Fort entstand über mehrere Jahrhunderte und geht auf die Herrschaft der Banu Nebhan zurück, die Bahla vom 12. bis zum Ende des 15. Jahrhunderts zu ihrer Hauptstadt machten. Die Festung war nicht nur ein militärischer Stützpunkt, sondern Teil einer großen befestigten Oase. Die weitläufigen Lehmwände, zahlreichen Türme und Tore vermitteln noch heute einen Eindruck von der Bedeutung, die Bahla einst als Handels- und Machtzentrum besaß.</p>
<p>Die Anlage besteht aus mehreren Bereichen, darunter die Qasaba, die als ältester und zentraler Teil der Festung gilt, sowie Bayt al-Hadith und Bayt al-Jabal. Zwischen den Lehmwänden befinden sich Innenhöfe, ehemalige Wohn- und Verwaltungsbereiche und zahlreiche Türme. Von den höher gelegenen Bereichen eröffnet sich ein schöner Blick über die Palmenhaine und die Oase von Bahla.</p>
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<h3>Lehmarchitektur und Festungsmauer</h3>
<p>Besonders beeindruckend fand ich bei meinem Besuch die ursprüngliche Lehmarchitektur. Die Festung wurde über die Jahrhunderte mehrfach erweitert und war lange Zeit dem Verfall ausgesetzt. 1988 wurde das Bahla Fort deshalb auf die UNESCO-Liste des gefährdeten Welterbes gesetzt. Umfangreiche Restaurierungs- und Sicherungsarbeiten folgten, wobei traditionelle Materialien und Techniken berücksichtigt wurden. 2004 konnte die Festung wieder von der Liste des gefährdeten Welterbes gestrichen werden.</p>
<p>Auch die Umgebung gehört zum besonderen Charakter von Bahla. Eine mehr als zwölf Kilometer lange Festungsmauer umschließt die historische Oase. Das traditionelle Falaj-Bewässerungssystem versorgt die Palmenhaine mit Wasser. Rund um die Festung finden sich außerdem historische Gebäude, Moscheen, traditionelle Märkte und die für Bahla bekannte Töpferkunst.</p>
<h3>Bahla heute und der traditionelle Viehmarkt</h3>
<p class="isSelectedEnd"><strong>Geheimtipp:</strong> Jeden Donnerstag findet in Bahla ein traditioneller Viehmarkt statt. Ähnlich wie beim bekannten Markt in Nizwa kannst du hier einen Einblick in den Alltag der omanischen Bevölkerung bekommen. Bei meinem Besuch wirkte der Markt deutlich ursprünglicher und weniger touristisch als viele bekannte Sehenswürdigkeiten im Oman.</p>
<p><strong>Reisehinweis:</strong> Das Bahla Fort kannst du aktuell täglich von 8:00 bis 19:00 Uhr besuchen. Tickets erhältst du direkt vor Ort. Es werden&nbsp; Visa / Mastercard Kreditkarten akzeptiert. Die beste Reisezeit für Bahla liegt nach Angaben der omanischen Tourismusbehörde zwischen Oktober und April.</p>
<p style="text-align: justify;"><!-- /wp:post-content --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<hr>
<h2><strong>#3 </strong>Nizwa Sehenswürdigkeiten – kulturelles Zentrum des Oman</h2>
<p>Eine Stadt, die du bei einer Reise durch den Oman kaum auslassen kannst, ist Nizwa. Mächtige Festungsmauern, hohe Türme, historische Souqs und feine Minarette prägen das Stadtbild. Rund 200 Kilometer von Maskat entfernt liegt die Stadt, die heute als kulturelles Zentrum des Oman gilt. Über Jahrhunderte entwickelte sich Nizwa zu einem bedeutenden Markt- und Handelszentrum. Die Wasserversorgung der Oase ermöglichte den Anbau von Obst und Gemüse und prägte die Entwicklung der Stadt.</p>
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<h3>Nizwa Souq und der berühmte Ziegenmarkt</h3>
<p>Nizwa spielte in der Geschichte des Oman über viele Jahrhunderte eine bedeutende Rolle. Die Stadt war politisches und religiöses Zentrum der Ibaditen und Sitz der Imame des Oman. Aufgrund dieser historischen Bedeutung wird Nizwa häufig als kulturelles Zentrum des Landes bezeichnet.</p>
<p>Wenn du Nizwa möglichst authentisch erleben möchtest, solltest du deinen Besuch auf einen Freitag legen. Dann beginnt der Tag bereits früh am Morgen mit dem berühmten Ziegen- und Viehmarkt von Nizwa. Käufer und Verkäufer reisen aus verschiedenen Regionen des Oman an, präsentieren ihre Tiere und verhandeln lautstark über die Preise. Der traditionelle Viehmarkt findet am Freitagmorgen statt und gehört bis heute zu den bekanntesten Erlebnissen in Nizwa.</p>
<p>Bei meinem Besuch fand ich besonders die traditionellen omanischen Kleidungsstücke und die Männer mit ihren Krummdolchen, Patronengürteln und weiteren Statussymbolen interessant. Für mich war der Markt deshalb nicht nur ein Ort zum Handeln, sondern auch ein außergewöhnliches Fotomotiv im Oman. Du solltest allerdings früh aufstehen: Das geschäftige Treiben ist bereits am späten Vormittag vorbei.</p>
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<p>Direkt neben dem Fort befindet sich der Nizwa Souq, der traditionelle Markt der Stadt. Er ist in verschiedene Bereiche gegliedert und bietet unter anderem Silberschmuck, Töpferarbeiten, Gewürze, Lebensmittel und traditionelle omanische Produkte. Auch der Verkauf von Khanjars, den typischen omanischen Krummdolchen, gehört zum Angebot.</p>
<p>Den West Souq empfand ich bei meinem Besuch allerdings als stärker auf Touristen ausgerichtet. Die Preise erschienen mir teilweise relativ hoch und das traditionelle Handeln über den Preis war schwieriger. Wenn du das ursprüngliche Marktleben erleben möchtest, solltest du deshalb auch die angrenzenden Bereiche besuchen. Im Meat Souq und Fish Souq bekommst du einen unmittelbaren Eindruck vom alltäglichen Handel in Nizwa.</p>
<h3>Nizwa Fort – die mächtige Festung</h3>
<p>Das Nizwa Fort ist die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt und eines der beeindruckendsten Forts im Oman. Die heutige Festung wurde im 17. Jahrhundert unter Imam Sultan bin Saif bin Malik Al-Ya&#8217;rubi errichtet. Der markante Rundturm ist das Wahrzeichen von Nizwa und macht die Festung architektonisch einzigartig. Die omanische Tourismusbehörde gibt für den Turm eine Höhe von 34 Metern und einen Durchmesser von 45 Metern an.</p>
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<p>Schon beim Betreten durch das mächtige Festungstor bekommst du einen Eindruck von der Wehrhaftigkeit des Bauwerks. Ein Labyrinth aus Treppen, Gängen, Terrassen, hohen Räumen und kleinen Kammern führt durch die Anlage. Der gewaltige Rundturm wurde mit zahlreichen Kanonenöffnungen ausgestattet, die eine Verteidigung in alle Richtungen ermöglichten. Die massive Konstruktion und die ungewöhnliche runde Form machen das Nizwa Fort zu einer der interessantesten historischen Sehenswürdigkeiten des Oman.</p>
<p>Von den höher gelegenen Bereichen des Forts hast du einen beeindruckenden Blick über Nizwa, die Palmenhaine und das umliegende Hadschar-Gebirge. Genau dieser Ausblick hat mir bei meinem Besuch besonders gut gefallen. Gleichzeitig bekommst du von hier oben ein Gefühl dafür, warum Nizwa über Jahrhunderte eine so wichtige strategische und politische Bedeutung hatte.</p>
<h3>Eintritt und Öffnungszeiten des Nizwa Forts</h3>
<p>Der Eintritt in das Nizwa Fort beträgt 5 OMR für Erwachsene.&nbsp; Bezahlen kannst du vor Ort in bar oder auch per Kreditkarte. Akzeptiert werden Visa / Mastercard.</p>
<p>Die derzeit veröffentlichten Öffnungszeiten sind Samstag bis Donnerstag von 8:00 bis 20:00 Uhr. Freitags ist das Fort von 8:00 bis 11:30 Uhr sowie von 13:30 bis 20:00 Uhr geöffnet. Gerade wenn du den berühmten Freitagsmarkt besuchen möchtest, solltest du deshalb früh in Nizwa sein.</p>
<h3>Nizwa – Fort, Souq und omanisches Leben</h3>
<p>Nizwa solltest du bei einer Oman Rundreise nicht lediglich als kurzen Zwischenstopp einplanen. Die Kombination aus Nizwa Fort, Nizwa Souq und dem traditionellen Viehmarkt macht die Stadt zu einem der interessantesten Orte, um Geschichte, Kultur und den Alltag des Oman miteinander zu verbinden.</p>
<p>Wenn du nur einen Tag für Nizwa hast, würde ich den Freitag wählen: früh morgens zum Viehmarkt, anschließend durch den Souq und danach in das Nizwa Fort. So erlebst du die wichtigsten Nizwa Sehenswürdigkeiten und bekommst gleichzeitig einen authentischen Eindruck von der Stadt.</p>
<hr>
<h2><strong>#4 Misfat al Abriyeen – eines der schönsten Bergdörfer im Oman</strong></h2>
<p class="isselectedend">Wild und archaisch wirken die Bergmassive im Norden des Oman. Zwischen kargen Felsen und gewaltigen Gebirgslandschaften liegen traditionelle Bergdörfer, die einen faszinierenden Kontrast zur Wüste und den modernen Städten des Landes bilden. Eines der bekanntesten ist Misfat al Abriyeen. Wer sich auf den Weg in das Bergdorf macht, taucht gefühlt in eine andere Welt ein. Die Zeit scheint hier stillzustehen.</p>
<p class="isselectedend">Auf rund 1.000 Metern Höhe klammern sich traditionelle Lehmhäuser an die steilen Berghänge. Dazwischen liegen terrassenförmig angelegte Felder und dunkelgrün schimmernde Dattelpalmen. Die grüne Oase bildet einen beeindruckenden Kontrast zu den kargen Bergketten des Hadschar-Gebirges. Bei meinem Besuch hat mich genau dieses Zusammenspiel aus Lehmhäusern, Palmen, Felsen und landwirtschaftlichen Terrassen besonders beeindruckt.</p>
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<h3>Das traditionelle Bergdorf Misfat al Abriyeen</h3>
<p class="isselectedend">Misfat al Abriyeen liegt am Fuße des Wilayat Al Hamra im Gouvernement Al Dakhiliyah und etwa 35 Kilometer von Bahla entfernt. Das historische Bergdorf wurde auf und zwischen den massiven Felsen errichtet. Schon bei der Anfahrt bekommst du einen guten Eindruck davon, wie außergewöhnlich die Lage des Ortes ist.</p>
<p class="isselectedend">Enge Gassen führen zwischen den traditionellen Häusern hindurch. Viele der alten Gebäude bestehen aus Lehm und wurden mit Palmwedeln gedeckt. Gleichzeitig ist Misfat al Abriyeen bis heute kein reines Freilichtmuseum: In und um das Dorf wird weiterhin Landwirtschaft betrieben.</p>
<p class="isselectedend">Auf den terrassenförmig angelegten Feldern wachsen unter anderem Bananen, Granatäpfel, Papayas, Mangos und Zitrusfrüchte. Auch Dattelpalmen prägen das Bild der Oase. Die landwirtschaftlichen Erzeugnisse werden teilweise vor Ort und in den umliegenden Orten angeboten.</p>
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<h3>Falaj-Bewässerung und Wanderwege</h3>
<p class="isselectedend">Das Leben in Misfat al Abriyeen wäre ohne ein ausgeklügeltes Falaj-Bewässerungssystem kaum möglich. Das traditionelle Kanalsystem führt Wasser von den Quellen durch die Oase und versorgt die landwirtschaftlichen Terrassen mit ausreichend Feuchtigkeit.</p>
<p class="isselectedend">Ein Wanderweg führt entlang des Falaj durch die grüne Oase und weiter in Richtung der Quellen. Gerade dieser Weg vermittelt einen besonders guten Eindruck vom traditionellen Leben im Bergdorf. Zwischen Palmen, kleinen Wasserläufen, Felsen und landwirtschaftlichen Flächen wird deutlich, wie aufwendig die Bewohner die natürlichen Ressourcen des Gebirges nutzen.</p>
<p class="isselectedend">Die Wanderwege im Oman sind häufig mit farbigen Markierungen auf den Felsen gekennzeichnet. Die Kombination aus Falaj, Palmenhainen und terrassierter Landwirtschaft macht Misfat al Abriyeen deshalb auch für Fotografen zu einem außergewöhnlichen Reiseziel.</p>
<h3>Übernachten in Misfat al Abriyeen</h3>
<p class="isselectedend">Wenn du nicht nur für ein paar Stunden durch das Bergdorf laufen möchtest, kannst du auch direkt in Misfat al Abriyeen übernachten. Eine besondere Möglichkeit ist das traditionelle Misfah Old House, das sich mitten im historischen Dorf befindet.</p>
<p class="isselectedend">Eine Übernachtung bietet dir den Vorteil, dass du Misfat al Abriyeen außerhalb der Tagesausflüge erleben kannst. Gleichzeitig eignet sich das Bergdorf hervorragend als Ausgangspunkt, um weitere Sehenswürdigkeiten im Hadschar-Gebirge zu erkunden. Dazu gehören beispielsweise die Al-Hoota-Höhle, Wadi Ghul und Jabal Shams.</p>
<h3>Anreise nach Misfat al Abriyeen</h3>
<p class="isselectedend">Misfat al Abriyeen liegt nur wenige Kilometer von Al Hamra entfernt. Eine kurvenreiche Asphaltstraße führt bis zum Dorfeingang. Von Maskat erreichst du die Region über die Hauptverbindung in Richtung Al Dakhiliyah und weiter über Bahla und Al Hamra.</p>
<p class="isselectedend">Alternativ kannst du von Nizwa über Tanuf nach Al Hamra fahren. Für die Anreise nach Misfat al Abriyeen genügt ein normaler Mietwagen. Ein Geländewagen oder SUV ist für die Fahrt bis zum Bergdorf nicht erforderlich.</p>
<p><strong>Mein Tipp:</strong> Plane für Misfat al Abriyeen ausreichend Zeit ein und laufe nicht nur kurz durch den historischen Ortskern. Gerade der Weg entlang der Falaj-Kanäle und durch die terrassierten Gärten zeigt, was diesen außergewöhnlichen Ort ausmacht. Die Kombination aus traditionellem Bergdorf, grüner Oase und karger Gebirgslandschaft gehört für mich zu den schönsten Eindrücken einer Oman-Reise.</p>
<hr>
<h2><strong>#5 Jebel Shams – höchster Berg im Oman und Grand Canyon der Arabischen Halbinsel</strong></h2>
<p class="isSelectedEnd">Der spektakuläre Jebel Shams – auch Jabal Shams oder<strong> Dschabal Schams </strong>genannt – ist der höchste Berg des Oman. Sein Name bedeutet übersetzt „Sonnenberg“. Bekannt ist das Gebirgsmassiv allerdings nicht nur wegen seiner Höhe, sondern vor allem wegen des atemberaubenden Blicks in das Wadi Ghul, das häufig als „Grand Canyon des Oman“ oder „Grand Canyon der Arabischen Halbinsel“ bezeichnet wird.</p>
<p>Die gewaltige Schlucht fällt stellenweise mehr als 1.000 Meter tief ab. Schroffe Felswände, gewaltige Gesteinsformationen und das scheinbar endlose Tal machen den Besuch zu einem der eindrucksvollsten Naturerlebnisse im Oman. Rund 240 Kilometer von Maskat entfernt liegt Jebel Shams im westlichen Hadschar-Gebirge. Für mich gehört die Region zu den Orten, an denen die Landschaft des Oman besonders dramatisch und ursprünglich wirkt.</p>
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<h3>Jebel Shams – Nordgipfel, Südgipfel und das Hochplateau</h3>
<p class="isSelectedEnd">Der höchste Punkt des Jebel Shams ist der Nordgipfel mit einer Höhe von etwa 3.009 Metern. Auf diesem Gipfel befindet sich eine militärische Anlage mit einer Radarstation. Das Gebiet ist deshalb Sperrgebiet und kann nicht regulär besucht werden.</p>
<p class="isSelectedEnd">Der zweite Gipfel ist der Südgipfel<strong>,</strong> der rund 2.997 Meter erreicht. Er ist über den markierten Trekkingweg W4 zugänglich. Wer nicht bis zum Gipfel wandern möchte, kann bereits auf dem Hochplateau die beeindruckende Berglandschaft und den Blick in das Wadi Ghul genießen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Die Anfahrt führt normalerweise von Nizwa über Al Hamra in Richtung Jebel Shams. Über braune Hinweisschilder gelangst du in das Gebirge. Auf ungefähr 2.000 Metern Höhe öffnet sich das Gelände zu einem weitläufigen Plateau. Von den Aussichtspunkten bietet sich ein spektakulärer Blick über die Schlucht und die umliegenden Bergketten.</p>
<p>Am Plateau gibt es inzwischen teilweise Sicherungsseile und Absperrungen. Trotzdem solltest du dich an den markierten Aussichtspunkten vorsichtig bewegen. Die Felskanten sind nicht überall vollständig gesichert und der Blick in die Tiefe ist beeindruckend, aber auch respekteinflößend.</p>
<h3>Wadi Ghul und der Balcony Walk W6</h3>
<p>Der bekannteste Wanderweg am Jebel Shams ist der Balcony Walk W6. Ausgangspunkt ist das kleine Bergdorf Al Khitaym, das über eine unbefestigte Strecke am Rand des Hochplateaus erreichbar ist. Von dort führt der schmale Weg entlang der Felswand über dem Wadi Nakhar, dem inneren Bereich des häufig als Wadi Ghul bezeichneten Canyons.</p>
<p>Der Balcony Walk verläuft teilweise auf einem natürlichen Felsband und bietet immer wieder spektakuläre Ausblicke in die mehr als 1.000 Meter tiefe Schlucht. Das Ziel ist das verlassene Bergdorf As Sab, auch als Sab Bani Khamis bekannt. Die alten Steinhäuser schmiegen sich an die Felswand und wirken wie ein Relikt aus einer vergangenen Zeit.</p>
<p>Bei meinem letzten Besuch habe ich den Balcony Walk selbst unternommen. Besonders beeindruckend fand ich dabei nicht nur die gewaltigen Felswände und den Blick in die Tiefe. Am Ende des Wanderweges erreichst du eine Grotte mit einem kleinen, mit Wasser gefüllten See. Das ruhige Wasser bildet eine nahezu perfekte Spiegelung der Felswände – für mich eines der schönsten Fotomotive am Jebel Shams.</p>
<p>Gerade nach der Wanderung ist dieser Ort ein besonderer Abschluss des Weges. Die kühle Grotte, das klare Wasser und die schroffen Felsen bilden einen starken Kontrast zur trockenen Gebirgslandschaft außerhalb. Wenn du gerne fotografierst, solltest du deshalb unbedingt etwas Zeit für diesen Abschnitt einplanen.</p>
<p>Für den Hin- und Rückweg solltest du je nach Kondition, Fotopausen und Wegbedingungen mehrere Stunden einplanen. Der Weg ist zwar überwiegend gut erkennbar, verläuft aber stellenweise exponiert und ohne durchgehende Absicherung. Trittsicherheit, festes Schuhwerk und Schwindelfreiheit sind deshalb wichtig.</p>
<p>Auf dem Weg kannst du gelegentlich Einheimische antreffen, die traditionelle Teppiche oder handgefertigte Produkte anbieten. Auch die Landschaft selbst bietet zahlreiche Fotomotive: tiefe Schluchten, helle Felswände, abgelegene Dörfer und die außergewöhnliche Weite des Hadschar-Gebirges.</p>
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<h3>Trekking zum Südgipfel über den W4</h3>
<p class="isSelectedEnd">Wer den Südgipfel des Jebel Shams erreichen möchte, kann den markierten Trekkingweg W4 nutzen. Die Wanderung ist deutlich anspruchsvoller als der Balcony Walk W6. Je nach Ausgangspunkt und Wegführung sind eine lange Gehstrecke, rund 1.000 Höhenmeter und ein ganzer Wandertag einzuplanen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Das Gelände ist teilweise felsig und unwegsam. Auch wenn die Wege grundsätzlich markiert sind, ist ein GPS-Gerät oder eine zuverlässige Wander-App hilfreich. Du solltest früh starten, ausreichend Wasser mitnehmen und die Wetterbedingungen berücksichtigen. Bei schlechter Sicht, großer Hitze oder unsicherer Orientierung ist es besser, die Tour abzubrechen.</p>
<p>Der Weg belohnt dich mit weiten Ausblicken auf das Wadi Nakhar, Wadi Sahtan und Wadi Bani Awf. Die Wanderung zum Südgipfel ist deshalb vor allem für erfahrene Bergwanderer interessant, die den Jebel Shams nicht nur vom Aussichtspunkt, sondern aktiv zu Fuß erleben möchten.</p>
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<h3>Anreise und Übernachtung am Jebel Shams</h3>
<p class="isSelectedEnd">Für die Anfahrt zum Jebel Shams empfehle ich ein Allradfahrzeug. Die Straße ist über längere Strecken asphaltiert, doch der letzte Abschnitt zum Hochplateau beziehungsweise zum Ausgangspunkt des Balcony Walks kann unbefestigt, steinig und stellenweise anspruchsvoll sein. Bei meinem Besuch empfand ich ein Geländefahrzeug auf diesem Abschnitt als deutliche Erleichterung.</p>
<p class="isSelectedEnd">Eine gute Möglichkeit ist es, die Region nicht nur als kurzen Tagesausflug zu besuchen, sondern in der Nähe zu übernachten. Das Jabal Shams Resort oder das Sama Heights Resort bieten sich als Ausgangspunkte für die Erkundung des Gebirges an. Wer früh zum Balcony Walk oder zur W4-Tour aufbrechen möchte, spart sich dadurch die lange Anfahrt aus Nizwa oder Maskat.</p>
<p><strong>Besuchertipp:</strong> Plane für Jebel Shams genügend Zeit ein. Der Aussichtspunkt am Wadi Ghul ist bereits beeindruckend, doch erst eine Wanderung entlang des Balcony Walks oder über das Hochplateau vermittelt die ganze Dimension dieser außergewöhnlichen Berglandschaft.</p>
<hr>
<h2><strong>#6 Ibra – historische Stadt und berühmter Frauenmarkt im Oman</strong></h2>
<p class="isSelectedEnd">Eine auf den ersten Blick eher unscheinbare Stadt im Oman ist <strong>Ibra</strong>. Rund 140 Kilometer südöstlich von Maskat liegt die historische Stadt im Landesinneren und ist das administrative Zentrum der Region <strong>North Al Sharqiyah</strong>. Für mich ist Ibra vor allem deshalb interessant, weil hier historische Viertel, traditionelle omanische Architektur und ein außergewöhnliches Markterlebnis zusammentreffen.</p>
<p>Wer sich für die Geschichte und Kultur des Oman interessiert, sollte Ibra deshalb nicht einfach links liegen lassen. Rund um die Stadt befinden sich alte Lehmhäuser, historische Moscheen und Wachtürme, die von der früheren Bedeutung Ibras erzählen. Die Stadt war über Jahrhunderte ein wichtiges Zentrum für Handel, Religion, Bildung und Handwerk.</p>
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<h3>Ibra Souq – der berühmte Frauenmarkt</h3>
<p class="isSelectedEnd">Die bekannteste Sehenswürdigkeit von Ibra ist der Frauenmarkt, der jeden Mittwoch stattfindet. Der besondere Souq ist auf den Handel von Frauen aus der Region ausgerichtet. Angeboten werden unter anderem traditionelle Kleidung, Schmuck, handgefertigte Produkte, Körbe, Textilien, Weihrauch und Parfüms. Die omanische Tourismusbehörde hebt den Mittwoch ausdrücklich als besonderen Markttag in Ibra hervor.</p>
<p class="isSelectedEnd">Der Markt hat eine besondere Tradition. Er wurde ursprünglich geschaffen, damit Frauen aus der Umgebung ihre handgefertigten Waren verkaufen und damit ihre Ausgaben für die Anreise in die Stadt finanzieren konnten. Aus diesem besonderen Zusammenhang entwickelte sich der heutige Frauen-Souq von Ibra, der zu den außergewöhnlichsten traditionellen Märkten des Oman gehört.</p>
<p class="isSelectedEnd">Wenn du den Markt besuchen möchtest, solltest du früh am Mittwochmorgen in Ibra sein. Aktuelle Angaben der omanischen Tourismusbehörde nennen eine Öffnungszeit von 6:00 bis 13:00 Uhr, während andere aktuelle Reiseinformationen darauf hinweisen, dass der Handel bereits am Vormittag deutlich nachlässt.</p>
<p>Wichtig: Der Frauenmarkt ist tatsächlich als Markt für Frauen konzipiert. Nach aktuellen Informationen sind Männer an diesem speziellen Markttag nicht zugelassen. Auch das Fotografieren kann eingeschränkt sein.</p>
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<h3>Ibra Old Quarter und Al Minzfah</h3>
<p class="isSelectedEnd">Neben dem Souq lohnt sich ein Besuch des Ibra Old Quarter und der historischen Ruinen von Al Minzfah, auch unter der Schreibweise Al Munisifeh bekannt. Hier bekommst du einen völlig anderen Eindruck von Ibra.</p>
<p class="isSelectedEnd">Die verlassenen Lehmhäuser und Paläste erinnern an die Zeit, in der Ibra durch Handel und andere wirtschaftliche Aktivitäten zu Wohlstand gelangte. Prächtige Lehmbauten mit kunstvollen Verzierungen säumten einst die Straßen. Eine Befestigungsmauer mit Toren schützte die Bewohner vor Angreifern.</p>
<p class="isSelectedEnd">Im Laufe der Zeit verließen die Einwohner das alte Viertel und zogen in andere Bereiche der Stadt. Die ungenutzten Gebäude verfielen und verwandelten das historische Viertel in eine faszinierende Ruinenlandschaft.</p>
<p>Heute kannst du zwischen den alten Häusern durch die Ruinen von Al Minzfah laufen und dir vorstellen, wie lebendig dieser Ort früher gewesen sein muss. Gerade für Fotografen ist das alte Ibra ein interessantes Motiv: bröckelnde Lehmwände, ornamentierte Fassaden und die Spuren vergangener Zeiten vermitteln einen starken Eindruck von der Geschichte des Oman.</p>
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<h3>Wachtürme und historische Moscheen in Ibra</h3>
<p class="isSelectedEnd">Ibra ist von zahlreichen kleinen Hügeln umgeben. Auf einigen von ihnen stehen historische Wachtürme, die früher der Überwachung der Umgebung dienten. Von den erhöhten Positionen konnten sich die Bewohner frühzeitig vor herannahenden Feinden warnen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Auch historische Moscheen gehören zum kulturellen Erbe der Stadt. Die offizielle omanische Tourismusbehörde nennt neben den historischen Vierteln und der traditionellen Architektur unter anderem die Moschee mit zwei Qiblahs als besondere Sehenswürdigkeit der Region.</p>
<p>Ein Rundgang durch die alten Viertel von Ibra lohnt sich deshalb besonders, wenn du nicht nur die bekannten Sehenswürdigkeiten, sondern auch die historische Architektur des Oman entdecken möchtest.</p>
<h3>Mein Tipp für Ibra</h3>
<p class="isSelectedEnd">Wenn du mittwochs in der Region unterwegs bist, solltest du den Besuch des Ibra Frauenmarktes unbedingt mit einem Rundgang durch das alte Ibra verbinden. So erlebst du zwei völlig unterschiedliche Seiten der Stadt: den lebhaften traditionellen Handel am Vormittag und die stille Atmosphäre der verlassenen Lehmhäuser von Al Minzfah.</p>
<p class="isSelectedEnd">Probier bei deinem Besuch auch unbedingt omanische Halwa. Die süße Spezialität aus Zucker, Gewürzen, Nüssen und weiteren Zutaten wird auf traditionellen Märkten angeboten und gehört für mich zu einem Besuch im Oman einfach dazu.</p>
<p>Die historischen Ruinen kannst du auf eigene Faust erkunden. Da sich teilweise verfallene Gebäude auf dem Gelände befinden, solltest du dabei festes Schuhwerk tragen und dich vorsichtig bewegen.</p>
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<h2><strong>#7 Sur – Küstenstadt, Dhau-Werften und Schildkröten</strong></h2>
<p><strong>Sur</strong> ist eine der interessantesten Küstenstädte im Oman. Die Stadt ist seit Jahrhunderten eng mit der Seefahrt, dem Fischfang und dem traditionellen Schiffbau verbunden. Noch heute werden in Sur die berühmten Dhaus, traditionelle omanische Holzschiffe, von Hand gefertigt.</p>
<p>Bereits im 6. Jahrhundert war Sur ein bedeutendes Handelszentrum mit Verbindungen nach Ostafrika. Vom 17. bis ins 19. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zu einem wichtigen Handelsplatz des Oman. Gewürze, Stoffe, Kaffee, Hirse, Mangrovenholz und omanische Produkte wie Datteln wurden über den Hafen gehandelt. Mit dem Aufkommen der Dampfschiffe, der Eröffnung des Suezkanals und dem Niedergang des traditionellen Seehandels verlor Sur später an Bedeutung.</p>
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<h3>Dhau-Werft in Sur – traditioneller Schiffbau</h3>
<p class="isSelectedEnd">Eine der interessantesten Sur Sehenswürdigkeiten ist die traditionelle Dhau-Werft. Hier werden die charakteristischen Holzschiffe noch heute weitgehend in Handarbeit gefertigt.</p>
<p class="isSelectedEnd">Bei meinem Besuch konnte ich mich auf dem Gelände frei bewegen und den Handwerkern bei der Arbeit zuschauen. Die Schiffe werden individuell nach den Vorstellungen des Auftraggebers und ihrem späteren Verwendungszweck gebaut. Dadurch ist jedes Dhau ein Unikat. Je nach Größe und Ausstattung kann der Bau mehrere Monate dauern.</p>
<p class="isSelectedEnd">Die Arbeiter in der Werft stammten bei meinem Besuch überwiegend aus Indien, Pakistan oder Bangladesch. Das traditionelle Handwerk wurde über Jahre weitergegeben und perfektioniert. Mir wurde außerdem erklärt, dass auch wohlhabende Geschäftsleute aus den Golfstaaten und andere einflussreiche Auftraggeber solche Schiffe bauen lassen. Je nach Ausstattung kann ein Dhau einen sehr hohen Wert erreichen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Auf dem Werftgelände befanden sich außerdem ein kleines Museum zur Geschichte des traditionellen Schiffbaus und ein Souvenirbereich. Bei meinem Besuch kostete der Eintritt 2 OMR.</p>
<p>Für mich war die Werft eines der interessantesten Erlebnisse in Sur, weil hier maritime Geschichte nicht nur ausgestellt wird, sondern tatsächlich noch gelebt wird.</p>
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<h3>Fath Al Khair – das Wahrzeichen von Sur</h3>
<p class="isSelectedEnd">Ein weiteres Highlight ist das Fath Al Khair, ein traditionelles omanisches Holzschiff, das zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden ist. Das Schiff wurde aufwendig restauriert und erinnert heute an die große Zeit des omanischen Seehandels.</p>
<p class="isSelectedEnd">Rund um das Schiff kannst du weitere traditionelle Boote und Informationen über den Dhau-Schiffbau entdecken. Das heutige Fath Al Khair Center widmet sich der maritimen Geschichte von Sur und zeigt unter anderem historische Dokumente, Navigationsinstrumente und Exponate rund um die Seefahrt.</p>
<p>Auch ein Abstecher nach Al Ayjah lohnt sich. Der historische Stadtteil liegt auf der gegenüberliegenden Seite der Lagune. Traditionelle Häuser, der alte Leuchtturm und der Blick auf den Hafen vermitteln einen guten Eindruck von der maritimen Vergangenheit der Stadt.</p>
<h3>Ras Al Jinz – Schildkröten im Oman beobachten</h3>
<p class="isSelectedEnd">Etwa 30 Minuten östlich von Sur liegt Ras Al Jinz, einer der bekanntesten Orte im Oman zur Beobachtung von Meeresschildkröten. Die Tiere kommen nachts an den Strand, um ihre Eier abzulegen. Mit etwas Glück kannst du bei einer geführten Tour beobachten, wie eine Schildkröte aus dem Meer kommt, ein Nest gräbt und anschließend wieder ins Wasser zurückkehrt.</p>
<p class="isSelectedEnd">Auch frisch geschlüpfte Jungtiere können beobachtet werden. Die Schildkröten stehen unter besonderem Schutz, weshalb die Beobachtung ausschließlich unter bestimmten Regeln und mit Guides stattfindet.</p>
<p class="isSelectedEnd">Bei meinem Besuch wurden Touren am späten Abend zur Eiablage und in den frühen Morgenstunden zum Beobachten der Jungtiere angeboten. Die genauen Zeiten können jedoch je nach Saison und Bedingungen variieren.</p>
<p class="isSelectedEnd">Wenn du die Schildkröten von Ras Al Jinz erleben möchtest, kannst du im Ras Al Jinz Turtle Reserve übernachten oder von Sur aus mit dem Mietwagen anreisen. Eine geführte Tour musst du trotzdem buchen.</p>
<p><strong>Wichtig:</strong> Helles Licht und Blitzlicht sind bei der Schildkrötenbeobachtung nicht erlaubt. Die Tiere sollen während der Eiablage und auf ihrem Weg ins Meer möglichst wenig gestört werden.</p>
<h3>Mein Tipp für Sur</h3>
<p class="isSelectedEnd">Sur ist für mich vor allem wegen der Verbindung aus Seefahrt, traditionellem Schiffbau und Natur interessant. Die Dhau-Werft solltest du bei einem Besuch nicht auslassen. Anschließend kannst du Al Ayjah erkunden und den Aufenthalt mit einer Schildkrötentour in Ras Al Jinz verbinden.</p>
<p>Auch kulinarisch lohnt sich ein Abstecher in die Stadt. Ich war im Restaurant Zaki, das für frische Fischgerichte bekannt ist. Besonders interessant fand ich die typisch omanische Möglichkeit, in abgetrennten Bereichen auf dem Boden zu essen. Wer lieber an einem Tisch sitzt, findet ebenfalls entsprechende Plätze. Die Preise waren bei meinem Besuch sehr moderat.</p>
<hr>
<h2><strong>#8 Wahiba Sands – Wüste, Beduinencamps und Sternenhimmel</strong></h2>
<p class="isSelectedEnd">Die Wahiba Sands, heute häufig auch A&#8217;Sharqiyah Sands oder Sharqiya Sands genannt, gehören zweifellos zu den Höhepunkten einer Oman Rundreise. Gewaltige Sanddünen, traditionelle Beduinencamps und ein nahezu unendlicher Sternenhimmel machen die Wüste zu einem ganz besonderen Erlebnis.</p>
<p>Die riesige Wüstenlandschaft erstreckt sich im Osten des Oman bis zum Arabischen Meer. Je nach Quelle wird die Fläche mit rund 10.000 bis 12.500 Quadratkilometern angegeben. Die Dünen können Höhen von deutlich über 100 Metern erreichen und verändern durch Wind und Sonneneinstrahlung ständig ihr Aussehen.</p>
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<h3>Beduinencamps in der Wahiba Sands</h3>
<p class="isSelectedEnd">Die Wahiba Sands sind nicht nur eine beeindruckende Landschaft, sondern auch die Heimat traditioneller Beduinengemeinschaften. Rund um Bidiyah und Al Mintarib findest du zahlreiche Wüstencamps, die heute Reisenden einen Einblick in das Leben in der Wüste ermöglichen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Vom einfachen Beduinenzelt bis zum komfortablen Wüstencamp ist inzwischen vieles möglich. Auf Strom, fließendes Wasser und komfortable Betten musst du deshalb nicht unbedingt verzichten. Gleichzeitig bleibt das Gefühl erhalten, weit entfernt von der Zivilisation zu sein.</p>
<p class="isSelectedEnd">Bei meinem Aufenthalt war genau diese Abgeschiedenheit einer der besonderen Reize. Handyempfang war im Camp Fehlanzeige<strong>.</strong> Statt ständig erreichbar zu sein, kannst du dich auf die Wüste, das Lagerfeuer und den unglaublichen Sternenhimmel konzentrieren.</p>
<p class="isSelectedEnd">Die Camps bieten außerdem verschiedene Aktivitäten an. Dazu gehören Dune Bashing mit dem Geländewagen, Kamelreiten, Sandboarding und Besuche bei Beduinenfamilien. Auch das morgendliche Melken von Ziegen kannst du teilweise miterleben. Die omanische Tourismusbehörde nennt genau diese Aktivitäten heute als typische Erlebnisse in den Sharqiya Sands.</p>
<p>Mein Tipp: Wenn dir frische Ziegenmilch angeboten wird, solltest du sie unbedingt probieren.</p>
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<h3>Mit dem 4&#215;4 durch die Wüste</h3>
<p class="isSelectedEnd">Die Wahiba Sands kannst du grundsätzlich auch auf eigene Faust erkunden. Für Fahrten durch die tiefen Sanddünen ist allerdings ein Allradfahrzeug erforderlich. Wer keine Erfahrung mit dem Fahren im Wüstensand hat, sollte besser auf eine geführte Tour zurückgreifen.</p>
<p class="isSelectedEnd">Bei einer eigenen Fahrt gehören ausreichend Wasser, Treibstoff und geeignete Ausrüstung zum Pflichtprogramm. Auch ein zweites Fahrzeug kann bei abgelegenen Touren sinnvoll sein. Wer im Sand stecken bleibt, kann sich schnell in einer Situation wiederfinden, in der Hilfe weit entfernt ist.</p>
<p class="isSelectedEnd">Für dein erstes Wüstenabenteuer im Oman empfehle ich deshalb eine geführte 4&#215;4-Tour. Die Guides kennen die Dünen und wissen, wie sich das Fahrzeug sicher durch den tiefen Sand bewegen lässt. Heute werden in Bidiyah zahlreiche entsprechende Wüstentouren angeboten.</p>
<p>Ein guter Ausgangspunkt für die Wahiba Sands ist Bidiyah. Wenn du ohne eigenes Allradfahrzeug unterwegs bist, kannst du dich von vielen Camps dort abholen und nach deinem Aufenthalt wieder zurückbringen lassen.</p>
<h3>Übernachten in der Wahiba Sands</h3>
<p class="isSelectedEnd">Für mich gehört eine Übernachtung in einem Wüstencamp im Oman unbedingt zu einer Reise durch die Wahiba Sands. Erst wenn am Abend die Sonne hinter den Dünen verschwindet und die Geräusche der Umgebung langsam verstummen, entfaltet die Wüste ihre besondere Atmosphäre.</p>
<p class="isSelectedEnd">Viele Camps bieten am Abend ein gemeinsames Essen und ein Lagerfeuer an. Danach lohnt es sich, einfach einmal nach oben zu schauen. Durch die geringe Lichtverschmutzung sind die Sterne deutlich besser zu sehen als in den Städten des Oman.</p>
<p class="isSelectedEnd">Die omanische Tourismusbehörde empfiehlt die Region ausdrücklich auch zum Sternegucken und nennt die Sharqiya Sands als einen der guten Orte für astronomische Beobachtungen.</p>
<h3>Versteinerte Dünen und Aeolianite</h3>
<p class="isSelectedEnd">Ein besonderer Tipp für Entdecker liegt im östlichen Bereich der Wahiba Sands. Dort kannst du große Bereiche mit versteinerten Sanddünen entdecken. Diese sogenannten Aeolianite entstanden dadurch, dass früherer Dünensand verfestigt wurde.</p>
<p class="isSelectedEnd">An der Küste finden sich teilweise beeindruckende Abbruchkanten dieser versteinerten Dünen. Der Anblick unterscheidet sich deutlich von den klassischen weichen Sanddünen im Inneren der Wahiba Sands und macht diesen Bereich besonders für Fotografen interessant.</p>
<h3>Mein Fototipp für die Wahiba Sands</h3>
<p class="isSelectedEnd">Die Wahiba Sands sind ein hervorragender Ort zum Fotografieren. Besonders schön sind die frühen Morgenstunden und der Sonnenuntergang, wenn das flache Licht die Dünen mit starken Strukturen und langen Schatten versieht.</p>
<p class="isSelectedEnd">Noch spektakulärer kann der Nachthimmel sein. Bei Neumond und klarer Wetterlage kannst du die Milchstraße über den Dünen fotografieren. Für solche Aufnahmen solltest du ein stabiles Stativ und ein lichtstarkes Weitwinkelobjektiv mitnehmen. Eine offene Blende um f/2.8 oder größer ist dafür ideal.</p>
<p>Wenn du die Wüste nicht nur sehen, sondern fotografisch erleben möchtest, würde ich deshalb mindestens eine Nacht in einem abgelegenen Camp einplanen. Tagsüber die Dünen, am Abend der Sonnenuntergang und nachts der Sternenhimmel – die Wahiba Sands bieten dir damit gleich mehrere völlig unterschiedliche Fotomotive.</p>
<hr>
<h2><strong>#9 Wadi Bani Khalid – grüne Oase mit türkisfarbenen Pools</strong></h2>
<p>Der Wadi Bani Khalid gehört für mich zu den schönsten Naturerlebnissen im Oman. Inmitten der kargen Landschaft des Hajar-Gebirges erwartet dich eine überraschend grüne Oase mit Palmen, Felsen und kristallklaren Wasserbecken.</p>
<p>Das Wadi zieht sich durch die östlichen Ausläufer des Hajar-Gebirges bis zum Dorf Bida. Durch das ganzjährig vorhandene Wasser gehört es zu den fruchtbarsten und grünsten Tälern der Region. Mehrere natürliche Pools und Wasserläufe bilden dabei einen starken Kontrast zur trockenen Gebirgslandschaft.</p>
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<h3>Wadi Bani Khalid – Anfahrt und Baden</h3>
<p>Die Anfahrt zum Wadi Bani Khalid ist unkompliziert. Über eine asphaltierte Straße erreichst du den großen Parkplatz am Eingang des Wadis. Schon auf der Fahrt dorthin verändert sich die Landschaft: Zerklüftete Felsen und trockene Gebirgstäler begleiten dich, bevor plötzlich die ersten Palmen und das satte Grün der Oase auftauchen.</p>
<p>Vom Parkplatz führt ein Weg in das Wadi. Für den Besuch solltest du festes Schuhwerk einpacken. Gerade an den Wasserbecken können die Felsen rutschig sein – Flip-Flops sind deshalb keine gute Wahl.</p>
<p>Das Highlight sind die türkisfarbenen Pools von Wadi Bani Khalid. Das klare Wasser liegt teilweise wie in den Fels gemeißelt zwischen den steilen Wänden. Einige der Becken sind groß genug zum Schwimmen und laden gerade nach der Fahrt durch die trockene Landschaft zu einer Abkühlung ein.</p>
<p>Am Wochenende und insbesondere am Freitag kann es allerdings deutlich voller werden. Wenn du das Wadi möglichst ruhig erleben möchtest, solltest du früh am Morgen kommen oder einen Wochentag wählen.</p>
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<h3>Durch die Schlucht bis zur Muqal-Höhle</h3>
<p>Wer nur am großen Pool bleibt, sieht allerdings nur einen Teil des Wadi Bani Khalid. Hinter den ersten Wasserbecken wird die Landschaft zunehmend ursprünglicher. Der Weg führt immer tiefer zwischen Felsen und durch engere Schluchten.</p>
<p>Teilweise kannst du von einem Pool zum nächsten schwimmen, an anderen Stellen musst du durch das Wasser waten. Ein kleiner wasserdichter Rucksack oder eine Hülle für Smartphone und Kamera ist deshalb äußerst praktisch.</p>
<p>Am Ende des Weges wartet die Muqal-Höhle. Die Höhle liegt in einer Felswand des Wadis und kann mit entsprechender Ausrüstung erkundet werden. Eine Taschenlampe solltest du unbedingt dabeihaben. Im Inneren wird es schnell eng, sodass du teilweise gebückt oder auf allen vieren weitergehen musst. Fledermäuse gehören ebenfalls zu den Bewohnern der Höhle.</p>
<p>Die omanische Tourismusbehörde weist ausdrücklich darauf hin, dass die Muqal-Höhle mit geeigneter Ausrüstung erkundet werden kann. Auch aktuelle Informationen des Oman Tourism zeigen sie als eine der zugänglicheren Höhlen des Landes.</p>
<h3>Baden im Wadi Bani Khalid – darauf solltest du achten</h3>
<p>Beim Baden solltest du die örtlichen Gepflogenheiten berücksichtigen. Sehr freizügige Badekleidung ist hier nicht angebracht. Ein T-Shirt über der Badekleidung ist eine unkomplizierte Möglichkeit, sich an die kulturellen Regeln anzupassen.</p>
<p>Außerdem solltest du die Wasserstände und Wetterbedingungen beachten. Auch wenn die Pools idyllisch wirken, können starke Regenfälle in den Bergen den Wasserstand in den Wadis schnell verändern. Bei unsicherer Wetterlage solltest du dich deshalb vor Ort über die aktuellen Bedingungen informieren.</p>
<h3>Mein Tipp für Wadi Bani Khalid</h3>
<p>Ich würde für Wadi Bani Khalid ausreichend Zeit einplanen und nicht nur zum großen Pool fahren, kurz baden und wieder verschwinden. Gerade der Weg entlang der Wasserläufe und durch die enger werdende Schlucht macht den Reiz des Wadis aus.</p>
<p>Wenn du gerne fotografierst, solltest du außerdem früh kommen. Dann ist das Licht angenehmer und die Chance auf eine ruhigere Atmosphäre deutlich größer. Die Kombination aus tiefblauem Wasser, grünen Palmen und den hellen Felswänden ist eines der schönsten Fotomotive im Oman.</p>
<p>Wadi Bani Khalid lässt sich außerdem hervorragend mit den Wahiba Sands verbinden. Beide Ziele liegen in der Region Ash Sharqiyah und bilden einen starken Kontrast: Hier die grüne Oase mit ihren Wasserbecken, dort die endlosen Sanddünen der omanischen Wüste.</p>
<h3>Wadi Shab und Wadi Tiwi als Alternativen</h3>
<p>Wenn du noch weitere Wadis im Oman kennenlernen möchtest, sind Wadi Shab und Wadi Tiwi interessante Alternativen. Beide liegen weiter nördlich an der Küste und unterscheiden sich deutlich vom Wadi Bani Khalid.</p>
<p>Gerade Wadi Shab ist für seine spektakuläre Schlucht, türkisfarbenen Pools und die Wanderung durch die Felsen bekannt. Wadi Bani Khalid hat dagegen den großen Vorteil, dass du die beeindruckende Oasenlandschaft vergleichsweise unkompliziert mit dem Auto erreichst.</p>
<p>Für mich gehört Wadi Bani Khalid deshalb zu den Orten, die du auf einer Oman-Rundreise nicht auslassen solltest: Eine grüne Oase, klares Wasser, Palmen, Felsen und eine begehbare Höhle – und das alles mitten in einer ansonsten kargen Gebirgslandschaft.</p>
<hr>
<h2><strong>#10 Salalah Sehenswürdigkeiten – die grüne Seite des Oman</strong></h2>
<p><strong>Salalah</strong>, die Hauptstadt der Region Dhofar im Süden des Oman, unterscheidet sich deutlich von den Landschaften im Norden des Landes. Rund 1.000 Kilometer von Maskat entfernt erwarten dich Palmenhaine, tropische Plantagen, lange Sandstrände und eine Landschaft, die während des Khareef zeitweise erstaunlich grün wird.</p>
<p>Für mich ist Salalah deshalb einer der Orte im Oman, die man erlebt haben sollte, wenn man das Land nicht nur von seiner Wüsten- und Bergseite kennenlernen möchte.</p>
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<h3>Khareef in Salalah – wenn der Oman grün wird</h3>
<p>Besonders bekannt ist Salalah für den Khareef, den saisonalen Südwestmonsun. Zwischen etwa Ende Juni und September verwandelt sich die Landschaft rund um Dhofar. Nebel zieht durch die Berge, die Hänge werden grün und an verschiedenen Stellen entstehen saisonale Wasserfälle.</p>
<p>Während dieser Zeit zeigt sich der Oman von einer völlig anderen Seite. Gerade der Kontrast zwischen der trockenen Landschaft des übrigen Landes und dem grünen Dhofar macht den Khareef in Salalah so besonders.</p>
<p>Außerhalb der Khareef-Saison ist die Landschaft wieder deutlich trockener. Dafür kannst du dann die Strände und Sehenswürdigkeiten der Region bei meist klareren Bedingungen erkunden.</p>
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<h3>Weihrauch und die Geschichte von Dhofar</h3>
<p>Salalah ist außerdem eng mit dem Weihrauchhandel verbunden. Dhofar gehört zu den historischen Anbaugebieten des Weihrauchbaums und war über Jahrhunderte ein bedeutendes Zentrum des Handels mit dem kostbaren Harz.</p>
<p>Die Geschichte der Region lässt sich beispielsweise im Al Baleed Archaeological Park und im angeschlossenen Museum of the Frankincense Land entdecken. Dort bekommst du einen Einblick in die Bedeutung des Weihrauchs und die Handelsgeschichte Dhofars.</p>
<p>Auch auf den Märkten von Salalah gehört Weihrauch bis heute zum typischen Bild der Stadt.</p>
<h3>Palmen, Früchte und Strände</h3>
<p>Was mir in Salalah besonders gefallen hat, sind die vielen Palmenhaine und tropischen Plantagen. Entlang der Straßen findest du Verkaufsstände mit frischen Kokosnüssen, Bananen und Mangos. Eine frische Kokosnuss direkt am Straßenrand zu trinken, gehört für mich zu den Erlebnissen, die man in Salalah einfach einmal ausprobieren sollte.</p>
<p>Dazu kommen kilometerlange Sandstrände. Besonders bekannt sind unter anderem Salalah Beach<strong>,</strong> die Strände rund um Mughsail und die Küste bei Mirbat. Je nach Jahreszeit und Wetter kannst du hier baden, fotografieren oder einfach die Landschaft genießen.</p>
<p>Auch Taucher kommen in der Region auf ihre Kosten. Rund um Mirbat gibt es verschiedene Tauchplätze mit Korallenriffen und einer vielfältigen Unterwasserwelt.</p>
<h3>Salalah mit dem Mietwagen entdecken</h3>
<p>Wenn du Salalah und Dhofar auf eigene Faust erkunden möchtest, empfehle ich dir einen Mietwagen. Die wichtigsten Orte der Region sind über gut ausgebaute Straßen erreichbar und du bist deutlich flexibler als mit organisierten Ausflügen.</p>
<p>Von Maskat aus ist Salalah allerdings eine lange Strecke von rund 1.000 Kilometern. Alternativ kannst du einen Inlandsflug nehmen und Salalah als Ausgangspunkt für eine Rundreise durch Dhofar nutzen.</p>
<p><strong>Mein Tipp:</strong> Plane für Salalah und die Umgebung mehrere Tage ein. Die Region ist viel abwechslungsreicher, als es die Entfernung vom restlichen Oman zunächst vermuten lässt.</p>
<p>Wenn du mehr über die schönsten Orte, Strände und Sehenswürdigkeiten in Dhofar erfahren möchtest, findest du in meinem ausführlichen Beitrag <strong><span style="color: #3366ff;"><a style="color: #3366ff;" href="https://www.11places.de/dhofar" target="_blank" rel="noopener">Salalah Sehenswürdigkeiten und Dhofar</a>&nbsp;</span></strong>weitere Informationen und persönliche Tipps.</p>
<hr>
<h2>#11 Geheimtipp &#8211; Kabab, Juice, Drive &amp; Eat-In</h2>
<p>Jedes Reiseziel hat natürlich auch seine besonderen Eigenheiten. Mein Geheimtipp für den Oman beschäftigt sich deshalb nicht mit einer weiteren Sehenswürdigkeit, sondern mit kulinarischen Gepflogenheiten und einer ungewöhnlichen Alltagserfahrung: Kabab, frisch zubereiteter Juice und das omanische Drive-In.</p>
<h3>Kabab im Oman – landestypisch und günstig</h3>
<p class="isSelectedEnd">Mein erster Tipp beginnt mit einer landestypischen Speise: Kabab. Das Gericht ist dem Kebab, wie wir ihn aus Deutschland kennen, durchaus ähnlich und wird im Oman in verschiedenen Formen angeboten. Gerollt in dünnem Fladenbrot, in aufgeschnittenen Teigtaschen oder als lose Fleischspeise mit Beilagen – die Auswahl ist vielfältig.</p>
<p class="isSelectedEnd">Viele dieser kleinen Lokale werden nicht von Omanis, sondern von Einwanderern aus Indien, Pakistan oder Bangladesch betrieben. Gerade diese einfachen Restaurants fand ich auf meinen Reisen durch den Oman interessant. Die Speisen werden frisch zubereitet und sind zudem ausgesprochen günstig.</p>
<p class="isSelectedEnd">Gegessen wird häufig mit den Händen. In den Lokalen findest du deshalb Waschbecken, an denen du dir vor und nach dem Essen die Hände reinigen kannst. Das gehört zur omanischen Esskultur einfach dazu.</p>
<p>Bei meinen Besuchen begannen Kabab-Gerichte bei etwa 400 Baisa. Für wenig Geld bekommst du damit eine sättigende Mahlzeit und gleichzeitig einen authentischen Einblick in den kulinarischen Alltag des Oman.</p>
<h3>Frischer Juice im Oman</h3>
<p class="isSelectedEnd">Ebenfalls weit verbreitet ist der Genuss von frisch zubereitetem Juice. In kleinen Juice-Bars und an zahlreichen Imbissständen werden exotische Früchte direkt vor deinen Augen verarbeitet.</p>
<p class="isSelectedEnd">Kiwi, Papaya, Avocado, Ananas oder Lemon mit Minze gehören beispielsweise zum Angebot. Je nach Region und Saison unterscheiden sich die Auswahl und die Größe der Getränke.</p>
<p class="isSelectedEnd">Bei meinen Besuchen kostete ein kleines Glas mit etwa 250 Millilitern 300 Baisa, ein großes Glas mit rund 500 Millilitern etwa 500 Baisa.</p>
<p>Gerade nach einer längeren Fahrt durch den Oman ist ein frisch zubereiteter Juice eine perfekte Erfrischung. Einfach anhalten, eine Kombination auswählen und zuschauen, wie dein Getränk frisch zubereitet wird.</p>
<h3>Drive-In im Oman – einfach vor dem Restaurant hupen</h3>
<p class="isSelectedEnd">Mein letzter Tipp hat mich zunächst ziemlich erstaunt. Vor allem in den Abendstunden konnte ich vor vielen Lokalen ein reges Treiben beobachten. Ich habe mich anfangs gefragt, warum die Einheimischen mit ihren Autos direkt vor einem Restaurant vorfahren, hupen und anschließend einfach im Fahrzeug sitzen bleiben.</p>
<p class="isSelectedEnd">Die Erklärung war denkbar einfach: Es handelt sich um eine orientalische Form des Drive-In.</p>
<p class="isSelectedEnd">Vor vielen Lokalen gibt es ausreichend Platz für die wartenden Autos. Du fährst einfach vor das Restaurant, hupst und schon kommt ein Mitarbeiter zu deinem Fahrzeug. Wenn du das Lokal zum ersten Mal besuchst, wird dir häufig sogar die Speisekarte ans Auto gebracht. Anschließend bestellst du bequem vom Fahrzeug aus und bekommst dein Essen direkt zum Auto.</p>
<p class="isSelectedEnd">Das Ganze funktioniert übrigens nicht nur bei Restaurants. Auch an Juice-Bars und Obstständen kannst du teilweise einfach mit dem Auto vorfahren und deine Bestellung aufgeben.</p>
<p class="isSelectedEnd">Ich habe dieses ungewöhnliche System selbst ausprobiert und fand es eine der interessantesten Alltagserfahrungen während meiner Oman-Reisen. Gerade weil es keine klassische Sehenswürdigkeit ist, bekommst du dadurch einen kleinen Einblick in das tägliche Leben im Oman.</p>
<p>Wenn du mit dem Mietwagen durch den Oman reist, solltest du das Drive-In deshalb unbedingt einmal selbst ausprobieren. Fahr vor dem Lokal vor, hup einmal und schau, was passiert. Genau solche kleinen Erlebnisse machen für mich eine Reise besonders.</p>
<p><iframe src="https://www.google.com/maps/d/embed?mid=1aYPmjptqKb2X56wzRNgmC5Mvplexn1qo" width="640" height="480"></iframe></p><p>Der Beitrag <a href="https://www.11places.de/oman">Oman Sehenswürdigkeiten: 10 Highlights &#038; Geheimtipp</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.11places.de">11places</a>.</p>
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		<title>Bosnien-Herzegowina</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marco]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2020 21:05:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das Land auf dem Balkan im Südosten Europas empfindet der eine oder andere Reisende als ein kleines Abenteuer; ein unentdeckter Flecken in Europa. Andere fragen sich mit einem Augenrunzeln, was das Land zu bieten hat. Für mich stand schon länger fest, dass ich unbedingt Mostar besuchen wollte. Warum also nicht gleich das ganze Balkanland erkunden. Bosnien und Herzegowina hat mehr als nur die traurige Geschichte aus dem Bosnienkrieg zu bieten. In dem Land trifft der Orient auf den Okzident. Wer...</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.11places.de/bosnien-herzegowina">Bosnien-Herzegowina</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.11places.de">11places</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Land auf dem Balkan im Südosten Europas empfindet der eine oder andere Reisende als ein kleines Abenteuer; ein unentdeckter Flecken in Europa. Andere fragen sich mit einem Augenrunzeln, was das Land zu bieten hat. Für mich stand schon länger fest, dass ich unbedingt Mostar besuchen wollte. Warum also nicht gleich das ganze Balkanland erkunden. Bosnien und Herzegowina hat mehr als nur die traurige Geschichte aus dem Bosnienkrieg zu bieten. In dem Land trifft der Orient auf den Okzident. Wer in den Straßen der Städte zu Fuß unterwegs ist, wird schnell den Spirit des osmanischen Reichs einhauchen können. Neben vielen kulturellen Sehenswürdigkeiten bietet das Land auch tolle Naturereignisse, nette Einwohner und vor allem kulinarische Leckerbissen. Das Land ist durchzogen von Flüssen und Canyons. Die Altstädte laden zum Entdecken ein und bieten den Besuchern mit den vielen Moscheen ein malerisches Erscheinungsbild. Eines kann bereits vor dem Weiterlesen erwähnt werden. Bosnien und Herzegowina ist für Touristen ein sehr sicheres Land. Wer das Land gern entdecken möchte, findet in den nachfolgenden Beitrag 10 Ideen und einen Geheimtipp für eine Reise durch das Balkanland.&nbsp;</p>
<p><strong><u>Hinweis:</u></strong> Bist du auch ein Reisender, der mit kyrillischen Buchstaben nicht klar kommt? Keine Angst. Ortschilder, Verkehrszeichen und Hinweisschilder weisen neben der kyrillischen Beschriftung auch die lateinische Schreibweise auf.</p>
<h3><strong>#1 Sarajevo</strong></h3>
<p>Sarajevo gilt als das Herz vom Balkan und ist Hauptstadt von Bosnien-Herzegowina. Die Stadt liegt im Dinarischen Gebirge an dem Fluss Miljacka. <a href="https://www.11places.de/sarajevo">Sarajevo</a> ist reich an religiöser und kultureller Geschichte. Die Stadt wird gern auch als „Jerusalems Europa“ oder „Balkans Jerusalem“ bezeichnet. Nicht umsonst zählt Sarajevo zu den meist unterschätzten Städten Europas. Traurige Geschichte erlangte die Stadt 1914 mit dem Attentat auf den österreichisch-ungarischen Thronfolger Franz Ferdinand, das den ersten Weltkrieg auslöste. Nicht zu vergessen ist ebenso die Belagerung der Stadt zu Zeiten des Bosnienkrieges 1992 bis 1995, bei dem vielen Menschen ihr Leben verloren.&nbsp;</p>
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<p>In dem Stadtviertel Baščaršija – dem historischen Marktplatz innerhalb der Altstadt von Sarajevo – finden sich so manche kulturellen Sehenswürdigkeiten. Hauptanziehungspunkt für die Touristen stellen unteranderem die Gazi-Busrev-Beg-Moschee sowie der ikonische Holzbrunnen Sebilj dar. Der Holzbrunnen ist ein typisches Postkartenmotiv. Ein kurzer Halt lohnt sich hier immer und das Füttern der Tauben hat schon hier fast Tradition. Wer kein Vogelfutter bei sich trägt, kann dies für wenige Bosnische Mark vor Ort erwerben. Lauft ihr in den gepflasterten Straßen der Altstadt umher, begegnet euch schnell eine Mischung unterschiedlicher Aromen. Frischer bosnischer Kaffee oder Tee gepaart mit dem Duft von Tabak der Shisha Bars bis hinzu von traditionellen Speisen wird euer Sinnesorgan in den engen Gassen entdecken.</p>
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<p>Historisches bieten die Museen in Sarajevo. Das wohl bekannteste Museum ist das Tunnelmuseum sowie das kleine Museum 1914 bis 1918 an der Lateinerbrücke. Das Tunnelmuseum ist ein wenig versteckt. Es befindet sich am Flughafen im Ortsteil Butmir. Während der Belagerung im Bosnienkrieg diente der hier gezeigte Tunnel dafür, die Stadt Sarajevo mit den Notwendigsten zu versorgen. Es war die einzige (geheime) Landverbindung zur Außenwelt. Das Museum zeigt den Interessierten ein kurzes Stück des Tunnels, verschiedene Devotionalien sowie eine interaktive Führung über die Zeit der Belagerung. Das Museum 1914 bis 1918 ist ein recht kleines, jedoch auch interessantes Museum. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Lateinerbrücke, die Schauplatz für das Attentat auf den Adligen Franz Ferdinand war. Durch das Attentat wurde der erste Weltkrieg ausgelöst. Das Museum führt euch in die Zeit des ersten Weltkrieges zurück und erzählt, wie das Kriegsgeschehen die Balkanrepublik veränderte.</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> Wer in Sarajevo nicht mit dem Auto fahren möchte, für den bietet sich die alte Straßenbahn an. Teilweise wirken sie antiquiert, jedoch bringen sie dich in jede Ecke der Stadt. Bereits ab knapp 0,90 Euro könnt ihr die einfache Fahrt genießen. Fahrkarten sind entweder beim Fahrer oder in einem Kiosk, die sich in der Nähe der Haltestellen befinden, zu erwerben. Entwertet werden die Tickets im ersten Wagon.</p>
<hr>
<h3><strong>#2 Mostar &#8211; Stari Most</strong></h3>
<p>Mostar ist die größte Stadt der Herzegowina und sechstgrößte des Landes. Die Stadt liegt im Süden von Bosnien und Herzegowinas. Das Wahrzeichen Stari Most der Stadt ist die mittelalterliche Bogenbrücke. Sie ist das Herzstück von Mostar. Bis zum Bosnienkrieges lebten in der Stadt Muslime und Christen, Serben und Kroaten friedlich miteinander. Der Ort galt als Verbindung von Orient und Okzident. Während des Bosnienkrieges wurde diese Brücke zerstört. Mit finanzieller Unterstützung bauten die Verantwortlichen der Stadt die Brücke wieder auf. Marktstände, Geschäfte und viele Museen finden sich unweit der Brücke.</p>
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<p>Ursprünglich wurde die Brücke im Jahr 1566 errichtet. Bis zu ihrer Zerstörung stand sie bei den Einwohnern und auch bei den Touristen als Sinnbild für das bunte Treiben in der Stadt. In den engen Gassen zur Brücke herrscht immer reges Treiben, die einen Charme eines großen Basars vermitteln. Die Gassen rund um der Stari Most (bedeutet: alte Brücke) sind als Fußgängerzonen ausgelegt. Sie war vor ihrer Zerstörung ein Schauplatz für die Brückenspringer, die jährlich als Touristenmagnet die Interessierten in die Stadt zusätzlich lockten. Nach der Zerstörung im Jahr 1993 wurde ein Keil in die sonst so multiethnische Stadt getrieben. Kroaten lebten im westlichen Teil der Stadt, die Muslime fanden im Osten ihre Heimat.</p>
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<p>Seit 2010 erstrahlt die Brücke nach der Rekonstruktion wieder. Mit der Wiedereröffnung ist die Trennung der Stadt aufgehoben, so dass die Stari Most wieder als Sinnbild für das friedliche Miteinander steht. Bereits vor der Vollendung der Rekonstruktion erhob die UNESCO im Jahr 2005 die Brücke zum Weltkulturerbe, da sie eine Symbolkraft für die Mitmenschen unterschiedliche Ethnien darstellt. In und um der neuen alten Stari Most herrscht wieder buntes und fröhliches Treiben. Bei schönem Wetter zieht es die Menschen wie ein Magnet an. Bedenkt, dass es dann vor allem zur Hochsaison schwierig ist, sich dort fortzubewegen. Die Brückenspringer finden auch heute wieder ihren besonderen Kick, für das eine oder andere Trinkgeld in die kalte Neretva einzutauchen.</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> Knapp 50 Meter von der Brücke entfernt auf der westlichen Seite der Stari Most befindet sich das Lokal Tima-Irma. Das kleine Lokal ist ein kleiner Geheimtipp für die Reisenden. Traditionelle Speisen mit den landestypischen Cevapcici in allen Darreichungsformen finden die Hungrigen hier. Bereits ab 7 KM (ca. 3,50 Euro) kann man die gegrillten Speisen probieren. Das Lokal akzeptiert neben der einheimischen Währung auch Euro oder Kroatische Kuna. Die Währung in Bosnien ist die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Konvertible_Mark" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konvertible Mark (KM)</a>. Ein Euro entspricht ca. 1,95 Mark (KM). &nbsp;</p>
<hr>
<h3><strong>#3 Vrelo Bune &#8211; Derwischkloster</strong></h3>
<p>Vrelo Bune ist eine Karstquelle in dem Ort Blagaj südlich von Mostar gelegen. Sie wird auch Bunaquelle genannt. Vrelo Bune ist die stärkste Karstquelle des Landes und zählt zu den stärksten von Europa. Bei der Buna handelt es sich um einen Nebenfluss der Neretva. Der Fluss entspringt der hoher Felswand und quillt aus einer Höhle hervor. Die Höhle kann man in Rahmen einer Tour mit einem Schlauboot erkunden. Wer jetzt in Versuchung gerät, sich in dem Wasser zu erfrischen, der wird es sich jedoch bei den kühlen Temperaturen von knapp 7 Grad schnell anders überlegen. Je nach Jahreszeit ist die Fließgeschwindigkeit unterschiedlich, Schwankungen von 3.000 bis 123.000 l/s sind möglich.</p>
<p>An dem unmittelbaren Austritt an der hohen Felswand lies ein türkischer Sultan vor knapp 600 Jahren das Derwischkloster errichten. Das Gebäude befindet sich am rechten Ufer des Quellsees. Das Derwischkloster kann besucht werden. Das Kloster entstammt einem Sufi. Ein Sufi ist eine muslimisch asketische Ordensgemeinschaft, die für die Werte der Bescheidenheit und Disziplin einsteht.</p>
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<p>Einen herrlichen Blick habt ihr, wenn ihr auf dem Erker des dreistöckigen Gebäudes steht und dabei in Richtung der Quelle bzw. Öffnung der 200 Meter hohen Felswand schaut. Von der Erker Position könnt ihr das glasklare Wasser am besten bestaunen. Es ist so kristallklar, dass ihr ein hervorragendes Spiegelbild von der Umgebung entdecken könnt. Ein Derwischkloster oder Blagaj Tekija mit dem Musafirhana (Gästehaus) sowie Turbe (Mausoleum) sind in den Felsen getrieben und damit in die natürliche Umgebung eingebettet. Sie bilden mit dem umliegenden Felsmassiv und den Quellen eine Einheit. Ein konkreter Erbauungszeitpunkt findet sich leider nicht in den Aufzeichnungen. Gesichert ist hier nur, dass das Objekt nach der Gründung der osmanischen Herrschaft in dem Balkanland errichtet wurde. In dem Kloster befindet sich heute ein Museum für die türkische Wohnkultur.</p>
<p>Wie ich vor Ort erfuhr, wird Vrelo Bune und das Derwisch Kloster auf der vorläufigen Liste des UNSESCO-Weltkulturerbes geführt. Neben vielen Cafés finden sich an dem Flusslauf auch viele urige Gaststätten. Interessant sind auch die umliegenden Weinfelder und die Kirschplantagen. An der einen oder anderen Weggabelung stehen Einheimische und bieten frisch gepresste Säfte, meist Granatapfelsaft, für wenig Geld an. Der Eintritt in das Kloster kostet 4 KM.</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> Vor dem Kloster befindet sich ein nettes kleines Café. Hier könnt ihr ein wenig verweilen und die Natur genießen. Am schönsten und auch am ruhigsten ist es in der Nebensaison. Ich war im Herbst zum Beispiel dort der einzige Gast. Parken ist nur etwas abseits möglich. Direkt in der Ortslage Blagaj finden sich mehrere Parkflächen. In der Nebensaison ist auch kostenfreies Parken möglich; eventuell finden sich auch Fahrbahnrand zum Kloster noch freie Abstellflächen (auf den kostenpflichtigen Parkplätzen werden 4 KM verlangt).</p>
<hr>
<h3><strong>#4 Počitelj – Sahat-Kula, Moschee, Gavran-Kapetanović-Haus</strong></h3>
<p>Am Ufer der Neretva befindet sich der Ort Počitelj. Die kleine Siedlung liegt im Süden von Bosnien und Herzegowina etwa 30 Kilometer von Mostar entfernt. Die Ortschaft wurde 1444 urkundlich das erste Mal erwähnt. Historiker gehen jedoch davon aus, dass der Ort bereits 1383 zu Zeiten des bosnischen Königs Stjepan Tvrtko I. begründet wurde. Der Ort wurde an einem steilen felsigen Hang mit Blick in das Flusstal der Nerevta errichtet. Im zunächst mediterranen Baustil errichteten die Bewohner ihre Häuser und Gebäude. Nach der osmanischen Eroberung im 15. und 16. Jahrhundert wandelte sich die Architektur im Aussehen und brachte Merkmale des orientalischen-mediterranen Baustils vermehrt zum Vorschein. Bis 1878 war der Ort Teil des Osmanischen Reiches. Nach der Übernahme von Bosnien und Herzegowina durch Österreich-Ungarn verlor der Ort seine strategische Bedeutung.</p>
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<p>Seit 1961 entwickelte sich das Städtchen zu einer sehr bekannten Künstlerkolonie. Počitelj ist der Ort mit der längsten Künstlerkolonie in Südost-Europa. Vielen Künstler aus der ganzen Welt kehren in dem Ort ein. Sie malen unter anderem die leuchtend roten Granatäpfel und Feigen, die reichlich an den Berghängen wachsen. Die Regierung von Bosnien und Herzegowina erklärte im Januar 2003 den historischen Teil der Ortschaft zum nationalen Denkmal. Sehenswert ist in dem Ort die Hadži-Alija Moschee und das Gavran-Kapetanović-Haus, die in den letzten Jahren restauriert wurden.</p>
<p>Die Moschee wurde 1562 gebaut und mit der Koranschule Šišman Ibrahim Paša Medresa im 17. Jahrhundert erweitert. Die Medresa, ein muslimisch religiöses Gymnasium mit seinen fünf Klassenzimmer und einem Hörsaal, fällt Euch aufgrund der runden Dachkuppeln sofort auf. Ein Hamam und ein Han können ebenfalls erkundet werden. Das Hamam als typisches öffentliches Bad diente der Gesundheitsvorsorge. Ein Han ist Gasthaus von Šišman Ibrahim Paša in dem früher Pferde untergebracht wurde und sich die Reisenden erholten. Das Gavran-Kapetanović-Haus ist ein Komplex aus drei Gebäuden, die im 16./17. Jahrhundert errichtet wurden. Der Gebäudekomplex steht beispielhaft für die orientalische Wohnarchitektur. Beide Bauwerke sind für die Besucher geöffnet.</p>
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<p>Am interessantesten sind der Sahat-Kula (Uhrenturm) und die hohen Festung mit dem achteckigen Turm. Von der Festung hat man einen herrlichen Blick über den Ort. Vom 15 bis 18. Jahrhundert diente die Festung dazu, mögliche Feinde früh zu erspähen und die Bewohner zu warnen. Der Uhrenturm wurde 1664 von Šišman Ibrahim Paša in Auftrag gegeben. Der Uhrenturm ist typisch für das Land Bosnien und Herzegowina. Mediterran-dalmatinische Architekturen prägten den Baustil. Der Sahat-Kula ist aus Stein errichtet, mit sogenannten Quoins verziert und endet an der oberen Spitze in einer Steinpyramide. Über den vier größten Öffnungen des Uhrenturms finden vier Spitzbögen. Der Baustil solche Sahat-Kula findet sich in Počitelj, Mostar und Stolac wieder. Počitelj steht seit 2007 auf der UNESCO Liste.</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> An vielen Weggabelungen in dem Ort trefft ihr auf Einheimische, die frisch gepressten Granatapfelsaft den Touristen anbieten. Für knapp 1 Euro kann man die Köstlichkeit probieren.</p>
<hr>
<h3><strong>#5 Kravica Wasserfälle</strong></h3>
<p>Der kleine Ort Studenci hält für die Naturliebhaber ein besonderes Refugium bereit. Nur knapp 45 km südlich von Mostar entfernt, liegt die kleine landschaftliche Oase. Die kleine Gemeinde mit ein paar hundert Einwohnern inmitten eines Naturschutzgebietes belohnt die Naturfreunde mit einem weiteren Highlight in Bosnien und Herzegowina: die Kravica Wasserfälle!</p>
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<p>Ein riesiger Parkplatz wartet am Ende Straße auf euch. Vor allem in der Hauptsaison kann sich der Parkplatz schnell füllen. Schnell Eintritt bezahlt und schon könnt ihr in die Natur eintauchen. Nach einem kurzen Fußmarsch könnt ihr bereits das beeindruckende Naturspektakel hören. Die Wasserfälle verteilen sich auf eine Breite von knapp 120 Metern und ergießen sich in einer Höhe von ca. 26 bis 28 Metern. Es scheint, als wenn das Wasser direkt aus dem Hang austritt und seinen Weg durch die dichten und weiten Wälder bahnt. Im Sommer taucht die Landschaft in sattem Grün ein, während der Herbst die Landschaft in den tollsten Farben erstrahlen lässt.</p>
<p>Unterhalb der Kravica Wasserfälle sammelt sich das Wasser in einem kleinen See, bevor es weiter in den kleinen Fluss Trebižat fließt. Das kalte Wasser vom Fluss Trebižat sammelt sich in dem deutlich größeren Fluss Neretva. In dem kleinen See unterhalb der Wasserfälle könnt ihr euch abkühlen. Hier ist Schwimmen erlaubt. Aber Vorsicht: Die Temperaturen liegen dabei im Schnitt bei ca. 15 Grad. An heißen Sommertagen ist das sicher mehr als nur eine kleine Abkühlung.</p>
<p>Gegen eine kleine Gebühr bringt euch ein Einheimischer mit seinem Boot an das andere Ufer. Hier könnt ihr die Landschaft erkunden und so auch mal hinter den Wasserfällen wandern. Die Artenvielfalt der Flora und Fauna vor Ort lässt bei Naturliebhaber das Herz höher schlagen. An dem kleinen See findet sich auch das kleine Lokal „Grill Slapovi Kravica“, in dem man sich stärken kann. Neben Pizza und Spaghetti erfreuen auch landestypische Grillgerichte so manchen Gaumen. Die Preise der Speisen beginnen bereits ab 5 KM (ca. 2,50 Euro).</p>
<p><u><strong>Besuchertipp:</strong></u> In Bosnien und Herzegowina ist es üblich, für Naturparks zu bezahlen. In dem Naturpark könnt ihr ebenfalls die hiesige Parkbahn nutzen, um entspannt zu den Kravica Wasserfällen zu gelangen. Die Nutzung der Parkbahn ist im Eintrittspreis inklusive.</p>

<p class="wp-block-paragraph" style="text-align: justify;"><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">08:00 Uhr bis 23:00 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 50%;">&nbsp;</td>
<td style="width: 50%;">(Mai bis Oktober)</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Studenci bb, Studenci Ljubuski 88320, Bosnien und Herzegowina</em></p>
<hr>
<h3><strong>#6 Banja Luka</strong></h3>
<p>Die Stadt befindet sich im Norden von Bosnien und Herzegowina. Banja Luka ist Regierungssitz der Republik Srpska. Die Republik Srpska wird gern auch im deutschsprachigen Raum fälschlicher Weise als serbische Republik oder Serbenrepublik bezeichnet. Sie ist Teil der Föderation Bosnien und Herzegowinas und eine von zwei Entitäten in dem Balkanland. Die Stadt Banja Luka ist Sitz eines serbisch-orthodoxen und römisch-katholischen Bistums. Die Gründung der Stadt reicht bis in das Jahr 1494 zurück. Gegründet wurde die Stadt durch den ungarischen König Vladislav. Die Eroberung durch die Osmanen 1528 sowie die im 17. Jahrhundert und spätere Annektierung durch Österreich-Ungarn prägte die städtebauliche Entwicklung. Moscheen und Kirchenhäuser finden sich in dem Stadtbild.</p>
<p>Eine Blütezeit erlebte die Stadt nach 1918, die in der Vergangenheit von türkisch-österreichische Kriege sowie Erdbeben heimgesucht und dabei beschädigte wurde, zu Zeiten des Königreichs Jugoslawiens. Zu dieser Zeit entstanden das Stadttheater sowie die serbisch-orthodoxe Christ-Erlöser-Kirche. Früher war die Stadt multiethnisch. Heute leben zu 90 Prozent Serben in der Stadt. Von den 16 Moscheen, die in der Zeit des Bosnienkrieges durch den Hass der Einwohner zerstört wurden, wurden 15 der Gebäude wieder im Originalzustand errichtet. Interessant jedoch ist: von den 200.000 Einwohner sind nur noch knapp 3 Prozent Moslems. Die Ferhadija-Moschee ist das am aufwendigsten wieder hergerichtete Gotteshaus. Nach strengen Vorgaben, dass ohne Stahl und ohne Beton errichtet wurde, erstrahlt die kunstvoll verzierte Moschee wieder. Sie steht auf der UNESCO-Welterbeliste.</p>
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<p>Die serbisch-orthodoxe Kirche ist das einzige Kirchengebäude in Südosteuropa, das mit goldenen Kuppeln verziert ist. Die Kirche wurde im zweiten Weltkrieg beschädigt und in der späteren Zeit durch die Ustaša-Faschisten zerstört worden. In der Zeit von 1993 bis 2004 wurde das Kirchengebäude originalgetreu wieder errichtet. Sie ist die Kathedrale der Eparchie Banja Luka und ist Jesus Christus, dem Erlöser geweiht. Unweit der Kirche befindet sich das Rathaus der Stadt. Die Kirche steht bereits in den sehr frühen Morgenstunden (ab 5 Uhr) für einen Besuch offen. Der Eintritt ist frei.&nbsp;</p>
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<p>Ebenfalls sehenswert ist das Kastel. Es ist eine Festung am Fluß Vrbas, die durch die Römer erbaut wurde. Ein genaues Datum für die Erbauung ist nicht überliefert. Jedoch schließen Grabungen darauf, dass es zu Zeiten des römischen Reiches errichtet wurde. Die jeweiligen Herrscher der Stadt passten die Festung für ihre jeweiligen Zwecke an. Die örtlichen Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Festung daher in ihrer heutigen Ausdehnung nur noch ein Viertel ihrer ursprünglichen Größe einnimmt. Das historische Gebäude wird seit 2012 teilweise rekonstruiert. Die Festung ist für Besucher kostenlos zugänglich.</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> Abseits der Stadt kannst du die Natur genießen. Viele naturbelassene Flüsse laden euch fürs Rafting-Abenteuer, Paddeln oder Touren im Stakenboot (Dayak) ein. Banja Luka ist bereits für gute Rafting-Abenteuer bekannt, da vor über 10 Jahren hier die Rafting-Weltmeisterschaften ausgetragen wurden.</p>
<hr>
<h3><strong>#7 Jablancia &#8211; Battle of the Neretva</strong></h3>
<p>Die Stadt an dem Fluss Nerevta liegt zwischen Sarajevo und Mostar. Bergbau prägte in der Vergangenheit das Stadtbild. Jablancia ist für seinen Granitabbau bekannt. Der Baustoff diente unteranderem für das UN-Gebäude in New York. Der zweitgrößte Staudamm liefert elektrischen Strom &nbsp;zur Versorgung des Landes. Zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs von Februar bis März 1943 fand die sogenannte Schlacht von Neretva statt. Eine in der Nähe befindliche Eisenbahnbrücke, die heute zum örtlichen Museumsgelände zählt, wurde in der Kriegszeit zerstört.</p>
<p>Bei der Schlacht handelte es sich um einen taktischen Sieg der Achsenstreitmächte. Sie besiegten die Partisanenkämpfer von Tito in Nordwestbosnien. Nach der Niederlage zog sich die Partisanenarmee in Richtung Montenegro zurück. Der eigentliche Plan, die komplette Partisanenarmee Titos zu vernichten, schlug dabei fehl. Mit einer List gelang es Tito, die Angreifer zu täuschen. Er ließ die Brücke sprengen, um so dem Feinden in den Glauben zu lassen, dass die Partisanen nordwärts zogen. Durch diese List gewannen die Partisanen Zeit, in der sie heimlich die Brücke für ihren Rückzug reparierten und sich so in Richtung Süden absetzen konnten. Hier konnte die überlegende Partisanenarmee die Tschetniks vernichtend schlagen. Die deutschen und italienischen Truppen waren zuvor so geschwächt, dass sie sich lediglich aufs Verteidigen konzentrierten. Die Schlacht an der Neretva war für die Jugoslawen der Wendepunkt des zweiten Weltkrieges.</p>
<p>Die Schlacht an dem Fluss wurde mit internationaler Besetzung 1969 verfilmt. Der Kriegsfilm wurde 1970 als bester fremdsprachiger Film für einen Oscar nominiert.</p>
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<p>An dem westlichen Brückenkopf der Nerevta-Brücke befindet sich eine restaurierte Dampflok. Sie zählte zur Narentabahn. Die schmalspurige Bahnstrecke verbannt Sarajevo und Metković. Auf der Strecke kamen Dampflokomotiven mit Adhäsions- und Zahnradantrieb zum Einsatz. Die Heißdampflokomotiven mit drei Kuppelachsen und zweiachsigem Schlepptender wurden zwischen 1907 und 1913 durch die Staatsbahn angeschafft. Groß und Klein zieht die historische Lok das ganze Jahr über an. Die mehr als einhundert Jahre alte Lok JDŽ 73-018 der Bosnisch-Herzegowinischen Staatsbahn (BHStB) ist jedoch außer Betrieb gesetzt und darf nur von außen bewundert werden. Das Außengelände des Museums kann kostenlos betreten werden.</p>
<p><strong><u>Sportlerhinweis:</u> </strong>Die bekannteste Person der Stadt hält sich zurzeit (Stand: 2019) in Deutschland auf. Wusstest du, dass der ehemalige Fußballspieler und heutige Sportdirektor vom FC Bayern München Hasan „Brazzo“ Salihamidžić 1977 in Jablancia geboren wurde?</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> An dem Museum stehen Parkplätze zur Verfügung. Die Zufahrt zu dem Parkplatz ist problemlos über das angrenzende Tankstellengelände möglich. Die Parkplätze sind kostenfrei nutzbar.</p>
<p style="text-align: justify;"></p>

<p class="wp-block-paragraph" style="text-align: justify;"><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">00:00 Uhr bis 24:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Jablancia, Bosnien und Herzegowina</em></p>
<hr>
<h3><strong>#8 Jajce &#8211; Pliva Wasserfall</strong></h3>
<p>Die Stadt Jajce in Bosnien und Herzegowina liegt ca. 70 km südlich von der Stadt Banja Luka entfernt. Sofern ihr auf dem Weg vom Norden nach Mostar oder Sarajevo seid, lohnt es sich hier einen Stopp einzulegen. Jajce diente in der Zeit vor der osmanischen Eroberung als Herrschaftss4itz der Könige Bosniens. Die Stadt im Zentrum des Balkanlandes gilt als einer der wichtigsten Ortschaften für den Schutz des kulturellen Erbes in seiner ursprünglichen Form. Das Stadtzentrum liegt auf einem Burgberg. Die Stadt wird von den Flüssen Pliva und Vrbas begrenzt.</p>
<p>Die Stadt besaß vor dem Bosnienkrieg 10 Objekte von den 22 landesweiten Denkmälern, die historisch für das kulturelle Erbe von großer Bedeutung sind. Der gut erhaltene Stadtkern mit seiner Stadtmauer und seiner Festung zeugt von der königlichen Blütezeit. Viele Denkmäler wurden im Mittelalter errichtet. Der Turm des heiligen Lukas mit der Kirche der heiligen Maria ließen die Herrscher nach der osmanischen Eroberungen zu einer Moschee bzw. zu einem Minarett umbauen. Die Zeit der osmanischen Herrschaft sowie das österreich-ungarische Imperium prägte die architektonische Entwicklung der Stadt. Viele Glaubensgebäude wie die bedeutsamste Esma-Sultanija-Moschee bzw. die Sinan-Beg- oder Okić-Moschee entstanden in der Zeit. Selbst bei einem köstlichen bosnischen Kaffee in dem einen oder anderen Lokal in der Innenstadt in der Nähe der Stadtmauer könnt ihr bei Kulinarischem in die kulturelle Vielfalt eintauchen.</p>
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<p>Im Herzen der Stadt mündet der Fluss Pliva in den Fluss Vrbas und bildet das kleine Highlight von Jajce. Viele Kaskaden und Wasserfälle im Flussverlauf formte die Natur über die vielen tausende Jahre. Die letzte Kaskade mit dem knapp 20 Meter hohen Pliva-Wasserfall zieht aufgrund seiner besonderen Lage viele Besucher aus der ganzen Welt an. Dass ein solcher Wasserfall inmitten einer Stadt liegt, ist weltweit einzigartig. Er gilt als einer der 12 schönsten Wasserfälle der Welt. Das Alter des Wasserfalls wird mit 50.000 Jahren taxiert. Er entstand auf natürlichem Weg.</p>
<p>Die Einwohner von Jajce sehen den Wasserfall zu Recht als Stolz ihrer Stadt an. Für örtliche Künstler dient der Wasserfall neben dem Fluss Vrbas als Inspiration an. Der Wasserfall steht als Symbol für die Stadt Jajce und Bosnien-Herzegowina. Der Eintrittspreis für den Wasserfall beläuft sich für Erwachse auf 8,00 KM (01.05. bis 30.09.) bzw. 4,00 KM (01.10. bis 30.04.). In der Hochsaison ist der Eintritt in das Ethno Museeum und Mithräum inklusive. Kinder bis 7 Jahre haben freien Eintritt; zwischen 7 und 18 Jahre muss der halbe Eintrittspreis entrichtet werden (Stand 2019).</p>
<p><strong><u>Geheimtipp:</u> </strong>Möchtest du dir den Eintrittspreis für den Wasserfall sparen, kannst du oberhalb in der Nähe der Tankstelle von einer kleinen Aussichtsplattform das Naturspektakel verfolgen. Die Sicht auf die 20 Meter hohe Kaskade mit dem Pliva-Wasserfall ist ausreichend. Bedenke, dass es in der Hauptsaison hier recht voll werden kann.</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u></strong> Wenige Autominuten vom Pliva-Wasserfall entfernt, befinden sich in Mlinčići der Pliva-See und die gut erhaltene historische Wassermühlen. Die knapp 20 Wassermühlen stammten aus der Zeit des österreich-ungarischen Reiches.</p>
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<p>Die kleinen fensterlosen Hütten stehen auf dünnen Stelzen, unter denen das Wasser auf ein Wasserrad fließt. Sie weckt den Besuchern das Gefühl, in ein kleines Märchendorf einzutauchen. Die Naturlandschaft ist ein idealer Ort um sich zu entspannen. Die Wassermühlen können ganztägig besucht werden. Lediglich für das Parken sowie für die Nutzung der örtlichen Toiletten muss ein kleiner Betrag entrichtet werden (Über die Höhe kann ich leider nichts berichten, da die Parkautomaten während meines Besuchs außer Betrieb waren).</p>
<p style="text-align: justify;"></p>

<p class="wp-block-paragraph" style="text-align: justify;"><strong>Öffnungszeiten Wasserfall:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">08:00 Uhr bis 23:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Jajce 70101, Bosnien und Herzegowina</em></p>
<hr>
<h3><strong>#9 Una Nationalpark</strong></h3>
<p>Das Geo-Magazin titelt einmal über den Nationalpark: Bosniens unbekannte Schönheit! Der Una Nationalpark mit seinem wahrhaftigen Naturerlebnissen grenzt an Kroatien. In dem Nachbarland boomt der Tourismus durch die riesigen Küstenabschnitte bereits seit Jahren. Nun könnte man meinen, der Una Nationalpark erfährt genauso einen Boom. Jedoch weit gefehlt. Knapp 198 Quadratkilometer misst der Nationalpark in seinen Ausmaßen. Er ist einer der drei größten Nationalparks von Bosnien-Herzegowina. Der gleichnamige Fluss durchzieht die westliche Landschaft des Landes auf einer Länge von knapp 200 km. Allein die vielen Wasserfälle, die nicht nur zum Bestaunen sondern auch zu Rafting-Touren einladen, lassen das Urlaubsentdeckerherz höher schlagen. Prädikat: Fantastisches Urlaubsfeeling.</p>
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<p>Der Nationalpark wurde im Jahr 2008 gegründet. Mittels europäischer Fördergelder putzte sich der Nationalpark heraus. Holzstege und mehrsprachige Hinweisschilde erleichtert die Orientierung. Im nördlichen Abschnitt des Nationalparks in der Nähe der Stadt Drvar beginnt die atemberaubende Landschaft. Der Fluss Una fließ an dem wunderschönen Ort Martin Brod vorbei bis hin zur Universitätsstaat Bihać. In der Nähe von Martin Brod fällt die Una von seinen steilen Felswänden und bietet damit ein kleines Naturschauspiel. Der 26 Meter hohe Wasserfall „Štrbački buk“ ist dabei eines der Highlights in dem Nationalpark. Über mehrere Etagen rauscht das Wasser ins Tal nieder. Viele Tierarten finden sich in dem Nationalpark. Wildtiere wie Wolf, Bär, Wildschein, Rotwein und Luchs siedelten sich hier genauso an wie die gut 120 verschiedene Vogel- und 15 Fischarten.</p>
<p>Der Nationalpark orientiert sich bei seiner Ausrichtung an dem kroatischen Vorbild: dem Nationalpark Plitvic. Während der kroatische Park mehrere hunderttausend Besucher anzieht, ist der Bosnische noch von solchen Besucherzahlen entfernt. Gut für die Urlauber, die noch etwas Ruhe und Gelassenheit bei der Sehenswürdigkeit erfahren wollen. Der große Vorteil für den Una Nationalpark ist seine sportliche Vielfalt. Neben Rafting oder Kajaktouren werden auch Schwimmen, Tauchen oder Höhlentauchen angeboten. Sogar das Erkunden mit dem Mountainbike ist dem Nationalpark möglich. Auch für die Angler ist der Nationalpark in bestimmten Bereichen freigegeben. Aufgrund der langsam wachsenden Popularität bieten Einheimische entlang des Nationalparks Übernachtungsmöglichkeiten an. Wer es etwas „wilder“ mag, der kann auch in dem Nationalpark campen. Achtet nur beim Verlassen auf eure Hinterlassenschaften und haltet die Natur sauber.</p>
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<p>Park Ranger achten darauf, dass die Parkgesetze eingehalten werden. Sie kassieren auch den Eintritt. Er kostet beim „Štrbački buk“ 7,00 KM. Beim dem etwas kleinen Wasserfall „Veliki vodopad na Uni (Great Una Waterfalls)“ werden 2,00 KM fällig. Die kostenfreie Nutzung des Parkplatz am „Štrbački buk“ ist inklusive. Auch wenn hin und wieder der „Štrbački buk“ als rollstuhlgeeignet ausgewiesen wird, kann ich davon nur abraten. Es sind viele Stufen und unwegsames Gelände zu überwinden.</p>
<p><strong><u>Besucherhinweis:</u></strong> Die Anfahrt zu dem „Štrbački buk“ ist nur über eine unbefestigte Straße von knapp 8 km möglich. Auch wenn ich mit einem normalen Mietwagen dort anreiste, empfiehlt es sich ein Fahrzeug mit höherer Bodenfreiheit (geländefähig) zu nutzen.&nbsp;</p>
<p><strong><u>Geheimtipp:</u></strong> Beim Besuch des kleineren Wasserfalls Veliki vodopad na Uni (Great Una Waterfalls) wird der Eintrittspreis durch den örtlichen Parkwächter nur am unteren Eingang kassiert. Am oberen Eingang zum Wasserfall befand sich kein Parkwächter, sodass ein kostenloser Zutritt möglich ist. So kommt hier zum oberen Eingang:&nbsp; Ihr lauft die asphaltierte Zufahrtstraße weiter aufwärts in Richtung Süden (örtliche Lokal ‚Bife Livac‘ einfach rechts liegenlassen) und biegt nach knapp 300 Meter rechts auf einem kleinen Weg ab. Zwischen den Häusern führt der kleine Weg zum hinteren Eingang. Nutzt dabei den schmalen Weg vorbei an einer alten zerfallenen Mühle und ihr kommt zu den Wasserfällen.</p>
<p style="text-align: justify;"></p>

<p class="wp-block-paragraph" style="text-align: justify;"><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">08:00 Uhr bis 21:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bosanska 1, Bihać 77000, Bosnien und Herzegowina</em></p>
<hr>
<h3><strong>#10 Krupa Wasserfälle</strong></h3>
<p>Etwa 25 km südlich von Banja Luka befindet sich der Ort Krupa na Vrasu. Bei der Anfahrt über die Panoramastraße M16, die zwischen den beiden Schluchten des Flusses Vrbas entlangführt, kann man bereits die schöne Landschaft erahnen. Startet ihr von Banja Luka, könnt ihr den atemberaubenden Vrbas River Canyon mit seinen Klippen bewundern. Nach einer knapp 30 minütigen Autofahrt erreicht ihr den Ort Krupa na Vrbasu. Der Ort ist bekannt für seine Wasserfälle und seine historischen Wassermühlen. Abgeschieden im Tal des Flusses Vrbas, die einen fast märchenhaften Anblick hinterlässt, findet ihr die Mündung vom Krupa Fluss.</p>
<p>Am unteren Ende des kristallklaren Krupa Flusses bieten die dichtgedrängten Wasserfälle ein kleines ruhiges natürliches Refugium. Von einem städtischen Trubel ist weit und breit nichts zu spüren. An den Kaskaden der Wasserfälle gliedert sich an einer Reihe kleine alte Holzhütten. Wer genauer hinschaut, kann bei den auf Stelzen befindlichen Holzhütten unterhalb Wasserräder im Flusslauf entdecken. Es handelt sich bei den Holzhütten um die historischen Wassermühlen. An den alten Mühlen erfahrt ihr, wie vor hunderten von Jahren Weizen und Buchweizen gemahlen wurde. Während der Hauptsaison laden euch die Müller der Wassermühlen ein, selbst das Mahlhandwerk zu erlernen. Frisch gemahlenes Mehl kann man von den örtlichen Besitzern oder die frisch gefangenen und zubereiteten Forellen aus der Krupa kaufen. Besonders im Frühling führt der Fluss mehr Wasser, so dass die kleinen Wasserfälle noch beeindruckender auf einem wirken.</p>
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<p>Flussaufwärts kann man entlang der Uferpromenade zu den Quellen des Krupa-Flusses wandern. Auf interessante Wege und inmitten von herrlichen moosigen Wäldern finden sich auch einheimische Wildtiere, die die Herzen von jeden Naturliebhabern höher schlagen lassen. Wer bis zur Quelle des Flusses wandert, wird die Strikina Pećina (Onkelhöhle) entdecken. Nach Aussagen der Anwohner entsprang früher der Fluss Krupa der Höhle, ehe ein Erdbeben den Zugang und damit die Höhle verschüttete. Ein Eintritt zu den Krupa Wasserfällen wird nicht verlangt. Frisch gemahlenes Mehl von Buchweizen ist ab 5 KM verfügbar. Für Mehl von Weizen oder Mais bezahlt ihr vor Ort beim Müller 2 KM.</p>
<p><strong><u>Besuchertipp:</u> </strong>An den Wasserfällen befinden sich einige kostenlose Parkplätze. In der Nebensaison stehen auf dem Parkplatz ausreichend Kapazitäten zur Verfügung. In der Hochsaison sind diese schnell vergriffen.</p>
<p style="text-align: justify;"></p>

<p class="wp-block-paragraph" style="text-align: justify;"><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">08:00 Uhr bis 24:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>

</p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Krupa na Vrbasu, Bosnien und Herzegowina</em></p>
<hr>
<h3><strong>#11 Geheimtipp &#8211; Pekara, Bosnischer Kaffee, Cevapcici </strong></h3>
<p>Pekara (kyrillische Schreibweise: ПЕКАРА) finden sich an vielen Ecken der Ortschaften. Selbst in kleine Orte könnt ihr auf eine Pekara (deutsch: Bäckerei) stoßen. Warum die Pekara ein Geheimtipp ist? Nun, in Bosnien öffnen die Pekara oder eben die Bäckereien ab 06 Uhr und haben in der Regel bis 24 Uhr geöffnet. In der Pekara werden lokale Köstlichkeiten serviert. Von süßen bis hin zu deftigen Speisen findet jeder Gaumen etwas in den Verkaufseinrichtungen.</p>
<p>Das Köstlichste in einer Pekara ist und bleibt Burek. Unter den Namen Burek versteht man verschiedene Teiggerichte. Den Ursprung hat Burek im Türkischen. Es wird im serbischen/bosnischen auch vereinzelt als Pita bezeichnet. Das Teiggericht wird mit drei unterschiedlichen Füllungen angeboten. Ihr könnt zwischen Hackfleisch-, Käse- oder Spinatfüllung wählen. Mir schmeckte die Hackfleischfüllung am besten. Die Speise erhaltet ihr für 2 KM. Preiswerter kann man heimisches (Fast)food nicht genießen. (Hinweis: In einigen Orten werden zunächst Kilogramm Preise von ca. 10 bis 12 KM ausgewiesen, die auf das Gewicht des einzelnen Stücks heruntergerechnet werden.)</p>
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<p>Für alle Kaffeegenießer unter euch kommt gleich der nächste Tipp. Der Bosnische Kaffee ist einfach sehr köstlich. Wohlwollendes Aroma von frisch gebrühtem Kaffee erwartet euch beim Trinken. Man kann fast sagen, dass Kaffeetrinken in Bosnien zelebriert wird. Während ihr auf eurem bestellten Kaffee wartet, entdeckt euer Geruchsorgan die bosnische Kunst der heimischen Kaffeeröstung. Der Barista serviert euch den Kaffee mit einem Glas Wasser und einer kleinen Süßspeise. Traditionell natürlich auf einem typischen Kupfertablett. Der Frischmacher wird wie türkischer Kaffee direkt aufgebrüht. Aber Vorsicht: Es wird dem bosnischen Kaffee nachgesagt, dass er sehr stark sei. Ich kann es leider nicht bestätigen. Oder sind meine Geschmacksknospen einfach zu sehr verwöhnt worden? Probiert ihn einfach und überzeugt euch selbst davon. Jedenfalls ist der Kaffee bereits für 2 KM zu haben.</p>
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<p>Fleischgerichte sind traditionell in dem Balkanland weit verbreitet. Genauso verhält es sich mit dem Nationalgericht: Cevapcici. Cevapcici sind eng mit dem Balkan verbunden. Die Speise findet ihr in jedem Lokal. In den verschiedenen Regionen von Bosnien-Herzegowina probieren sich die heimischen Restaurants in verschiedene Darreichungsformen. Althergebracht wird das Gericht als gegrillte Hackfleischröllchen im Fladenbrot und Zwiebeln serviert. Für die Speise zahlt ihr in der Regel 7 KM.</p>
<p><iframe src="https://www.google.com/maps/d/embed?mid=1EGT5DlS2psxheoCyBs4xbg0YahVReY55" width="640" height="480"></iframe></p><p>Der Beitrag <a href="https://www.11places.de/bosnien-herzegowina">Bosnien-Herzegowina</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.11places.de">11places</a>.</p>
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		<title>Nordmazedonien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marco]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jan 2020 13:33:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Länder]]></category>
		<category><![CDATA[balkan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nordmazedonien zählte einst zu der sozialistischen Republik Jugoslawiens. Das Land auf dem Balkan kann man einfach per Flugzeug erreichen. Die Flughäfen befinden sich in Skopje und in Ohrid, die zu unterschiedlichsten Zeiten von Low-Cost-Carrier oder den Reisefliegern angesteuert werden. Um das Land zu erkunden, empfiehlt es sich einen Mietwagen zu nutzen. Günstige Mietwagenangebote findet ihr auf den bekannten Preisvergleichsseiten wie Check24.de oder Billiger-Mietwagen.de. Die Kraftstoffpreise werden von staatlicher Seite festgesetzt. Für 14 Tage gilt an allen Tankstellen der gleiche Preis....</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.11places.de/nordmazedonien">Nordmazedonien</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.11places.de">11places</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nordmazedonien zählte einst zu der sozialistischen Republik Jugoslawiens. Das Land auf dem Balkan kann man einfach per Flugzeug erreichen. Die Flughäfen befinden sich in Skopje und in Ohrid, die zu unterschiedlichsten Zeiten von Low-Cost-Carrier oder den Reisefliegern angesteuert werden. Um das Land zu erkunden, empfiehlt es sich einen Mietwagen zu nutzen. Günstige Mietwagenangebote findet ihr auf den bekannten Preisvergleichsseiten wie Check24.de oder Billiger-Mietwagen.de. Die Kraftstoffpreise werden von staatlicher Seite festgesetzt. Für 14 Tage gilt an allen Tankstellen der gleiche Preis. Ein herrlicher Service, wie ich finde, ist der Tankstellenwärter an den Tankstellen. Da braucht man sich nicht selbst um das Betanken kümmern, sondern der Tankstellenwärter übernimmt die kostenfreie Serviceleistung. Die Straßen- / Hinweisschilder sind zweisprachig. Neben den kyrillischen findet ihr ebenso die lateinischen Beschriftungen. Englisch wird in Mazedonien genauso gesprochen. Kreditkarten wie VISA und Mastercard werden weitgehend an Tankstellen und größeren Supermärkten akzeptiert. Einen Stromadapter hatte ich im Reisegepäck, jedoch wurde er nie eingesetzt. Die Landeswährung ist Denar mit einem Umrechnungsfaktor von 1 Euro = ca. 60 Denar. Nordmazedonien ist kein Mitglied der EU. Es werden daher Roaminggebühren beim Telefonieren und/oder Datennutzung fällig.</p>
<p style="text-align: justify;"><!-- /wp:post-content --></p>
<h3><strong>&nbsp;#1 Skopje, Alter Basar</strong></h3>
<p>Die Hauptstadt von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nordmazedonien" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nordmazedonien</a> &#8211; zugleich größte Stadt des Balkanlandes &#8211; stand in der zurückliegenden Zeit unter römischer, byzantinischer und osmanischer Herrschaft. Skopje ist eine der wenigen erhaltenen Städte, die auf eine mehr als zweitausend Jahre andauernde Geschichte zurückblicken kann. Die Geschichte formte die Stadt in seinen kulturellen, religiösen und ethnischen Fassetten.</p>
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<p>Während die Altstadt mit dem Alten Basar und den kleinen verwinkelten Gassen sehr muslimisch geprägt ist, finden sich in dem südlichen Stadtteil vorwiegend architektonische Bauten aus der Zeit des ehemaligen sozialistischen Jugoslawiens wieder. Der ausgelöste Bauboom zu Zeiten der jugoslawischen Regierung nach dem zweiten Weltkrieg veränderte das Aussehen der Stadt am Vardar. Viele historische Gebäude, die der Krieg zerstörte, wurden überbaut. Die vielen Staturen, Skulpturen sowie reich verzierte Brücken und Brunnen lassen den Anschein bei den Besuchern erwecken, dass es sich um kulturelle Schätze handelt. Vielmehr ließ die Regierung nach den Parlamentswahlen 2008 die meisten der genannten Bauten erst in den letzten 10 Jahren errichten. So befindet sich eine 22 Meter hohe Statue Alexander des Großen neben der größten mazedonisch-orthodoxen Kirche am Hauptplatz von Skopje.</p>
<p>Die überbordende Errichtung der Monumente führte zum Streit zwischen den Kulturen und Ethnien, so dass sich die neue Regierung seit den letzten Parlamentswahlen wieder mehr für die Entwicklung des Landes und seiner Historie einsetzt. Die Steinbogenbrücke über den Fluß Vardar, die im 15. Jahrhundert errichtet wurde, verbindet den nördlichen mit dem südlichen Stadtteil. Die historische Entwicklung spiegelt sich ebenso in den vielen Moscheen, Kirchen und Synagogen wieder. In Skopje &#8211; wie auch in ganz Nordmazedonien &#8211; trefft ihr auf slawische Mazedonier, Albaner, Roma, Serben, Türken, Bosniaken und Aromunen. Wenn ihr in den Straßen um den Alten Basar schlendert, verspürt ihr schnell den Hauch des Osmanischen Reiches. Die vielen kleinen Lokale reichen den hungrigen Reisenden Köstlichkeiten der Region. Der Alte Basar stellt das Zentrum der Altstadt von Skopje dar.</p>
 [<a href="https://www.11places.de/nordmazedonien">See image gallery at 11places.de</a>] 
<p>Es bezeichnet ein altes Handels- und Marktviertel. Er ist das ein kulturell-historischer Teil von Skopje und steht für die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt. Zu Zeiten des osmanischen Reiches wuchs der Alte Basar zum größten Handelsviertel in Skopje auf. In seiner geschichtlichen Entwicklung überdauerte der Alte Basar trotz beachtlicher Beschädigungen durch die großen Erdbeben von 1555 und 1963, einem großen Brand von 1689 sowie den beiden Weltkriegen. Der Alte Basar stellt das einzige Monument wechselvoller Kulturen in Nordmazedonien dar, in dem Eigenschaften mehrere verschiedenen Kulturen und Zivilisationen eingesetzt wurden. Seit 2008 hat das Parlament von Nordmazedonien den Alten Basar zum Kulturgut erhoben und die besondere Wichtigkeit in der Stadt damit betont.</p>
<p style="text-align: justify;"><!-- /wp:paragraph --></p>
<!-- wp:paragraph -->
<p style="text-align: justify;"><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag&nbsp;&nbsp;</td>
<td style="width: 50%;">00:00 Uhr bis 24:00 Uhr</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">09:00 Uhr bis 15:00 Uhr (Markt)</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:separator --></p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; MK, Skopje 1000, Nordmazedonien</em></p>
<hr>
<h3><strong>#2 Mutter-Teresa-Gedenkhaus</strong></h3>
<p>Die große Tochter der Stadt Skopje wurde am 26. August 1910 als Anjeze Gonxhe Bojaxhiu in Üsküb, Osmanische Reich, dem heutigen Skopje in Nordmazedonien, geboren. Mutter Teresa war Ordensschwester und Missionarin albanischer Abstammung. Ihre Arbeit mit den Armen, Obdachlosen, Kranken und Sterbenden brachte ihr 1979 den Friedensnobelpreis ein. Bereits im Alter von 12 Jahren erkannte sie für sich, Menschen aus ärmsten Verhältnissen helfen zu wollen. Getrieben von ihrer missionarischen Arbeit, siedelte sie mit 19 Jahre nach Indien um und trat den Orden der Schwester von Loretto in Kalkutta bei. Sie übernahm Hilfsprojekte für die Rehabilitation von Einwohnern ärmster Gebieten, Hospizen für Sterbende, Kinderheimen und Kliniken von Schwerkranken. Sie schuf mit ihrer idealistischen Haltung eine Bewegung der Nächstenliebe und trug dazu bei, die Freiwilligenarbeiten des Ordens in vielen ärmsten Ländern in Asien, Südamerika und Afrika voranzubringen.</p>
 [<a href="https://www.11places.de/nordmazedonien">See image gallery at 11places.de</a>] 
<p>Ihre Berühmtheit veranlasste die Stadt Skopje zum Bau einer würdigen Erinnerungsstätte, das gleichzeitig als Museum dient. Alle Etappen ihres Lebens und Wirkens, in der Kindheit beginnend bis hin zu ihrem Tod sowie ihrer Heiligsprechung durch den Papst, werden hier dokumentiert. Die schönsten Artefakte wie ein handgeschriebenes Gebetsbuch, Fotos, Briefe sowie einer ihrer Saris können seit 2009 in dem Museum bewundert werden. Im September 2016 reiste der Papst Franziskus nicht persönlich zum Mutter-Teresa-Haus, sondern es wurde durch den Erzbischof von Sarajevo, Kardinal Puljic, mit einem Besuch beehrt. Der Vertreter der christlichen Kirche segnete die Kapelle, die sich im Innern des Museums befindet. Jedes Jahr pilgern mehr als 100.000 Personen zu dem Wallfahrtsort. Jeden Donnerstag wird in der Kapelle mit den Glaswänden um 08:00 Uhr ein Gottesdienst abgehalten. Die Kapelle befindet sich in der oberen Etage. Der Eintritt in das Museum ist frei. Gruppenreisende werden gebeten, vorher über die verantwortliche Website eine kostenfreie Buchung durchzuführen. &nbsp;</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%; height: 44px;">
<tbody>
<tr style="height: 22px;">
<td style="width: 50%; height: 22px;">Montag bis Freitag</td>
<td style="width: 50%; height: 22px;">09:00 Uhr bis 20:00 Uhr</td>
</tr>
<tr style="height: 22px;">
<td style="width: 50%; height: 22px;">Samstag bis Sonntag&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</td>
<td style="width: 50%; height: 22px;">09:00 Uhr bis 14:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:separator --></p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Macedonia Street (Ulitsa Makedonja), Skopje 1000</em></p>
<hr>
<h3><strong>#3 Kale Festung</strong></h3>
<p>Die Festung befindet sich in Skopje unweit vom Alten Basar. Sie thront auf einem Hügel über die Hauptstadt Nordmazedoniens. In der Landessprache wird sie „Skopsko Kale“, was so viel heißt wie Festung von Skopie, genannt. Einheimische bezeichnen die Festung einfach nur Kale-Fort oder eben nur Kale. Die Erbauung der Festung reicht ins 6. Jahrhundert zurück. Inschriften auf den Steinen der Festung lassen vermuten, dass der Auftraggeber der damalige römische Kaiser Justinian I. war. Ein Erdbeben um 518 zerstörte die Festung. Unbestätigte Quellen deuten auf einem Wiederaufbau im 10. und 11. Jahrhundert hin. Konkrete Hinweise zum mittelalterlichen Erscheinungsbild und dessen Geschichte blieben bis heute unbestätigt. Die Kale-Festung erweiterten die unterschiedlichen Eroberer und Entdecker fortlaufend. Römer, Byzantiner, Bulgaren, Serben und ebenso Türken prägten den multivarianten Baustil.</p>
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<p>Eine erste Erwähnung findet die Festung in einer Chronik des Osmanischen Reiches. Der türkische Reisende Evliya Celebi erwähnte im Jahr 1660. In den Schriften befindet sich die Umschreibung einer gut befestigen Stadt Skopje. „Eine eindrucksvolle Stätte am Fluss Vardar mit seinen hohen Mauern, Bastionen und Vielzahl von Wachen“ detailliert er in seinen Berichten und faste es weiter „auf erhöhter Eben erbaut von der man die ganze Stadt überblickt“.</p>
<p>Das Erdbeben im Jahr 1963 zerstörte die Festung. Archäologische Ausgrabungen, die im Jahr 2006 begannen und durch die mazedonische Regierung co-finanziert wurden, datierten erste Bewohner des Hügels aus der Zeit von 4000 vor Christus. 3000 Jahre alte Tonscherben, Holzflöten und alte Fundamente von Wohnhäusern entdeckten die Archäologen unter den Festungsmauern. Den Höhepunkt der Ausgrabung stammt aus dem Jahr 2010. Die Wissenschaftler entdeckten eine große Menge byzantinischer Münzen. Bis zum heutigen Zeitpunkt sind drei der 70 Wachtürmer restauriert. Das Hauptportal aus dem Jahr 1446 sowie die 120 Meter lange Mauer können die Besucher im restaurierten Zustand betrachten. Neben den historischen Fundamenten der dortigen Arsenale bietet sich der Blick über die Stadt Skopje an. Der Eintritt in die Kale-Festung ist frei. &nbsp;</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag&nbsp;</td>
<td style="width: 50%;">08:00 Uhr bis 19:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:separator --></p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Samoilova, Skopje 1000, Nordmazedonien</em></p>
<hr>
<h3><strong>#4 Matka-Canyon</strong></h3>
<p>Der Matka-Canyon ist knapp 15 km südwestlich von Skopje entfernt. Hierher entfliehen die Bewohner von Skopje, um sich zu erholen und die Natur zu genießen. Hektik? Fehlanzeige! Das bekam ich vor meinem Trip in Skopje zu erfahren, als ich zu dem Naturpark aufbrach. Dutzende von Höhlen, viele kleine Klöster, eine große Anzahl von einheimischen Pflanzen und Tiere sowie unbeschreibliche Naturerlebnisse können die Besucher hier erleben. Der Matkasee in dem Matka-Canyon zieht vor allem an Wochenenden viele Besucher an. Der Matkasee ist ein Stausee, der von dem Fluss Treska gespeist wird. Seit 1937 nutzt die Stadt Skopje den Stausee zur Elektrizitätserzeugung. Der Naturpark um den Matka-Canyon mit dem Matkasee kann auf unterschiedliche Wege erkundet werden. Eine Bootsfahrt, Kanutour oder die Wanderung lassen euch in die Natur eintauchen. Ab der Staumauer führt euch ein kleiner Weg zum örtlichen Restaurant, dass gleichzeitig der Startplatz für die Wanderungen oder Bootstouren ist.</p>
<p>Der Matka-Canyon verfügt über 10 Höhlen, die zwischen 20 und 200 Meter lang sind. Ein kleines Highlight in dem Matka-Canyon ist die Süßwasserhöhle Vrelo. Die Höhle erreicht ihr über den Matkasee. Fluß aufwärts liegt die Vrelo Höhle auf der linken Seite. Der Wanderweg, der von dem kleinen örtlichen Restaurant startet, verläuft rechtsseitig. Eine Besichtigung der Höhle ist dabei von der Landseite nicht möglich. Die Vrelo Höhle wird in dem Projekt New7Wonders als eine der 77 besten Naturstätten der Welt vermerkt. Die Höhle zieht viele Besucher an. Viele Stalaktiten, von denen der größte „Tannenzapfen“ genannt wird, finden sich in der Höhle. Voller Stolz erzählte der Guide, dass die am Ende der Höhle befindlichen Seen, viele Taucher aus aller Welt anziehen. Die Vrelo Höhle gilt weltweit als die bisher tiefste entdeckte Süßwasserhöhle. Der Teil der Höhle, der nicht unter Wasser steht, steht den Besuchern zur Besichtigung offen.</p>
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<p>Die Erholung und die Ruhe in dem Matka-Canyon ziehen die Bewohner von Skopje förmlich an. Viele Nordmazedonien fahren daher, sofern es die Zeit zulässt, in den Nationalpark. An den Feiertagen und am Wochenende ist daher mit vielen Besuchern zu rechnen. Plant daher einen Besuch so zeitig wie möglich ein, so dass ihr vor den Besucherstrom ankommt. Die Parkplatzmöglichkeiten sind insbesondere in unmittelbare Nähe zum Eingang eingeschränkt. Eine schmale Straße bringt euch ans Ziel. Am Fahrbahnrand parken die Einheimischen dort, wo eben noch Platz ist.</p>
<p>Habt ihr ein etwas breiteres Fahrzeug, wird es nicht einfach durch die schmale Straße zu kommen, da selbst die Wendemöglichkeit sehr eingeschränkt ist. Parkt etwas vorher mit eurem Fahrzeug und lauft den restlichen Weg. So habt ihr einen angenehmen Parkplatz und erhaltet noch mehr Eindrücke von der herrlichen Natur. Den Matka Canyon erreicht ihr mit dem Auto bei Glumovo ab der Autobahn A2/E-65. Ab hier findet ihr häufig Hinweisschilder zum Matka-Canyon, die Euch den Weg zeigen. Für die Bootstour bezahlt ihr pro Person 400 Denar. Die Bootstour dauert ca. 60 Minuten in dem Eintrittspreis ist die Höhlenbesichtigung inklusive. Ein Einzelkanu kostet für 30 Minuten Nutzungsdauer 150 Denar; für 60 Minuten 300 Denar. Für ein Zweierkanu zahlt ihr für 30 Minuten 250 Denar; 60 Minuten kosten 500 Denar.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Besucherhinweis:</span> Es gibt während der Wanderung keine öffentlichen Toiletten. Einzige Möglichkeit für Toiletten bietet sich bei dem Restaurant am Eingang zum Matka Canyon. &nbsp; &nbsp;</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%; height: 22px;">
<tbody>
<tr style="height: 22px;">
<td style="width: 50%; height: 22px;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%; height: 22px;">08:00 Uhr bis 24:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:separator --></p>
<p><em>Adresse: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Str. 1 nn, Village Dolna Matka, Village Matka 1000, Nordmazedonien</em></p>
<hr>
<h3><strong>#5 Peshna Cave</strong></h3>
<p>Nordmazedonien wird gern als das Land mit den vielen Höhlen bezeichnet. Die größte und zugleich geheimnisvollste Höhle ist die Peshna Cave. Sie ist von rauer Schönheit und sagenumworbenen Geschichten geprägt. Die Höhle gilt als eines der wenigen Naturdenkmäler Nordmazedoniens. Die Peshna Höhle liegt 6 km vom Dorf Makendonski Brod an der Regionalstraße nach Samokov entfernt. Die Höhle ist eine der schönsten Naturschönheiten des Lands. Ihre Abgeschiedenheit sorgt dafür, dass das Naturdenkmal ein noch unentdeckter Schatz ist und von den vielen Touristenmassen verschont wird.</p>
<p>Die Höhle mit ihrem 30 Meter hohen Eingang und einer Tiefe von 70 Metern stellt den größten Höheneingang nicht nur von Nordmazedoniens sondern vom gesamten Balkan dar. Dieses natürliche Meisterwerk lässt den Besucher mit seiner Größe und Schönheit atemlos werden. Nur wenige Stalaktiten sind an der Decke der Höhle erkennbar. Die Natur selbst formte den Felsen. Eine einheimische Fledermausart findet sich ebenso in der Höhle, die für das Ökosystem sehr wichtig ist. Aufgrund des großen Eingang der Höhle erreicht das Sonnenlicht das Ende der Höhle, so dass ihr problemlos in ihr herumgehen könnt. Je nach Lichteinfall erstrahlen die Decke und die Wände der Höhle in erstaunlich hellgrünen bis tiefvioletten Farbentönen &nbsp;</p>
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<p>Wer sich mit den Einheimischen über die Höhle unterhält, wird von der sagenumworbene Legende hören. Bereits am Eingang der Höhle sind zerfallene Ruinen einer mittelalterlichen Festung der Spätantike erkennbar. Liebe und Mitgefühl prägte die Geschichte hinter der Festung. Zwei Schwestern von König Marko, Deva und Peshna, sollen in der Gegend gelebt haben. Zu der damaligen Zeit war es den Frauen nicht gestattet, ihre Häuser ohne Begleitung zu verlassen. Deva lebte in einem Schloss in der Nähe der Höhle. Sie konnte jedoch das Schloss nicht einfach verlassen, um ihre Schwester Peshna zu sprechen. Damit die Schwestern miteinander kommunizieren konnten, ließ König Marko eine Burg am Eingang der Peshna-Höhle für Peshna errichten. Das Echo in der Höhle nutzen die beiden Schwestern, um sich zu unterhalten.</p>
<p>Wer die Höhle betritt und dabei bis ans Ende der Höhle hinaufklettert, wird von wahrer Größe der Peshna Cave überwältigt werden. In den Frühlingsmonaten fließt das Schmelzwasser aus den Bergen durch die Höhle und lässt den Fluss Peshna anschwellen, so dass das Rauschen des Wassers bereits aus der Ferne zu hören ist. Wer im Sommer oder zur Trockenzeit die Höhle besucht, so wie ich es machte, wird leider nur ein ausgetrocknetes Flussbett vorfinden. Laut Höhlenforscher soll der örtliche Fluss Krapska für die vielen unterirdischen Seen und Wasserfälle verantwortlich sein, der jedoch ebenso in den warmen Sommermonaten austrocknet.</p>
<p>Das Höhlensystem hinter der Peshna-Cave soll sich auf über 10 Kilometer erstrecken. Einheimische Forscher entdeckten zusammen mit französischen Wissenschaftlern die Höhlen und brachten dabei unglaubliche unterirdische Schätze zum Vorschein. Zweihundert Meter unterhalb der Erde befindet sich ein See, der für die Besucher nicht zugänglich ist, mit einer sehr seltenen Fischart, deren Haut der menschlichen Haut ähnelt. Eine solche Besonderheit in der Fauna findet sich nur in den Postojna-Höhlen Sloweniens.&nbsp; Dieses natürliche Meisterwerk sollte auf eurer Reiseliste stehen. Aufgrund der intakten Natur, der herrlichen Aussicht mit dem blauen Himmel und der Ruhe lohnt sich ein Besuch. Der Eintritt in die Höhe ist kostenlos. &nbsp;</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">00:00 Uhr bis 24:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:separator --></p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Peshna-Cave, R1106, Nordmazedonien</em></p>
<hr>
<h3><strong>#6 Old Mavrovo Kirche</strong></h3>
<p>Der Mavrovo-Nationalpark befindet westlich in Nordmazedonien auf der Wegstrecke zwischen Skopje und Ohrid. Die Landschaft erstreckt sich in den Hügeln südlich von Gostivar. Der Nationalpark ist für Urlauber recht unbekannt, jedoch nutzen die Einheimischen ihn als beliebtes Wander- und im Winter als Skisportziel. In dem Nationalpark stößt ihr auf den großen Mavrovo-See, der für sein Forellenangeln berühmt ist. Der Mavrovo-See, der an der tiefsten Stelle bis zu 48 Meter misst, wartet für die Besucher mit einer kleinen Besonderheit auf. Im Jahr 1953 ließen die Verantwortlichen den Radika-Damm an dem Mavrovo-See errichten und fluteten ihn das erste Mal. Die angestauten Wassermassen sorgten dafür, dass das Hinterland vor allem nach den Wintermonaten aufgrund des Schmelzwassers regelmäßig überschwemmt ist. Die gleichnamige Bergstadt Mavrovo war zugleich Nutznießer aber auch Leidtragende des angestauten Sees.</p>
<p>Die im Jahr 1857 errichtete Kirche Sankt Nikolaus (mazedonisch: Sveti Nikola), die etwa 100 Jahre lang als heilige Stätte diente, versank regelmäßig in den Wassermassen. Die dem heiligen Nikolaus geweihte Kirche war die ehemalige Hauptkirche des Ortes Mavrovo. In der Kirche befanden sich ein Mamoraltar, eine wertvolle Ikonostase und Ikonen von Dicho Zograf. Die besondere Steinverarbeitungs- und Bautechnik der Kirche sorgte dafür, dass die jahrelange Überflutung der Kirche in den Grundfesten bis zum heutigen Tag erhalten blieb. In den Winter- und Frühjahrsmonaten ragen der Glockenturm und das Dach vom Kirchenschiff aus dem Wasser. Nur in den heißen Sommermonaten, wenn die Dürre einsetzt, liegt die Kirche komplette frei und kann in Gänze bewundert werden.</p>
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<p>Die Regierung entschied im Jahr 1996 eine zweite Kirche Sankt Nikolai, bekannt als Nova Sveti Nikola, in erhöhter Lage zu errichten. Die wertvollen Sakralen befinden sich nach der Fertigstellung in der Nova Sveti Nikola. Beide Kirchengebäude stehen den Besuchern bis zum heutigen Tage offen. Es ist einmalig auf der Welt, dass zwei Kirchen in einem Ort den gleichen Namen tragen. Wer die alte Kirche genauer betrachtet, entdeckt kleine Bäume, Sträucher und andere Flora und Fauna in und an den Resten des Gebäudes. Seid ihr auf Entdeckertour im Sinne eines Lost Places, könnt ihr in dem Gebäude der alten Kirche noch so manche sakrale Relikte erahnen. Die mysteriöse Kirche gilt als die größte Attraktion der Region, über die bereits die „Huffington Post“ schrieb. In dem Artikel der Zeitung wurde das versunkende Gotteshaus als eine der schönsten verlassenen Kirchen der Welt bezeichnet. Der Eintritt zur Old Mavrovo Kirche ist kostenlos.</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%; height: 22px;">
<tbody>
<tr style="height: 22px;">
<td style="width: 50%; height: 22px;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%; height: 22px;">00:00 Uhr bis 24:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:separator --></p>
<p><em>Adresse: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Road to Galichnik, 1255, Nordmazedonien</em></p>
<hr>
<h3><strong>#7 Altstadt von Ohrid</strong></h3>
<p>Ohrid ist eine kleine touristische Stadt am hügeligen Ufer des Ohridsees. Die Stadt liegt im Südwesten von Nordmazedoniens. Mit seinen engen Straßen und Gassen lädt Ohrid seine Besucher ein, die mittelalterliche Kirchen, Klöster und Ruinen neben den traditionellen Häusern mit den roten Ziegeldächern zu entdecken. Die auf dem Hügel thronenden massiven Mauern der jahrhundertalten Samuil-Festung prägt das Stadtbild. Die Stadt Ohrid ist überregional als Touristenattraktion bekannt. Der gleichnamige Ohrid-See, der als der älteste Binnensee der Europas gilt, erklärte die UNESCO 1979 sowie im Folgejahr die Umgebung des Sees zum UNESCO-Welterbe.</p>
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<p>Die Stadt Ohrid war in der Antike auf dem griechischen Namen Lychnidos zurückzuführen, der „Laterne“ oder „tragbares Licht“ bedeutet. In den späteren Jahren zu Zeiten des Römischen Reiches entstand der lateinische Name&nbsp; Lychnidus. Erstmalig im Jahr 879 konnte im frühen Mittelalter der Name Ohrid belegt werden. Er stammt vermutlich aus dem Slawischen und bedeutet „auf dem Hügel“. Archäologische Grabungen datierten die ältesten Skelettfunde aus dem 4. Jahrhundert vor Chr. Ohrid galt aufgrund seiner strategischen Lage in der zurückliegenden Zeit häufig als Eroberungsziel der unterschiedlichen Herrscher.</p>
<p>Das Makedonische Reich unter König Philipp II. eroberte 355 v.Chr. die antike Stadt. Nach dem Zerfall des Makedoniers Alexander des Großen sicherte sich im Jahr 146 v. Chr. das Römische Reich seine Herrschaft über Lychnidos. Im Mai 526 n.Chr. kam es zu einem verheerenden Erdbeben, der die antike Stadt in Trümmern legte. Nach der Zerstörung bauten die Slawen die Stadt Ohrid auf. Es ist nicht überliefert, ob es sich um ein Neubau oder eine Wiederherstellung der Siedlung handelte. Ohrid wuchs so unter den Slawen auf dem Balkan zu einer geistig-kulturellen Quelle heran. Die Stadt wurde 842 in das erste Bulgarische Reich eingegliedert und als bedeutendes geistiges Zentrum zur Bischofsstadt aufgewertet. Die Sophienkirche, St. Kliment-Kloster und Kloster Sveti Naum sind die bekanntesten Bauwerke des am stärksten geprägten religiösen Zeitabschnittes. Im 11. Jahrhundert übernahm der byzantinische Herrscher die Stadt.</p>
<p>Am Ende des 12. Jahrhunderts mit dem Auseinanderfallen des Byzantinischen Reiches eroberten die Bulgaren die Stadt zurück. In den darauffolgenden Jahren kam es immer wieder zu wechselnder Herrschaft, ehe im 14. Jahrhundert die Osmanen Ohrid besetzten. Unter der osmanischen Herrschaft wurden viele Moscheen errichtet. Die Bedeutendste Ist die Ali-Pascha-Moschee. Am 29. November 1912 endete eine fast 500 jährige Oberhoheit der Hohen Pforte als die serbische Armee einmarschierte. Der im September 1913 von albanischen Klanführern der BMARK organisierte Ohrid-Debar-Aufstand wurde blutig von der serbischen Armee niedergeschlagen. Zu Zeiten des ersten Weltkrieges wurde die Stadt der BMARK überlassen. Nach Ende des Krieges ging Ohrid an das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen zurück. Mit Ende des zweiten Weltkrieges, bis dahin gehörte Ohrid zu Bulgarien, wurden die Region und die Stadt Ohrid dem jugoslawischen Staat zugeteilt. Mit dem Zusammenbruch des Eisernen Vorhangs und den darauffolgenden Balkankriegen kam es 2001 zum Aufstand in der Stadt. Seit 2005 mit dem Ende von wirtschaftlich unsicheren Zeiten verzeichnet die Stadt Ohrid wieder hohe Besucherzahlen.</p>
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<p>Ohrid wurde im Jahr 2017 durch Lonely Planet zu einem der fünfschönsten Reiseziele der Welt gekürt. Die Stadt gilt nicht nur als frühes Zentrum des Christentums sondern auch Entstehungsort der kyrillischen Schrift. Das Portal Deutschlandfunkkultur titelte nicht umsonst „malerisch, heilig, kyrillisch“. Wenn ihr an der Uferpromenade entlang lauft, taucht ihr in die herrliche Landschaft ein. Ohrid, das fast wie ein kleines malerisches Fischerdorf am Mittelmeer herkommt, wirkt wie kleines Refugium mit seinen kleinen weißen Häusern bis hinauf zum Hügel der kleinen Festung. Die angrenzende hüglige Landschaft bettet Ohrid in einer grün bewachsenen Bergkette ein. Die Berge erreichen eine Höhe von bis zu 2200 Metern. Der Ohridsee mit einer Ausdehnung von 30 Kilometer Länge und 15 Kilometer Breite, der an Albanien grenzt, lädt bei warmen Sommertemperaturen zum Baden ein. In den vielen Restaurants an den Ufern des Ohridsees könnt ihr die frisch zubereiteten Fischgerichte, insbesondere die Ohridforelle, der Region probieren. Ebenso ist der Auflauf Tavce Gravce, der neben Fleisch verschiedenes Gemüse und Bohnen beinhaltet, zu empfehlen.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Besuchertipp:</span> </strong>Direkt in dem kleinen Hafen von Ohrid locken viele Bootsführer die Touristen, die Bootstouren entweder mit umgebauten Fischerbooten oder auch mit Ausflugsschiffen anbieten. Die Bootstouren beginnen bei 25 Euro mit den Ausflugsschiffen und bei 15 Euro pro Person mit den umgebauten Fischerbooten. Die Touren dauern ca. 30 Minuten und zeigen euch alle Sehenswürdigkeiten Ohrids von der Wasserseite. Wer etwas sparen möchte, läuft in Richtung Kirche des heiligen Kaneo. An den Ufern befinden sich viele kleine Fischerboote, die für touristische Zwecke hergerichtet sind. Sie kosten wesentlich weniger. Wer richtig gut feilscht, kann für knapp unter 10 Euro (teilweise sogar deutlich darunter) einen Ausflug unternehmen. Verhandelt den Preis für euren Ausflug vor Fahrtantritt. Hier ist alles Verhandlungssache.</p>
<hr>
<h3><strong>#8 Kirche des heiligen Kaneo</strong></h3>
<p>Die Kirche des heiligen Johannes von Kaneo (mazedonisch: Sveti Jovan Kaneo) ist das am meisten fotografierte Gebäude in Nordmazedonien. Viele Postkarten zieren das Motiv. Die mazedonisch-orthodoxe Sveti Jovan Kaneo steht auf einem Felsvorsprung in Ohrid am Rand des Ohridsees. Die Kirche selbst ist in das malerische Panorama von Nordmazedonien eingebettet, das von der Bucht des Ortes von den angrenzenden Bergen umsäumt ist. Die Kirche ist Johann von Patmos, dem Verfasser der Offenbarung, gewidmet. Der Gläubige wird von seinen Anhängern wie der Apostel Johannes verehrt.</p>
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<p>Die Kirche wurde im byzantinischen Baustil während des 13. Jahrhunderts errichtet. Ein genaues Erbauungsdatum wurde nicht überliefert. Archäologen verorten die Entstehungszeit während des Aufstieges des Osmanischen Reiches. Ein Kreuz mit rechteckiger Basis dienste als architektonischen Bauplan für die Kirche. Der Architekt der Kirche ist unbekannt. Die Wissenschaftler nehmen an, dass der Architekt von den armenischen Kirchen inspiriert wurde. In dem Gebäude vorhandenen Fresken im Altarraum und der Kuppel, die aus dem 14. Jahrhundert stammten, wurden im Jahr 1964 bei Restaurierungsarbeiten entdeckt. Innerhalb der Kirche befindet sich auf einer hölzernen Ikonostase ein Abbild der Jungfrau Maria zusammen mit dem Heiligen. Das Fresko des Christus Pantokrator ist in der Kuppel der Kirche ersichtlich. Ebenso kann ein Fresko von St. Clemens von Ohrid bewundert werden. Die historischen Malereien und Verzierungen sind noch immer teilweise erhalten. Die Kirche gilt aufgrund der besonderen Lage und seiner historischen Bedeutung als Wahrzeichen der Stadt Ohrid. Das Gebäude diente als Filmkulisse für einige Szenen des preisgekrönten Films „Vor dem Regen“. Der Film wurde 1995 für den Oskar nominiert und heimste in Venedig als Gewinner den Goldenen Löwen ein. Die Kirche selbst ist Teil einer kleinen Gartenanlage. Die Gartenanlage kann zu jeder Zeit betreten werden. Der Zutritt zu der Kirche ist erheblich eingeschränkt. Der Eintritt zu der Anlage ist kostenfrei. &nbsp;</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">00:00 Uhr bis 24:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Kaneo Plaosnik Pateka, Ohrid 6000, Nordmazedonien</em></p>
<hr>
<h3><strong>#9 Bay of Bones</strong></h3>
<p>Bay of Bones ist ein Museum auf dem Wasser an der Ausgrabungsstätte von Ploca Micov Kamen in der Nähe von Gradisthe und Pestini an der Küste des Ohridsees. Der außergewöhnliche archäologische Komplex ist in der Region einzigartig. In der prähistorischen Zeit siedelten sich Pfahlbauer am Ohridsee an. Sie lebten förmlich auf dem Wasser, da sie auf einer Plattform standen, die von ca. 10.000 Pfählen am Grund des Ohridsees verankert wurden. Die Pfahlbausiedlung an der Südküste des Ohridsees erstreckte sich auf einer Fläche von ca. 8.5000 Quadratmeter. Die Tiefe des Sees im Bereich der Siedlung beträgt 3 bis 5 Meter. Bei dem Museum handelt es sich um eine authentische Rekonstruktion einer historischen Pfahlbausiedlung.</p>
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<p>Viele Überreste von prähistorischen Werkzeugen, Steinobjekten, Knochenreste von Tieren und Keramiken entdeckten die Wissenschaftler bei ihren Ausgrabungen. Der Name „Bucht der Knochen (Bay of Bones)“ stammt von den vorgefundenen Tierknochenresten sowie den fragmentierten Gefäßen, die im Rahmen der Ausgrabung zwischen 1997 und 2005 schrittweise von einem Unterwasserteam freigelegt wurden. Aufgrund der vorgefundenen Artefakte gehen die Historiker davon aus, dass bis zu 60 Wohnräume in der Siedlung geschaffen wurden. Archäologische Grabungen datieren den historischen Ursprung auf die Zeitspanne von 1200 bis 700 v. Chr. Zur gleichen Zeit entstand auf dem angrenzenden Hügel eine militärische Festung (Castrum) zu Zeiten des römischen Reiches. Die römische Festung war mit der Pfahlsiedlung verbunden. Beide historischen Gebäude dienten dazu, das römische Reich vor seinen Feinden zu schützen. Die Pfahlsiedlung war mit dem Festland über einer flexiblen Brücke verbunden. Die Bewohner der Siedlungen beschäftigten sich hauptsächlich mit der Fischerei, Landwirtschaft sowie der Jagd. Belegt wurde es mit den Funden von Gefäßen aus Keramik und Stein im Rahmen der Ausgrabungen.</p>
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<p>Das Museum stellt eine aufwendige Rekonstruktion der vorgefundenen Siedlung dar. Der Wiederaufbauprozess unter der Schirmherrschaft Paska Kuzman, Direktor des Kulturerbe Schutzamtes, schloss mit der Eröffnung am 8. Dezember 2008 ab. Das Museum auf dem Wasser ist ein wichtiges kulturelles und historisches Wahrzeichen Nordmazedoniens. Die großangelegte Unterwasserausgrabung stellt die bisher größte Grabung seiner Art in Europa dar. Die Anlage inmitten der malerischen Landschaft mit dem kristallblauen See kann von den Besuchern betreten werden.</p>
<p>Sie bietet euch damit die außergewöhnliche Gelegenheit in die Historie einzutauchen und eine Zeitreise von der Vorgeschichte bis in die Antike zu unternehmen. Die Pfahlbausiedlung ist ein sehr beliebter Tagesausflug und eines der attraktivsten Ziele in Ohrid und Nordmazedonien. Knapp 24 Nachbauten der prähistorischen Häuser stehen den Besuchern zum Erkunden offen. Neben dem Nachbau der Siedlung könnt ihr ebenfalls die geschichtliche Entwicklung in einem Innenmuseum nachvollziehen. Ein kleines Restaurant am Fuße der Siedlung lädt zum Verweilen ein. Unmittelbar neben dem Restaurant und der Pfahlbausiedlung befindet sich eine kleine Tauchschule. Wer zuvor die Siedlung von oben erkundet hat, kann hier nun zum Ausgleich in die Unterwasserwelt abtauchen. Der Eintritt zur Anlage kostet günstige 100 Denar für Erwachsene. Kinder und Studenten zahlen 30 Denar.</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Dienstag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">09:00 Uhr bis 19:00 Uhr (Juli bis August)</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 50%;">Dienstag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">09:00 Uhr bis 16:00 Uhr (September bis Juni)</td>
</tr>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag</td>
<td style="width: 50%;">geschlossen</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:separator --></p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bay of Bones Museum, P501, Nordmazedonien</em></p>
<hr>
<h3><strong>#10 St. Naum</strong></h3>
<p>Die Ortschaft St. Naum geht auf den heiligen Naum zurück. Popularität erlangte der Ort durch das gleichnamige Kloster St. Naum. Der heilige Naum gründete um 895 das Kloster Sveti Naum mit der Unterstützung der bulgarischen Herrscher Zar Boris I. und Simeon I. Das Kloster mit seinen umliegenden einzigartigen Sehenswürdigkeiten befindet sich unweit der albanischen Grenze und ca. 29 km von Ohrid entfernt. Nach dem Tod des Heiligen wurde am 23. Dezember 910 ihm zu Ehren das gleichnamige Kloster nach ungenannt. Naum selbst wurde in dem Kloster bestattet. Der Heilige Naum, auch als Naum Ohridski oder Naum Preslawski bekannt, ging in die Lehre des Heiligen Kyrill und Method. Er war als Mitbegründer bei der Schaffung der altkirchlich-slawischen Schriftsprache beteiligt.</p>
<p>Der Heilige Naum und der Heilige Kliment von Ohrid unterstützten die Methodius bei seiner Mission im Großmährischen Reich. Im Jahr 1870 brach in dem Kloster ein Feuer aus. Die Anlage wurde fast vollständig zerstört. Lediglich die Klosterkirche blieb von dem Feuer verschont. Die heutige Anlage um die Klosterkirche wurde nach dem Brand wieder aufgebaut. Die Serben eroberten in den folgenden Jahren die Region und ließen in der Nähe des Klosters eine Residenz des serbischen Königs errichten. Von 1913 bis 1925 gehörte das Kloster St. Naum zu Albanien. 1924 trat Ahmet Zogu als Dank für die Unterstützung seines Putschs in Tirana die Region an das Königreich Serbien ab. Die heutige dreischiffige Kreuzkuppelkirche dient nur noch für sakrale Zwecke. Die Anlage beherbergt ein Hotel und örtliche Restaurants öffnen zur wärmeren Jahreszeit. Der Eintritt in die Anlage insbesondere der Zutritt zum Sveti Naum Kloster ist kostenfrei. &nbsp;</p>
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<p>Eine landschaftlich interessante Sehenswürdigkeit sind die neben dem Kloster befindlichen Black Dream Springs (Crni Drim). Sie werden oft auch als Quellen von Sveti Naum bezeichnet. Bei den Black Dream Springs handelt es sich um Quellen, die ursprünglich aus dem Prespasee stammen. Der Prespasee liegt auf der anderen Seite des Berges Galicica. Unterirdische Quellen drücken das Wasser durch das Gestein und lassen es in den Fluss Black Dreams strömen, der in den Ohrid-See mündet. Der unterirdische Zulauf mit seinen austretenden Quellen wirkt dabei wie sanftes sprudelndes Spektakel.</p>
<p>In der Nähe der Mündung am Ohrid-See befinden sich einige Ruderboote, die samt Bootsführer angemietet werden können. Mit solchen Booten könnt ihr die Black Dream Springs erkunden. Mit dem Bootsführer taucht ihr in die wunderschöne Landschaft ein. Das Wasser der Quellen sind dabei so klar, dass ihr dabei nicht sofort erkennen könnt, wo die Wasseroberfläche endet oder beginnt. Neben der unterschiedlichen Pflanzenwelt, könnt ihr hier ebenso interessante Vögel oder andere Wasserbewohner entdecken. Die Quellen mit dem Ohrid decken den Trinkwasserbedarf zu 98 Prozent von Nordmazedonien. Sie genießen daher besonderen Schutz. Die Bootsfahrt mit dem Bootsführer kostet ca. 100 bis 150 Denar. Ein solches Ruderboot ist für ca. 8 Fahrgäste ausgelegt. Sofern sich 8 Personen auf dem Ruderboot einfinden, sinkt der Preis auf 100 Denar. Seid ihr jedoch beispielsweise 5 Personen, so werden 150 Denar fällig.</p>
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<p>St. Petka (Kirche der Heiligen Paraskeva) ist ein kleines Kloster auf dem Gelände von St. Naum in der Nähe des Dorfes Ljubanishta. Unmittelbar in Ufernähe an den Ausläufern des Black Dream Springs (Crni Drim &#8211; Schwarzer Traum) findet ihr das Gebäude.</p>
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<p>Die kleine Kirche stammt aus dem 11. Jahrhundert und ist von Bäumen der Parkanlage umgeben. Das aktuelle Gebäude wurde neu errichtet und im Jahr 2010 geweiht.&nbsp; Zuvor befand sich an der Stelle ein Schrein von Sveta Petka. Im Inneren der Kirche entdeckt ihr bunte Wandmalereien in kräftigen Farben. Die St. Petka findet bei den Pilgern besondere Bedeutung, da auf der Rückseite des Gebäudes Quellwasser fließt, das für viele Gläubigen als gesegnetes Weihwasser dient. So mancher Reisende genießt die kühle Erfrischung.&nbsp;</p>
<p>Der Eintritt in die Klosteranlage ist frei. Es fällt lediglich für die Nutzung des Parkplatzes eine Gebühr von 50 Denar (Stand Juni 2019) an. An Wochenenden und speziell an Feiertagen ist mit erhöhtem Besucherandrang zu rechnen. Achtet bitte bei dem Besuch der Kirche auf passende Kleidung.</p>
<p><strong>Öffnungszeiten:&nbsp;</strong></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 50%;">Montag bis Sonntag</td>
<td style="width: 50%;">00:00 Uhr bis 24:00 Uhr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:separator --></p>
<p><em>Adresse:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; CI Sveti Naum, 6324 Ohrid, Nordmazedonien</em></p>
<hr>
<h3><strong>#11 Geheimtipp – Steinbrücke des Gardeshka River, Kebapi, Burek</strong></h3>
<p>Nordmazedonien ist für Viele sicher ein Geheimtipp. Ich habe mich aber für euch ein wenig umgeschaut und den Geheimtipp vom Geheimtipp entdeckt. Zunächst geht es in die Natur. In der Nähe des Ortes Zovik Mariovo befindet sich eine Steinbrücke, die über den Fluss Gardeshka führt. Der Fluss Gardeshka entspringt an der griechischen Grenze und schlängelt sich durch die Berge hindurch und hinterlässt neben einer reichen Vegetation eine ebenso spannende Landschaft. Der Fluss hat eine Länge von 26 km. Die Steinbrücke stammt ursprünglich aus dem Jahr 1950 und war zunächst eine Holzbrücke. Sie hielt jedoch der Belastung nicht lange stand und wurde im Jahr 1955 durch eine Steinbrücke ersetzt. Die Steinbrücke in ihrer jetzigen Form wurde im Jahr 2014 mit Mitteln des IPA Projektes restauriert. Am Fuße der Brücke befindet sich eine alte Mühle, die einem erahnen lässt, wie zu der damaligen Zeit Mehl produziert wurde. Spannend geht es neben dem Flusslauf über zum Teil unwegsames Gelände über Stock und Stein. Der geübten Mountainbiker wie ebenso der Wanderer findet hier sicher eine kleine Herausforderung. Die abgeschiedene Landschaft lädt den Naturliebhaber zum Verweilen ein.</p>
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<p>Ich habe den Ort in der Hauptsaison besucht und konnte feststellen, dass vom sogenannten Overtourismus weit und breit keine Spur zu erkennen war. Einfach ist die Brücke mit seinem Wanderweg nicht zu finden. Ich empfehle euch die Anreise mit Mietwagen zum Etho Kyka Kaj Moctot. Stellt dort das Fahrzeug ab und lauft die letzten 300 Meter. Etho Kyka Kaj Moctot ist eine kleine gemütliche landestypische Lokalität. Der Inhaber Mitko serviert euch gern einen Kaffee oder andere Erfrischungen. In der Saison von März bis November könnt ihr ebenso typische mazedonische Speisen ausprobieren. Eine Speisekarte findet ihr hier vergebens. Fragt einfach nach, was gerade auf dem Herd steht. Beachtet aber, dass Mitko nicht wirklich englisch versteht oder spricht.</p>
<p>Typische Speisen in Nordmazedonien sind vor allem Kepaci und das herzhafte Burek. Kepaci ist eine Form des Cevapcici. Zubereitung und Darreichung sind sehr ähnlich. Hackfleisch wird dabei gerollt und in gegrillter Form den Gästen serviert. Wie immer gilt: In touristischen Zentren – hier ist es Skopje und Ohrid – sind die Preise höher als auf dem Land. Ein guter Preis für ein Kepaci sind 10 Denar. Die Portionen für Kepaci fangen bei 6 bis 10 Stück an. Probiert es einfach aus. Kepaci sind sehr lecker. Ich habe sie mehrfach auf meiner Reise probiert.</p>
<p>Es gibt auch eine typische Fast-Food Speise auf dem Balkan. In Nordmazedonien heißt sie Burek. Das Wort hat dabei einen türkischen Ursprung und heißt Blätterteiggericht. In der türkischen Küche wird es als Börek bezeichnet. Burek ist ein Blätterteiggericht mit Füllung. Die Füllung kann dabei Spinat, Fetakäse oder Hackfleisch sein. Die Backware kostet ca. 60 Denar. Mir schmeckte die Hackfleischfüllung am besten. Gekauft werden kann die Speise in einer Bäckerei. In Nordmazedonien heißt die Bäckerei Pekara. Je nach Region findet ihr die Bezeichnung in lateinischer oder kyrillischer Schriftzeichen. Die Speise ist optimal, wenn ihr viel unterwegs. Steuert die nächste Bäckerei in einem Ort an und genießt die Köstlichkeit. Die Bäckereien sind in der Regel ab 6:00 Uhr geöffnet und schließen um 24:00 Uhr. &nbsp;</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Hinweis:</span> </strong>Wer mit dem Fahrzeug in Nordmazedonien unterwegs ist und unglücklicherweise in einem Unfall verwickelt ist, für den gelten bei polizeilichen Unfallaufnahme ein paar kleine Regeln. Bist du mit deinem Privatfahrzeug nach Nordmazedonien gefahren und an einem Sachschadensunfall beteiligt, bezahlt derjenige eine Gebühr, der die Polizei zum Unfall ruft. Die Gebühr beläuft sich auf 250 Euro (!). Nach Auskunft der örtlichen Polizei genügt der europäische Unfallbericht zur Schadensregulierung. Für Mietwagennutzer gilt diese Regelung nicht und es bleibt weiterhin gebührenfrei (Polizeibericht ist ja für die Versicherung des Mietwagens Pflicht)!</p>
<p><iframe src="https://www.google.com/maps/d/embed?mid=1nKN3IF0eyP6hSnIQFdU_9Lwkz-XCnVPp" width="600" height="480"></iframe></p><p>Der Beitrag <a href="https://www.11places.de/nordmazedonien">Nordmazedonien</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.11places.de">11places</a>.</p>
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